Frage zu Amazonas und Recife

Infos und Tipps zu Hotels, Pousadas, Städten und Regionen entlang des Giganten "Rio Amazonas" und rund ums Pantanal

Re: Frage zu Amazonas und Recife

Beitragvon rwschuster » Mo 11. Mai 2009, 12:10

Recife, bzw der ganze NO ist für einen Familienurlaub sogar besonders geignet.
Nach einer anstrengenden Amazonastour wird sich kaum einer in das Nachtleben von Rio oder São Paulo stürzen wollen.
Auch von der Preisfrage her empfehlenswert. Und zum Essen gibts auch genug.
Prost Mahlzeit, Sachen gibts dies garnicht gibt
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Re: Frage zu Amazonas und Recife

Beitragvon donesteban » Mo 11. Mai 2009, 13:10

Ich versuche neutrale Infos zu geben für jemand der für 10 Tage nach Recife kommt. In keinem weiter oben erwähnten Ort rund um Gaibu gibt es auch nur ein einziges vernünftiges Restaurant. Nicht einmal im Sommer zur Saison. Im Juli ist die Ecke Gaibu nur für den superanspruchslosen Familienurlaub geeignet. Verhungern tut man nirgends. Man kann aber auch nicht nett Essen gehen, unter Leuten promenieren oder mal an der Eisdiele anhalten und was schlecken. Wer darauf keinen Wert legt, der ist in Gaibu vielleicht gut aufgehoben. Man sollte aber keine falschen Tatsachen vorgaukeln sondern objektiv informieren.

Robert, ja so sehe ich es auch. Ich verstehe jedoch nicht, warum man als Familie abends nicht mehr weg gehen können sollte. Macht für mich keinen Sinn. In Olinda und Recife gibt es Möglichkeiten für Familien mit und ohne Kinder abends noch auszugehen. Musik ist sehr oft auch mit dabei. Wenn ich weg gehe, sind oft oder wenigstens manchmal Kindern (ab ca. 6 oder 7) mit dabei. Sonntags in Recife Antigo, Forro do Real zum Beispiel. Die haben oft einen Heidenspass, wenn Sie mit den anderen im Kreis tanzen und der Band ab und zu einen Real abgeben. Oder Dienstag nachmittags beim Terca Negra. Oft gibt es was kindertaugliches am Marco Zero etc. und oft gibt es sogar Events für Kids. An der Boa Viagem hat es Sportangebote, Aerobic und Kletterburgen etc. für Kids. Nachher zum Rodizio oder Fischessen, dann Verdauungsspaziergang auf der Promenade, dann gibt es so eine Wasserwelt mit Rutschen usw....

Copafred sollte aber genauer schreiben, was er eigentlich möchte.
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Re: Frage zu Amazonas und Recife

Beitragvon rwschuster » Mo 11. Mai 2009, 13:35

Also ich kenne Recife sehr gut, allerdings in den Jahren 87 bis 96, ich habe damals in Aracaju gelebt und Klaviere und Kirchenorgeln repariert und gestimmt und musste oft nach Recife. Persönlich würde ich Aracaju vorziehen aber der Fragesteller hat offensichtlich genaue Vorstellungen wo er hinwill
Ich hab vor, 12 Tage im Amazonas zu verbringen und dann 10 Tage in Recife verbringen, wir haben da von Naturreservaten wie Camacari, Zumbi, Cumaru und Duas Lagoas einiges gehört.


Wenn ich da was dagegen negatives sagen wollte müsste ich es erfinden, nix für ungut, ist eine wunderschöne und empfehlenswerte Region, wie im Video von @ana_klaus zu sehen ist
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Re: Frage zu Amazonas und Recife

Beitragvon ana_klaus » Mo 11. Mai 2009, 13:45

Da treffen 2 Welten aufeinander. Recife, Boa Viagem, wäre das Letzte was ich meiner Familie zumuten würde. Für einen single, vielleicht, interessant. Kinder frei rumlaufen lassen, unmöglich.Gerade aus diesem Grund fliehen die Bewohner aus Recife und bevölkern die Strände im Süden.Gaibu gehört nicht dazu.
Gaibu ist am Wochenende eine beliebte Location. Sacoleiros die mit unzähligen Bussen aus dem Hinterland anreisen, hinterlassen Unmengen von Müll, Brasilianer mit Niveau meiden solche Plätze.

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Re: Frage zu Amazonas und Recife

Beitragvon donesteban » Mo 11. Mai 2009, 17:20

Recife ist eine brasilianische Metropole. Boa Viagem ist einer der Stadtteile, wo die reiche Brasilianer wohnen. Der Stadtstrand ist ziemlich hässlich und schmutzig. Auch architektonisch hat die Boa Viagem nichts. Selbstverständlich sollte man dort kleine Kinder nicht frei herumlaufen lassen. Das würde ich aber auch in der Stuttgarter Innenstadt nicht tun.

Boa Viagem eignet sich gut als Basis-Standort für Recife und Umgebung. Gute Busanbindung in alle relevanten Stadtteile, Flughafennähe, Strand (wenn auch hässlich, dafür immer eine frische Brise), Infrastruktur wie Shopping Center, Restaurants, Hotels in allen Preisklassen, Autoverleiher, saubere Bars, um ein gepflegtes Bierchen oder besser (schicker) Whiskey unter den Reichen aus Recife zu trinken oder nebenan in der einfachen Bar, wo sich die Mittelschicht zum Bier und Plausch trifft. Alternativ könnte man sich auch in Olinda einquartieren. Aber natürlich sollte man auch dort seine Kinder nicht auf der Strasse rumlaufen lassen [-o<. Als weitere Alternative mit Schwerpunkt "Strand" käme das schon erwähnte Porto de Galinhas in Frage.

Alles andere rund um Gaibu kommt im Juli nur in Frage, wenn man total alleine sein will, auf Selbstversorger machen möchte und auch keine schöne Hotelanlage braucht. Bei Gaibu gibt es übrigens ein Blue Tree Ressort, sehr schön gelegen. Da kann man es natürlich schon aushalten. Aber bereits die nächst besten "Anlagen", wie das Canarius (http://www.hotelcanarius.com.br/web/princ.htm) oder Caravelas de Pizon (http://www.caravelasdepinzon.com.br/) bieten kaum Freizeitbeschäftigung als Ausgleich für die geschlossenen, selbst im Sommer dünn gesäten Restaurants etc.
ana_klaus hat geschrieben:...Gerade aus diesem Grund fliehen die Bewohner aus Recife und bevölkern die Strände im Süden.Gaibu gehört nicht dazu....
Das ist falsch. Gaibu und Umgebung (Xadreu, Calhetas, Paraiso usw.) sind sehr beliebte Ausflugsziele der durchschnittlichen Recifienses. Die besser betuchten haben am Strand in Gaibu und Richtung Enseada dos Corais ihre Wochenendshäuser. Am Sonntag und an Feiertagen ist der Strand ziemlich voll. Da fallen tatsächlich die relativ unbeliebten "Hinterländler" ein und bevölkern die Strände. Ich gehe immer nur unter der Woche nach Gaibu. Rede nun aber von November bis ca. März, also eher zur Saison. Geht mir in Porto de Galinhas übrigens genauso. Das Dorf ist am Wochenende einfach zu voll. Der Standard von Porto liegt um ein Vielfaches über Gaibu und weitere Umgebung

Copafred, ich werde oft von Freunden und Bekannten gefragt, ob es in Recife so toll wäre. Ich rate regelmäßig zu Salvador, Rio oder gar einer Rundreise und rate eher von Recife ab. Recife ist nicht schön, hat weder kulinarisch noch architektonisch oder kulturell weltbewegendes zu bieten. Für mich hat Recife nur seine Menschen und eine spezielle Lebensart, die ich so an den wenigen, mir bekannten anderen Orten im Nordosten (Maceio, bis Fortaleza) nicht empfunden habe. Es sind subtile Unterschiede, aber mir gefällt es in Recife und Umgebung so gut, dass ich dort regelmäßig überwintere. Dann lebe ich relativ normal, fast wie ein Brasilianer, der einen sicheren und gut bezahlten Job hat und sich um seine Zukunft keine Sorgen macht. Das nur als Info, damit Du meine Empfehlungen besser einordnen und mit Deinen Erwartungen vergleichen kannst.

Viel Spaß und ein paar sonnige Tage!
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Re: Frage zu Amazonas und Recife

Beitragvon ana_klaus » Mo 11. Mai 2009, 18:06

Genau das ist was ich gesagt habe. Die von dir als reich bezeichneten Brasilianer gehen ihrem Geschäft in Recife ,oder anderen Metropolen nach und flüchten am Wochenende in die Provinz, sei es in die Wochendhäuser am Meer oder in die Berge nach Gravata. Du willst mir erklären Touristen mit Familie haben Lust sich im Shopping-Center zu vergnügen ? Sicher eine willkommene Abwechselung, doch macht das einen Brasilienurlaub aus ? Eintauchen in die Kultur, native Lebensweisen kennenlernen, die Herzlichkeit der Menschen erleben, das macht für mich einen Brasilienurlaub aus. Metropolen, egal wo, haben das gleiche Image, Hektik, Kälte, unpersönlich.

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Re: Frage zu Amazonas und Recife

Beitragvon Cheesytom » Mo 11. Mai 2009, 18:24

Ich wuerde mit meiner Familie nicht in Boa Viagem wohnen. Haesslich und zum plantschen an schoenen, sauberen Straenden sehr weit.
Maceió (Recife-Maceió ca. 260 km) ist eine familienfreundliche Grossstadt, aber nicht zu gross (ca. 970.000 EW). Sie bietet Alles, was eine Familie im Urlaub will:
Entspannung, Natur, Kinderfreundlichkeit, Gastronomie, Shoppingzenter, und jede Menge schoener Hotels und Pousadas.
Vergleich mal einen Promenadenspaziergang vom Hotel Jatiúca nach Ponta Verde und am naechsten Abend nach Pajuçara mit einem am Boa Viagem (roechel....).
Guaxuma (ca. 12 km von Ponta Verde), Sonjo Verde und Tabuba (ca. 30 km), Praia de Frances (ca. 22 km), Gunga, nach dem bekannten Reisemagazin "Quatro Rodas" eine der 10 schoensten Straende Brasiliens (ca. 30 km + 30-minuetiger Bootsfahrt ueber die tolle Lagune Roteiro; http://www.brasilienreise.ch/101-traums ... -do-gunga/), auf dem Hinweg von Recife eine Uebernachtung in Maragoji nit einem Ausflug zu den "Piscinas naturais" (natuerliche Schwimmbecken, die Korallen vor der Kueste gebildet haben), Ein Tagesausflug zum ca. 70 km entfernten "Duas Barras", oder auch "Dunas de Marapé", evtl. ein Ausflug zur Flussmuendung des Rio São Francisco, mit Besuch der historischen Stadt Penedo und Bootsfahrt, etc., etc....
10 Tage natuerlich viel zu kurz, aber man kann ja auswaehlen.

Nein, ich habe keine Apartments fuer Familien, nur welche mit 1 Schlafzimmer.
Nein, ich habe nichts mit der URL ueber Gunga zu tun.
Ja, ich vermiete mich als Touristenfuehrer und Fahrer.
Ja ich habe noch einige "Geheimtips", die von weiteren Straenden bis zu Ausfluegen in die Mata Atlaántica reichen.

Viel Spass im Urlaub.
Gruss aus Maceió, Alagoas
Thomas
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Re: Frage zu Amazonas und Recife

Beitragvon ana_klaus » Mo 11. Mai 2009, 19:44

eine Empfehlung aus Überzeugung

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Re: Frage zu Amazonas und Recife

Beitragvon Copafred » Mo 11. Mai 2009, 20:57

Danke für die Tips, ich habe den Eindruck, daß jeder von euch im Rahmen seiner Möglichkeiten das Beste gibt.
Ich glaub die Tips von ana_klaus klingen vielversprechend. Du scheinst dich auszukennen. Danke nochmals, auch an die anderen. Ich werde mir eine Route zusammenstellen.
Gottes schönste Gabe ist der Schwabe!
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Re: Frage zu Amazonas und Recife

Beitragvon supergringo » Di 12. Mai 2009, 05:13

Copafred hat geschrieben:... und dann 10 Tage in Recife verbringen, wir haben da von Naturreservaten wie Camacari, Zumbi, Cumaru und Duas Lagoas einiges gehört.
Also, wenn ich ehrlich bin, habe ich von diesen Natureservaten noch nie etwas gehört oder gelesen ... wie wäre es denn zwei, drei Tage (oder länger) mit Fernando de Noronha (mit dem Flieger von Natal oder Recife jeweils eine gute Stunde) oder sprengt das die Reisekasse? Und in Olinda Urlaub machen? Na ja, da ist man doch an einem Nachmittag durch und der Strand ist dort ja wohl mindestens genauso inakzeptabel, wie die Stadtstrände von Recife. Allerdings ist im Juli sowieso Regenzeit.
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