Ernsthaftigkeit brasilianischer Freundin

Alles was man wissen muss, um in Brasilien nicht ins Fettnäpfchen zu treten.....

Re: Ernsthaftigkeit brasilianischer Freundin

Beitragvon frankieb66 » So 29. Jan 2012, 23:10

cabof hat geschrieben:Klar, die Bolsa Familiar ist ein Schritt hin zum sozialen Engeagement der brasil. Regierung aber auch komplett ueberfluessig wenn man
auf die Einhaltung der Gesetze achten wurde, es besteht auch in Brasilien eine gesetzliche Pflicht zum Schulbesuch - es kommen lt.
Aussage im Forum gut 12 Millionen Familien zu Gute und die anderen 100 Millionen? Sage ich mal so.

Was soll mit den anderen 60 Mio. (100 Mio. halte ich für zu hoch gegriffen) Familien sein? Na, die schicken ihre Kinder eben zur Schule, auch ohne Bolsa Família. Und die http://www.mds.gov.br/bolsafamilia trägt dazu bei, dass den bildungsfernen Schichten ein Anreiz gegeben wird, ihre Kinder auf die Schule zu schicken. Das heißt natürlich nicht, dass alle Schüler gleich viel lernen werden, aber immerhin ...

In D gibt es übrigens auch Schulpflicht, aber insbesondere Empfängerfamilien von staatlichen Transferleistungen scheren sich oft einen Dreck um die Schulpflicht (insbesondere die mit Migrationshintergrund). Leider bekommen die H4-Eltern ihr "Kindergeld" auch ohne den Nachweis dass ihre Kinder regelmäßig am Schulbesuch teilnehemen. Daher halte ich das bras. Modell für wesentlich besser.

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Re: Ernsthaftigkeit brasilianischer Freundin

Beitragvon cabof » So 29. Jan 2012, 23:52

Ja leider Frankie, bei uns in DE laeuft auch nicht alles rund - Kindergeld sollte man mehr als Druckmittel benutzen, straffaellig
gewordene Jugendliche sollte man das Kindergeld streichen, kriegen ja ihre Leistungen im Jugendknast.

Okay, 100 Mio ist zu hoch gegriffen, war nur `ne Zahl - was in BR zaehlt ist der Ansatzpunkt hin zum Sozialen, auch meine
Schwiegereltern bekommen eine von Lula eingefuehrte Mindestrente.. ich glaube die haben nie eingezahlt - auch so ein Fall von
nur heute leben - was morgen ist, eh egal.... meine Schwaegerin ist auch so ein Fall. Nur rumgejobbt ohne Carteira und die geht
auch auf die 50 zu.... brasil. Schiksale.
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Re: Ernsthaftigkeit brasilianischer Freundin

Beitragvon zagaroma » Mo 30. Jan 2012, 00:07

frankieb66 hat geschrieben:
cabof hat geschrieben:Klar, die Bolsa Familiar ist ein Schritt hin zum sozialen Engeagement der brasil. Regierung aber auch komplett ueberfluessig wenn man
auf die Einhaltung der Gesetze achten wurde, es besteht auch in Brasilien eine gesetzliche Pflicht zum Schulbesuch - es kommen lt.
Aussage im Forum gut 12 Millionen Familien zu Gute und die anderen 100 Millionen? Sage ich mal so.


Die neueste, stolz veròffentlichte, offizielle Statistik (wenn man ihr denn glauben kann) sagt, dass 52% der brasilienischen Bevòlkerung inzwischen zum Mittelstand gehòrt (also mind. 2 Mindestgehàlter pro Familie). Von denen schickt jeder, der es sich irgendwie leisten kann, seine Kinder auf Privatschulen.

Klar, zwischen den ganz Armen, die das Recht auf die bolsa familia haben, und dem Mittelstand gibt es noch die nicht ganz armen Familien, die alleine zurechtkommen mùssen. In unserem Umfeld hier frequentieren diese Kinder eigentlich alle zumindest die untere Stufe und kònnen recht oder schlecht schreiben, lesen und einfach rechnen. Mit 13/14 wollen aber zumindet die Jungs endlich arbeiten gehen und Geld verdienen, und dann ist Schluss mit Schule und sie werden Maurergehilfen oder sowas.

Das gilt jetzt allerdings fùr eine Stadt wie Recife, wie es im Interior aussieht, weiss ich nicht.
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Re: Ernsthaftigkeit brasilianischer Freundin

Beitragvon frankieb66 » Mo 30. Jan 2012, 00:14

zagaroma hat geschrieben:
frankieb66 hat geschrieben:
cabof hat geschrieben:Klar, die Bolsa Familiar ist ein Schritt hin zum sozialen Engeagement der brasil. Regierung aber auch komplett ueberfluessig wenn man
auf die Einhaltung der Gesetze achten wurde, es besteht auch in Brasilien eine gesetzliche Pflicht zum Schulbesuch - es kommen lt.
Aussage im Forum gut 12 Millionen Familien zu Gute und die anderen 100 Millionen? Sage ich mal so.


Die neueste, stolz veròffentlichte, offizielle Statistik (wenn man ihr denn glauben kann) sagt, dass 52% der brasilienischen Bevòlkerung inzwischen zum Mittelstand gehòrt (also mind. 2 Mindestgehàlter pro Familie). Von denen schickt jeder, der es sich irgendwie leisten kann, seine Kinder auf Privatschulen.

Komisch ... in meinem Bekannten- und Freundeskreis gehen die wenigsten Kinder auf eine Privatschule. Auch mein Sohn nicht. Der hat übrigens auch ohne speziellen Vorbereitungskurs das Vestibular für einen Ingenieurstudiengang (auf einer staatlichen Uni!) als einer der Besten (Platz 6 von ca. 200 Kandidaten auf 40 Plätze) geschafft. Also ganz so schlecht können die staatlichen Schulen auch nicht sein in Brasilien... :roll:

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Re: Ernsthaftigkeit brasilianischer Freundin

Beitragvon karlnapp » Mo 30. Jan 2012, 00:25

frankieb66 hat geschrieben:Leider bekommen die H4-Eltern ihr "Kindergeld" auch ohne den Nachweis, dass ihre Kinder regelmäßig am Schulbesuch teilnehemen.
Für Sachfragen zeigst Du ja bekanntlich mehr Interesse als ich. Überprüfe trotzdem nochmal Deine Behauptung, so weit ich dieses H4-Thema in der Deutschen Welle mitkriege, erhalten H4-Bezieher kein zusätzliches Kindergeld; das ist bereits in den Bezügen eingerechnet???

Und noch was! Sind wir nicht ebenfalls Migranten hier in Brasilien?
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Re: Ernsthaftigkeit brasilianischer Freundin

Beitragvon frankieb66 » Mo 30. Jan 2012, 00:40

karlnapp hat geschrieben:
frankieb66 hat geschrieben:Leider bekommen die H4-Eltern ihr "Kindergeld" auch ohne den Nachweis, dass ihre Kinder regelmäßig am Schulbesuch teilnehemen.
Für Sachfragen zeigst Du ja bekanntlich mehr Interesse als ich. Überprüfe trotzdem nochmal Deine Behauptung, so weit ich dieses H4-Thema in der Deutschen Welle mitkriege, erhalten H4-Bezieher kein zusätzliches Kindergeld; das ist bereits in den Bezügen eingerechnet???

Lieber Karl, Kindergeld schrieb ich in "...", natürlich bekommen Harz4-Leute Geld für im Haushalt lebende Kinder ... tststs ... auch für die entsprechende (große) Wohnung ... und wenn ich nicht den richtigen Begriff gewählt haben sollte, bitte verzeih' mir ... bei Bedarf kann ich für dich recherchieren ...

karlnapp hat geschrieben:Und noch was! Sind wir nicht ebenfalls Migranten hier in Brasilien?

Ja natürlich, aber erwartest Du Hilfe vom bras. Staat? Ich zumindest nicht! Ich weiß, dass ich dort auf mich alleine gestellt bin, bzw. "lediglich" auf familiäre Hilfe hoffen darf ... :D

In Brasilien bin ich natürlich Migrant, für immer, aber ich bemühe mich zu assimilieren, was vielen Migranten (mit "Segen" des Türkenpräsidenten) in D sehr schwer zu fallen scheint (leider unterstützt sie "mein", also der dt. Staat noch bei dieser Schwerfälligkeit) ...

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Re: Ernsthaftigkeit brasilianischer Freundin

Beitragvon karlnapp » Mo 30. Jan 2012, 01:21

frankieb66 hat geschrieben:natürlich bekommen Harz4-Leute Geld für im Haushalt lebende Kinder
Wäre auch schlimm, wenn's nicht so wäre, so lange sich Deutschland den Sozialstaat leistet oder noch leisten kann. Warten wir erst mal ab, wie das mit dem Euro und der Schuldenkrise weitergeht?

Natürlich wissen wir, dass wir vom bras. Staat wenig oder nichts zu erwarten haben. Außer der Rente oder Pension und die bezahlt man mit Beiträgen und dem Lebensalter.
Bis auf die indianische Urbevölkerung, sind ja eigentlich alle Bewohner Brasiliens Migranten. Viele von diesen auch nicht ganz freiwillig; es ist mir aber noch nie zu Ohren gekommen, dass von diesen Jemand zurück will.
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Re: Ernsthaftigkeit brasilianischer Freundin

Beitragvon karlnapp » Mo 30. Jan 2012, 15:02

Ich bin kein Theologe, Soziologe noch sonst irgendwer, der über erhärtete, wissenschaftliche Aufschlüsse der Schicksale von bras. Migrantinnen und deren deutschen Ehemänner verfügt.
Von daher kann ich auch nur meine begrenzten Eindrücke und/oder meinen eigenen Werdegang in Brasilien zu Rate ziehen, denn auch ich musste lernen zurückzustecken.

Mir fällt allenthalben besonders auf, dass einige, doch eher mickrig anzusehende Landsleute meinen, hierzulande endlich mal zu ganz großer Form auflaufen zu dürfen. Die bilden sich doch tatsächlich ein, alle bras. Frauen, insbesondere die der Unterschicht, müssten ihnen zu Füßen liegen und zu echter Liebe nach ihnen schmachten. Darüber hinaus lässt sie deren typisch teutonische Überzeugung glauben, ihr zur Schau gestelltes, Respekt einflößendes Gebaren in Brasilien würde de facto jeden Kriminellen auf Distanz halten. Vehement verteidigt dieser, leider häufig anzutreffende, sonderliche Typ deutscher Zeitgenossen auch die „ureigenen“, verklärenden Brasilien-Erfahrungen gegenüber lang ansässigen Pragmatikern.

Schon öfters bekam ich in diesem Forum zu lesen, dass sich ein deutscher Bürger unsterblich in eine Brasilianerin niederer Herkunft verliebte. Noch nie aber die umgekehrte Version, was mir doch zu denken gibt. So wäre gleichwohl denkbar, dass sitzen gelassene Brasilianerinnen dieses Forum verwenden, um nach verschwundenen Liebhabern zu suchen. Bisher Fehlanzeige! Offenbar reißt der Strom der „Neu-Gierigen“ nie ab und sorgt evtl. sogar für Kurzweil, während der oftmals sehr langen Abwesenheiten von ernsthaft verliebten Lovern.
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Re: Ernsthaftigkeit brasilianischer Freundin

Beitragvon karlnapp » Di 31. Jan 2012, 20:22

karlnapp hat geschrieben:Die "Pretty Woman", Julia Roberts, gibt es nur im Film!
alci hat geschrieben:Basieren Filme nicht meistens irgendwie auf wahren Begebenheiten
Ich bin bestimmt auch nicht der erste Mensch auf der Welt dem sowas wiederfährt ...
alci hat geschrieben:Meinen guten Job hier aufgeben und in B von Luft und Liebe leben?
Ist schon ein seltsamer Kerl dieser alci!
Die Julia Roberts Rolle fordert er ganz selbstverständlich für seine Unterklassen-Brasilianerin,
er selbst aber möchte keinesfalls die Sozialabstiegsrolle des Richard Gere, in seiner privaten Pretty-Woman-Komödie übernehmen.

Beeindruckt hätte dieser alci, wenn er es wenigstens einmal zuvor mit einer Brasilianerin versucht hätte, deren Freiwild-Rolle nicht von vornherein feststeht. Seine sich selbst zugedachte Hauptrolle in seinem Liebes-Drama hätte er auf diese Weise bestimmt glaubhafter vermittelt.
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Re: Ernsthaftigkeit brasilianischer Freundin

Beitragvon zagaroma » Di 31. Jan 2012, 22:19

Aber Herr Karl!!! Es war nie die Rede davon, dass Alci's Freundin das àlteste Gewerbe der Welt ausùbt oder er selbst stinkreich ist!
Nun verwechseln Sie mal nich Film und Wirklichkeit.

Wir haben ihn wirklich ausgibig gewarnt, wenn er zugehòrt hat, kann er sicher einige Fehler vermeiden. Und ansonsten halt: viel Glùck!!!
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