Hallo Norbert, zu dem Flat schicke ich Dir per PM die genauen Daten. Zu den anderen Fragen schreibe ich hier etwas. Ich war gerade eine Woche bis auf kurze Ruhepausen mit zwei GeschÀftskollegen/Freunden (jetzt sind wir Freunde

) in Recife unterwegs. Siehe auch dazu den Thread
herrenurlaub-in-recife-und-umgebung-t9566.html.
EtablissemangsWir waren zwei/drei Mal in der
Bamboo Bar und
Sampa. Beides sind eigentlich ganz solide LĂ€den. Der Unterschied zu anderen Discos oder Bars sind die MĂ€dchen. In beiden LĂ€den findet man (vermutlich ausschlieĂlich) "garotas de programa". Ich fand es ganz nett und entspannt. Geht man anstĂ€ndig mit den MĂ€dchen um, könnte man sogar glauben, dass die wirklich mit einem flirten;-) Zum GlĂŒck waren meine Freunde auch sehr entspannt. Wer der Sprache mĂ€chtig ist, kann sich auch einfach nur unterhalten. Von Drogen oder drogensĂŒchtigen Huren haben wir nichts mitbekommen. Wer weiĂ jedoch, was sich hinter der Fassade der MĂ€dchen verbirgt. Im Bamboo trifft man fast ausschlieĂlich deutschsprachige GĂ€ste (klar, nur die MĂ€nner). Wir alle drei fanden das Niveau der GĂ€ste nicht so dolle (lausige Umgangsformen, dumme teils widerliche SprĂŒche...) und haben den Kontakt vermieden. Das Sampa ist mehr wie eine Disco aufgebaut und dort gibt es tĂ€glich eine Strip-Show. Das Publikum kam uns hier internationaler vor. Sonst war auch alles ganz entspannt, sauber und ungezwungen. Hier lief auch mal ein bisschen Forro und Samba zwischen dem absolut minderwertigen Disco-Funk oder was das sein sollte.
NachtlebenSonst haben wir versucht, möglichst viel "gewöhnliches" Nachtleben in der Woche unterzubringen. Mittwochs gibt es in der
Santaria (Ortseingang Porto de Galinhas, links) Forro. Kam super an. Donnerstag Pagode da Vanda (Praca do Arsenal, Recife Antigo), Freitag Pagode do Peninha (ab ca. 18:00 Uhr, Praca do Diario) und spÀter Sala de Reboco (Forro Pe de Serra,
http://www.saladereboco.com.br/). Samstags Manicomico in Olinda (beira mar, kennt jeder) und Sonntags Olinda ("Vor-Carnaval", in der Altstadt).
Wo wir nicht drin waren, weil ich nicht so drauf stehe, sind die In-LĂ€den an der Boa Viagem. Nox, Fashion Club, Jardins oder wie sie alle heiĂen. Alle drei sollen gut sein, habe ich gehört. Bisschen die "Recife-Elite", laut Aussage der Einheimischen. Bei solchen LĂ€den wĂŒrde ich mich anstĂ€ndig anziehen. Lange Hosen und geschlossene Schuhe sind abends selten fehl am Platz.
EssenFĂŒr eine Woche geht es. Aber generell sind die kulinarischen Freuden in Recife nicht sehr abwechslungsreich. Wir waren jedenfalls im Ponteio Grill (Rodizio) (alternativ: Boi Preto ziemlich teuer aber auch sehr gut oder Lacador gĂŒnstiger und QualitĂ€t etwas schlechter, dafĂŒr kann man drauĂen sitzen). Sehr empfehlenswert ist Gaiamum Gigantes in Torre (MeeresfrĂŒchte) oder in Olinda Oficina do Sabor (traumhafter, mit Schrimps und FruchtsoĂe gefĂŒller KĂŒrbis). Zum Mittagessen ist Chica Pitanga erste Wahl (in Sichtweite vom Ponteio Grill). Hier nimmt man was man will und wiegt es dann (Self Service). Alles sehr frisch, also keine verkochten Gerichte wie bei anderen Self Service Restaurants. Tipp: Lacador hat auch einen Self Service integriert. Wenn Dir ein ganzes Rodizio zuviel ist, dann kannst Du dort Dein Teller voll laden und dir von den "Rodizio-Jungs" noch ein paar Scheiben Picanha oder was auch immer drauf schneiden lassen. Bekommst dann fĂŒr unter 15 Reais eine wirklich tolle Mahlzeit. Ach ja. Wenn Du zum Peninha gehen solltest, dann gibt es gleich um die Ecke ein Restaurant wo man fĂŒr 7 Reais ein Tagesgericht essen kann. Ist einfach, schmeckt aber sehr gut. Sertanense oder so Ă€hnlich heiĂt das. Achtung. SchlieĂt so gegen 20:00 Uhr!
Nicht verpassenOlinda Altstadt, Porto de Galinhas und eventuell Gaibu/Calhetas, Itamaraca (Coroa de Aviao), gröĂeres live Konzert miterleben, tja, weiĂ ich auch nicht, was man noch unbedingt mitnehmen muss.
Ach ja, Sicherheit...Nicht besoffen nachts zu FuĂ in der Stadt rum treiben. Habe ich mal gemacht. Nix passiert aber kompletter Leichtsinn bzw. Dummheit. In der Innenstadt auch aufpassen. Dort finden hĂ€ufig ĂberfĂ€lle statt. Nachts fahre ich nur noch Bus bis/ab Cais do St. Rita (da hat es immer Leute) oder besser gleich Taxi. Auch in Boa Viagem nachts aufpassen und keine langen Stecken zu FuĂ laufen. Favela natĂŒrlich meiden, wobei mir auch dort niemals jemand zu nahe getreten ist. Montags ist immer ein Pagode am Eingang nach Brasilia Teimosa auf der Strasse. Ich latsche da manchmal ganz entspannt rein und fahre dann mit einem Taxi wieder raus. Musst Du aber nicht unbedingt nachmachen. Vielleicht hatte ich auch nur GlĂŒck. Dann hört man immer wieder von KO-Tropfen. Keine Ahnung, ob das in Recife wirklich schon ein Thema ist. Ich halte es bei keinem der von mir beschriebenen PlĂ€tze fĂŒr wahrscheinlich. Sein Glas beobachten ist aber sicher keine Fehler. Augen auf und durch...wird schon schief gehen.