Flugportale, welche Fallen lauern dort?

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Flugportale, welche Fallen lauern dort?

Beitragvon Brazil53 » Sa 2. Jan 2016, 13:59

Flugportale, welche Fallen lauern dort?

Dieses Thema wurde im Thread „Wann Flugticket nach Brasilien kaufen“ angeschnitten.

Ich mache dazu einen neuen Thread auf --- nur als Info

Ich habe mal einiges dazu zusammengetragen, damit man nicht unnötig in eine der Kostenfallen gerät.

Einige Flugportale locken mit besonders billigen Ticketpreisen.
Man muss nur aufpassen, dass man am Ende nicht eine dicke Rechnung bezahlen muss.

Diese Portale leben vom Abschluss von Sonderleistungen, Versicherungen und Zusatzgebühren für Service und Verwaltung. Auch für den Einsatz von Kreditkarten werden oftmals unverhältnismäßige Gebühren erhoben, wenn man nicht die Hauseigene benutzt.
Diese allerdings zu beantragen kostet dann auch wieder…

Clever reisen hat Anfang 2015 einige Portale getestet. Dort sind besonders Bravofly.de,
Airline-Direct.de, Flug.de, Fluege.de und Opodo.de. Durchgefallen.

Sieger sind dort One-Two-Trip.com und der Testsieger Expedia.de:

http://www.t-online.de/reisen/reisemagazin/ratgeber/id_72385072/flugportale-im-test.html

Die Vermarktung von kostenpflichtigen Zusatzleistungen auf Flugbuchungsportalen oder Buchungsportalen von Fluggesellschaften war bereits Gegenstand zahlreicher gerichtlicher Verfahren.
Inzwischen sind sie nicht mehr erlaubt.
Jetzt muss man die Haken der Versicherungsangebote nicht mehr mühsam entfernen.
Aber einige Flugportale haben sich etwas neues einfallen lassen um das zu umgehen.

Jetzt öffnet sich bei der Buchung ein Fenster mit der Frage: „ Möchten Sie ein Umbuchungsservice und Reiserversicherungsschutz in Anspruch nehmen?“

Natürlich fehlt auch nicht der Warnhinweise, wonach Stornierungskosten bis zu 100% des Flugpreises anfallen könnten, sollte der Kunde keinen Umbuchungsservice buchen. Ohne Abschluss der Reiseversicherung bestehe "volles Risiko" etwa im Falle von Gepäckverlust oder eines Krankenrücktransports.

(Krankenrücktransport auch bei Inlandflügen, obwohl von der Krankenkasse abgedeckt)

Und auch der Anteil von Steuern und Flughafengebühren kann im Fall einer Stornierung zurückverlangt werden.
Der Warnhinweis, dass Stornierungskosten von bis zu 100% des Flugpreises anfallen könnten, sei daher schlichtweg falsch.

Auch diese Vorgehen ist bereits von Gerichten negativ beschieden worden.

Die Kosten für den Einsatz von Kreditkarten sollen übrigens nicht die üblichen Kosten der Kreditkartenunternehmen nicht überschreiten.

Sollte jemand beim Buchen eines Fluges auf einem der Portale, die Versicherungsleistungen in Anspruch nehmen wollen, dann wartet die nächste Falle.

Die betreffende Versicherung gilt nicht nur für den gebuchten Flug, sondern für ein ganzes Jahr und wenn sie nicht fristgemäß gekündigt wird verlängert sie sich immer um ein weiteres Jahr. Die Rechnung kommt ins Haus oder wird weiter von der Kreditkarte abgebucht.

Führend in dieser Art der Geschäftsoptimierung scheint die UNISTER Travel Gruppe mit all ihren Verflechtungen zu sein. Zu der Gruppe gehören unter anderen:

ab-in-den-urlaub.de
urlaubstours.de
fluege.de
reisen.de
kurz-mal-weg.de

Aber auch bei anderen ist buchen mit Verstand notwendig

Wenn man mal einen Blick in das Impressum von Flug.de und unter gleichen Gesellschafter und Adresse firmierenden Travelviva schaut, dann bekommt man schon den Eindruck, dass es nicht nur um den Verkauf von Flügen und Reisen geht.

flug.de Flugreisen GmbH
.......Versicherungsmakler mit Erlaubnisbefreiung nach § 34d Abs. 3 GewO (produktakzessorisch);

…...Trevelviva
Versicherungsvermittlerregister–Nummer: D-CHWT-3FY4D-00


Bei einem Blick ins Impressum der Buchungsportale wird auch schnell klar, warum ein Service, bei Fragen oder Reklamationen in Deutschland so schwierig sind.
So sind spezielle Fragen oder bei Umbuchungen oder anderen Vorkommnissen selbst bei den Testsiegern oftmals schwierig oder nervig.

So sitzt die Bravofly.de in der Schweiz
Opodo sitzt in Großbritannien
Expedia in den USA
OneTwoTrip in London

Man sollte sich auch nicht von den Beschwerdeportalen beeinflussen lassen. Dort gleichen sich die Beschwerden für alle Buchungs-Portale ohne Ausnahme. Es gibt kein fehlerfreies Portal.

Das jetzt besonders einige deutsche Portale, aber auch Reisebüros, in finanziellen Schwierigkeiten sind, liegt an der zunehmenden Eigenvermarktung der Fluggesellschaften.

Oftmals ist eine direkte Buchung dort nicht mehr teurer.

Auch wenn es vielleicht etwas mehr kostet, ist man bei Fragen, Hilfe oder Reklamationen direkt bei der richtigen Adresse. Das ist ein nicht zu verachtender Vorteil.

Also Giga- Suchmaschine benutzen (Wie Moni erwähnte), dann einige gute Angeboten suchen. Die Verfügbarkeit auf den entsprechenden Portalen prüfen. Und nicht vergessen diesen Flug zuerst bei der Fluggesellschaft direkt anfragen.
(Manchmal ist ein anderer Reisetag übrigens auch günstiger)

Und sollte jemanden bei einer Buchung etwas nicht gefallen, egal wie lange man die Daten eingegeben hat. Wenn der Endpreis wesentlich über den Startpreis liegt, einfach abbrechen, und woanders buchen.

Ich wünsche allen eine erfolgreiche Buchung und stressfreien Urlaub
Ich glaube nur Tatsachen, die ich selbst verdreht habe
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Re: Flugportale, welche Fallen lauern dort?

Beitragvon Colono » Sa 2. Jan 2016, 15:24

Wegen unserer Reklamation (Änderung der Flugdaten) wurden beide Parteien (Portal + Fuggesellschft) von Procon geladen. Die Aireuropa hat inzwischen zurūckerstattet. Von Edestinos stehen noch 150 Reais Bearbeitungsgebūhr aus. Vielleicht werden die verantwortliichen extra aus Polen anreisen. :mrgreen:
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Re: Flugportale, welche Fallen lauern dort?

Beitragvon sonhador » Sa 2. Jan 2016, 16:22

Hätte da noch ein APP. :idea:

"Melhores Destinos"

Habe da schon manchmal was richtig günstiges gefunden.
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Re: Flugportale, welche Fallen lauern dort?

Beitragvon Colono » Sa 2. Jan 2016, 16:57

Mal eine Frage die mich im Nachhinein beschäftigt. Nehmen wir mal an, ich habe einen Lastminuteflug zum Schnäppchenpreis nach Brasilien via Frankfurt ūber eine Agentur ergattert. Den Zubringer nach Frankfurt habe ich ebenfalls als Sonderangebot (19 Euro) mit dem ICE bei der Bahn gekauft. Nun fällt es der Polizei auf einmal ein im Rahmen einer unangesagten Einsatzūbung wie an Silvester die Mūnchner Fernreisebahnhöfe mehrere Stunden zu schliessen, so dass ich meine Reise verpasse. Reguläre Flūge sind am Jahresende nahezu unerschwinglich. Wer kommt fūr den Schaden auf, an wen kann ich mich wenden?
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Re: Flugportale, welche Fallen lauern dort?

Beitragvon Brazil53 » Sa 2. Jan 2016, 17:44

Colono hat geschrieben:Mal eine Frage die mich im Nachhinein beschäftigt. Nehmen wir mal an, ich habe einen Lastminuteflug zum Schnäppchenpreis nach Brasilien via Frankfurt ūber eine Agentur ergattert. Den Zubringer nach Frankfurt habe ich ebenfalls als Sonderangebot (19 Euro) mit dem ICE bei der Bahn gekauft. Nun fällt es der Polizei auf einmal ein im Rahmen einer unangesagten Einsatzūbung wie an Silvester die Mūnchner Fernreisebahnhöfe mehrere Stunden zu schliessen, so dass ich meine Reise verpasse. Reguläre Flūge sind am Jahresende nahezu unerschwinglich. Wer kommt fūr den Schaden auf, an wen kann ich mich wenden?


Ich denke, da hat man Pech gehabt. Nur die Kosten der Bahnfahrt werden erstattet....

Flug verpasst, Pech gehabt?

Wer durch den Ausfall oder Verspätung der Bahn einen Flug verpasst, hat gegenüber der Bahngesellschaft keinen Anspruch auf Entschädigung über die geltenden Sätze hinaus. Ausnahmen gelten nur dann, wenn Sie ein fahrlässiges Verhalten nachweisen können, das zu der Verspätung geführt hat. Dies gelingt aber nur selten, berichtet der SWR.


http://www.t-online.de/ratgeber/reisen/reisearten/id_56287882/aerger-mit-dem-zug-welche-rechte-haben-bahnreisende-.html
Ich glaube nur Tatsachen, die ich selbst verdreht habe
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