Garnichts oder nur wenig ist wie es sein soll

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Re: Garnichts oder nur wenig ist wie es sein soll

Beitragvon Brazil53 » Mi 12. Aug 2009, 16:42

Jede Medaille hat zwei Seiten. Die Freiheit ist auch immer die Freiheit der anderen. Jedes Land hat das Recht auf die eigene Identität. Ich finde es immer müßig sich als Ausländer über alles möglich im „Wunschland“ aufzuregen.

Da finden es Besucher eines „Entwicklungslandes“ ganz toll welche Freiheiten sie dort haben. Betrunken Auto fahren? Alles kein Problem und man muss keine Angst um den Führerschein haben. Die Freiheit ist grenzenlos. Wird der Besucher von einem Besoffenen über den Haufen gefahren, dann sind die Einheimischen natürlich ungebildete Idioten.

Freut man sich, dass man jederzeit eine Party mit lauter Musik bis in die Nacht machen kann, ohne dass die Bullen vor der Tür stehen, dann stört plötzlich der Nachbar, der Nachts noch sein repariertes Moped testet.

Und wie viel sich die Einheimischen gefallen lassen, weil sie meine Kohle haben wollen.
Äähm, ich wollte sagen, wir sind überall gerne gesehen, weil wir soviel Kultur haben, und die Einheimischen werden schon freundlich und mit der Sonne im Herzen geboren.

Viele reisen oder wohnen doch in einem „Entwicklungsland“ weil es sich noch nicht wie die eigene Heimat „entwickelt“ hat. Man genießt die Möglichkeiten und möchte nicht in das „geordnete“ Land zurück.
Hat sich ein „Entwicklungsland“ einmal „entwickelt“, dann wäre es dort wie zu Hause.

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Re: Garnichts oder nur wenig ist wie es sein soll

Beitragvon Itacare » Mi 12. Aug 2009, 16:44

Schön Männlein…. Und was machst Du, wenn Du Dir auf einer Trekking Tour in Nepal ein Bein brichst? Dann wartest Du nicht 25 Minuten, sondern 25 Stunden….wenn es schnell geht!
Es ist nicht überall Deutschland.
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Re: Garnichts oder nur wenig ist wie es sein soll

Beitragvon Männlein » Mi 12. Aug 2009, 17:39

Itacare hat geschrieben:Schön Männlein…. Und was machst Du, wenn Du Dir auf einer Trekking Tour in Nepal ein Bein brichst? Dann wartest Du nicht 25 Minuten, sondern 25 Stunden….wenn es schnell geht!
Es ist nicht überall Deutschland.


Hallo@all

Ja em äh . Ich hatte noch nie den Wunsch auf eine Trekkingtour zu gehen weder hier mit rws in den Amazonas noch in Nepal . Itacare ist doch ein Pipiargument das in der Form von Kleinkinder gebraucht wird Also kann ich mir da kein Bein brechen ..Und zum besoffenen Autofahren hier die Klappe weit aufreißen mit den Beispielen die man bringt und dieses Verhalten für gut heißen. Und in Deutschland noch kein Schnapsglas voll Bier zum Mittagessen . Mein lieber Brasil du hast das was ich geschrieben habe nicht verstanden und interpretierst es auf deine Gringobrasi Art . Macht aber nichts zumindest mir macht das nichts . Weil ich weiß das ich die Probleme so wie sie sind richtig einordne und auch sehe . Und das hat garnichts damit zu tun den Brasus etwas vorschreiben zu wollen . Sondern nur mit einem klaren Menschenverstand ja und da..............
.
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Re: Garnichts oder nur wenig ist wie es sein soll

Beitragvon Brazil53 » Mi 12. Aug 2009, 17:56

Ich schreibe doch niemanden etwas vor, besonders nicht den Residenten in ihrer Brasilbrasie Art.

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Re: Garnichts oder nur wenig ist wie es sein soll

Beitragvon Westig » Mi 12. Aug 2009, 18:24

Es geht bei den Anmerkungen von @Maennlein ueberhaupt nicht um Residenten, Brasus oder Brasis. Sondern um Fragen nach der Verkehrssicherheit. Und hoechstwahrscheinlich wuenschen sich ebenso viele Brasilianer mehr Sicherheit im Strassenvekehr und eine bessere Unfallversorgung, wie nichtbrasilianische Zeitgenossen. Das hat mit Auslaender-Meckerei ueber brasilianische Zustaende gar nichts zu tun. Da fehlt hier nur noch das beliebte Argument einiger Alles-Rosarote-Brille-Besser-Wisser: "Du hast Dein Wissen ja nur von NGOs und aus auslaendischen Sozialscheiss-Buechern. Und bleib doch lieber in der Haengematte liegen und traeum von Deinen morenas und von der Verlaengerung Deines Touristen-Visums".

Als ob nur Auslaender oder sogenannte "Residenten" eine kritische Sicht ueber so manche Zustaende in Brasilien haetten.

Und als ob nur "wir Brasilianer die unser Land viel besser und seit Geburt an kennen" hier berechtigterweise auch mal kritisch schreiben duerften.

Mal vielleicht VEJA lesen, was dort z.B. ueber die katastrophale Verkehrs-Infrastruktur geschrieben steht. Und die volkswirtschaftlichen Kosten, etwa auf Grund der Zustaende der meisten Fernstrassen.

Oder auch ueber Bananenrepublik-aehnliche Zustaende. Etwa im Bundesstaat Maranhao. Aber das ist ein anderes Thema. Fuer Nicht-"Residenten".
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Re: Garnichts oder nur wenig ist wie es sein soll

Beitragvon Itacare » Mi 12. Aug 2009, 18:35

Wo heiße ich was gut Männlein, sag mir das? Mir wäre es auch lieber wenn es überall auf der Welt so gut klappen würde wie in D.
Schön, Du kannst Dir kein Bein brechen auf einer Trekkingtour in Nepal, aber der Nepaltouri kann auch nicht in Brasilien von einem Auto angefahren werden.
Irgendwo hast Du das falsche Argument, denn bevor / als Du nach Brasilien gingst, wusstest Du da nicht um die Risiken? :?
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Re: Garnichts oder nur wenig ist wie es sein soll

Beitragvon Männlein » Mi 12. Aug 2009, 20:02

Brazil53 hat geschrieben:Ich schreibe doch niemanden etwas vor, besonders nicht den Residenten in ihrer Brasilbrasie Art.

Brazil


Hallo

Wenn du mich damit gemeint haben solltes dann irrst du gewaltig . Ich bin einer der wenigen hier auf den man den Begriff das Wort Gringobrasi anwenden kann . Da gehörst Du schon eher zu dieser Kategorie
.
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Re: Garnichts oder nur wenig ist wie es sein soll

Beitragvon Männlein » Mi 12. Aug 2009, 20:09

Itacare hat geschrieben:Wo heiße ich was gut Männlein, sag mir das? Mir wäre es auch lieber wenn es überall auf der Welt so gut klappen würde wie in D.
Schön, Du kannst Dir kein Bein brechen auf einer Trekkingtour in Nepal, aber der Nepaltouri kann auch nicht in Brasilien von einem Auto angefahren werden.
Irgendwo hast Du das falsche Argument, denn bevor / als Du nach Brasilien gingst, wusstest Du da nicht um die Risiken? :?


Hallo

Ja ich weiß es ist schwer die Meinung anders denkender Menschen zu akzeptieren . Gelle mein Freund Itacare . Es wird dann so lange hingedreht bis es paßt . Ist aber nicht mein Problem da mußt du sehen das du damit sebst ins Reine kommst
.
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Re: Garnichts oder nur wenig ist wie es sein soll

Beitragvon Tuxaua » Mi 12. Aug 2009, 20:13

In seiner für ihn typischen Art beschreibt Männlein Zustände, die es hier in Brasilien nun einfach mal gibt. Ob man die aktuelle Situation nun gut oder schlecht findet, kann jeder mit sich selber ausmachen, Potenzial zur Verbesserung gibt es jedenfalls reichlich, das sehen die Brasilianer genau so.

Ich stelle es mal aus meiner Sicht dar.
In Deutschland bin ich gerne Auto gefahren. Sicher nicht immer und überall, aber im Großen und Ganzen hat’s Spaß gemacht und war nicht allzu stressig.
Hier in Manaus kotzt es mich einfach nur an. Ewiger Stau wegen allgemein hoher Verkehrsdichte unterstützt von unzähligen unkoordinierten Baustellen; sinnlos schaltende Ampeln; qualmende und stinkende Busse und Laster; Tiefflieger, die einem nachts ohne Licht begegnen und dazwischen noch die Kamikaze-Mopedfahrer. Und das Schlimmste ist, dass ich für Andere Verkehrs(nicht)teilnehmer mitdenken muss, Kleinbusse und Dooftaxis(*) spielen da eine sehr unrühmliche Rolle.
Was also tun.
Öffentliche Verkehrsmittel sind für mich keine Alternative (meist brechend voll und planlos fahrend, häufig wegen fehlender Wartung kaputt). Taxi ginge, wird aber auf Dauer recht teuer. Also doch Privat-KFZ, muss ich eben zum Eigenschutz für die Anderen mitdenken.

Zur besseren Organisation des Straßenverkehres und dem Schutz von z.B. Fußgängern ist man nun hergegangen und hat Regeln aufgestellt, in D heißen diese StVO und StVZO, hier in Brasilien código de trânsito. Für die bras. Version gibt es wohl in Kürze eine überarbeitete Version, die eigentlich alles Wichtige enthält und Abweichungen mit recht hohen Strafen ahndet. Problem: es hält sich keiner dran. Straßenverkehr ist Kampf und der sonst so freundliche und kinderliebe Brasilianer wird hinter dem Lenkrad zum egoistischen Tier.
Was also tun? Mehr kontrollieren? Alten Kleinlaster kaufen, ringsum mit vierzölligem Profilstahl verstärken und einfach nur das Lenkrad festhalten? Ich bin mir nicht sicher, aber bisher hat bei mir Gelassenheit, eine gute CD im Autoradio, wenn es zu schlimm wird auch mal eine Kippe und die Klimaanlage für einen kühlen Kopf gesorgt.

Vor ewigen Zeiten habe ich mal in einem Buch über den Zusammenhang zwischen Fahrstil und Bartwuchs gelesen, der Autor verglich darin allerdings die bartärmeren Asiaten mit den Europäern (oder so ähnlich), ich erinnere mich leider nicht mehr an den Titel. Könnte man das auf Brasilien übertragen?



(*) Der Begriff ist von mir (táxi doido) und bezeichnet Sammeltaxis (táxi lotação), die quasi in Kolonne mehr oder weniger feste Strecken für ein Fixpreis von R$3,00 pro Fahrgast fahren und in Hoffnung auf potenzielle Kunden schon mal eine Vollbremsung machen, quer über die Fahrbahn ziehen oder sich gegenseitig bekämpfen überholen und dabei unablässig hupen, Nachts bevorzugt mit Lichthupe, damit der Gegenverkehr auch was davon hat.
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Re: Garnichts oder nur wenig ist wie es sein soll

Beitragvon Männlein » Mi 12. Aug 2009, 20:45

Itacare hat geschrieben:. Eines glaube ich wurde aber immer vergessen: der wesentliche Unterschied mit der Lichthupe! Was bei uns bedeutet, dass einem ein Vorrecht eingeräumt wird, heißt dort, pass auf, jetzt komme ich.


Hallo
Und noch etwas wurde vergessen Wenn man kein Glück hat dann wird man auf der Strasse so einfach mit erschossen
Ich war eben ist ca ne Stunde her in der Stadt in einem Baumarkt Amarelinho an der Tangrete do Neves einer vierspurigen Einfallstrasse zum Zentrum in einem Mischgebiet Favela und Handwerksberiebe und wollten etwas kaufen . Da das ein Artikel ist der nicht überall im Verkauf ist sagte meine Frau ich frage zuerst mal . Sie parkte das Auto vor dem Laden ich blieb mit eingeschalteter Klimaanlage im Auto sitzen . Ganz so wie sich das für einen " Residenten" gehört . Meine Frau kam zurück und im Rückwärtsfahren ein Schrei " Policia Metraliadora Revolver " habe ich nur verstanden . Eine absolut hysterische hektische Reaktion bei der beinahe ein Fahradfaher der uns direkt vor das Auto fuhr mit dran glauben hätte müssen . Ja da fielen mindestens 20 bis 25 Schüsse Direkt hinter unserem Auto . Noch während der Schiesserei brüllte ich gib Gas gib Gas .
Als wir dann weit genug weg waren und wieder klar denken konnten . Die Frage was war das denn . Ich wollte nochmal zurück aber meine Frau hat mit der Scheidung gedroht . Wir haben dann anschließend von einer Frau die noch in dem Geschäft war vor dem die Schiesserei stattfand gehört . Es waren drei Mann mit schwarzen Masken einer mit einer Metraliadora und zwei mit Revolvern und sie hat zwei Körper auf der Strasse bzw Gehsteig liegen sehen . Und gesehen wie die drei Banditen in einem Corsa stiften gegangen sind Also das knallen der Waffen werde ich glaube ich so schnell nicht vergessen Auch ein Erlebnis aus dem hießigen Strassenverkehr oder was man so nennt
.
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