Gefragte Jobs in Brasilien

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Gefragte Jobs in Brasilien

Beitragvon Trem Mineiro » Mo 31. Dez 2012, 21:54

Hallo Max
Brasilien ist leider kein Einwanderungsland mehr, die Zeiten sind lange vorbei. Viele Brasilianer versuchen dieses Land zu verlassen und woanders ihr Glück zu versuchen.
Brasilien ist nur noch was für solvente Investoren mit einer Idee oder Marktlücke, aber auch das ist schwierig, weil die Pfründe in Brasilien längst verteilt sind. Und Brasilien als Investition für günstige Produktionskosten? Seit Thyssen do Brasil wissen wir, dass das längst nicht mehr stimmt. Und BMW geht nicht nach Brasilien, weil man dort billig für den Weltmarkt produzieren kann, nein man geht dort hin, weil man sonst wegen hoher Zollschranken nichts mehr in diesem Wachstumsmarkt verkaufen kann. Und exportieren höchstens noch nach Argentinien.

Brasilien ist nichts für lohnabhängig beschäftigte Arbeitnehmer, die Gehälter sind niedrig und selbst die so gelobte deutsche Arbeitsmentalität stößt hier in Brasilien bei Kollegen und Vorgesetzten ehr auf Ablehnung. Und hältst du dich an die Brasilianischen Spielregeln, kommst du auf keinen grünen Zweig.
Brasilien bildet sehr viel junge qualifizierte Leute aus, bevorzugt Akademiker, allerdings wächst der Zweig der Industrie, der diese Leute braucht unterproportional. Landwirtschaft, Grundnahrungsmittel, Rohstoffe und Stahl. Telekommunikation sind die Wachstumsmotoren, der Rest hinkt hinterher, bzw. da läuft selbst Indien oder China und die anderen Asiaten den Brasilianern den Rang ab.
Wenn also eine Ausbildung, dann im Bereich des Ingenieurs-Wesen. Maschinenbau, Elektrik, Elektronik, Automatisation und IT bzw. Telekommunikation. Da hast du gegenüber brasilianischen Absolventen noch ein paar Vorteile, denn du 3-5 Jahre Praxis in Europa aufweisen kannst. Dafür stehen dir dann die anderen bürokratischen Hürden wie Visa, Arbeitserlaubnis, Anerkennung deines Diploms und Sprachkenntnisse im Wege.(das mit der Oma wird wohl nichts bringen)

Ich wohne seit über 15 Jahre in Brasilien und hab meine Kinder in Deutschland wohnen, alle hatten nach ihrer Ausbildung in D die Möglichkeit, sich hier mit meiner Unterstützung eine Arbeit zu suchen.
Die Hotelfachfrau hat es sein lassen, weil selbst die Bezahlung in Internationalen Hotels sehr bescheiden ist, dazu muss man überwiegende mit ungebildeten/ungeschulten Personal arbeiten. Dazu werden Frauen im Beruf in Hotelwesen in Brasilien stark benachteiligt und haben kaum Aufstiegschancen.(In D war sich Empfangschefin)
Die qualifizierte MTA musste während ihres Praktikums in der Klinik eines befreundeten deutschen Arztes feststellen, dass MTAs hier keine verantwortungsvolle selbständige Tätigkeit durchführen können/dürfen. Wegen ihres fehlenden Akademischen Grads hätte sie hier nur Hilfsarbeiten wie eine bessere Krankenschwester durchführen dürfen. Das Ganze für einen Hungerlohn.
Mein Sohn, Ingenieurs-Student, damals im 6. Semester hat ein Semester in BH studiert, hat dann aber aufgegeben, weil er sich vom Niveau her an sein altes Gymnasium zurückversetzt fühlte. War eine schöne ruhige Zeit für ihn, aber Zeitverschwendung. (meine studierende Frau sieht das ähnlich)

Alle meine 3 Kinder leben heute in Deutschland, können sich selber ernähren, sind selbstständig und haben Wohnung und Auto.

Wenn ich die gut ausgebildeten Kinder meiner Geschäftskollegen (oberes Ende der Mittelklasse) sehe, leben die meist noch zuhause, das Auto hat der Papa bezahlt und man schleppt sich von Praktikum zu Praktikum
Ein junger Ingenieur, knapp 30, 2 Jahre Praktika und nun seinen ersten Job, verdient knapp 4000 Reais (Brutto) und das in einem Land, in dem die Lebenshaltungskosten für die Mittelschicht höher als in D sind
Die Variante mit dem qualifizierten Zimmermann kommt auf 1.200 Reais. Ich bezahle 3.500 Reais Miete, klar meine Ansprüche sind altersbedingt ein w neig höher aber auch meine eher bescheidenen Kinder wollen hier nicht leben.
Hinzu kommt noch, dass man hier nahezu keine soziale Absicherung hat. Gesundheitssystem schwach, 14-tägige Kündigungszeit bei lächerlicher Arbeitslosenversicherung und nahezu keinen Rentenanspruch. Du musst also mit den paar Flocken, die du bekommst, auch noch private Vorsorge betreiben.
Deine Brasilienpläne sind ja längerfristig, nutze die Zeit, beobachte das Land und dessen Entwicklung sorgfältig und überleg dir mal, ob du die ganzen Mühen, die Brasilien dir aufbürden wird für eine brasilianische Freundin oder das schöne Wetter (schwitz mich derzeit tot, obwohl ich nicht arbeite) hier auf dich nehmen willst.
Das ist jetzt ein sehr düsteres Bild von Brasilien, dass ich gezeichnet habe, aber als GF einer deutschen Tochtergesellschaft hab ich zumindest reale Einblicke in die Brasilianische Arbeitswelt. Unter meinen deutschen Bekannten sind wenige, die hier unter Brasilianischen Verhältnissen arbeiten. Die meisten sind Expats mit einem Entsendevertrag einer Deutschen Firma. Andere sind ihren Brasilianischen Ehepartnern gefolgt und richten sich hier halbwegs ein. Das ging früher halbwegs, aber heute mit dem schwächeren Euro und den enorm gestiegenen Kosten in Brasilien würden sich manche das nochmal überleben (gelinde gesagt).

Brasilien ist schön, wenn man es sich leisten kann.

Viel Erfolg für deine Zukunft und einen guten Rutsch.
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Re: Gefragte Jobs in Brasilien

Beitragvon martinho9000 » Di 1. Jan 2013, 18:58

wenn du auswandern willst, dann stell dir folgende fragen:

welchen chance auf ein visum habe ich?
du hast ja gesagt, dass du eine brasilianische oma hast. da stehen die chancen schonmal gut. sollte das nicht klappen bleibt dir nichts anderes übrig als zu heiraten oder in brasilien zu investieren um an ein visum zu kommen.

was kann ich?
studienberufe
ingeneuere
bwl'er (eher nicht, und wenn dann minimum 3 sprachig - deutsch portugiesisch, englisch - und zwar möglichst perfekt)
wenn du dir kein studium zutraust, dann vergiss es gleich. als "billiger" gerlernter bekommst wenn es hoch kommt einen job als türaufhalter oder an der kasse.
als alternative könntest du dich aber selbstständig machen. falls du das nötige kleingeld hast.

wird mein beruf anerkannt?
studienberuf: uU ja
solltest du studieren wollen, dann gleich so, das du in brasilien ein paar semester mitmachst. am besten an der FAAP oder FGV wegen dem netzwerk das du dir aufbauen musst. das macht auch die anerkennung leichter weil du schon einige kurse haben wirst.

ausbildung: nein
die wird nicht anerkannt. wenn überhaupt ausbildung dann koch oder bäcker. damit musst du dich dann selbstständig machen.

was erwarest du?
angenommen du bist bescheiden und kommst in deutschland mit 1000 euro aus. das sind zZ etwa 2700 R$. in brasilien wirst du die aber nicht verdienen. nicht in den ersten jahren. rechne mal mit 2500 R$ die du brachst um in einer stadt wie SP oder rio über die runden zukommen. miete im zentrum von SP, nichts aufwenidiges (30m²) 1500R$, 500 R$ für essen und der rest für handy, internet, kleidung. und glaub mir, damit lebst du sehr bescheiden und bist auf die öffentliche versicherung SUS angewiesen was in SP noch grad so geht. ausser du wirst krank (unfall oder sonst eine OP). da hört der spass auf! tatsächlich wirst du eher 1500 R$ verdienen. vorallem in den ersten jahren. das bedeutet dann favela und 3 bis 4 stunden busfahrt pro tag.

wieviel zeit habe ich?
hast du zeit 2 oder 3 jahre zu probieren und zu suchen? wie kommst du in der zeit über die runden?

fazit
du kennst niemanden in brasilien (ausser deiner flamme), was schlecht ist, denn über klassische bewerbung findet man kaum was. und wenn dann zwischen 800 R$ und 1500 R$ - und das langt NICHT zu leben in rio oder SP.
du sprichst die sprache etwas, was schlecht ist, denn potentielle AG wollen leider zu oft perfektes portugiesisch. sorry wenn ich das so sage.

tipp
probieren kannst du es. die sachen, die wir dir sagen sind nur gutgemeinte ratschläge. wenn du dir die fragen stellst, und ehrlich beantwortest, kannst du prüfen ob du für dieses abenteuer bereit bist. aber lass dir eins gesagt sein. wenn du glaubst, arm sein in deutschland (hartz4) ist !&@*$#!, dann komm hier her und guck dir an wie !&@*$#! armut wirklich sein kann.

warst du mal in brasilien?
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Re: Gefragte Jobs in Brasilien

Beitragvon maxpeter » Mi 2. Jan 2013, 13:57

Mal ganz ehrlich was bringt es mir in Brasilien Urlaub zu machen...länger als 2 wochen könnt ich mir eh nicht leisten und ich will die Kultur und die Menschen richtig kennenlernen und nich nur n par sehenswürdigkeiten knpisen und dann wieder nach Hause fliegen... !!

Dass es in Brasilien keine richtigen Ausbildungsberufe gibt sehe ich eigtl eher als vorteil für mich! Brasilien boomt doch zurzeit! also wird auch der Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften in den nächsten Jahren steigen und da die deutsche Ausbildung auf der ganzen Welt einen guten Ruf genießt, sollte ich doch zumindest eine chance haben ( auch ohne langjährige Berufserfahrung) in Brasilien beruflich fuß zu fassen ? Dass es nicht gerade leicht werden wird und ich auch ein bisschen glück brauch, ist mir klar , aber es ist nun mal mein traum ;)

Da hier im forum ja einige leute sind die bereits ausgewandert sind , sollte ich meine Frage vielleicht anderst stellen :
Wie würdet Ihr es ,mit eurer Erfahrung ,an meiner stelle am geschicktesten anstellen ?
Feliz anno novo e obrigado!
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Re: Gefragte Jobs in Brasilien

Beitragvon amazonasklaus » Mi 2. Jan 2013, 14:17

Ehrlich gesagt nehme ich diese Erstposter mit ihren völlig absurden Plänen, in Brasilien zu arbeiten, zu studieren, ein Praktikum zu machen oder soziale Arbeit zu leisten, nicht mehr ernst. Nachdem sich einige Leute durchaus Mühe machen und die Fragen beantworten, mögen diese auch noch so bescheuert sein, hört man anschließend von den Fragestellern nichts mehr, noch nicht mal einen kleinen Status-Update oder ein Wort des Dankes.

Ich für meinen Teil vermute daher, dass sich diese Poster unmittelbar nach dem Absondern der Anfrage schon dem nächsten spannenden Projekt zuwenden, etwa Bienen züchten in Anatolien, und das Interesse an Brasilien so schnell nachließ wie es aufkam.

Oder, was mir am wahrscheinlichsten erscheint, es handelt sich um Fake-Beiträge, mit denen einfach der Traffic ein wenig angekurbelt werden soll.
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Re: Gefragte Jobs in Brasilien

Beitragvon moni2510 » Mi 2. Jan 2013, 15:35

Max, es haben einige Leute (incl. mir) ausfuehrlich beschrieben und erklaert, was geht und was nicht! Daran aendert sich auch nix, wenn du nochmal die gleichen Fragen stellst.

Es ist quasi unmoeglich so in Brasilien Fuss zu fassen!
---
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich es hier aufschreibe.
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Re: Gefragte Jobs in Brasilien

Beitragvon Trem Mineiro » Mi 2. Jan 2013, 16:53

Wir, die User, die sich die Mühe machen, auf solche "Planungs-Anfragen" zu antworten sollten sich nicht der Hoffnung hingeben, dass unsere Ratschläge befolgt werden. Oder noch schlimme, das sie Träume beenden.
Wir versuchen ein wenig aus unserer Erfahrung ein realistisches Bild abzugeben und eben übertriebenen Optimismus zu einzugrenzen.

Eine echte Reaktion des Fragestellers erwarte ich da auch nicht, das sind ja langfristige Pläne, die, das wissen wir auch, zu 90 % in Vorfeld (Visa , Geld) an den Realitäten scheitern.

Um nochmal auf die letzte Frage des TE zurückzukommen, wie "wir" es denn geschafft haben gibt es mehrere Antworten

a) durch Zwang, weil ihn seine Brasilianische Frau/Freundin nach Brasilien entführt hat. Jetzt ist er nicht reich aber erst mal glücklich, am Rest arbeitet er noch

b) durch Zufall, weil er zufällig zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort war und dann eine Chance erkannt und ergriffen hat und gleichzeitig ein weig Kapital, Ergeiz und eine gute Ausbildung hatte

c) durch eigenen Antrieb, weil er in seiner deutschen Firma lange Zeit fleißig darauf hingearbeitet hat, endlich nach Brasilien geschickt zu werden, oder auch weil er einen Vertrag in der Filiale vor Ort bekommt. Dazu hat er sich spezialisiert und portugiesisch gelernt

d) als Investor......wobei, wie wird man Millionär in Brasilien?.....man wandert mit 2 Millionen in der Tasche aus!

Ich habe in diesem Forum noch keinen Lebenslauf vom Tellerwäscher zum Millionär gefunden und das nicht, weil die hier Erfolgreichen so schüchtern sind. Solche Fälle sind halt in Brasilien selten.

Aber mach dir nichts draus, du bist jung, hast dein Leben selber in der Hand und alle Chancen. Mach was draus und es muss ja nicht Brasilien sein.

Gruß
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Re: Gefragte Jobs in Brasilien

Beitragvon cabof » Mi 2. Jan 2013, 16:58

Ich lese mit und sehe, er kann sich keine 14 Tage Urlaub in Brasilien leisten - das sagt alles, wie will er denn die vielen Monate des
Wartens auf eine Arbeitsstelle überbrücken? Greif zu, im Hinterland von Rio sucht jemand einen Geschäftspartner für Speiseeis. Boa sorte.
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Re: Gefragte Jobs in Brasilien

Beitragvon Brazil53 » Mi 2. Jan 2013, 21:06

Ob ernsthaft, fake oder nicht. Ich denke die guten Beiträge werde auch von anderen gelesen und dienen somit der Allgemeinheit. Nochmals vielen Dank für die Mühe.

Man sollte solche aussagekräftigen Beiträge unter Stichpunkten sammeln und ein Lexikon daraus machen.Dann würde man sie jederzeit wieder finden.
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Re: Gefragte Jobs in Brasilien

Beitragvon cabof » Mi 2. Jan 2013, 21:19

Das Lexikon würde aus 2 Phrasen bestehen:

ohne Moos nix los
heirate eine Brasileira

damit wären alle Fragen bezügl. Auswanderung nach Brasilien beantwortet.
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Re: Gefragte Jobs in Brasilien

Beitragvon martinho9000 » Mi 2. Jan 2013, 22:35

sorry maxpeter, eine ausbildung zum fitnesskaufmann lockt in brasilien keinen hinterm ofen vor. kein arbeitgeber interessiert sich für das deutsche ausbildungsmodel oder deine deutschen qualifikationen. boom hin oder her. der von dir angesprochene fachkräftemangel betrifft auch eher 3, 4 oder 5 sprachige akademiker, meist ingeneure oder wirklich erfahrene BWLer. dann ist noch oil & gas ein thema oder gute informatiker. als fitnesskaufmann bist du keine fachkraft die vom markt händeringend gesucht wird.

es gibt tausende mit brasilianischem diplom die suchen, egal welcher sektor. du hast mit einer einfachen ausbildung einfach keine chance in brasilien. das kannst du uns glauben. und selbst wenn du das unverschähmte glück hast einen job zu bekommen, dann verdienst du mit einer ausbildung zum fitnesskaufmann nicht mehr als 700 - 900 R$ (wenn überhaupt). wenn du wüsstest wie sich die leute hier krumm machen für ein salrio minimo, und wenn du dann noch wüsstest wie man davon in einer stadt wie rio lebt - du würdest deinen account im forum löschen.

du hast abi, also studiere! das würde ich dir auch raten wenn du in deutschland bleiben würdest. als BWL einsteiger verdienst du knapp 2000 euro netto. die machst du als fitnesskaufmann nichtmal brutto. nicht als einsteiger und nicht nach 20 jahren. brotlose kunst nennt man sowas!

wenn du nach brasilien willst kommst du am studium nicht vorbei. wenn du nichtmal mehr als 2 wochen urlaub finanzieren kannst ist selbstständigkeit eh kein thema mehr. ich glaube auch du kennst brasilien nur aus dem TV. du solltest dir das land vorher genau ansehen. ich habe vor meiner auswanderung insgesamt über ein jahr in brasilien verbracht und hatte trotzdem keinen durchblick als ich dann entgültig rüber kam! als urlauber sieht man eh alles durch die rosa brille.

trotzdem viel glück!
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