für 2-3 Jahre nach Campinas

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

für 2-3 Jahre nach Campinas

Beitragvon fluffy » Do 8. Sep 2011, 14:49

Hallo, ich brauche mal ein bisschen Input...
Wir denken darüber nach, für 2-3 Jahre nach Campinas zu gehen. Wir haben 2 Kinder, 4 und 5 Jahre alt.

Suche jetzt alle möglichen Infos, die uns bei der Entscheidung helfen. Wie ist das Leben in Brasilien (war vorher schon mehrere Jahre im Ausland, bin also keine 'Deutschlandeingefleischte', die denkt Deutschland ist das non-plus-ultra). Trotzdem habe ich Bedenken. Sicherheit, Kindergarten bzw. Schule, wie sieht dort der Alltag mit Kindern in dem Alter aus? Hab mich natürlich schon ein bissl schlau gemacht mit der Website der deutschen Schule dort etc.

Bin dankbar für und gespannt auf alle Info und Tipps, auch über Kontakt mit Leuten, die in der gleichen Situation sind/waren!
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Re: für 2-3 Jahre nach Campinas

Beitragvon UBVoigt » So 11. Sep 2011, 19:30

Hallo,

ich wohne selbst schon einige Jahre ganz in der Nähe von Campinas. Nun ist es natürlich schwer Euch zu antworten, weil ich nicht weiß, ob Ihr hier beruftstätig seid, oder auch das noch für Euch eine Herausforderung sein wird.

Fange ich mal vorne an.

1.) Visum. Ich hoffe dieses habt Ihr für Eure Familie. Ansonsten solltet Ihr unbedingt vorher mit der Bras. Botschaft in Kontakt treten
2.) Als Wohnorte empfehle ich Valinhos oder Vinhedo. Beide Städte haben sehr schöne Wohnanlagen (hängt natürlich auch vom Geldbeutel ab)
3.) In Valinhos ist die Deutsche Schule (Porto Seguro). Eine sehr gute Schule mit sehr netten Lehrern (mehrere wohnen in meiner Nachbarschaft). Aber diese muß natürlich auch bezahlt werden. Kosten pro Schüler ungefähr 1.600 R$.
4.) Was die Sicherheit angeht wird vieles in Deutschland übertrieben. Wir selbst wohnen in keinem Condomino. Auch die eben angesprochenen Lehrer nicht. Wir selbst wohnen im Stadtteil Vale Verde von Valinhos. Es gibt sicherlich Kriminalität, aber dass ist hier im Grunde auch nicht anders als in den größeren Ballungszentren von Berlin, Frankfurt, Hamburg usw. Sprich uns ist hier nie etwas passiert. Natürlich sind wir vorsichtig. Aber es hat sich vieles in den letzten Jahren positiv entwickelt.
5.) Führerscheine muß man in Brasilien umschreiben. Diese werden bei doch recht häufigen Polizeikontrollen auch überprüft. Man muss dafür einen "Idiotentest" machen und eine medizinische Überprüfung. Natürlich auch eine beglaubigte Übersetzung des Deutschen Führerscheins.
6.) Brasilien ist in den letzten Jahren deutlich teurer geworden als noch vor 4 oder 5 Jahren. Natürlich spiel da auch der Real im Umtauschverhältnis mit Deutschland eine Rolle. Aber es ist nicht mehr so, dass man für 10 R$ umfangreich essen gehen kann. Also bitte Brasilien nicht verwechseln mit einem "Billigland".
7.) Der Alltag ist für die Kinder sehr angenehm. Kinder werden eindeutig viel mehr respektiert als in Deutschland. Man ist hier gegenüber Kindern viel freundlicher und aufgeschlossener. Wohl auch der Grund, warum man Brasilien mag. Da man häufig auch eine Putzfrau hat lassen sich die Arbeiten (falls beide Erwachsene berufstätig sein sollten) besser verteilen. Die großen Supermärkte haben e 24 Stunden / 7 Tage die Woche geöffnet, sodass beim Einkauf auch keine Hektik entsteht. Das Freizeitangebot ist mindestens so gut wie in einer mitteldeutschen Stadt. Natürlich muß man zu Anfang mit der Sprache kämpfen (so Ihr noch kein Portugiesisch sprechen solltet). Mit Englisch oder gar Deutsch kann man in aller Regel nichts anfangen. Das widerum fällt den Deutschen Kindern leicht. Den Erwachsenen wohl etwas schwerer. Ich weiß sehr genau, dass auch für 4 bzw. 5 jährige Kinder ein Kindergartenplatz in der Deuschen Schule angeboten wird. Diesen würde ich deswegen bevorzugen, weil es einen Übergang von Deutsch zu Portugiesisch gibt. Man kann natürlich die Kinder auch in einen Bras. Kindergarten bringen. Aber das ist dann schon ein bißchen "kaltes" Wasser, denn die Lehrer werden auf gar keinen Fall Deutsch oder Englisch sprechen können. (hinweis: Ich bin kein Lehrer sondern SAP Berater, meine Frau führt ein kleines Deutsches Unternehmen hier in Brasilien)
8.) Zu Anfang wird Euch unsere Bras. Administration nerven. Wie gesagt, Visum, Arbeitserlaubnis, Kontoeinrichtung, Führerschein usw. Hier müßt Ihr Geduld mitbringen. Diese Dinge regeln sich nicht schnell in Brasilien und unsere Administration ist bei weitem komplexer als in Deutschland.

Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen. Natürlich habe ich das alles sehr allgemein gehalten, da man auch nicht mehr aus der email lesen konnte. Falls Ihr es wünscht kann ich gerne Euch meine email Adresse geben. Diese lautet UBVoigt@gmail.com.
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