fini_ronaldo hat geschrieben:
Ich habe keinen ernsthaft über den Film reden hören, wirklich niemanden. Hier in meiner stadt (vitória da conquista, bahia, ca 300.000 einwohner)soll es wohl auch gefährlich sein denn ich darf abends wenn es dunkel ist nicht alleine durch die Gegend laufen... doch niemand sagt direkt WAS oder WER gefährlich ist, die sagen nur "não demora não, é perigoso"... vor wem soll man denn da Angst haben?
Was mir hier in Brasilien direkt aufgefallen ist, war der Unterschied zur Polizei in Deutschland.
Der Deutsche Polizist ist "unser Freund und Helfer" hier hab ich vor diesen meist dunkelhäutigen, IMMER mit Waffe ausgestatteten Männern mit dunkler Sonnenbrille eher Angst.
na soweit ich von einem guten freund weis ist vitória auch ein ziemlich verschlafenes nest...ich für meinen Teil musste während meiner Zeit in Rio schon oft für "verschiedene Vergehen" die PM "bezahlen", wurde aber tatsächlich nur einmal ausgeraubt (bzw. es blieb bei dem Versuch), obwohl ich oft alleine und nachts z.T. ganz schöne Strecken nach Hause spaziert bin. Mit der Zeit macht man sich weniger Sorgen, um Straßenräuber sd. eher mal wieder von der PM "gemolken" zu werden.
Zum Film wollte ich noch mal anmerken, dass ich die Darstellung der Beziehung "estudantes" mit den "traficantes" für ganz gelungen halte, ebenso die korrupten Bullen. Aber ich habe eine ganze Reihe anderer "radikaler" Studis an der PUC(an der der Film u.a.gedreht wurde) kennengelernt, die nicht an Drogen interesiert sind, sondern die Favelas am liebsten alle ausbomben würden, und sich einen "Adolf" wie bei uns wünschen.
Ich halte das aus meinen rein persönlichen Erfahrungen mit den Leuten dort für ziemlich Scheiße...ebenso auch die gezeigten (Folter-)Methoden der Eliteeinheit, die ja am Ende des Films quasi als Lösungsansatz der Probleme zurückbleiben. Fakt ist doch es gibt keine Lösung...es sei denn ein Großteil der Menschen dort ändert seine Einstellungen und Werte...wobei ich da zuerst bei den Reichen und bei den Korrupten anfangen würde.