Febre amarela. Ein Problem no Brasil?

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Re: Febre amarela. Ein Problem no Brasil?

Beitragvon BeHarry » Do 1. Feb 2018, 01:16

cabof hat geschrieben: Habe in meiner Kindheit genug Weihrauch abbekommen... ob das auch gegen Mückenstiche hilft?

Schützt nicht vor Mückenstichen, aber vor bösartigen Infektionen.

so, mal zurück zur Gelbfieber-Front:
die Lage scheint ja katastrophal zu sein. So richtig à la Brasileira.

Man macht jetzt, was man vor einem Jahr hätte machen müssen, als die ersten Fälle auftraten.
Der Virus macht weiter die Runde, geht schneller vor, als man dachte, dazu in Gebiete, mit denen man nicht rechnete. Es fehlt an Impfstoffen, man will wohl jetzt "fraktionieren", also aus einer Dosis Impfstoff dann 5 franktionierte machen. Es fehlt aber auch an Impfkapazitäten, etc.

Der Zoo von Zaun-Paulo wurde geschlossen, nachdem ein Affe erkrankte. Man rechnet mit einem Ausbreiten an der Küste, und im Grunde ist man überlegen den gesamten Bundesstaat, einschliesslich SP Capital zum gefährdeten Gebiet zu erklären, wenn man nur die Kapazitäten dazu hätte, denn momentan wird nur dort geimpft, wo man mit einer weiteren Ausbreitung rechnet.

Besonders gefährdet ist man momentan im der Umgebung vom 3-Ländereck Sao Paulo, Minas und Rio de Janeiro.

Mitschuld gibt man der Natur: hätte man nicht "den Urwald wieder aufgeforstet", so dass vorher auseinandergerissene Reste der Mata Atlantica wieder verbindung bekommen haben, hätte sich der Virus nicht ausbreiten können...." stand irgendwo in einem Artikel.
(dann wird man jetzt wohl wieder die Kettensägen anlegen dürfen...)

Scheint eine heikle Situation geworden zu sein. Man fürchtet wohl akut, dass eine urbane Epidemie ausbrechen kann oder könnte. Erstmals seit 1942.
Und wegen dem erhöhten Reisefreudigkeit der menschlichen Affen, rechnet man dann damit, dass es sich auf andere Länder ausbreiten könnte.
Dann wird man wohl "Feierabend" verkünden können, denn auch anderen Ländern fehlen Kapazitäten an Impfstoffproduktion. USA haben gar keine mehr, es gibt wohl weltweit nur noch 4 Hersteller vom Impfstoff, und die können Ihre Produktion nicht so schnell erhöhen.

Lest Euch einfach mal wieder durch brasilianische Zeitungen durch.... ist nicht so toll, was dort als Perspektiven aufgezählt wird.
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Re: Febre amarela. Ein Problem no Brasil?

Beitragvon BeHarry » Do 1. Feb 2018, 01:27

Dauer der Impfung:
ich erinnere mich noch an die "Massenimpfungen" in Brasilien in den 80er Jahren.

Wenn die Impfungwirkung jetzt wirklich "ein Leben lang" anhalten würde, wie vor ein paar Jahren von Forschern herausposauniert wurde, dann müsste im Grunde doch noch ein grosser Teil der Brasilianer imunisiert sein....
Aber davon steht in den Bras.Zeitungen momentan gar nichts.

Also, im Zweifelsfall, würde ich doch zum Auffrischen raten, wenn die letzte Impfung schon mehr als 10-15 J. her sein sollte.
Und mal ganz im Zweifelsfall - würde ich mir die dann sogar mal in Europa reinziehen lassen, auch wenn's einen 50ziger mehr kostet, denn in BR ist momentan gar nicht gesichert, ob man eine bekommen kann, und wie "verdünnt" die dann ist.

fraktionierte Impfungen:
Um jetzt Impfstoff für alle notwendigen Impfkandidaten bereitstellen zu können, möchte man wohl die Dosen jetzt fraktionieren in 5.
Wirkung soll somit wohl mind. 1 Jahr anhalten - kann aber evtl. auch für 8 Jahre reichen.
Da ist man sich wohl nicht so sicher.

Aha, denke ich mir, wovon ist die Dauer des Schutz jetzt abhängig ? Von der Dosis, die mal ursprünglich reingeknallt wurde ?
ich bin nicht mehr sicher - mag mich ein Mediziner doch mal schlau machen.

Nebenwirkungen:
wegen Nebenwirkungen der Impfung haben 5 Patienten wohl eine Lebertransplantation bekommen.
Tolle Perspektive für unsere Alkoholiker: lass Dich impfen und fang ein neues (Leber-)Leben an.....
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Re: Febre amarela. Ein Problem no Brasil?

Beitragvon BeHarry » Do 1. Feb 2018, 01:48

So, und dazu jetzt auch mal Salvador:
Seit Anfang des Jahres wurden wohl 60 Verdachtsfälle unter Affen in Salvador de Bahia festgestellt, welche momentan untersucht werden.
55 davon sind tot, 5 leben.

Im Jahr 2017 wurde insgesamt 17 Gelbfieberfälle unter den Affen Salvadors festgestellt.
http://atarde.uol.com.br/bahia/salvador/noticias/1932469-salvador-registra-captura-de-60-macacos-com-suspeita-de-febre-amarela

Gleich noch eine Geschichte zum Hinterherschieben:
Überfall auf eine Restaurant in Ondina: ein Kunde erschiesst den Bandido, und haut dann ab....
http://atarde.uol.com.br/bahia/salvador/noticias/1932530-cliente-reage-a-assalto-e-mata-suspeito-na-ondina
(hoffentlich hat er sein Essen vorher bezahlt...., sonst wäre es zechprellerei)
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Re: Febre amarela. Ein Problem no Brasil?

Beitragvon BeHarry » Do 1. Feb 2018, 04:13

Fast übersehen: ein kurzer Nachtrag zu den Affen Salvador´s

BeHarry hat geschrieben:So, und dazu jetzt auch mal Salvador:
Seit Anfang des Jahres wurden wohl 60 Verdachtsfälle unter Affen in Salvador de Bahia festgestellt, welche momentan untersucht werden.
55 davon sind tot, 5 leben, und einer ist nach Deutschland zurückgereist.
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Re: Febre amarela. Ein Problem no Brasil?

Beitragvon GatoBahia » Do 1. Feb 2018, 06:00

BeHarry hat geschrieben:Fast übersehen: ein kurzer Nachtrag zu den Affen Salvador´s

BeHarry hat geschrieben:So, und dazu jetzt auch mal Salvador:
Seit Anfang des Jahres wurden wohl 60 Verdachtsfälle unter Affen in Salvador de Bahia festgestellt, welche momentan untersucht werden.
55 davon sind tot, 5 leben, und einer ist nach Deutschland zurückgereist.

Sprich mal mit deinem Drogenberater, Entzug scheint dir nicht gut zu tun [-X Einbildungen #-o
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Re: Febre amarela. Ein Problem no Brasil?

Beitragvon BeHarry » Do 1. Feb 2018, 06:21

GatoBahia hat geschrieben:
BeHarry hat geschrieben:Fast übersehen: ein kurzer Nachtrag zu den Affen Salvador´s

BeHarry hat geschrieben:So, und dazu jetzt auch mal Salvador:
Seit Anfang des Jahres wurden wohl 60 Verdachtsfälle unter Affen in Salvador de Bahia festgestellt, welche momentan untersucht werden.
55 davon sind tot, 5 leben, und einer ist nach Deutschland zurückgereist.

Sprich mal mit deinem Drogenberater, Entzug scheint dir nicht gut zu tun [-X Einbildungen #-o


??? Fühlst Du dich etwa angesprochen ??
Hoffentlich hast Du jetzt keine Angst zurückgebracht zu werden....
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Re: Febre amarela. Ein Problem no Brasil?

Beitragvon cabof » Do 1. Feb 2018, 07:48

Kreuzritter.... danke für die Ausführungen. Ich würde mir wünschen, das die Residents auch mal was zum Thema beitragen.. Vorsorge, pers. Erfahrungen - liest sich alles alarmierend und einige von uns (ich inklusive) stehen kurz bevor einer BR Reise.

Googele wie wild. Es scheint nicht ansteckend zu sein. Nur der direkte Mückenstich verursacht eine Infektion.

https://www.netdoktor.at/krankheit/gelbfieber-7556
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Re: Febre amarela. Ein Problem no Brasil?

Beitragvon Brazil53 » Do 1. Feb 2018, 09:00

In Rio sind die Impfstationen immer gut besucht und man steht schon in einer sehr langen Schlange....
Gelbfieber.jpg


Ältere Menschen, sollten sich aber beraten lassen...

Wer darf nicht gegen Gelbfieber geimpft werden?

Da es sich um einen sog. Lebendimpfstoff handelt, darf dieser nicht bei einem untrainierten Immunsystem eingesetzt werden. Für Kinder ist die Gelbfieber-Impfung erst ab 9 Monaten zugelassen. Über 60-jährige Erwachsene sollten nur nach strenger Abwägung von Nutzen und Risiko geimpft werden. Ab diesem Alter lässt das Immunsystem deutlich nach und selbst abgeschwächte Erreger können ggf. nicht mehr effizient bekämpft werden. Wer unter einer chronischen Erkrankung leidet oder auf Grund einer Vorerkrankung eine Immunschwäche aufweist, darf ebenfalls nicht geimpft werden.


https://erv-blog.de/reisemedizin/impfung-gegen-gelbfieber-fuer-die-einreise-notwendig

Ein Beitrag aus dem Jahr 2007 in der Ärztezeitung:

Gelbfieber-Impfung ist für Alte keine Bagatelle
Unerwünschte Wirkungen stellen für Menschen über 60 oder mit geschwächter Immunabwehr eine Gefahr dar
WIESBADEN (ug). Bei Reisenden über 60 Jahre muss die Indikation für eine Gelbfieber-Impfung in Zukunft sehr streng gestellt werden. Denn gerade bei alten Menschen kann es nach der ersten Impfung zu schweren, sogar tödlichen Impfreaktionen kommen.


https://www.aerztezeitung.de/medizin/fachbereiche/allgemeinmedizin/article/446338/gelbfieber-impfung-alte-keine-bagatelle.html
Ich glaube nur Tatsachen, die ich selbst verdreht habe
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Re: Febre amarela. Ein Problem no Brasil?

Beitragvon Hallorin » Do 1. Feb 2018, 15:03

cabof hat geschrieben:liest sich alles alarmierend und einige von uns (ich inklusive) stehen kurz bevor einer BR Reise

Im Prinzip musst du dich nur von bewaldetem Gebiet fernhalten. Wenn du also alle Tage am Strand sitzen willst, sollte es kein Problem geben... Also theoretisch, irgendwie, jedenfalls :lol:
Sagt zumindest mein persönlicher Gesundheitsinspektor, der ein paar Kilometer nördlich von Rio residiert.
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Re: Febre amarela. Ein Problem no Brasil?

Beitragvon GatoBahia » Do 1. Feb 2018, 15:13

Hallorin hat geschrieben:
cabof hat geschrieben:liest sich alles alarmierend und einige von uns (ich inklusive) stehen kurz bevor einer BR Reise

Im Prinzip musst du dich nur von bewaldetem Gebiet fernhalten. Wenn du also alle Tage am Strand sitzen willst, sollte es kein Problem geben... Also theoretisch, irgendwie, jedenfalls :lol:
Sagt zumindest mein persönlicher Gesundheitsinspektor, der ein paar Kilometer nördlich von Rio residiert.

Dann warte mal auf den Beginn der Regenzeit :idea: :shock: #-o
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