Eure positive Erfahrung als Ihr ausgewandert seid

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Beitragvon Takeo » Do 14. Sep 2006, 00:23

Tja... daran siehst Du, dass es eben nicht so einfach ist... nur weil's nicht immer so glatt läuft kann keiner von uns mal eben die Sachen packen, und dahin auswandern wohin er wollte.

Ich habe auch schon öfters halb träumend halb theoretisierend geprüft, ob man nicht tatsächlich nach Australien auswandern könnte... Ja, Sonne und Samba... da hat man nicht immer Lust drauf, manchmal meldet sich das normale Leben, andere Interessen, die mehr mit Kultur zu tun haben, dann ist Brasilien nicht immer geeignet... manchmal wünscht man sich eine friedliche Umgebung, Häuser ohne Mauern, eine zivilisierte Staatsgewalt etc... Kanada tät mich auch interessieren... ...aber wenn ich könnte wie ich wollte würde ich nach Andalusien auswandern oder an die Algarve... auch an die Zeit in Argentinien erinnere ich mich sehr gerne zurück... nur Deutschland wäre mir dann doch mittlerweile zu eng...

(Übrigens: habe ich nicht Dich mirimmii1 gemeint mit dem kalten grauen Deutschland, sondern das Krokodil!)

Was passt Euch denn nicht an Andalusien?... okay: Marbella wäre mir doch etwas zu versnobt... aber Andalusien hat doch Kultur, ein wunderbares Essen, wunderbare Weine, traumhafte Landschaften, ein super Klima, zwar sind Spanier und Portugiesen im Vergleich zu Brasilianern etwas verschlossener, aber auch hier im brasilianischen Alltag ist nicht immer nur Samba angesagt... besonders in Spanien (meine Mutter hat mal in Andalusien gelebt) kommt man doch mit den Menschen recht gut klar, und es gibt wunderschöne Städte mit viel Kultur und diesen wunderschönen Gärten und seinen weissen Häusern und dem Bougenville... Sevilla und Granada sind nicht weit... ich komm schon beim blossen Schreiben ins Träumen... und wenn man wirklich mal wieder in die BRD will, fährt man mit dem Auto hin... wenn ich die gleich Strecke hier zurücklege bin ich entweder (nur) in Recife, La Paz oder Porto Alegre... und muss mein Auto neu ausbalancieren. Ausserdem ist man als Deutscher in Spanien immer noch Europäer in Europa und theoretisch kein Ausländer, Spanien hat eine ernstzunehmende Regierung, im Vergleich zu Brasilien kaum Kriminalität (ja ja eingebrochen wird auch im Schwarzwald...), spanische Bildung ist europäische Bildung, man kann seine Kinder auf normale Schulen schicken - hier undenkbar, wenn man will, dass die Kinder ein normales Bildungsniveau erreichen sollen...

Warum also Andalusien gegen Brasilien eintauschen??? WARUM???
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Beitragvon dumpfbacke » Do 14. Sep 2006, 00:39

mamiirs1 hat geschrieben:Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ihr alle gescheiterte Existenzen seid. Und nur in Brasilien seid, weil Ihr keine Kohle mehr habt um nach Deutschland zurück zu gehen. Oder, dass Ihr wegen der Frauen in Brasilien seid.


Tja Jutta, jetzt biste baff, oder?
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Beitragvon Ursinho » Do 14. Sep 2006, 00:53

dumpfbacke hat geschrieben:Tja Jutta, jetzt biste baff, oder?

Seit wann dürfen denn Portugiesen hier posten ;-)
Hm, was meinst, was ist schlimmer: Lisboa oder Rio...?

Ursinho, der wegen Punkt 1 hier ist
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Beitragvon dumpfbacke » Do 14. Sep 2006, 01:06

Ursinho hat geschrieben:
dumpfbacke hat geschrieben:Tja Jutta, jetzt biste baff, oder?

Seit wann dürfen denn Portugiesen hier posten ;-)
Hm, was meinst, was ist schlimmer: Lisboa oder Rio...?

Ursinho, der wegen Punkt 1 hier ist


Gruetzi Urs, haesch dienni Ovo huet sch 'gha (jajaja, bin KEIN Sprachgenie). Frueher dachte ich immer die Kellner in der Schweiz reden raethoromanisches (auch falsch, aber zu faul zum googlen)Kauderwelsch, heute weiss ich, dass das alles Portugiesen sind.

Lissabon ist definitiv schlimmer, bin schon laenger am philosophieren, aber ich werde nicht schlauer. Sozialneid ist hier extrem ausgepraegt und Brasilien scheint nur ein kleiner Ableger Portugals zu sein.

Mathematik/Relativitaetstheorie: Ueberleg' mal. Was wuerdest du machen, wenn dein Gegenueber einfach besser spielt. Das gefaellt dir nicht und du hast Heimvorteil und spielst vor deinem Heimpublikum?
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Beitragvon Ursinho » Do 14. Sep 2006, 01:14

Grützi Dumpfi!

Mit der Schweiz habe ich soviel zu tun wie ein Italiener mit Oslo. War einmal einen Tag dort, war mir zu geordnet da ;-) Bin mehr nen Nordlicht; das gefällt mir auch an Rio: es liegt am Wasser und hat einen Hafen...

dumpfbacke hat geschrieben:Mathematik/Relativitaetstheorie: Ueberleg' mal. Was wuerdest du machen, wenn dein Gegenueber einfach besser spielt. Das gefaellt dir nicht und du hast Heimvorteil und spielst vor deinem Heimpublikum?


Beim Schach würde ich ihn gegens Schienbein treten und beim Fuselball es wie Materazzi machen. Oder den Balljungen das Tor schießen lassen...
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Beitragvon dumpfbacke » Do 14. Sep 2006, 01:27

Ursinho hat geschrieben: Bin mehr nen Nordlicht; das gefällt mir auch an Rio: es liegt am Wasser und hat einen Hafen...


Tja, ich bin eigentlich auch ein Nordlicht (ich wuerde gerade fuer ein Matjesbroetchen toeten gehen, gibts hier aber nicht). Lissabon ist uebrigens die einzige westeuropaeische Hauptstadt am Meer. Ich moechte mich hier auch dafuer entschuldigen, dass ich aus Portugal poste, aber die portugiesische Kultur und Brasilien kann man nicht trennen, leider. (Stell dir mal vor Hollaender oder Englaender haetten Brasilien kolonialisiert)
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Beitragvon Takeo » Do 14. Sep 2006, 01:55

robertwolfgangschuster hat geschrieben:1981 Ich bin vor 25 Jahren hergekommen, da hat die auslaufende Militärregierung für bestimmte Berufe und Ausbildung das Permanentvisum erleichtert...


Zu dieser Zeit habe ich auch zum ersten Mal das Licht der brasilianischen Welt erblickt... es war übrigens...Moment... genau??? Vor 26 Jahren... im September 1980 am Kai von Rio de Janeiro , mit dem Dampfer "Cap San Diego" - ohne !&@*$#!, nicht gelogen, wirklich war... heute zu bestaunen in Hamburg... der President hiess damals Figueredo, nicht war?... Tja, mein Vater ist pensioniert in Brasilien, und seine Frau... vor langer Zeit noch sowas wie eine Prostituierte aus der Gosse aus São Paulo...(so ganz genau weiss man's nicht...)... ist jetzt leitende Krankenschwester in ... São Miguel, Amazonas... das sind von Manaus so ein paar Tagesreisen den Rio Negro hoch, tief im Urwald... Manaus hingegen hat zwar ein schlechtes Klima aber relativ geringe Kriminalität im Vergleich zum Rest Brasiliens... Manaus tät mich auch interessieren, ich fand Manaus irgendwie immer gut...
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Beitragvon Jacare » Do 14. Sep 2006, 10:37

@Takeo
Wo man zur Zeit lebt ist meiner Meinung nach unwichtig, wenn man den Schritt nach Brasilien wagen will. Am Ende heißt es so oder so ins kalte Wasser springen und schwimmen. Man sollte aber schon im Vorfeld wissen auf was man sich da einläßt und nach 10 Jahren Ehe mit einer Brasilianerin und unzähligen Aufenthalten in BR glaube ich das. Soll jetzt aber auch nicht bedeuten, daß ich alle Weisheit diesbezüglich mit Löffeln gefressen habe. Ich werde sicherlich in BR, ob positiv oder negativ, noch schwer dazulernen. Aber wenn im Falle mamiirs1 die Mücken da sind, ist BR auf jeden Fall einen Versuch wert. :wink:

@mamiirs1
Der Großteil meiner Familie schlägt sich mehr schlecht als Recht durch den brasilianischen Alltag, aber kein einziger von Ihnen würde, aller finanziellen Schwierigkeiten zum trotz, BR je verlassen ums ins Ausland zu gehen selbst wenn er könnte. Hast also schon irgendwie Recht, daß das Leben dort wohl nicht nur 100%iger Mist sein kann. :wink:
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Beitragvon Severino » Do 14. Sep 2006, 11:19

Oi galera
Wie ihr ja wisst bin ich noch nicht in Brasilien. Trotzdem durfte ich ja schon einige Erfahrungen machen und mein Entschluss steht fest. Ich werde nach Brasilien gehen.
Wie bei den meisten ist der Grund dafür eine Frau. Gleichzeitig bin ich aber auch langsam müde hier in der Schweiz. Ich arbeite sehr viel, mache auch alles Mögliche und verdiene eigentlich ganz gut. Obwohl ich genau weiss, dass das in Brasilien sehr schwierig sein wird, werde ich versuchen mit ein wenig Kapital dort im Landesinneren etwas aufzubauen, was unsere Existenz sichert. Ich gehe sicher nicht nach Brasilien um reich zu werden. Dazu wird sich wohl auch keine Chance für mich bieten.
Gleichzeitig sehe ich bei meinen Nachbarn in Brasilien sehr gut, wie die Leben oder auch ums Überleben kämpfen. Aber das muss ich ja hier eigentlich auch.
Mit meinem "Vermögen" könnte ich in Brasilien sicher 5 Jahre überleben, ohne zu arbeiten. Natürlich kann man das auch in einem Jahr verprassen: Und wie gesagt: Überleben und nicht leben. Im Gegensatz zu Europa bietet Brasilien immer noch viele Möglichkeiten. Sind wir doch ehrlich, hier in Europa und auch in der "reichen" Schweiz geht es eher bergab, bzw. um unseren verwöhnten Lebensstandard zu halten müssen wir mehr und härter arbeiten. Warum also nicht den Standard runterschrauben und aus der Spirale zwischen Ausgaben und Einnahmen aussteigen?
Zurück in die Schweiz oder auch nach Deutschland kann ich ja immer noch.....
Na, jetzt bin ich Mal gespannt auf Antworten......
paz e amor
Severino
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Beitragvon paulista » Do 14. Sep 2006, 11:29

@severino

ich kann Dir uneingeschränkt zustimmen.

p
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