Severino hat geschrieben:
Und wieder geht es durcheinander....
Die Creci ist definitiv die Registrierungsnummer für eine Immobilienfirma. (nicht nur quasi, wie ich salopp schrieb und was 007 ja bereits korrigiert hat. Danke)
Weiterhin gilt zu unterscheiden zwischen loteamento bzw. condominio - wo es eine offizielle Genehmigungsnummer gibt, die in solchen Fällen auch bekanntgegeben werden muss. Dabei geht es um die Aufteilung eines Grundstücks in einzelne Parzellen. Man kann nicht einfach so ein grosses Stück Land aufteilen und als kleinere Grundstücke verkaufen. Dazu gibt es diese offizielle Nummer, anhand derer man überprüfen kann, ob die Aufteilung überhaupt genehmigt wurde. Schliesslich muss die Stadt ja Strassen planen. Wasseranschluss, Stromleitungen, Strassenbeleuchtung und nicht zuletzt Müllabfuhr gehören auch organisiert.
Dann gibt es natürlich noch den Wiederverkauf einer Immobilie. Sei es über einen Immobilienhändler oder von privat. Bei einer solchen Immobilie zählt dann die Matrikelnummer über die sie eindeutig identifizierbar ist. Diese Matricula gibt es erst, wenn das loteamento abgeschlossen ist und die einzelnen Parzellen aufgeteilt wurden. (Sonst kann man ja auch keinen Besitzer eintragen)
Nach der Matricula kommt dann die habita-se, die bescheinigt, dass ein Haus offiziell registriert ist. Viele Häuser in Brasilien sind eben nur als Grundstück deklariert. Erst mit der habita-se ist ein Haus offiziell genehmigt. Hat man die nicht, könnte die Stadt prinzipiell den Abriss verlangen, weil z.B. die Statik nicht geprüft wurde, oder andere Vorschriften nicht beachtet wurden. Auch die Gehwege muss in Brasilien der Grundstücksbesitzer machen. Tut er das lange Zeit nicht, macht es irgendwann die Stadt und schickt eine gesalzene Rechnung. Schwieriger wird es beim Abwasser. Viele Gegenden in Brasilien sind gar nicht an ein Abwassersystem angeschlossen - trotzdem wird es dann Mal kommen und da sollte man alles richtig gemacht haben. Die letzte Änderung betraf die Vorschrift bezüglich Erdung und FI-Schutzschalter, die es nun für Neubauten zu beachten gilt.
Folgende Dokumente, bzw. Schritte sollte man für einen professionellen Imobilienerwerb beachten:
- Certidões Negativas dos Cartórios de Protestos dos últimos cinco anos
- Certidões Negativas dos Distribuidores CÃveis referentes aos últimos dez anos
- Certidões Negativas da Justiça Federal, no perÃodo de dez anos
- Certidão Negativa de Tributos Municipais
- Certidão Vintenária atualizada do imóvel no registro nos últimos 20 anos
- Conferir o habite-se e se a contribuição do INSS da obra foi recolhida
- Quitação das taxas de condomÃnio
- Consultar junto as empresas de fornecimento de energia e água se há débitos no imóvel, e se existe parcelamento de débitos
(Quelle: Ein mir persönlich bekannter Immobilienmakler in GoÃas)
Damit schliesst man dann auch aus, dass die Immobilie eventuell in ein offenes Verfahren verwickelt ist (Erbansprüche, Steuerfragen, Straftaten, usw)
Ein beliebter Trick sind auch Ratenzahlungen des Vorbesitzers bei Strom und Wasser. Oder offene IPTU....
Bleibt als Fazit: Ein Immobilienerwerb in Brasilien hat viele Stolpersteine. Wer die nicht kennt, zahlt früher oder später Lehrgeld.
bravo,severino,ganz genauso sieht´s aus!!!
und nur wenn ein grundstück eine matricula hat dann ist es rechtlich ok und eingetragen,das gilt auch für fazendas,inseln und was der teufel auch immer
abraço