Frage zu Ledigkeitsbescheinigung

Alles was man wissen muss, um in Brasilien nicht ins Fettnäpfchen zu treten.....

Re: Frage zu Ledigkeitsbescheinigung

Beitragvon Itacare » Mi 8. Mär 2017, 22:38

kolle hat geschrieben:
Itacare hat geschrieben:Oi Kolle,
leg den Wisch doch einfach beim Standesamt vor und frag ob das so passt.


Auf meinem Standesamt habe ich ja angerufen aber die Mitarbeiterin bei der ich war um mich vorab zu informieren war nicht da.
Die andere Mitarbeiterin hatte nicht so den Plan musste erst nach schauen dann meinte sie da steht nur Ledigkeitsbescheinigung von Zeugen steht da nix und die Geburtsurkunde wird benötigt.

Sie meinte dann die einfache Ledigkeitsbescheinigung reicht.

Gruß Kolle


Eine Ledigkeitsbescheinigung ist eine Ledigkeitsbescheinigung, und wenn die zuständige Behörde sie mal ausgestellt hat, ist es doch egal, ob dafür Zeugen erforderlich waren oder nicht. Die wissen schon was sie tun. Wenn Du eine nirgendwo registrierte Yanomami anschleppst, ist es natürlich sinnvoll, Zeugen zu haben, die ihre Ledigkeit bezeugen. Gesetze müssen für alle gelten, mit welchem Recht könnte man einer Amazonasindianerin verweigern, einen Paulista oder einen Gringo zu heiraten.

Natürlich musst Du sie noch übersetzen und beglaubigen lassen, die akzeptieren das sicher nicht in portugiesischer Sprache. Auf Ämtern immer höflich nach der Emailadresse fragen, dann kann man da mal Dokumente vorab hinsenden und fragen, ob das so passt. Wir leben doch nicht mehr in der Kreidezeit. Muss ausgerechnet ich als angehender Dino das sagen? :mrgreen:
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Re: Frage zu Ledigkeitsbescheinigung

Beitragvon pagodeiro » Mi 8. Mär 2017, 22:43

Heiraten in Deutschland eine Brazuca er will - sich an verborgene Gesetze halten er muss! Junger Padawan er ist!
Zuletzt geändert von pagodeiro am Mi 8. Mär 2017, 22:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Frage zu Ledigkeitsbescheinigung

Beitragvon cabof » Mi 8. Mär 2017, 22:43

Apostille... Stichwort, war der Knackpunkt beim Standesamt... lassen wir das, war Kacke. Die fehlte auf den brasil. Dokumenten und bei Antragstellung im Jahre 2016
waren diese nicht nötig, im Spätherbst bei Einreichung aller geforderten Dokumenten spuckte der Compi eben die neue Bestimmung Apostille aus. Die Ledigkeitsbescheinigung wurde in Brasilien von 2 Zeugen unterschrieben. Ich kann nur raten, lasse Dir den "Laufzettel" vom Standesamt ausdrucken, stelle die Fragen hinsichtlich Apostillen, Übersetzungen und vor allen Dingen die Gültigkeit der einzelnen Dokumente, haben fast alle ein Verfallsdatum. Termin verpasst... die ganze Chause von vorne.....

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Re: Frage zu Ledigkeitsbescheinigung

Beitragvon pagodeiro » Mi 8. Mär 2017, 22:50

cabof hat geschrieben:Apostille... Stichwort, war der Knackpunkt beim Standesamt... lassen wir das, war Kacke. Die fehlte auf den brasil. Dokumenten und bei Antragstellung im Jahre 2016
waren diese nicht nötig, im Spätherbst bei Einreichung aller geforderten Dokumenten spuckte der Compi eben die neue Bestimmung Apostille aus. Die Ledigkeitsbescheinigung wurde in Brasilien von 2 Zeugen unterschrieben. Ich kann nur raten, lasse Dir den "Laufzettel" vom Standesamt ausdrucken, stelle die Fragen hinsichtlich Apostillen, Übersetzungen und vor allen Dingen die Gültigkeit der einzelnen Dokumente, haben fast alle ein Verfallsdatum. Termin verpasst... die ganze Chause von vorne.....

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Re: Frage zu Ledigkeitsbescheinigung

Beitragvon cabof » Mi 8. Mär 2017, 22:52

Jetzt mal Klartext zu Behörden. TE Kolle hat beim Standesamt angerufen - die Dame meinte.... Junge, im Umgang mit Ämtern muss man alles schriftlich festhalten,
im Zweifelsfalle kann sich die "Dame" an kein Telefonat mehr erinnern. Habe ich doch jetzt am Laufzettel gesehen... alles beigebracht, der Typ druckte nochmals die Bestimmungen aus, zack - es gab eine Änderung. Klar, er hatte keine Schuld - Gesetzgebung. Übrigens die erste, ausgedruckte to-do-Liste war voller handschriftlicher Nachträge... also gut informieren. Viel Glück.
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Re: Frage zu Ledigkeitsbescheinigung

Beitragvon pagodeiro » Mi 8. Mär 2017, 23:03

Ein älterer Herr aus meiner Nachbarschaft lief ganze 10 Jahre mit besagtem "Laufzettel". Er war Halb-Brite und sagte immer ganz liebevoll "Runningslip" zu ihm.
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Re: Frage zu Ledigkeitsbescheinigung

Beitragvon Itacare » Mi 8. Mär 2017, 23:07

pffff to-doListe. :bprust: :bprust:

Wir hatten auch zuerst im D-Konsulat in B gefragt, und ich auf der AB-Behörde in D. Die Liste war länger als der Amazonas. :shock:

Alles wegverhandelt, meine Frau kam hier an mit Pass, Geburtsurkunde und Ledigkeitsbescheinigung. Die beiden letzteren wurden übersetzt und beglaubigt. Würde ich heute auch nicht anders machen. Familienrecht geht vor.
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Re: Frage zu Ledigkeitsbescheinigung

Beitragvon cabof » Mi 8. Mär 2017, 23:16

Kann man endlos diskutieren. So lange man nicht verheiratet ist greift auch kein Familiengesetz. Bis zur Eheschließung ist die BR Touristin aus einem Drittstaat.
Sind Kinder im Spiel... sofern der Bräutigam der Vater ist, dürfte die Sache anders aussehen. Und wie schon öfters im Forum zitiert, jedes Amt kocht sein eigenes Süppchen... ich pers. kann nur von meinen Erfahrungen aus Köln berichten.
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Re: Frage zu Ledigkeitsbescheinigung

Beitragvon Itacare » Mi 8. Mär 2017, 23:40

Diese Obrigkeitsmuffe hatte ich früher auch. Bis ich in Rechtsfällen der Firma ein wenig Talent bewies und dann ständig dazu verdonnert wurde. :cry:
Da sitzt man dann im Gerichtssaal, ist zu 100 % im Recht, und dann schlägt der Richter einen Vergleich vor, bei dem man dann 20 oder 30 % abdrücken darf. Deswegen heißt es ja auch nicht Gesetzesverkündung, sondern Gerichtsverhandlung.
Für mich sind Gesetze daher nur noch Richtlinien, und die werden hart verhandelt, mehr nicht.
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Re: Frage zu Ledigkeitsbescheinigung

Beitragvon pagodeiro » Mi 8. Mär 2017, 23:58

Mein alter Freund Dirk Drückeberger hat immer zu sagen gepflegt: "Mach das nicht sonst gibt es nur Ärger und mecker". Er lebt bis heute mit diesen Angstzuständen! Unheilbar, leider!
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