Eure Meinung über Goiânia und Goiás. Lasst bitte hören.

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Re: Eure Meinung über Goiânia und Goiás. Lasst bitte hören.

Beitragvon Severino » Do 10. Jan 2008, 12:19

Takeo hat geschrieben:Der Cerrado hingegen ist eine typische und echte Savanne!

Danke für die Berichtigung, aber was ist denn der Unterschied zwischen Steppe und Savanne?

nini hat geschrieben:frage nach 'tatu', soll sehr lecker schmecken, habe es leider nie probieren...
die in der nähe der friedhöfe seien am leckersten, weil fetter

Naja, Tatu ist das Gürteltier und der Satz: "Mein Rücken schmerzt, weil ich ein Tatu "gegessen" habe und die sind so weit unten" bezieht sich nicht wirklich auf das echte Verspeisen eines Tatus....
Trotzdem werden die Bichos da mata wie Capivara, Paca und Tatu tatsächlich gerne Mal verspeist. Aber es ist verboten die zu töten. "Caiu na aqua" ist die gängige Ausrede.....

nini hat geschrieben:die bumsbomber fliegen (zum glück) nicht nach goiania und werden es mit bestimmtheit nie tun.

Das heisst im Umkehrschluss aber nicht, dass es keine Prostitution gibt. Auch Brasilianer gehen gerne Mal auswärts essen. Sex kaufen ist also auch in Goiás kein Problem.
Eine "normale" Goiána für sich zu gewinnen dürfte ähnlich sein wie bei einer Minera, denen man ja eher Zurückhaltung und Besonnenheit nachsagt. Für den Gringo entfällt der "Sonne-Strand-Caipirinha-Bonus".
Ansonsten sind die Frauen aus Goiás wie überall auf der Welt. Es gibt dicke, dünne, junge, alte, hübsche und hässliche, usw....
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Re: Eure Meinung über Goiânia und Goiás. Lasst bitte hören.

Beitragvon Takeo » Do 10. Jan 2008, 17:19

Severino hat geschrieben:
Takeo hat geschrieben:Der Cerrado hingegen ist eine typische und echte Savanne!

Danke für die Berichtigung, aber was ist denn der Unterschied zwischen Steppe und Savanne?


Ein Grosser!!!
Steppen sind (fast) reine Grassländer, eine Savanne hat nichts mit einer Steppe zu tun.
Wenn Dich das wirklich interessiert (was es tun sollte, weil Du ja in Anápolis zu tun hast...) kannst Du den Unterschied in Wikipedia nachgoogeln und hier posten. Ich habe es im Moment nicht genau parat wie sich eine Savanne definiert... und kann hier nur schreiben, solange ich Kaffe in der Tasse habe... danach geht's wieder ab in die Savanne... in die Hitze, zum Gelbfieber...
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Re: Eure Meinung über Goiânia und Goiás. Lasst bitte hören.

Beitragvon Boli » Fr 11. Jan 2008, 00:15

=D> Es stimmt: CERRADO ist SAVANNE!

Wer sich dafür interessiert kann hier Mitglied werden, es kostet nichts :D :

Rede de Sementes do Cerrado
http://www.rededesementesdocerrado.com.br
(61) 3348-0423/ Fax: (61) 3307-3201

Oder auch hier lesen:

ALMEIDA, S.P.; PROENÇA, C.E.B.; SANO, S.M.; RIBEIRO, J.F. Cerrado: espécies vegetais úteis. Planaltina: EMBRAPA-CPAC, 1998. xiii + 464p.

SILVA JÚNIOR, M. C. da. 100 Árvores do Cerrado: guia de campo/ Manoel da Silva Júnior; colaboradores Gilmar Correia dos Santos...[et. Al.]. l- Brasília, [Ed. Rede de Sementes do Cerrado], 2005. 278p.:il., 516 fotos + 5 aquarelas.


Auch sehr interessant: http://www.clubedasemente.org.br Severino, es ist bei Dir in der Nähe, in Alexania.


Trockene Vegetationszonen der Erde: Savanne, Steppe und Wüste

Trockene Gebiete kommen auf der Erde in unterschiedlichen Ausprägungen vor. Die Lebensräume Steppe, Savanne und Wüste fallen darunter.

Steppen sind baumfreie Gebiete mit mehr oder weniger geschlossener Pflanzendecke, wobei Gräser überwiegen. Ihr Vorkommen erstreckt sich auf kontinentale Gebiete mit Trockenzeiten im Sommer und insgesamt geringen Niederschlägen (unter 400-500 mm/Jahr). Die Hauptvegetationszeit liegt im Frühjahr und Frühsommer. Steppen findet man im südosteuropäisch-südsibirischen Raum, als Prärien in Nordamerika und als Pampas in Südamerika. Steppen gibt es nicht nur im Flachland, sondern auch als Hügel- bzw. Gebirgssteppen.

Die Savanne hat ihr Verbreitungsgebiet in den halbtrockenen Tropen. Die Grasfluren sind von einzelnen Bäumen und Bauminseln durchsetzt (in Abhängigkeit von der Niederschlagsmenge). Meist versteht man unter einer Savanne die typische Trockensavanne. Kennzeichnend ist ein Wechsel zwischen trockenen und feuchten Perioden mit starkem Pflanzenwuchs. Savannen findet man beiderseits des Äquators.

Wüsten (es gibt nicht nur Sand-, sondern auch Fels-, Stein- und Geröllwüsten) sind gekennzeichnet durch extreme Trockenheit. Es gibt allerdings äußerst seltene, dann aber sehr heftige Regenschauer. Der Feuchtigkeitsgehalt der Luft liegt nur bei 10-20%. Daneben gibt es große tägliche Temperaturschwankungen von bis zu 70° C. Durch die tagsüber uneingeschränkte Sonneneinstrahlung steigen die Temperaturen extrem hoch, durch die fehlende Wolkenschichtkommt es aber nachts zu einer starken Abkühlung. Dann sind auch Temperaturen im Minusbereich möglich. :wink:
Vermeintlich Glück ist sich Dinge zu kaufen die man nicht braucht, von einem Geld das man nicht hat, um Leute zu beeindrucken die man nicht mag
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Re: Eure Meinung über Goiânia und Goiás. Lasst bitte hören.

Beitragvon Severino » Sa 23. Aug 2008, 21:58

Na da bin ich ja froh, dass ich nicht in der Pampa (Steppe) sondern in der Savanne wohne. Anápolis ist ein 320.000 Einwohnerdorf, das aus vielen verschiedenen Bairros besteht. Und drumrum sind die matas und die roças. Um dorthin zu kommen muss man mit dem coletivo zur rodoviaria um dann mit dem onibus abzufahren. Verbindungen gibts nach überall. Als Richtwert kann man mit ca. 10 R$ pro 100 km rechnen. Ein Erlebnis ist die Fahrt im onibus über eine rua do chão. Die fahren wie die Henker. Dementsprechend ist die Staubwolke....
Den coletivo nimmt man auch, um ins centro zu fahren. Dort gibt es alles. Viele Läden, Märkte, restaurants und natürlich auch die prefeitura und andere Behörden. Die haben aber seit ein paar Jahren auch den rapido und den vapt-vupt im Anashopping eingeführt. Das ist ganz in der Nähe von meinem Bairro.
Der coletivo ist natürlich nicht so luxuriös ausgestattet wie der onibus. Keine Klimaanlage, Kein Klo und auch kein Kühlschrank. Dafür gibt es ein Drehkreuz, das man passieren darf, wenn man bezahlt hat. An der Decke ist die Schnur, an der man ziehen muss, wenn man aussteigen will. Im Berufsverkehr ist der coletivo eine echte Sardinenbüchse und männliche wie weibliche Ärsche und Bäuche streifen Deinen Körper.....
Ich fahr natürlich selten mit dem coletivo, denn selbst wenn das Auto in der Werkstatt ist, wirst Du von denen abgeholt und heimgefahren. Und wer ein dickes Auto zum Service bringt, der bekommt zumindest bei Chevrolet auch einen Ersatzwagen. Aber ich bring mein Auto natürlich nicht zu Chevrolet oder Fiat. Hab mir von Fiat Mal ein orçamento machen lassen: 4.200 R$, a vista 3.600 R$ und wusste nun natürlich was so alles zu reparieren ist. Bin dann in die Werkstatt gefahren, wo ich letztes Jahr schon Mal war. Hat dann knapp 1.200 R$ gekostet für zwei Stossdämpfer,die komplette Auspuffanlage, den Benzintank, den Zahnriemen und sonst noch ein paar Kleinigkeiten. Ein Palio ist eben kein gutes Fahrzeug für die rua do chão. Staub macht er zwar auch ganz gut, aber in den Schlag- und Wasserlöchern geht halt schonmal untendrunter was kaputt. Wir waren mit 4 Erwachsenen und drei Kindern auf der Roça von João und haben drei quarto von einem Bullen gekauft. 5,50 R$ das Kilo primeiro. Da gabs dann aber zuerst Mal eine pinga und requeijão. So ist das halt auf dem Land. Danach haben wir den Bullen gekillt, an den Baum gehängt und geviertelt. Danach gabs wieder pinga und requeijão. Zum wiegen sind wir dann zurück, durch die Schlag- und Wasserlöcher auf die asphaltierten Strassen zum Supermarkt um die Ecke. Mein quarto wog 36 kg. Verkauft habe ich das Fleisch dann in Form von espetinhos auf dem Volksfest in Caxambu. 2 R$ pro Spiess. Da hatte ich mir dann aber eine carretinha von Batista geliehen. Schliesslich musste ja auch noch carvão, das Plastik, der Grill und Matratzen mit....
Aber auch in Caxambu ist es wie in meinem Bairro in Anápolis. Ab 4:30 Hahnengeschrei und nachts das übliche Hundebellen. Dazwischen eine keifende Frau, die ihren besoffenen Mann nach Hause bringt und ihm währendem eine Standpauke hält. Vagabundo, sem vergonha..... Dazwischen ab und zu eine Sirene. Aber nicht von der PM sondern der guardar. Der fährt mit seinem Moped durch die Strassen und macht Krach. Einige bezahlen ihm dafür 15 R$ pro Monat. Man könnte ihn auch anrufen, sagt er, wenn man glaubt ein ladrão sei im quintal. Naja, auch wieder so ein Schlitzohr, denke ich mir.....
Tagsüber fahren nun noch mehr Autos durch das Bairro, denn es ist Wahl. So werden nun neben Melonen, Kartoffeln, Milch und Mais auch Politiker angeboten. Rivaldo hat sogar einen eigenen Song machen lassen. Frei Valdair ist hingegen eher unbeliebt. Der hat noch nie wirklich gearbeitet in seinem Leben. Deshalb will er nun Bürgermeister werden. Aber der ist knauserig. Rivaldo gibt viel mehr Geld aus. Onaide wird wohl auch nicht gewählt. Das Einzige, was die bisher geleistet hat ist der Forró für die Alten am Sonntagnachmittag. Rivlado hat mitgeholfen einige Firmen im DAIA anzusiedeln und auch die Weihnachtsbeleuchtung im Zentrum geht auf sein Konto. Das zieht natürlich...
Neben dem prefeito werden noch 12 Vereadores gewählt. Kandidaten hat es 24. Momentan ist Goiás also ziemlich laut. Aber dafür konnte ich mit den Kandidaten ganz gut verdienen. Für 6 Vereadores und drei prefeitos haben wir Karten verteilt. Die anderen "Verteiler" hatten immer nur die Karten von einem Kandidaten. Deshalb habe ich mit der gleichen Arbeit 9 Mal soviel verdient. Naja, den Kindern hab ich was abgegeben. So bin ich ja nun auch nicht. Schliesslich streikt die Schule......
Jetzt muss ich zum pé sujo. Skol ist alle......
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