Evangelikale Drogenbosse behindern afrikanische Religionen

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Evangelikale Drogenbosse behindern afrikanische Religionen

Beitragvon Brazil53 » Do 12. Sep 2013, 12:12

Wenn es Drogenbosse gibt welche den evangelikalen Sekten angehören, müssen die dann auch 10% abgeben? Oder nehmen die kein schmutziges Geld an. Ich denke nach dem Zeitungsbericht, werden die Drogenbosse aus der Sekte geschmissen. :roll:

Rio de Janeiro, 12.9.13 (Kipa) Drogenbosse, die evangelikalen Pfingstkirchen angehören, sollen in den Armenvierteln von Rio de Janeiro die Schliessung von Dutzenden Kultstätten afrikanischer Religionen angeordnet haben. Das berichten brasilianische Zeitungen am Donnerstag.


http://kipa-apic.ch/index.php?pw=&na=0,0,0,0,d&ki=246644
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Re: Evangelikale Drogenbosse behindern afrikanische Religion

Beitragvon Fortaleza32 » Do 12. Sep 2013, 14:03

Die meisten Drogenbosse sind trotz Ihrem Geschäft immer darum bemüht gewesen, nähe zur Kirche zu behalten. Die Italienische Mafia im allgemeinen hat ein sehr gutes und auch sehr difiziles Verhältnis zur katholischen Kirche. Die russische Mafia hat auch sehr viele Elemente der russisch orthodoxen Kirche aufgenommen. Tatoos,kreuz und Ikonen zum geistigen Absicherung des Geschäft. Viele der Lateinamerikanischen Drogentätigen(mexikanische mafia,Salvador mafia, columbianische Mafia...) sind sehr gläubige Menschen,die auch Ihren Rat bei der Kirche einholen. Viele soziale Kirchenprojekte werden doch auch mit finanziellen Mitteln der Drogentätigen bestritten. Gott hat ja nicht gesagt, das der mensch der an ihm glauben soll rein und ohne Fehler sein soll oder? Kein Mensch ist Vollkommen! Und gerade wenn die avioes und klein Traficantes so sehe, dann sieht man immer wieder,das sie jesus oder Maria Tätuwierungen haben oder eintätoowierte kirchliche Phrasen haben, sie meistens sogar noch bei den Eltern wohnen,die in der Ecke an der Wand ein Jesuskreuz hat. die Musik der traficantes und avioes haben doch in ihren texten sogar Anlehnungen an Gott,mit Gottes hilfe,gott beschützt...etc bis zum Teufel,inferno,Hölle doch auch was sehr religiöses. Viele Traficantes sind so sehr in der Gemeinde integriert, das sie kleinkredite vergeben,Essenverteilung machen,Feste spenden.... Drogenosse werden in Brasilien sicherlich nicht afrikanische Religion ausrotten. Es sind vorallem nicht die Drogenbosse,die die afrikanische nauturreligion heraushaben will,sondern eher die Evangelische Gemeinde und deren Vorsteher. Die meisten Evangelischen Glaubensritter kommen aus der uSA und wurden in der USA oder von Amerikanern ausgebildet und diese sind leider sehr christlich faschistoid und dulden keine andere Religion neben sich. Die Evangeliken sind einer der schnellst wachsenden Religionsgemeinschaften in Latein- und Südamerika. Auch hier verzeichnet der Katholizismus sich immer mehr. Die Evangeliken haben es im laufe einiger jahre geschafft auch in höchste politische Ebene Fuss zu fassen und das ist doch eher die gefahr als irgendein Drogenboss,der afrikanisch Naturreligion nicht mag.
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Re: Evangelikale Drogenbosse behindern afrikanische Religion

Beitragvon Max Moritz » Fr 13. Sep 2013, 12:27

Nun alle evangelischen Kirchen als Sekten zu bezeichnen ist weit uebertrieben. Sicher faechern sie sich in eine Vielzahl von Kirchen (Assembleia de Deus,Batista,Universal ect.) auf. Der cristliche Grundgedanke ist jedoch immer der selbe, mal ausgenommen die Universal die echt nur den Leuten die Kohle abnimt und dann in z.B. Rede Record investiert.Anders schauts da schon bei den afrikanischen eher sektischen Vereinigungen aus.Cadomble,Umbanda, Vodoo,Bruxaria, ist alles an die katholische Kirche angelehnt, die sogenannten Exus sind oft die selben Santos (Heiligen) der kath. Kirche.Im Volksmund als Macumba bekannte Rituale haben absolut nichts positives sondern zeigen fast immer einen zweifelhaften von Aberglauben gepraegten Weg auf.
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Re: Evangelikale Drogenbosse behindern afrikanische Religion

Beitragvon Brazil53 » Fr 13. Sep 2013, 22:19

Die evangelische Kirche zähle ich nicht zu den Sekten. Ich meine eher die skrupellosen Schauspieltruppen der evangelikalen Truppen.
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Re: Evangelikale Drogenbosse behindern afrikanische Religion

Beitragvon moni2510 » Fr 13. Sep 2013, 22:24

Gestern haben sie endlich den Pastor hier in Rio zu 15 Jahren verknackt, den Kinderf*** mit besten Verbindungen zu den Traficantes.
---
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: Evangelikale Drogenbosse behindern afrikanische Religion

Beitragvon Cheesytom » Sa 14. Sep 2013, 03:33

Max Moritz hat geschrieben:Nun alle evangelischen Kirchen als Sekten zu bezeichnen ist weit uebertrieben.


Da hast Du Recht. Es sind nur knapp üeber 70% der Mitglieder, die sich in sektenähnlichen evangelischen Kirchen rumtreiben, von denen, die sich in den evangelischen Kirchen, ähhh, dort "ihr Heil" suchen, zur Abwechslung mal ganz ohne Link, sondern durch 21 Jahren Brasilienerfahrung...

Leider liefern die ihren Décimo an diese Vagabundaigrejas ab, die danach auch um die Ernährung der Familie zu garantieren, schlichtweg fehlen und R$ 30,00 - 40,00 können da schon Unterschiede machen.
Gruss aus Maceió, Alagoas
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Re: Evangelikale Drogenbosse behindern afrikanische Religion

Beitragvon Elsass » Sa 14. Sep 2013, 06:29

Religion ist Opium fuers Volk. :twisted:
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Re: Evangelikale Drogenbosse behindern afrikanische Religion

Beitragvon Berlincopa » Sa 14. Sep 2013, 08:29

Cheesytom hat geschrieben:
Max Moritz hat geschrieben:Nun alle evangelischen Kirchen als Sekten zu bezeichnen ist weit uebertrieben.


Da hast Du Recht. Es sind nur knapp üeber 70% der Mitglieder, die sich in sektenähnlichen evangelischen Kirchen rumtreiben, von denen, die sich in den evangelischen Kirchen, ähhh, dort "ihr Heil" suchen, zur Abwechslung mal ganz ohne Link, sondern durch 21 Jahren Brasilienerfahrung...



Dennoch sollten wir die Begriffe richtig verwenden, um keine Verwirrung zu stiften: Die evangelische Kirche, im Sinne von Lutherisch/Protestantisch ist in Brasilien ja recht schwach und gibt meiner Ansicht nach keinen Anlass zur Kritik. Womit die meisten hier Probleme haben sind die Evangelikalen "Kirchen" im Sinne von Pfingstkirchen. Bei diesen handelt sich ja meist um geschickt getarnte Wirtschaftsunternehmen mit selbsternannten "Bischöfen" etc., sie kommen mir oftmals eher wie Scientology vor....
Tatsächlich ist es bedenklich, daß sich auch immer mehr dieser "Seelenunternehmer" in die Politik eingeschlichen haben; z.B. befürwortet die ja hier kürzlich hochgelobte Marina Silva den Kreationsmus im Unterricht genauso zu lehren die Evolutionstheorie.
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Re: Evangelikale Drogenbosse behindern afrikanische Religion

Beitragvon Brazil53 » Sa 14. Sep 2013, 09:00

Cheesytom hat geschrieben:
Max Moritz hat geschrieben:Nun alle evangelischen Kirchen als Sekten zu bezeichnen ist weit uebertrieben.


Da hast Du Recht. Es sind nur knapp üeber 70% der Mitglieder, die sich in
sektenähnlichen evangelischen Kirchen rumtreiben, von denen, die sich in den evangelischen Kirchen, ähhh, dort "ihr Heil" suchen, zur Abwechslung mal ganz ohne Link, sondern durch 21 Jahren Brasilienerfahrung...



Ich unterscheide da schon. Auf der einen Seite gibt es für mich die evangelische Kirche, im Sinne von Martin Luther.

Daraus entwickelten sich die evangelikale Kirche, insbesondere in den vereinigten Staaten. Dazu zählen zum Beispiel die Mennoniten, die Baptisten, die Evangelisch-methodistische Kirche, die Siebenten-Tags-Adventisten, die Gemeinden Christi, die Brüderbewegung, die Kirche des Nazareners oder die Heilsarmee...

Daraus entwickelten sich Anfang 1900 die Pfingstkirchen, welche mehr im Sinne des Heiligen Geistes wirken. Und bei diesen evangelikalen Pfingstkirchen gibt es einige schlimme Gruppierungen, welche völlig unchristlich ihre Anhänger ausnehmen und einer gruppendynamischen Gehirnwäsche unterziehen.
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Re: Evangelikale Drogenbosse behindern afrikanische Religion

Beitragvon frankieb66 » Sa 14. Sep 2013, 12:51

Brazil53 hat geschrieben:Ich unterscheide da schon. Auf der einen Seite gibt es für mich die evangelische Kirche, im Sinne von Martin Luther.

Als ich in meinen ersten Brasilienjahren gelegentlich gefragt wurde ob ich einer Kirche angehöre, antwortete ich immer "sou evangelico" (eigentlich wurde ich immer nach meiner "Religion" gefragt, was natürlich in meinen Augen eh daneben ist, Religion = Christentum, Kirche = Predigerverein). Zu der Zeit gehörte ich noch einem Verein an, den man hier in D gemeinhin als "evangelisch" bezeichnet. Damals war ich erstaunt dass viele Brasilianer "meinen" Verein überhaupt kannten, da ich der Überzeugung war, dass Brasilien fest in "katholischer" Hand läge ... erst viel später ging mit dann ein Licht auf, dass das, was in BR als "evangelico" bezeichnet wird, nichts mit dem "evangelisch" zu tun hat, so wie wir es in D kennen. Was wir hier "evangelisch" nennen wird in BR als luterano* bzw. luteranismo bezeichnet ... mittlerweile gehöre ich übrigens keinem Kirchenverein mehr an.

Frankie

*Zahlen:

A distribuição dos Luteranos hoje se encontra da seguinte forma:
Europa: 49 milhões; África: 21 milhões; América: 10 milhões; Ásia: 10 milhões.

Os países com o maior número de Luteranos hoje são:
1º) Alemanha: 23,0 milhões; 2º) Estados Unidos: 8,4 milhões; 3º) Suécia: 7 milhões; 4º) Indonésia: 5,7 milhões; 5º) Etiópia: 5,6 milhões; 6º) Finlândia: 4,6 milhões; 7º) Dinamarca: 4,5 milhões; 8º) Noruega: 4 milhões; 9º) Tanzânia: 3,5 milhões; 10º) Madagascar: 3,5 milhões;

O número total de luteranos no Brasil, atualmente, é de aproximadamente 1 milhão.
Distribuição de luteranos no Brasil

Rio Grande do Sul: 630 mil
Santa Catarina: 260 mil
Paraná: 90 mil
Espírito Santo: 85 mil
São Paulo: 47 mil
Rondônia: 21 mil
Minas Gerais e Rio de Janeiro: 35 mil
Região Centro-Oeste: 27 mil
Região Nordeste: 10 mil
Região Norte (exceto Rondônia): 5 mil

http://pt.wikipedia.org/wiki/Luteranismo
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