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Europäische Union als Vorbild für Südamerika
cochabamba. Südamerika soll sich an der Europäischen Union orientieren. Vor allem die linken Staatschefs Boliviens und Venezuelas fordern politische und wirtschaftliche Integration.
Die vor zwei Jahren gegründete Südamerikanische Staatengemeinschaft (CSN) beschloss auf einem Gipfeltreffen in der bolivianischen Stadt Cochabamba eine Studiengruppe, die in Rio de Janeiro alle Möglichkeiten einer Festigung der bislang noch sehr lockeren Gemeinschaft erkunden soll. Dabei wurde auch die Bildung eines gemeinsamen Parlaments ins Auge gefasst. Die angestrebte Gemeinschaft soll zwölf Nationen mit 360 Millionen Einwohnern umfassen.
Lula bremst, Chavez drängt
«Wir wollen, dass Südamerika für immer eine Region des Friedens ist, die bei der Lösung der Wirtschaftsprobleme seiner historisch im Stich gelassenen Mehrheit zusammenarbeitet», sagte der bolivianische Präsident Evo Morales am Samstag mit Blick auf die Armut der indianischen Bevölkerung.
Der brasilianische Präsident Luiz Ignacio Lula da Silva mahnte, dass der Integrationsprozess nicht einfach sein werde. «Wir müssen Geduld haben», sagte Lula da Silva. Ungeduldiger zeigte sich Venezuelas Präsident Hugo Chavez. «Wir brauchen ein politisches Viagra», sagte er. «Wir treffen Entscheidungen und haben nicht die Kraft, sie umzusetzen. Sie stecken in riesigen Papierbergen fest.»
Fortsetzung am Mercosur-Gipfel
Die Präsidenten Kolumbiens, Ecuadors und Argentiniens, Uribe, Palacio und Kirchner, waren dem Gipfel in Cochabamba ferngeblieben. Die Diskussion über eine südamerikanische Union wird jedoch am kommenden Freitag am Treffen der Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur in Brasilia fortgesetzt. Ihr gehören Brasilien, Argentinien, Venezuela, Paraguay und Uruguay an. (ap)
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Gruss brasilmen Thomas
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