Friedensnobelpreis für die Hautfarbe und n bisschen Hoffnung

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Re: Friedensnobelpreis für die Hautfarbe und n bisschen Hoffnung

Beitragvon littlebee » Di 13. Okt 2009, 18:11

esteban38 hat geschrieben:US-Präsident Barack Obama gewinnt den Friedensnobelpreis.
Das ist schön und gut , aber..... hm..... wofür?
- Nahost-Friedensprozess? die Israelis und Palästinenser wissen von nichts.
- Afghanistan und Irak? Obama ist oberster Befehlshaber der USA und steht hüben wie drüben im Schilf.
- atomare Abrüstung? Barack Obama kriegt ausser dem üblichen bla bla bla nichts auf die Reihe.
- Klimawandel? Nichts neues von Barack Obama ausser die alten , abgelutschten und festgefahrenen Gesetzentwürfe.
Mein Fazit dieses Starts als US-Präsident Barack Obama ist ein anderes: ausser viel Hoffnung (für welche er nur teilweise verantwortlich zeichnet) ist seine Amtszeit eine bunte Palette von Pleiten, Pech und Pannen und irgendwie ist er ein Präsident, der international (noch?) nichts auf die Reihe kriegt. Das Einzige was ich ihm zu gute halten kann, ist wohl sein guter Wille und ein ehrliches Bemühen um Verbesserung , seine Resultate sind aber objektiv betrachtet überaus mangelhaft bis enttäuschend.
Für einen , der antrat mit einem : yes we can, eher mager, vielleicht wäre ein: "darned we try and try and are denied by hundreds of factual constraints which dont stop to bother us daily" mittlerweile ehrlicher.
Ausser einer schönen Hautfarbe und einem Rest Hoffnung kann ich nicht sehen, wieso der Friedensnobelpreis an Barrack Obama geht.
Sachlich ist er imo nicht zu begründen.


Ich habe mir ähnliche Fragen wie Esteban gestellt und bin für mich zu einem anderen Ergebnis gekommen:
Auch wenn bisher nur ein Bruchteil der Ankündigungen erfüllt wurde, ist ein Richtungswechsel erkennbar- und zwar sehr deutlich.
Und das ist mehr, als in den letzten Jahrzehnten seitens der USA erkennbar war...
... also empfinde ich es als legitim, jemanden hierfür auszuzeichnen- und sei es auch "nur", um Unterstützung zu signalisieren :wink:
Grüße,
lb
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Re: Friedensnobelpreis für die Hautfarbe und n bisschen Hoffnung

Beitragvon esteban38 » Di 13. Okt 2009, 20:24

littlebee hat geschrieben:
Ich habe mir ähnliche Fragen wie Esteban gestellt und bin für mich zu einem anderen Ergebnis gekommen:
Auch wenn bisher nur ein Bruchteil der Ankündigungen erfüllt wurde, ist ein Richtungswechsel erkennbar- und zwar sehr deutlich.
Und das ist mehr, als in den letzten Jahrzehnten seitens der USA erkennbar war...
... also empfinde ich es als legitim, jemanden hierfür auszuzeichnen- und sei es auch "nur", um Unterstützung zu signalisieren :wink:
Grüße,
lb


Denke schon, dass man das sehr wohl wie Du und wohl auch Amarelina und andere sehen kann. Ich geb gerne zu, dass mir der Wahlkampf und auch die Inthronisierung sehr eingefahren ist. Für mich was das ein bewegender Moment , als der erste "schwarze" Präsident seinen Eid ablegte. Keine Frage, das war ein richtiges Gänsehauterlebnis. Und ja, der Ton ist seit der Epoche Bush wohltuend ein anderer geworden. Alles richtig, alles wichtig.

Die Kernfrage lautet wohl: rechtfertigt das einen Friedensnobelpreis? Man kann in guten Treuen darüber Streiten. Ich bin da jetzt nicht sooooo verbissen dagegen. Allerdings frage ich in Anlehnung an einen köstlichen Ami -Werbespruch: where s the beef?

Für mich ist Barack Obama auf guten Wegen, ein echter Flop zu werden. Kaum irgendwas von seinen Zielen hat er wirklich verwirklichen können, warum auch immer. Auf der anderen Seite darf er tatsächlich für sich in Anspruch nehmen kann, es ehrlich probiert und den Ton der politischen Musik tatsächlich verbessert zu haben. Nicht mehr und nicht wengier.
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Re: Friedensnobelpreis für die Hautfarbe und n bisschen Hoffnung

Beitragvon Takeo » Mi 14. Okt 2009, 00:49

amarelina hat geschrieben:"Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Oelflecken mit Oel wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden."

Bertha von Suttner
Friedensnobelpreisträgerin 1905


Ohhh, da kennt Bertha aber nicht das oberste Prinzip der Chemie, das besagt:"nur Gleiches kann man mit Gleichem lösen..." :wink:

PS.: seitdem der Oberterrorist 'Jassir Arafat' Anführer der palestinensischen Hamas mal den sogenannten "Friedensnobelpreis" gekriegt hat, kann man sich auch genauso den !&@*$#! damit abputzen... genaus wie die Oscar (für die teueren Kinofilme!), die olympischen Spiele (für viel teure Fernsehwerbung!) etc... ...alles bloss Heuchelei!!!
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Re: Friedensnobelpreis für die Hautfarbe und n bisschen Hoffnung

Beitragvon bruzundanga » Mi 14. Okt 2009, 02:13

@ takeo
Quem tem cabeça reconheçe primeira a qualidade e depois a quantidade :mrgreen:
Que haja....


@all
isso tudo ´ta perto de um papo furado' . Ma é assim memo....
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Re: Friedensnobelpreis für die Hautfarbe und n bisschen Hoffnung

Beitragvon amarelina » Mi 14. Okt 2009, 07:10

bruzundanga hat geschrieben:@all
isso tudo ´ta perto de um papo furado' . Ma é assim memo....


wieder mal die typische bruzundangsche überheblichkeit :roll: ..........ist dir die diskussion zu wenig hoch?.......

wieso kommt ihr eigentlich immer wieder mit Arafat? und warum diese verächtlichkeit? er bekam den friedensnobelpreis zusammen mit Peres und Rabin und weil er im namen der Palästinenser friedensverhandlungen führte, die immerhin zur gegenseitigen anerkennung führte. es war ein anfang! und hat gezeigt, dass Arafat aus seinen früheren kompromisslosen taten etwas gelernt hat, was man bei vielen anderen vergebens sucht. es gäbe auch noch andere beispiele wo männer vom saulus zum paulus wurden, sozusagen...aber es sind wenige und die wenigen müssen in meinen augen ausgezeichnet werden, um den anderen ein beispiel zu sein!

der ausspruch von Bertha von Suttner will und das haben ja sicher alle verstanden, symbolisch zeigen, wie unerträglich nachtragend, missgünstig und rachsüchtig die menschen sind. ich gebe ein beispiel:
der konflikt zwischen Abchasien und Georgien beispielsweise geht auf einen 300jährigen!!!!! landesanspruch der Abchasen zurück. bei sowas bleibt mir die sprache weg. keine der beiden parteien hat irgendeinen nutzen von der schliessung der grenzen und Abchasien wird weltweit nur von den Russen und von Venezuela anerkannt. es geht um rechthaben, rechthaben, rechthaben!

ein krieg ist wie immer, schneller angefangen als beendet.

amarelina

p.s. @itacare, ich finde ganz und gar nichts verdächtiges an menschen, die faszinieren können, das problem ist, wenn es in einer negativen art und weise geschieht und ihnen andere wie die lemminge folgen ohne kritikfähigkeit. die welt wäre ärmer, wenn es keine faszinierenden menschen gäbe, die grosses geleistet und bewegt haben, in der kunst, musik, politik usw.
"Wenn man sich mit einem langweiligen, unglücklichen Leben abfindet, weil man auf seine Mutter, seinen Vater, seinen Priester, irgendeinen Burschen im Fernsehen oder irgendeinen anderen Kerl gehört hat, der einem vorschreibt, wie man leben soll, dann hat man es verdient."
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Re: Friedensnobelpreis für die Hautfarbe und n bisschen Hoffnung

Beitragvon Itacare » Mi 14. Okt 2009, 14:38

amarelina hat geschrieben: ....... p.s. @itacare, ich finde ganz und gar nichts verdächtiges an menschen, die faszinieren können, das problem ist, wenn es in einer negativen art und weise geschieht und ihnen andere wie die lemminge folgen ohne kritikfähigkeit. die welt wäre ärmer, wenn es keine faszinierenden menschen gäbe, die grosses geleistet und bewegt haben, in der kunst, musik, politik usw.


Genau die meine ich. Und da kommen eben auch oft Wölfe im Schafspelz daher.
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Re: Friedensnobelpreis für die Hautfarbe und n bisschen Hoffnung

Beitragvon Frarry » Mi 14. Okt 2009, 21:39

Tatsache aber war, das aus ganz Europa zig tausend Amerikaner und Deutsch/ Amerikaner angereist waren um Ihn in Berlin zu sehen.
Mehrere tausend von den Stationierungs Streitkräften alleine aus Deutschland.
Der Rest waren berliner und Umland.
Sie haben das Recht zu Schweigen denn alles was
Sie zitieren, kann gegen Sie verwandt werden .
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Re: Friedensnobelpreis für die Hautfarbe und n bisschen Hoffnung

Beitragvon Itacare » Mi 14. Okt 2009, 21:56

Frarry hat geschrieben:Tatsache aber war, das aus ganz Europa zig tausend Amerikaner und Deutsch/ Amerikaner angereist waren um Ihn in Berlin zu sehen.
Mehrere tausend von den Stationierungs Streitkräften alleine aus Deutschland.
Der Rest waren berliner und Umland.


Das ist in Berlin so Brauch. Die bejubeln alles. Ob Kaiser, President, Diktator...
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Re: Friedensnobelpreis für die Hautfarbe und n bisschen Hoffnung

Beitragvon bruzundanga » Do 15. Okt 2009, 03:27

Itacare hat geschrieben:
Frarry hat geschrieben:Tatsache aber war, das aus ganz Europa zig tausend Amerikaner und Deutsch/ Amerikaner angereist waren um Ihn in Berlin zu sehen.
Mehrere tausend von den Stationierungs Streitkräften alleine aus Deutschland.
Der Rest waren berliner und Umland.


Das ist in Berlin so Brauch. Die bejubeln alles. Ob Kaiser, President, Diktator...


auch ich bin ein Berliner wenns sein muss [-o<
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Re: Friedensnobelpreis für die Hautfarbe und n bisschen Hoffnung

Beitragvon neuling » Sa 7. Nov 2009, 18:52

Ein Hohn auf den „Friedensnobelpreis“ ein schlechter Scherz und nichts anderes stellt für mich die Vergabe dieses Preises an Obama dar. Im Gleichen Zeitraum in dem in den Medien von Obama als neuen Preisträger berichtet wurde –konnte man dort auch hören, sehen und lesen, dass er das Truppen Kontingent in Afghanistan aufstocken wird…

aber wenn…

Wenn der Krieg scheinbar zum Frieden wird und Lügen als Wahrheit angesehen werden…

Wenn ein weltweiter militärischer Terminkalender als humanitäre Anstrengung verkündet wird…

Wenn die Ermordung von Zivilisten als nötigen und unausweichlichen Kollateralschaden angesehen wird…

…na dann wird er den Preis wohl verdient haben.

Ist ja klar, dass er sich in einem guten Licht darstellen und Optimismus verbreiten tut –sonst würde er ja gar nie gewählt werden. Und in dieser Zeit da die Gemüter durch einen neuen Präsidenten beruhigt wurden –kann die USA weiter an ihren Plänen arbeiten ohne in Ständiger Öffentlicher Kritik zu stehen. Ich will ja kein Pessimist sein und die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu letzt. Aber, dass ich etwas am Verlauf der Dinge ändern wird –ist wohl nicht mehr als eine Fromme Hoffnung. Und da kann Obama noch nicht einmal etwas dafür.
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