familienbande

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

familienbande

Beitragvon didi » Mo 4. Jun 2007, 21:06

hallo,
ein eigentlich eher trauriges thema, aber ein aspekt der sache fasziniert mich immer wieder in brasil, hats zwar in de auch, aber ich finde nicht so ausgepraegt.
das thema: ein onkel meiner frau ist schwer erkrankt, liegt im krankenhaus und wird es evt nicht schaffen. teile der familie reisen aus allen ecken brasiliens an um sich um ihn zu kuemmern, es ist 24 std. am tag einer unserer familie an seinem bett. telefonverkehr ohne ende, weil die die nicht kommen koennen aktuell wissen wollen um den zustand.
das hab ich in dieser form in deutschland noch nicht gesehen. beruehrt mich sehr, diese fuersorge.
gruss didi
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Re: familienbande

Beitragvon mikelo » Mo 4. Jun 2007, 23:40

didi hat geschrieben:hallo,
ein eigentlich eher trauriges thema, aber ein aspekt der sache fasziniert mich immer wieder in brasil, hats zwar in de auch, aber ich finde nicht so ausgepraegt.
das thema: ein onkel meiner frau ist schwer erkrankt, liegt im krankenhaus und wird es evt nicht schaffen. teile der familie reisen aus allen ecken brasiliens an um sich um ihn zu kuemmern, es ist 24 std. am tag einer unserer familie an seinem bett. telefonverkehr ohne ende, weil die die nicht kommen koennen aktuell wissen wollen um den zustand.
das hab ich in dieser form in deutschland noch nicht gesehen. beruehrt mich sehr, diese fuersorge.
gruss didi


hast recht didi---habe ich auch so schon bei meiner schwiegermutter erlebt.
was mich auch sehr gewundert hat: als unser nachbar gestorben ist, hat das ganze viertel abschied von ihm genommen---ich war die einzige ausnahme. die toten werden einen tag zu hause aufgebahrt---zum abschiednehmen.
das ganze habe ich letztes jahr genauso auch in parnaiba erlebt.
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Beitragvon O_Periquito » Di 5. Jun 2007, 02:29

oi gente
habe hier schon einmal irgendwo geschrieben das die menschen in brasilien herzlicher und rücksichtsvoller miteinander umgehen.
als von unserer partnerin die mutter im krankenhaus war, sie wurde am herzen operiert, waren die verwandten auch rund um die uhr im krankenhaus und haben sie betreut und besucht. die ganzen verwandten kamen auch aus allen richtungen.

nachdem wir 4monate in brasilien waren war von unserem damaligen vermieter die tochter gestorben, sie war behindert und hatte viele gesundheitliche probleme.
anstandshalber sind wir auch mit zur beerdigung gegangen. war alles sehr ungewohnt für uns wie sich hier die menschen von den toten verabschieden.
was mich aber am meisten gewundert hat war die kleidung der brasilianer. ich bin noch los und habe mir dunkle sachen gekauft. als wir in der kirche ankamen waren die wenigsten dunkel oder schwarz gekleidet, die meisten hatten farbenfreudige und bunte kleidung an, haben geschwatzt und gelacht, aber andere länder, andere sitten.

wir unterstützen seit einigen jahren in unserer nähe ein altersheim mit lebensmitteln. dort sind etliche alte leutchen die von ihren verwandten dort abgegeben wurden, und danach wurden die verwandten nicht wieder gesehen. selbstverständlich wird die rente der alten leutchen auch nicht auf das konto des altersheimes überwiesen.
unseren bäcker seine schwiegermutter ist dort untergebracht, und er hat uns davon erzählt.
dort ist auch eine alte dame aus deutschland die immer nach hause möchte, aber keiner holt sie ab oder kümmert sich um sie, ist schon alles sehr traurig.
da kann man nur hoffen das es einen nicht einmal selbst so geht.
gruss periquita
Zuletzt geändert von O_Periquito am Di 5. Jun 2007, 03:39, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon didi » Di 5. Jun 2007, 02:57

hallo,
auch wenn es etwas herbe klingen mag, aber ich glaube der sueden brasiliens ist nicht nur vom klima etwas kuehler, dort geht es zielgerichteter zu, fuer die wirtschaft/buisiness ok, aber die menschliche waerme und naechstenliebe????
gruss didi
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Beitragvon O_Periquito » Di 5. Jun 2007, 03:28

oi didi
die nächstenliebe und menschliche wärme bleibt wohl im süden brasiliens etwas auf der strecke. kann gut sein das die menschen hier wirklich weniger warmherzig miteinander umgehen.
gruss periquita
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Beitragvon Takeo » Di 5. Jun 2007, 22:54

Und wie sieht's mit euren eigenen Verwandten in D/AU/CH aus?
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Beitragvon didi » Mi 6. Jun 2007, 00:53

hallo takeo,
das ist es ja, in brasilien hats noch die grossfamilien, wo der eine oder andere zeit und musse hat sich um andere familienmitglieder zu kuemmern; in de,a,ch hats die altersheime... krank...alt...weg.
wir, ich selbst auch, sind/bin damit aufgewachsen...aber hier in brasilien sehe ich, wie es auch gehen kann. ich bin nur der eine von sechs geschwistern, den rest meiner bande in de werde ich kaum dazu bringen sich um unsere altvorderen zu kuemmern, koennte sie auch nur rein theoretisch nach brasil bringen (nen alten baum verpflantzt man nicht)
gruss didi
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Beitragvon O_Periquito » Mi 6. Jun 2007, 04:09

ich konnte meine mutter leider bis jetzt nicht davon überzeugen nach brasilien für immer zu ziehen. da ich das einzige kind bin und keiner für sie sorgt wenn in D etwas mit ihr ist, beschäftigt das meinen mann und mich schon sehr lange.
aber ich kann auch verstehen das sie nicht nach brasilien ziehen möchte. sie hat in D ihre ganzen freunde und bekannten und was ganz wichtig für sie ist, die ärzte ihres vertrauens.
eins ist fakt, sie landet nicht in einen heim, das weiss sie auch. kommt sie nicht mehr alleine klar in D gehts ab nach brasilien sprich blumenau.
im tiefsten innersten weiss sie auch das sie irgend wann zu uns ziehen muss.

@didi
da hast du recht, einen alten baum verpflanzt man nicht oder nur mit vielen komplikationen. aber meine mutter besucht uns jedes jahr für 4 monate, und ich denke brasilien ist ihr nicht mehr so fremd.

aber ich habe die hoffnung noch nicht aufgegeben, das sie eines tages freiwillig zu uns zieht.
gruss periquita
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