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 Betreff des Beitrags: Fragen zur Limitada (Ltda.)
BeitragVerfasst: 25 Nov 2006 21:27 
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Registriert: 24 Apr 2006 17:31
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Wer hier in Brasilien an einer Limitada beteiligt ist, sollte sich folgenden Sachverhalts bewusst sein:

Ltda schützt Privatvermögen nicht immer!

Der Sinn einer Juristischen Person ist es, den oder die Besitzer bzw. deren privates Vermögen im Falle eines Konkurses des Unternehmens zu schützen. Ziel ist es damit unternehmerische Tätigkeit und Risikobereitschaft und damit wirtschaftliches Wachstum zu fördern bzw. zu ermöglichen.

Dieser Grundsatz, dass es nicht möglich ist Forderungen gegenüber eines konkursiten Unternehmens bei deren Gesellschaftern geltend zu machen, kann nur dann aufgeweicht werden, wenn Betrug oder böser Wille vorliegt. Dies findet man so weltweit in allen relevanten Rechtsystemen und in der Rechtssprechung.

Nicht so in Brasilien...
Zwar ist die Gesetzeslage auch hier völlig klar: Ein Durchgriff auf das private Vermögen ist nur möglich bei Betrug. Aber...
Die Arbeits-Justiz ignoriert dies und abekennt die juristische Rechtspersönlichkeit auch bei gewöhnlichen Konkursen. Betroffene Arbeitnehmer können damit alle offenen Forderungen (Lohn, Ferienguthaben, INSS etc.) dierekt bei irgendeinem der Sócios (selbst wenn dieser nur 1% am Unternehmen gehalten hat) einklagen.

Das höchste Arbeitsgericht stützt diese Rechtsprechung, und das STF hat bis jetzt Klagen dagegen nicht entgegengenommen, da angeblich kein direkter Verstoss gegen die Verfassung vorliegt (was natürlich der Fall wäre: Eigentumsgarantie...).

Wie auch immer: Falls jemand von Euch eine Ltda. mit Angestellten hat, kann darum nur dringend empfohlen werden dafür zu sorgen, dass bei vor einem Konkurs alle Forderungen der Arbeitnehmer befriedigt werden. Lieferanten, der Staat (Steuern) sind weniger wichtig, da diese nicht bei der Arbeits-Justiz klagen können. Das gilt selbstverständlich auch, wenn jemand schwarz beschäftigt wird und selbst bei Bagatellbeträgen!

Ganz allgemein muss (leider) gesagt werden, dass die Arbeits-Justiz hier in BR extrem arbeitnehmerfreundlich ist, und die Klagebereitschaft der Angestellten sehr hoch. Man kann als Arbeitgeber gar nicht vorsichtig genug sein und sicht doppelt und dreifach absichern.

BB'


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BeitragVerfasst: 26 Nov 2006 14:37 
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Interessant! :roll:

Aber woher stammen diese Informationen :?:
Ohne eine Quellenangabe, hat das ganze leider keinen Informationsgehalt, denn keiner weiss ob Du Dir das aus den Fingern gesogen hast, aus eigener Erfahrung sprichst oder nur wiedergibst was Du glaubst gehört zu haben. :?

Also, wäre schön wenn Du auch noch verräts wo Du Deine Weisheit her hast.

8)



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BeitragVerfasst: 26 Nov 2006 23:19 
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Beiträge: 949
Wohnort: Belo Horizonte
Mazzaropi hat geschrieben:
Also, wäre schön wenn Du auch noch verräts wo Du Deine Weisheit her hast.

Mein Kleine ist auf Arbeits- und Vorsorge- (INSS)-Recht spezialisierte Anwältin.

Und sie ist übrigens wie alle Frauen grunsätzlich mit Schokolade u.ä. bestechlich... wenn es Dich im Detail interessiert, wird sie Dir vielleicht entsprechende Gerichtsurteile und Passagen in der Fachliteratur heraussuchen. 8)

BB'


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BeitragVerfasst: 27 Nov 2006 21:25 
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Registriert: 28 Jun 2006 21:18
Beiträge: 716
Mazzaropi hat geschrieben:
Interessant! :roll:

Aber woher stammen diese Informationen :?:
Ohne eine Quellenangabe, hat das ganze leider keinen Informationsgehalt, denn keiner weiss ob Du Dir das aus den Fingern gesogen hast, aus eigener Erfahrung sprichst oder nur wiedergibst was Du glaubst gehört zu haben. :?
8)

Hab schon erlebt, hier in Manaus, dass Güter der Freundin der Ltda Sozius beschlagnahmt wurden. Da in Brasilien häufig bens auf laranjas übertragen werden um sie vor dem Zugriff der justiz zu retten, kommt es auf den Anwalt des Arbeiters, auf seine Beziehungen und die Beweisführung an. Bei Unterhalt und Arbeitsgeriucht stehen einem manchmal die Haare zu Berge uber die gerichtlichen Entscheidungen. Manchmahl werden sogar die Grosseltern zur Kasse gebeten wenn es um alimente geht :bricks: :jail:


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 Betreff des Beitrags: Fragen zur Limitada (Ltda.)
BeitragVerfasst: 27 Jun 2007 02:43 
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Registriert: 07 Mai 2007 03:03
Beiträge: 10
Wohnort: canavieiras bahia brasil
hallo zusammen,

habe jetzt meine Ltda. ( capital estrangheira 50000 US$ ) seit knapp 2 Jahren
und baute ein paar Wohnungen. Ist also keine Ltda. simple.

1. Meine Steuerberaterin erzaehlte mir, dass die banco Central jaehrlich meine Bilanz haben will und dass der RA ( fuer was ? ) R$ 1000 dafuer kassiert.
Habe ich auch bisher gemacht, aber wuesste gerne, ob das seine Ordnung hat, oder eine Abzocke ist ??

2. Das neueste: jetzt wollen sie eine monatliche Bilanz, das waere ein neues Gesetz, ausserdem elektronisch, was von hier in der Provinz gar nicht funktioniert, da muesste man 580 km nach Salvador.

3. Ihr Honorar soll jetzt auf 1 Salario monatlich erhoeht werden, bei 3
Angestellten. Hat irgendwer aehnliche Erfahrungen diesbezueglich ???

4. Meinen brasilianischen Partner muss ich 5 Jahre in der FA. drin haben, stimmt das ?

5. Und den Geschaeftsfuehrer 2 Jahre, dann kann ich das selbst uebernehmen ?? Ist das richtig so ???

Ueber eine Antwort und einen Erfahrungsaustausch wuerde ich mich freuen.

Schoene Gruesse aus dem sonnigen Bahia
Pitt



meine mutter sagte immer: wenn du nix lernst kannst du hingehen, wo der pfeffer waechst
- da bin ich jetzt.........


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 Betreff des Beitrags: Schöne Grüsse
BeitragVerfasst: 27 Jun 2007 04:26 
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Registriert: 22 Aug 2006 14:59
Beiträge: 1166
Wohnort: Ceará
aus dem sonnigerem Ceará

Um diese Fragen zu beantworten brauchst Du einen Fachmann Deines Vertrauens.

Warum:

Weil Du offensichtlich kein Vertrauen zu Ihr hast.
und weil der Rest Deiner Fragen auch Geld kostet falls Sie nicht vertrauenswürdig ist.


P.S.: Steuerberater tendieren zum SalMin/Monat, ohne Berücksichtigung der näheren Umstände, zumindest bei "Pessoas Juridicas".

Rechtsanwälte brauchtst Du im Prinzip nur bei einem abrbeitsrechtlichem "Problem". Bei Deiner Firmengrösse (3 Angestellte) ist ein RA besser Fallweise als "empretieiro" zu empfehlen.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 03 Jul 2007 02:38 
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Registriert: 07 Mai 2007 03:03
Beiträge: 10
Wohnort: canavieiras bahia brasil
ja,
da hast du wohl recht, werd ich auch machen,

gruss und dank aus bahia
pitt



meine mutter sagte immer: wenn du nix lernst kannst du hingehen, wo der pfeffer waechst
- da bin ich jetzt.........


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 Betreff des Beitrags: abzocke
BeitragVerfasst: 07 Jul 2007 05:57 
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Registriert: 21 Jun 2007 01:14
Beiträge: 38
Wohnort: Fortaleza
1. Meine Steuerberaterin erzaehlte mir, dass die banco Central jaehrlich meine Bilanz haben will und dass der RA ( fuer was ? ) R$ 1000 dafuer kassiert.
Habe ich auch bisher gemacht, aber wuesste gerne, ob das seine Ordnung hat, oder eine Abzocke ist ??

hä?? wofür das denn? reine Abzocke. dein contador macht die Steuererklärung und das wars. ein RA ist so überflüssig wie ein Kropf


2. Das neueste: jetzt wollen sie eine monatliche Bilanz, das waere ein neues Gesetz, ausserdem elektronisch, was von hier in der Provinz gar nicht funktioniert, da muesste man 580 km nach Salvador.

der ganze Sinn der elektronischen Erklärungen ist doch, dass man sie von jedem internet-pc aus machen kann. und man kann hier sehr viel (viel mehr als in D) übers internet machen. ganz bestimmt muss man nicht in eine andere Stadt fahren

3. Ihr Honorar soll jetzt auf 1 Salario monatlich erhoeht werden, bei 3
Angestellten. Hat irgendwer aehnliche Erfahrungen diesbezueglich ???

Verhandlungssache. salario ist normal, aber man kriegts auch billiger. aber der Schlampe würde ich ein Fusstritt geben statt Geld

4. Meinen brasilianischen Partner muss ich 5 Jahre in der FA. drin haben, stimmt das ?

quatsch (es sei denn, du hast ihm das schriftlich versprochen). du kannst doch täglich einen neuen additivo machen, der die socios austauscht

5. Und den Geschaeftsfuehrer 2 Jahre, dann kann ich das selbst uebernehmen ?? Ist das richtig so ???

quatsch, sobald du mit deinem investorenvisum eingereist und dich bei der PF damit registriert hast kannst du administrador werden

soviel Fehlinfos habe ich lange nicht gehört, halte dich von dieser Betrügerbande fern!!


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 Betreff des Beitrags: Limitada gruenden
BeitragVerfasst: 17 Okt 2007 21:36 
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Registriert: 15 Okt 2007 20:49
Beiträge: 11
Hallo, wer kann Information darueber geben wie ich hier in Brasilien eine
Limitada simple gruenden kann und was dafuer die realen Kosten sind,
und was dazu notwendig ist.

Ich weiss bis jetzt das ich 2 Geselschafter benoetige, und
dass ich einen Geschaeftsfueher mit fixem Wohnsitz in Brasilien bestellen
muss. ( Wer haette Interesse )

Vielen Dank im vorraus
Franky

MOD: Limitata korrigiert und mit bestehendem Thread zusammengefasst.


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 Betreff des Beitrags: Re: Limitata gruenden
BeitragVerfasst: 17 Okt 2007 23:40 
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Registriert: 26 Nov 2004 20:45
Beiträge: 1509
Lies Dir mal das hier durch:

http://www.ahkbrasil.com/pdf_public/SoG ... nstieg.pdf

Die Gründung machst Du bei einem Buchhalter (Contador), ein Rechtsanwalt ist dazu nicht notwendig.
Die beiden Gesellschafter brauchen eine CPF. Der Verwalter der Limitada muss eine Aufenthaltsgenehmigung haben
oder die bras. Staatsbürgerschaft. Kosten lagen mal bei 700 R$, könnten jetzt vielleicht 1000R$ sein.
Aber das hängt davon ab, wen Du fragst.


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