bruzundanga hat geschrieben:
Die erfahrene Presse spricht in solchen Fällen von
bürgerkriegsähnlichen Zuständen.
Aber nicht in der Überschrift! Zu lang!!!
bruzundanga hat geschrieben:
Zu dem schlecht recherchierten Artikel des Standard.at [..]
Offenbar versteht man beim "Standard" kein portugiesisch.
War eine AFP-Meldung - wurde vermutlich nur aus dem englischen übersetzt.
Im Allgemeinen zur Nachrichtenlage:
José Carlos Pereira, Präsident der Infraero, wird übrigens in einer Meldung (Terra-Redaktion) vom 25.06., 12.48h BRT wie folgt zitiert:
terra.com.br hat geschrieben:
Houve uma pequena paralisação entre o tráfego de São Paulo e Rio, mas já está tudo normalizado. A paralisação ocorreu por conta do tiroteio na Ilha do Governador. Estávamos avaliando se era seguro continuar com o tráfego aéreo", afirmou Pereira.
Auf diesen Artikel und einige verwandte, die alle das gleiche aussagten, habe ich mich bei meinem Artikel im Blog orientiert. Auch in den Mittagsnachrichten im TV wurde von ausgefallenen Flügen in São Paulo in Richtung Rio gesprochen.
Mir scheint diese schriftliche Veröffentlichung nun Schadensbegrenzung zu sein, da viele internationale Medien darüber (falsch oder ungenau) berichtet haben.
Die krasseste Meldung fand ich im Spiegel, die ich hier ungekürzt zitiere, da sie dort vermutlich bald gelöscht sein wird. Und da wirft man dem brasilblog einen reisserischen Schreibstil vor.
spiegel.de hat geschrieben:
Schießerei am Flughafen von Rio - drei ToteDas Chaos auf brasilianischen Flughäfen ist eskaliert:
Bei einer Schießerei auf dem Airport von Rio de Janeiro sind drei Menschen getötet worden, der Flughafen wurde geschlossen. Seit Monaten müssen die Passagiere mit massiven Verspätungen und Flugstreichungen rechnen.
Rio de Janeiro - Die Polizei und die Drogenmafia hat sich auf dem internationalen Flughafen von Rio de Janeiro eine heftige Schießerei geliefert. Wie brasilianische Medien unter Berufung auf die Polizei berichteten, ereigneten sich die Zusammenstöße gestern Morgen in der Nähe einer Landebahn des Flughafens "Tom Jobim" im Norden Rios. Bei den Zusammenstößen seien mindestens drei mutmaßliche Verbrecher getötet worden, hieß es. Die Schließung des Airports habe 35 Minuten gedauert.
Medien wie die Zeitung "O Globo" berichteten heute, die zunehmende Kriminalität gefährde nun auch den Luftverkehr in Rio. Die Gewalt habe bereits zur Schaffung von Verbotszonen für Hubschrauber geführt. Bereits sechs Hubschrauber seien in den vergangenen Monaten von Kugeln getroffen worden.
Mehr als die Hälfte aller Flüge verspätet oder gestrichen
Die Flughafenschließung in Rio verschärfte die durch Streiks ausgelöste Krise im brasilianischen Luftverkehr, da erneut viele Flüge verschoben oder gestrichen werden mussten. Seit vergangener Woche herrscht Chaos auf den Flughäfen. An einigen Tagen waren mehr als 50 Prozent aller Flüge von Verspätungen von mehr als einer Stunde und von Streichungen betroffen. Die Fluglotsen streiken wegen schlechter Arbeitsbedingungen. Die verantwortliche Luftwaffe entließ bereits 14 Protestführer. Staatspräsident Luiz Lula da Silva hatte gestern die Militärs dazu aufgerufen, "Ordnung in den Laden" zu bringen.
Im Luftverkehr Brasiliens herrscht seit Oktober vergangenen Jahres Durcheinander. Ausgelöst wurden die Krise vom schwersten Flugzeugunglück in der Geschichte des Landes. Am 28. September 2006 waren zwei Maschinen über dem Urwald kollidiert, eine Boeing der Gesellschaft Gol stürzte ab. Alle 154 Insassen kamen ums Leben. Eine kleinere Privatmaschine konnte notlanden. Die Lotsen fürchten seither um den guten Ruf ihres Berufsstandes.
http://www.spiegel.de/reise/fernweh/0,1 ... 50,00.html
Bin ich froh, dass solche Magazine für mich keine Konkurrenz darstellen.
