Fahren mit brasilianischer Führerschein in Deutschland ?!

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Re: Fahren mit brasilianischer Führerschein in Deutschland ?!

Beitragvon fatB » So 3. Feb 2008, 03:35

Ich muss also nach 6 Monaten den deutschen Führerschein beantragen. Auf der Homepage meines Stadtamtes steht:

Nehmen Sie aber ihren ständigen Aufenthalt in der BRD, müssen Sie innerhalb von 6 Monaten (bisher 12 Monate!) eine deutsche Fahrerlaubnis erwerben, wenn Sie weiterhin ein Kraftfahrzeug führen wollen (Sie fahren sonst ohne gültige Fahrerlaubnis!). Die Frist wird vom Tage des Grenzübertritts an berechnet. Stellen Sie den Antrag innerhalb von 3 Jahren nach Begründung ihres ordentlichen Wohnsitzes in der BRD, wird auf eine Ausbildung nach deutschem Recht verzichtet; die übrigen Voraussetzungen einschl. einer theoretischen und praktischen Prüfung müssen aber erfüllt werden.

...
Teilweise (das ist von Staat zu Staat unterschiedlich) wird auf die praktische Prüfung verzichtet.


Wer von eucht hat das schon gemacht? Muss ich wirklich diese bescheuerten und teuren Prüfungen machen? Theorie ist ja ok, aber die Praxis...

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Re:

Beitragvon ptrludwig » Di 5. Feb 2008, 00:02

BrasilJaneiro hat geschrieben:
Gunni hat geschrieben:Danke an alle für die guten Infos

@Mazzaropi

Dein link war echt gut - hab's nun sogar mit Gesetzesgrundlage gefunden und für alle Interessierten mal schnell ins Forum kopiert;

Brasilien ist Mitgliedsstaat sowohl des Pariser Abkommens über den Straßenverkehr von 1926 als auch des Wiener Übereinkommens von 1968. Daraus ergibt sich, dass der brasilianische Führerschein in den übrigen Mitgliedsstaaten, zu denen auch Deutschland gehört, ANERKANNT wird.

§ 4 Abs. 2 IntKfzVO bestimmt:
Die Fahrerlaubnis ist durch einen gültigen nationalen oder internationalen Führerschein (Artikel 7 und Anlage E des Internationalen Abkommens über Kraftfahrzeugverkehr vom 24. April 1926 - RGBl. 1930 II S. 1234 -, Artikel 41 und Anhang 7 des Übereinkommens über den Straßenverkehr vom 8. November 1968 - BGBl. 1977 II S. 809 - oder Artikel 24 und Anlage 10 des Übereinkommens über den Straßenverkehr vom 19. September 1949 - Vertragstexte der Vereinten Nationen 1552 S. 22 -) nachzuweisen.

Ausländische nationale Führerscheine, die nicht in deutscher Sprache abgefaßt sind, die nicht in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ausgestellt worden sind oder die nicht dem Anhang 6 des Übereinkommens über den Straßenverkehr vom 8. November 1968 entsprechen, müssen mit einer Übersetzung verbunden sein, es sei denn, die Bundesrepublik Deutschland hat auf das Mitführen der Übersetzung verzichtet.

Sofern der brasilianische Führerschein dem Muster des Anhangs 6 des Wiener Übereinkommens entspricht, ist keine Übersetzung erforderlich.


Wenn ich's richtig verstanden habe, gibts sogar ein Abkommen, bei dem u.a. sowohl Brasilien als auch Deutschland gegenseitig nationale Führerscheine akzeptieren ?!

Der Nachweis kann demnach WAHLWEISE über nationalen oder internationalen Führerschein des Herkunftslandes erfolgen ?!

Hab mir noch den Anhang 6 des Wiener Übereinkommens angesehen und den Eindruck, daß sich eher Deutschland nicht an das Muster hält denn Brasilien (was die Klassen betrifft) - ...und Adressangaben würden auch bei der Übersetzung fehlen (im Brasi-Schein stehen dafür Mama oder Papa drin :wink:)

Denke also, damit sollte auch keine Übersetzung ins deutsche notwendig sein ?!

Wenn so ein Abkommen existiert, beruht das doch auf Gegenseitigkeit und demnach hat Brasilien exakt die gleichen Verpflichtungen gegenüber EU-Bürgern einzuhalten, oder ist das falsch ?


Denk aber daran, daß es dafür Fristen gibt. So weit ich informiert bin, kann ein Ausländer innerhalb von einem Jahr einen deutschen Führerschein beantragen wenn er im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist.


Die Frist ist kürzer, ich glaube 3 Monate. Der Ausländer (Brasilianer) muss einen neuen Führerschein erwerben, mit allem was dazu gehört, Fahrstunden, Prüfung usw. Also eine teure Angelegenheit!
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Re: Re:

Beitragvon BrasilJaneiro » Do 7. Feb 2008, 09:41

ptrludwig hat geschrieben:
BrasilJaneiro hat geschrieben:
Gunni hat geschrieben:Danke an alle für die guten Infos

@Mazzaropi

Dein link war echt gut - hab's nun sogar mit Gesetzesgrundlage gefunden und für alle Interessierten mal schnell ins Forum kopiert;

Brasilien ist Mitgliedsstaat sowohl des Pariser Abkommens über den Straßenverkehr von 1926 als auch des Wiener Übereinkommens von 1968. Daraus ergibt sich, dass der brasilianische Führerschein in den übrigen Mitgliedsstaaten, zu denen auch Deutschland gehört, ANERKANNT wird.

§ 4 Abs. 2 IntKfzVO bestimmt:
Die Fahrerlaubnis ist durch einen gültigen nationalen oder internationalen Führerschein (Artikel 7 und Anlage E des Internationalen Abkommens über Kraftfahrzeugverkehr vom 24. April 1926 - RGBl. 1930 II S. 1234 -, Artikel 41 und Anhang 7 des Übereinkommens über den Straßenverkehr vom 8. November 1968 - BGBl. 1977 II S. 809 - oder Artikel 24 und Anlage 10 des Übereinkommens über den Straßenverkehr vom 19. September 1949 - Vertragstexte der Vereinten Nationen 1552 S. 22 -) nachzuweisen.

Ausländische nationale Führerscheine, die nicht in deutscher Sprache abgefaßt sind, die nicht in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum ausgestellt worden sind oder die nicht dem Anhang 6 des Übereinkommens über den Straßenverkehr vom 8. November 1968 entsprechen, müssen mit einer Übersetzung verbunden sein, es sei denn, die Bundesrepublik Deutschland hat auf das Mitführen der Übersetzung verzichtet.

Sofern der brasilianische Führerschein dem Muster des Anhangs 6 des Wiener Übereinkommens entspricht, ist keine Übersetzung erforderlich.


Wenn ich's richtig verstanden habe, gibts sogar ein Abkommen, bei dem u.a. sowohl Brasilien als auch Deutschland gegenseitig nationale Führerscheine akzeptieren ?!

Der Nachweis kann demnach WAHLWEISE über nationalen oder internationalen Führerschein des Herkunftslandes erfolgen ?!

Hab mir noch den Anhang 6 des Wiener Übereinkommens angesehen und den Eindruck, daß sich eher Deutschland nicht an das Muster hält denn Brasilien (was die Klassen betrifft) - ...und Adressangaben würden auch bei der Übersetzung fehlen (im Brasi-Schein stehen dafür Mama oder Papa drin :wink:)

Denke also, damit sollte auch keine Übersetzung ins deutsche notwendig sein ?!

Wenn so ein Abkommen existiert, beruht das doch auf Gegenseitigkeit und demnach hat Brasilien exakt die gleichen Verpflichtungen gegenüber EU-Bürgern einzuhalten, oder ist das falsch ?


Denk aber daran, daß es dafür Fristen gibt. So weit ich informiert bin, kann ein Ausländer innerhalb von einem Jahr einen deutschen Führerschein beantragen wenn er im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist.


Die Frist ist kürzer, ich glaube 3 Monate. Der Ausländer (Brasilianer) muss einen neuen Führerschein erwerben, mit allem was dazu gehört, Fahrstunden, Prüfung usw. Also eine teure Angelegenheit!



Im Notfall sei die Mitteilung hier erlaubt sollte man sich Fragen, ob der Straßenpolizist überhaupt die rechtliche Situation kennt, geschweige von irgendwelchen Pariser Verträgen (höchstens Pariser Kondomen!) jemals was gehört zu haben. Es soll auch noch einige geben, die Dollars und Euros als Fahrerlaubnis ohne Geschwindigkeitsbegrenzung und Anschnallpflicht sehen.
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Re: Fahren mit brasilianischer Führerschein in Deutschland ?!

Beitragvon stanley » Fr 12. Mär 2010, 17:15

fatB hat geschrieben:Ich muss also nach 6 Monaten den deutschen Führerschein beantragen. Auf der Homepage meines Stadtamtes steht:

Nehmen Sie aber ihren ständigen Aufenthalt in der BRD, müssen Sie innerhalb von 6 Monaten (bisher 12 Monate!) eine deutsche Fahrerlaubnis erwerben, wenn Sie weiterhin ein Kraftfahrzeug führen wollen (Sie fahren sonst ohne gültige Fahrerlaubnis!). Die Frist wird vom Tage des Grenzübertritts an berechnet. Stellen Sie den Antrag innerhalb von 3 Jahren nach Begründung ihres ordentlichen Wohnsitzes in der BRD, wird auf eine Ausbildung nach deutschem Recht verzichtet; die übrigen Voraussetzungen einschl. einer theoretischen und praktischen Prüfung müssen aber erfüllt werden.

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Da möcht'ich auch nochmal nachhaken. Erfahrungsberichte bitte! ......danke!
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Re: Fahren mit brasilianischer Führerschein in Deutschland ?!

Beitragvon BrasilJaneiro » Fr 12. Mär 2010, 17:38

Also wer seinen Führerschein in Brasilien erworben hat und nicht im Besitz eines deutschen Führerscheines ist, der muss innerhalb von 6 Monaten den Führerschein umschreiben lassen. Fahren darf er in dieser Zeit mit dem brasilianischen Führerschein. Bei Deutschen ist zu beachten, daß sie einen Nachweis brauchen der Einreise (da fehlt der Stempel im Pass) bzw. Ausreise und Flugschein.
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Re: Fahren mit brasilianischer Führerschein in Deutschland ?!

Beitragvon stanley » Fr 12. Mär 2010, 18:10

Wer lesen kann, ist eindeutig im Vorteil. Das tritt übrigens öfters in diesem Forum auf.

Also nochmal und das Ganze langsam.

Brasilien steht nicht in der Liste, wonach Brasilianer ihren brasilianischen Führerschein nicht einfach umschreiben lassen können. Es muss also eine Prüfung absolviert werden.

fatB hat geschrieben:Wer von eucht hat das schon gemacht? Muss ich wirklich diese bescheuerten und teuren Prüfungen machen? Theorie ist ja ok, aber die Praxis...


Erfahrungsberichte bitte..................Danke!
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Re: Fahren mit brasilianischer Führerschein in Deutschland ?!

Beitragvon Teckpac » Fr 12. Mär 2010, 18:49

stanley hat geschrieben:
Brasilien steht nicht in der Liste, wonach Brasilianer ihren brasilianischen Führerschein nicht einfach umschreiben lassen können. Es muss also eine Prüfung absolviert werden.

Und das ist auch gut so!!!! [-o<
Ich hätte lieber Alzheimer als Parkinsson...lieber ein paar Biere vergessen zu bezahlen, als sie zu verschütten! Salmei, Dalmei, Adomei....
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Re: Fahren mit brasilianischer Führerschein in Deutschland ?!

Beitragvon stanley » Fr 12. Mär 2010, 19:25

Teckpac hat geschrieben:
stanley hat geschrieben:
Brasilien steht nicht in der Liste, wonach Brasilianer ihren brasilianischen Führerschein nicht einfach umschreiben lassen können. Es muss also eine Prüfung absolviert werden.

Und das ist auch gut so!!!! [-o<


Das hat auch der Berliner Bürgermeister Herr Wowereit über seine männliche Homosexualität gesagt. Anfangs hat es ihm noch Stimmen eingebracht, aber politisch ist er genau so unfähig und langweilig, wie seine Vorgänger.
Glaubst du, dass die Führerscheinbesitzer in Andorra, Französisch Polynesien, Guernsey, Insel Man, Israel, Japan, Jersey, Kroatien, Monaco, Neukaledonien, Neuseeland, Republik Korea, San Marino, Singapur, Südafrika und man will es kaum glauben die Schweiz besser Autofahren?

hahahahahaha!
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Re: Fahren mit brasilianischer Führerschein in Deutschland ?!

Beitragvon Teckpac » Fr 12. Mär 2010, 19:35

Kann ich nicht sagen, aber die hiesigen Verhältnisse kenne ich sehr gut!! Und den Bezug zur Homosexualität des Herrn Wovereit oder seiner angeblichen politischen Unfähigkeit muss mir einer erklären!
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Re: Fahren mit brasilianischer Führerschein in Deutschland ?!

Beitragvon stanley » Fr 12. Mär 2010, 20:16

Teckpac hat geschrieben:Kann ich nicht sagen, aber die hiesigen Verhältnisse kenne ich sehr gut!! Und den Bezug zur Homosexualität des Herrn Wovereit oder seiner angeblichen politischen Unfähigkeit muss mir einer erklären!


Es ging um den Spruch: "Und das ist auch gut so?" Keiner weiss jetzt mehr in Berlin "...was auch gut so ist oder war". Und genau so seh ich das mit der Liste der zugelassenen Länder. Reine Willkür. Hast du die Amy's oder Canadier schon mal fahren gesehen?
Wenn ich als brasilianischer Touri 3 Monate (bestätigt) unfallfrei fahre, sollte der Brasi-Führerschein einfach umgeschrieben werden können. Recht geb ich dir mit der Fahrweise vieler Bahianer!
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