Sentinel hat geschrieben:
@Lemi
Ich werde deinen Vorschlag gerne Folge leisten und dann hoffentlich ein wenig qualifizierter schreiben können.
Da hast du mich leider etwas missverstanden. Ich wollte deine Beiträge absolut nicht disqualifizieren. Ganz im Gegenteil. Sie enthalten wichtiges und m.E. richtiges Gedankengut.
Brasilien hat einen extremen GAP zwischen Arm und Reich, der sich v.a in der Beschaffungskriminalität widerspiegelt. Leute die nichts zu verlieren haben ausser ihr Leben, riskieren dieses auch mal für ein etwas besseres. Falls sie dafür in den Bau kommen, ist ihnen wenigsten Matratze, Brot und Wasser sicher. Schlimmer aber noch sind die Drogenbosse, die diese extreme Arrmut ausnutzen und die Ärmsten der Armen zu einer Armee organisieren und für ihre Zwecke missbrauchen. Oft werden diese Armeen (hier auch Comandos genannt) bewaffnet und haben somit nicht nur nichts zu verlieren, sondern auch noch ein Mittel zur Machtausübung - die Waffe. Dieser Mix ist ein Cocktail, der zu den absurden Verhältnissen in Brasiliens Grossstädten führt. Auf der einen Seiten die Reichen, die sich immer mehr mit Mauern und elektrischen Zäunen gegen die Gewalt schützen - auf der anderen Seite die arme Bevölkerung, die einen Zwiespalt lebt: entweder arm und ehrlich oder "reich" und kriminell. Da steckt sehr viel sozialer und krimineller Zündstoff dahinter.