Zitat:
Caso se trate de transferência de estrangeiro para empresa do mesmo grupo econômico, deverá, também, ser observado o disposto no art. 3º, parágrafo único, da RN nº 74/07, que somente admite a concessão de autorização de trabalho quando a soma da remuneração a ser percebida no Brasil com eventual parcela salarial a ser paga no exterior, for igual ou superior à última remuneração do estrangeiro percebida no exterior antes de sua transferência ao Brasil.
Mal ganz kurz frei übersetzt:
Im Fall einer Entsendung eines Ausländers in der gleichen Unternehmensgruppe (Konzern, etc.), gemäss Art. 3 von RN nr. 74/07, wird die Arbeitserlaubnis nur erteilt, wenn die Einkünfte, die derjenige in Brasilien erhält, eingeschlossen eventueller Teilzahlungen (Ausgleichzahlungen) im Ausland, gleich oder höher sind als die Einkünfte, die er im Ausland vor seiner Entsendung nach Brasilien erhalten hat.Ich sehe dieses Gesetz nicht als unfair an, sondern hier liegt die Motivation eindeutig darin, den heimischen Arbeitsmarkt zu schützen. Grund ist meines Erachtens eine Hemmschwelle zum Import ausländischer Arbeitskräfte zu schaffen, die Brasilianern die Arbeit wegnehmen. Für die brasilianische Firma bedeutet dies im Endeffekt, dich nur zu hohen europäischen Gehältern einstellen zu können (oder die Firma in Europa muss Ausgleich zahlen). Wie oft wird in solchen Fällen dann doch vom Arbeitnehmerimport Abstand genommen und ein Brasilianer eingestellt, der zwar weniger verdient aber dadurch eine brasilianische Familie ernähren kann?
Denn es stellt sich am Ende eine Frage, die sich allerdings nur slafochmed selbst stellen sollte und die ich natürlich keinesfalls beantworten kann: Glaubst du, dass es nicht vielleicht einen Brasilianer gibt, der eventuell diese Arbeit auch machen könnte und der nun vielleicht arbeitslos ist, weil ein Ausländer den Job bekommen hat? Die Medaille hat immer zwei Seiten, daher finde ich deine Reaktion im letzten Posting persönlich nicht unbedingt weitsichtig, sondern sehr ICH-bezogen. Und damit es vielleicht auch der Letzte kapiert: Brasilien ist schon lange kein Einwanderungsland mehr. Wenn du den Job also zu niedrigeren Gehaltsbedingungen annimmst als in Deutschland (Entsendete verdienen normalerweise immer mehr wegen Auslandszuschlägen, etc.) um "einzuwandern" und irgendwann aus dem temp. Visum ein dauerhaftes zu machen und zudem kaum Steuern zahlst - was hat der brasilianische Staat davon, ausser einem brasilianischen Arbeitslosen mehr?
Zum vorliegenden Fall:Die deutsche Firma muss eigentlich nur gegenüber den brasilianischen Behörden erklären, dass sie (in Deutschland) die Differenz zahlt und du somit unterm Strich nicht weniger verdienst als vorher. Dann sollte einer Arbeitserlaubnis nichts im Wege stehen. Was natürlich Betrug ist.