Ein ehemaliger Mozarteumsprofessor ist am Dienstag zu einer Geldstrafe von 3.240 Euro verurteilt worden - wegen Kindesentziehung. Er war 1997 mit seinem Sohn nach Brasilien verschwunden, ohne das Sorgerecht zu haben.
Rechtsstreit mit der Kindesmutter
Das Sorgerecht für den Buben hatte damals die Mutter, eine in Salzburg lebende gebürtige Kolumbianerin.
Mittlerweile wurde das Sorgerecht dem Vater zugesprochen, der in Brasilien lebt. Die Frau in Salzburg bemüht sich um mehr Kontakt:
"Besuchsrecht auch in Brasilien"
"Ich habe keinen Kontakt zu meinem Sohn, war zwei Mal ohne Erfolg in Brasilien. Erst seit Juli 2006 habe ich über Email einen Kontakt. Und wir planen in der nächsten Zeit einen Besuch.
Meine Anwältin in Rio ist eingeschaltet, weil ich zahle auch Lebensunterhalt für meinen Sohn. Und es gibt auch in Brasilien das Recht für mich, mein Kind zu besuchen. Wichtig ist, dass vor allem unsere Kinder mehr Kontakt miteinander haben."
Nicht rechtskräftig
Die Frau hat mit dem Musiklehrer noch zwei Töchter, die bei der Mutter in Salzburg leben.
Der Verteidiger des Kindesvaters hat gegen das Urteil Berufung angemeldet.
http://salzburg.orf.at/stories/171779/