Geheimtipp für Rentner und Halbaussteiger

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Geheimtipp für Rentner und Halbaussteiger

Beitragvon robertwolfgangschuster » Fr 11. Aug 2006, 15:28

Ich habe 3 jahre In Taquaraçu , 40 km von Palmas eine (Wein) Adega betrieben. Das Problem dort ist dass man schwer Geld verdient weil dort wenig im Umlauf ist, der Staat wird praktisch noch von öffentlicher Hand finanziert.
Andreseits bietet die Gegend eine Lebensqualität wie ich sie in 30 Jahren rund um Brasilien nie gefunden habe. Berge, Flüsse, Wasserfälle, Sandstrände, fischreich, kaum Umweltverschmutzung, herrliches Klima sauber, keine Gewalt, und eine ganz freundliche und einfache Bevölkerung die schon von vielen ruhigen ausländischn Pensionisten unterwandert ist. Mit 20 000 Reais kaufst du dir ein recht schönes Haus und mit 1000 Reais im Monat lebst Du in Saus und Braus.
In einer pousada mit Fürühstück zahlst du dort 5 Euros pro Tag.
Ich bin nur dort weg weil ich eine seltene tropische Krankheit auf de Ilha do Bananal aufgetrieben habe und da hat mich mein Vater nach Manaus bringen lassen sonst hätte ich die Stiefel abgeben müssen.

http://home.wxs.nl/~rolfpoll/taquarucu.htm
http://home.wxs.nl/~rolfpoll/central.htm

Sage gleich, als Anlage ist Tocantins nicht sehr atraktiv, aber für älere Leute die nicht viel Geld haben ein Geheimtipp. Sind auch viele Gauchos dort die Deutsch sprechen. Kontakte kann ich keine geben aber am besten hinfahren und mit Englisch un Deutsch sich durchwursteln, die Leute sind ungeheuer hilfsbereit.
Ich werde diesen Text auch als Thread unter auswandern aufmachen,ist sicher eine wichtige Information
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Beitragvon palmito » Fr 11. Aug 2006, 16:14

tönt interessant, vor allem wegen der tiefen Kriminalität.

Kommt wahrscheinlich daher, dass es dort wenig Touristen hat?

Du schreibst von Sandstränden? Du meinst Sandstrände an Seen oder
am Toncantins?

Kennst du auch Palmas? Wie ist die Lebensqualität dort?

Gruss Palmito
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Beitragvon robertwolfgangschuster » Fr 11. Aug 2006, 16:28

palmito hat geschrieben:tönt interessant, vor allem wegen der tiefen Kriminalität.

Du schreibst von Sandstränden? Du meinst Sandstrände an Seen oder
am Toncantins?

Kennst du auch Palmas? Wie ist die Lebensqualität dort?

Gruss Palmito


Wie gesagt die Lebensqualität ist für meine Begriffe erstklassig.
Strande natürlich an Flüssen, wir sind in Zentralbrasilien, aber mit einem halbwegs guten Auto oder besser mit dem Bus (erstklassige Verbindungen) bist du schnell am Atlantik.

Wäre interessant wenn sich da Leute in die Diskussion einschalten würden die den Centro Oeste auch kennen. Das Gerede über Sex und vögeln ödet ja schon alle an.
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Beitragvon palmito » Fr 11. Aug 2006, 16:55

also, hab mir mal die Bilder im Net über Palmas und Tocantins angeschaut,
muss sagen, dass ich begeistert bin.

Hab vorher (wie wahrscheinlich die meisten) noch nie was gehört, von diesem Bundesstaat, bzw hab mich nicht dafür interessiert.

Werde tocantins im November in meine Ferienplanung einbeziehen.
Kann mir vorstellen, dass die Hitze dort ziemlich drückend wirkt, ohne Meeresbrise.
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Beitragvon robertwolfgangschuster » Fr 11. Aug 2006, 17:05

Im Gegenteil, in extremen Zeiten Fällt die Luftfeuchtigkeit auf 8% herab und der wind hat mich einmal mit dem Fahrrad umgeworfen, aber im November ist es schon besser. Tocantins ist nocht Tei des Brasilianischen Hochlandes.
Nimm dir warme Kleidung mit.
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Beitragvon Severino » Fr 11. Aug 2006, 17:08

Oi RobertWolfgangSchuster
Die Bundesstaaten Tocantins und Goias sind die, denen in nächster Zeit das grösste Wachstum in Brasilien vorausgesagt wird. Heute ist es dort noch so, wie in Deutschland nach dem Krieg. Es fehlt an allem.
Die Landwirtschaft und das lokale Dienstleistungsgewerbe sind die Hauptarbeitgeber. Aufgrund der Lage im Zentrum Brasiliens, dem Ausbau der BRs und der Ansiedlung von vielen Firmen, die einen "zentralen" Standort suchen, wird diese Region in den nächsten Jahren überdurchschnittlich wachsen.
Leider wird den meisten Touristen aber der Strand fehlen. Ökotourismus wird bereits vom Bund gefördert. Mann denke da an den National Park, Caldas Novas usw.
Da diese Region bis anhin von ausländischen Touristen kaum besucht wird, sind die Leute dort eben noch freundlich und aufgeschlossen gegenüber allem Neuen.
Ich war erst kürzlich in Caxambu, einem 1000 Seelen Dorf in der Nähe von Pirenopolis. Zu dieser Zeit war gerade festa de peao. Inklusive Bullenreiten und den Cowboys, die ihre Rinder durch das Dorf treiben.
Nach nur zwei Stunden kannte mich das ganze Dorf. Ich musste alle möglichen Speisen und Getränke probieren.
Am Montag wurde mir dann noch eine Kuh für 300 R$ angeboten. Nach eifrigen Verhandlungen und zwei Flaschen Cachaca, die natürlich auf meine Rechnung gingen wurden wir uns handelseinig bei R$ 280.
Hab das Vieh dann meiner Schwägerin und ihrem Mann mit den 6 Kindern geschenkt. Er hatte gerade seinen Job verloren, weil er zu unzuverlässig war. Ein typischer Brasilianer halt....
paz e amor
Severino
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Haleluia

Beitragvon robertwolfgangschuster » Fr 11. Aug 2006, 17:21

Endlich beteiligt sich wer.
Haargenau richtig Severino, ich habe das erste Jahr im Jalapão auf dem Hotel Fazenda vom Siqueira Campos gearbeitet, der Alte ist ganz verrückt auf meinen Apfelstrudel und die geräucherte Zunge gewesen. Mittelfristig ist der Staat auch für Investoren ineressant.

Wenn sich da jemand interessiert, ich mache sofort mit, Ich habe schon die Nase voll von Manaus, nur Wasser rund herum und der Schnaps ist teuer.

Im überigen in Palmas kaufe ich eine Novilha mit 130 kg ohne Knochen für 180 R$.
In Pirenopolis ists teurer Weil der Büglermeister der Pfarrer ist. Der hat doch einmal die Bänke auf dem Kirchplatz entfernen lassen weil zuviel herumgeschmust wurde. Da hat der Sohn eines Freundes darau fhin die Kirchenglocken gestohlen und in seiner Maconhapflanzung versteckt. wenns wer nicht glaubt haue ich denZeitungsarikeol in den Skanner und schicks.
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Rentnerparadies

Beitragvon cerpinja » Fr 11. Aug 2006, 17:44

Hali HaloSeverino 8) also dat dorf hat dich nach 1std erkannt?das iss schon seltsam, normalerweise erkännen die uns erst nach dem aufprall der Flugzeugtür der TAM!!! watt iss da überhaupt mit passiert(Altschrott) ??? oder alles Boelckstoff wie fast im ????
Suche Geschäftspartner für den Aufbau einer Pousada,auf einer Insel nähe Belem.Grundstück mit Haus vorhanden.Ins Programm sollen Angeltouren,u.Bootstouren zu unbewohnten Inseln usw.
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Saukopp

Beitragvon robertwolfgangschuster » Fr 11. Aug 2006, 23:18

Cerpinha, wird die Sau eigentlich in Deutschland oder in Belem gemästet, ich hab Hunger!
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Beitragvon Kalle » Sa 12. Aug 2006, 10:05

Hallo,

tja Tocantins...mein Jüngster Bruder, hat nach einigen Jahren Hamburg Süd / Columbus Line bei Dianópolis/TO, in Partnerschaft mit einen Fazendeiro (Kosmetik Großhändler in Sorocaba) Teil seines Erspartes in eine Fazenda Investiert.
Eines Tages Standen einige Herren von der Regierung vor der Tür und teilten mit das die Fazenda zum Teil Enteignet sei, (Wegen einen Stausee der Entstehen soll).
Falls man mit dem Angebot nicht Einverstanden sei, würde Herr Siqueira Campos "andere" Leute vorbeischicken und es auf einen Langwierigen Prozess hinaussteuern der mind. 15 bis 20 Jahre dauern würde.

Für den Enteigneten Teil der Fazenda ist auch nach 5 Jahren noch keinen Cent Gezahlt worden!! :cry:
Die Anwälte sind die einzigen die hier noch Lachen können.

Nachdem mehrmals Streitigkeiten auf offener Strasse, vor einem Supermarkt, vor der Kirche, in einem Friseurshop usw. mit Blei geschlichtet wurden, ist mein Bruder, auch den Kinder wegen wieder Zurück nach Sorocaba.
"A vida é uma peça de Teatro, que não permite ensaios. Por isso, cante, chore, dance, ria e viva intensamente antes que a cortina se feche e a peça termine sem aplausos."
(Charlie Chaplin)

Gruß,
Kalle
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