Eure positive Erfahrung als Ihr ausgewandert seid

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Beitragvon Sauerkraut » Mi 13. Sep 2006, 15:37

Soweit ich das verstanden habe ist der Mann Franzose und Ihr habt Geld.
Also das Geldverdienen ist nicht das Problem.

Dann kann man natuerlich nach Brasilien oder sonst wohin auswandern.

Ich mit Familie und (viel) Geld wuerde aber nicht nach Brasilien auswandern. Schon gar nicht nach Nordbrasilien.

(Als Junggeselle ist Brasilien schon wieder interessant. Besonders Nordbrasilien)

Aber ich kann verstehen, wer schon in verschiedenen Laendern gelebt hat wird zum Zigeuner und braucht nach einer Zeit den Kick des neuen Lebens.

Ich nach ueber 10 Jahren Brasilien koennte auch eine Abwechslung vertragen. Aber man bleibt halt dort wo man sein Geld verdient.
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Beitragvon Takeo » Mi 13. Sep 2006, 15:47

Jacare hat geschrieben:Oi !
Stehe im Moment vor dem gleichen Problem: ab mit der Familie nach Brasilien ...


Aber so weit ich glaube lebst Du im tristen grauen Deutschland und nicht an der 'Costa del Sol', oder? Das ist dann schon noch ein Unterschied...
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Beitragvon stefan - rio » Mi 13. Sep 2006, 15:54

AUSTRALIEN .....

Wenn ich Geld haette wuerde ich nach AUSTRALIEN auswandern.

Sonne, Meer, fast keine Kriminalitaet, zivilisiert, freundliche Menschen...!
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Beitragvon Sauerkraut » Mi 13. Sep 2006, 16:16

stefan - rio hat geschrieben:AUSTRALIEN .....

Wenn ich Geld haette wuerde ich nach AUSTRALIEN auswandern.

Sonne, Meer, fast keine Kriminalitaet, zivilisiert, freundliche Menschen...!



Australien wuerde mich auch interessieren.

Aber leider ist das Leben zu kurz und das Geld zu knapp um alle paar Jahre das Risiko eingehen zu koennen um ein neues Leben aufzubauen.

Lebst Du jetzt in Floripa oder noch in Rio?

Rio ist eine Megastadt. Gefaellt Dir Floripa oder ist zu sehr Provinz?
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Beitragvon Gunni » Mi 13. Sep 2006, 16:47

Nö, hast Du falsch verstanden. Es geht um positive Erfahrungen, weil die negativen hier im Forum schon bis zur Bewusstlosigkeit durchgekaut sind.

Ansonsten, weitermachen! Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um.


Hi Gregor,

also POSITIVE Gründe kommen mir ganze 4 Stück in den Sinn

(1) Frauen (die Männer kann man in Brasilien leider echt vergessen)

(2) Feste feiern (geht die ganze Woche)

(3) keine Regeln respektieren (das macht Spass - wer läßt sich auch gerne zu was "zwingen" ?)

(4) ALLES kaufen können, aber auch wirklich ALLES (auch gegen deinen Willen, zum Beispiel das Traumgrundstück, auf dem gerade "aus versehen" ein anderer wohnt 8) )

Dummerweise seit ihr schon verheiratet, also scheidet (1) gleich mal aus.... es sei denn, ihr sucht nach nem Land mit ner extrem schnellen Scheidungsmöglichkeit (wäre noch ein positiver Punkt fällt mir grad auf) und für (2) hat man nur dann Zeit, wenn man sich das Geld aus der Heimat mitbringt und nicht arbeiten muß.... (3) macht da schon deutlich mehr Laune, aber leider ist man nicht der einzige, der betrunken Auto fährt, Dienstag morgens um 3.00h ne Party veranstaltet mit 4000 Watt und seinen Müll einfach aus dem Fenster wirft..... (3) ist daher eher was für den Einzelgänger oder Egoisten, aber nicht so doll mit ner Familie..... und (4) ist fast wie (2), nur solltest du da RICHTIG Geld mitbringen (...oder eine Firmenvollmacht besitzen :wink: )...aber dann machst du dir dein eigenes Land nach deinen Vorstellungen.

Ein guter Freund von mir formuliert es treffend - wenn diese 4 Punkte in Brasilien nicht existieren würden, so gäbe es keinen Grund dorthin zu gehen, für alles andere gibt es bessere Länder mit schöneren Stränden etc etc etc...

Gruß

Gunni
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Beitragvon bruzundanga » Mi 13. Sep 2006, 17:13

Oi,

ja, ja das liebe Geld, der Diredare, Zaster usw.

Wenn man das nötige Kleingeld hat, kann man (fast) alles machen, auch hier in Brasilien.

Additional Hirn, Bildung, Klasse dann hat man nur noch einen Feind, den Neid.
Das ist aber offensichtlich nicht der Ausgangspunkt der hier beschriebenen Erfahrungen, Probleme etc.

Vorab, jeder Fall steht für sich. Unter einer Million Auswanderer gibt es eine Million verschiedener Fälle.

M., die diesen Topic angefangen hat kann ich (aus meiner Sicht) folgendes sagen:

1. Die Kinder sind das grösste "Problem".
2. Die Politik der kleinen Schritte ist immer sicherer, d.h. lieber 5 mal längere (3 Monate oder mehr) Aufenthalte als nachher bereuen.
3. (Schon wieder das verfluchte Geld) Die für notwendig gehaltene finanzielle Absicherung verdoppeln.
4. Negative Erfahrungen werden nicht ausbleiben.
5. Positive Erfahrungen werden auch nicht ausbleiben, wenn auch weniger im praktischen Bereich.
6. Wer spanisch perfekt sprich hat mit der Sprache (fast) kein Problem, was äusserst wichtig ist und einige Folgeprobleme annulliert.
7. Diese Liste könnte ich noch verlängern.

Persönlich, ich bin zufrieden hier. Und nach vielen Höhen und Tiefen, hier in der Terra Papagalli, steht für mich fest: Deutschland ein Reiseland.
Wer das Gedicht Nachtgedanken von Heinrich Heine kennt weiss warum.


Deste vila de torre de marfim,
hoje, treze de Setembro da era 2006

De vossos servo, Bruzundanga

P.S. @Severino
Ohne Dir persönlich nahezutreten oder als Klug!&@*$#! auftreten zu wollen. Pipa ist weit genug von Recife entfernt um von der dortigen Kriminalität verschont zu bleiben. Natürlich ist das keine Gewähr für Pipa.
In einen hohlen Kopf geht viel Wissen (Karl Kraus)
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Beitragvon Gregor » Mi 13. Sep 2006, 20:16

Gunni hat geschrieben:
Hi Gregor,




Hi Gunni,

danke für die Antwort, aber ich will das gar nicht wissen!


8)
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Beitragvon mamiirs1 » Mi 13. Sep 2006, 20:26

Sauerkraut hat es auf den Punkt gebraucht.
Also mein Mann ist kein Marokkaner, wie hier viele mir Antworten, sondern Franzose. Ich hatte das nur erwähnt, dass wir es durchaus seit langem gewohnt sind als Ausländer zu leben. Wie Sauerkraut schon gesagt hat, ist man ein Zigeuner, wenn man schon in vielen Ländern gelebt hat. Da jemand unsere Web-Page angesprochen hat. Zeigt, dass auch, dass wir Eigenkapital haben.
Ich verstehen nur eins nicht: Warum bleibt Ihr ALLE in Brasilien, wenn das Leben dort so schrecklich ist. In Deutschland bekommt Ihr Sozialleistungen in Brasilien nicht. Oder wohnt Ihr mit deutschen Sozialleistungen in Brasilien? Wie es durchaus Bekannte in Mexiko machen. Das wäre eine Schande
Takeo! Nein, ich lebe nicht in Deutschland sondern im schönen Andalusien. Direkt an der Costa del Sol. Aber das ist kein Grund Abwechslung im Leben haben zu wollen.
Stefan-rio- Dich würde es nach Australien ziehen, aber Du lebst in Brasilien und nicht in Europa.
Bruzundanga schrieb:
4. Negative Erfahrungen werden nicht ausbleiben.
Sicher, die hasst Du in New York auch. Es ist und kann nicht alles rosa sein. Das wissen wir auch.
Aber bruzundanga schrieb auch als Einziger:
Persönlich, ich bin zufrieden hier. Und nach vielen Höhen und Tiefen, hier in der Terra Papagalli, steht für mich fest: Deutschland ein Reiseland
Danke für Eure Antworten
Grüsse aus Marbella
Mamiiris1
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Beitragvon mamiirs1 » Mi 13. Sep 2006, 21:22

Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ihr alle gescheiterte Existenzen seid. Und nur in Brasilien seid, weil Ihr keine Kohle mehr habt um nach Deutschland zurück zu gehen. Oder, dass Ihr wegen der Frauen in Brasilien seid.
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Beitragvon robertwolfgangschuster » Do 14. Sep 2006, 00:06

mamiirs1 hat geschrieben:Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ihr alle gescheiterte Existenzen seid. Und nur in Brasilien seid, weil Ihr keine Kohle mehr habt um nach Deutschland zurück zu gehen. Oder, dass Ihr wegen der Frauen in Brasilien seid.

Da ich vor 25 Jahren mit meiner Frau ausgewandert bin,ist letzteres nicht der Grund.
Ginge ich zurück, wäre ich sicherlich als gescheiterte Existenz zu betrachten weil die Zeit hier und dort verschieden abgelaufen ist.
Hier lebe ich ohne Kohle recht gut, man muss sich halt anpassen und in 25 Jahren bleibt einem gar nichts anderes über.
Dort kann ich ohne Kohle nicht leben weil ich schon als Ausländer betrachtet werde und der ist in Österreich ohne Bargeld nicht willkommen.

Noch etwas, zum Topic.
1945 Getulio Vargas, Peron, Alfred Strössner schaut euch die Uniformen an und reden wir nicht mehr darüber
1951 Mein Vater ist vor 55 Jahren hergekommen, da hat die Vargas-Regierung bezahlt um Deutsche hereinzubekommen, egal wie sie ausgebildet waren.
1981 Ich bin vor 25 Jahren hergekommen, da hat die auslaufende Militärregierung für bestimmte Berufe und Ausbildung das Permanentvisum erleichtert.
2006 Heute muss jemand schon Kapital haben und bezahlen wenn er in eines der sichersten und schönsten Länder der Welt flüchten will.

Wenn die Sache in der arabischen Welt so weitergeht, wird bald nur mehr Brasilien, Australien und Neuseeland in Frieden leben. Oder glaubt jemand dass gegen vollkommen Wahnsinnige, die noch dazu biologische Waffen in der Hand haben, ein Kraut gewachsen ist?
Oder glaubt ihr dass es mit dem sozialen Netz so weitergeht, die das heute und morgen bezahlen müssen wissen doch gar nicht mehr dass einmal ein Generationenvertrag (bezweifle dass viele diese Bezeichnung kennen) geschlossen wurde und wenn sie der Adenauer und Erhardt damals gefragt hätte hätten sie ihn nicht unterschrieben.

In Brasilien sitzen Juden mit Arabern und ehemaligen Nazis an einem Tisch und haben die Vergandgenheit vergessen und von der Zukunft wollen sie nur eines, keinen Streit. Ich bleib hier bei meinen Kindern in allen möglichen Farbschattierungen und würde trotz allem wieder auswandern.
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