Geldtransfer aus Deutschland nach Brasilien zwecks Immokauf

Tipps zum Erwerb, Verkauf, Vermietung von Häusern, Wohnungen oder Grundstücken in Brasilien (KEINE IMMOBILIEN-ANGEBOTE) sowie Infos zu Bau, Umbau, Ausbau und Renovierung

Geldtransfer aus Deutschland nach Brasilien zwecks Immokauf

Beitragvon tinto » Mi 30. Mär 2011, 19:27

Ich weiß, das Thema ist so ähnlich schon gelaufen. Aber entweder war das Ursprungsland dann Österreich oder Schweiz oder das Thema entglitt schnell in offtopic-Streit. Oder die Beiträge sind schon älter.

Grund das Thema für mich neu aufzuziehen ist aber, dass es um eine Brasilianerin geht, die in Deutschland lebt und jetzt Geld für einen Grundstückskauf in Brasilien transferieren will. Das unterscheidet sich schon von den hier oft erörterten Varianten, ob ein Ausländer in Brasilien ein Bankkonto eröffnen kann etc.

Also. Bargeld mitnehmen hält sie für zu unsicher.

Überweisen ja, aber ein Konto in Brasilien hat sie auch noch nicht, könnte sie aber wohl eröffnen...oder auf das Konto der Mutter überweisen.

Aber was sollte man bedenken? Wo lauern Gebühren oder Wechselkursfallen? Gibt es in Brasilien Tagesgeldkontos? Welche Banken sind empfehlenswert? Wer hat Erfahrungen, gute oder schlechte?

Wer weiß was?
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Schöne Grüße,
tinto
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Re: Geldtransfer aus Deutschland nach Brasilien zwecks Immok

Beitragvon baldim » Do 31. Mär 2011, 03:17

Ich habe für so etwas ein Postbankkonto angelegt.
Dort kann man unkompliziert Online bis zu 12500 Euro überweisen ohne irgendwelche Formulare ausfüllen zu müssen.
Die Gebühren belaufen sich auf ein paar Euro. Der Wechselkurs liegt etwa 8 bis 9 cent unter dem Mittelkurs wenn man die Gebühren mit reinrechnet. Ich habe das Geld auf das Konto meiner Frau bei der Caixa Economia überwiesen. Wenn es mehr als 2000 Euro sind,
sollte der Kontoinhaber vor Ort sein und bestätigen wofür das Geld ist. Ich habe immer Manutencão familia angegeben. Trotzdem kann es schon mal 2 Wochen dauern, bis die das Geld freigeben. Immer mit dem Gerente sprechen. Den besten Kurs erhält man mit der VisaCard von der DKB am Automaten. Der Kurs liegt nur minimal unter dem Interbankkurs. Mit einer zus. PartnerCard kann man dann täglich 2 x 1000 R$ abheben.
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Re: Geldtransfer aus Deutschland nach Brasilien zwecks Immok

Beitragvon Itacare » Do 31. Mär 2011, 13:04

baldim hat geschrieben:...... Immer mit dem Gerente sprechen.......


Guter Hinweis. Und dem auch schon vorher ankündigen dass eine größere Summe kommt.
Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist.
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Re: Geldtransfer aus Deutschland nach Brasilien zwecks Immok

Beitragvon MESSENGER08 » Do 31. Mär 2011, 15:10

tinto hat geschrieben:...., dass es um eine Brasilianerin geht, die in Deutschland lebt und jetzt Geld für einen Grundstückskauf in Brasilien transferieren will. ...., aber ein Konto in Brasilien hat sie auch noch nicht, könnte sie aber wohl eröffnen...



Soweit ich weiss bieten zumnidest die ITAÚ und CAIXA ECONÔMICA FEDERAL an das im Ausland lebende Brasilianer auch von dort aus Konten eröffnen können. Zunächst provisorisch und nach pers. Vorsprechen in Brasilien werden die Konten in voll funktionsfähige Konten umgewandelt.

Das überweisen auf Konten von Verwandten oder Bekannten würde ich NICHT machen, besonders bei derartigen Beträgen will die RECEITA FEDERAL sicherlich mal wiessen woher die Gelder stammten, Verwendungszweck, etc., etc...

:cool:
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Re: Geldtransfer aus Deutschland nach Brasilien zwecks Immok

Beitragvon MESSENGER08 » Do 31. Mär 2011, 15:20

baldim hat geschrieben:... Trotzdem kann es schon mal 2 Wochen dauern, bis die das Geld freigeben. ....


Aber auch nur dann wenn der GERENTE keine Ahnung hat, bzw. man sich nicht vorab darum gekümmert hat welche Filiale für die Devisengeschäft zuständig ist und man nach Ankunft des Geldes erstmal auf langwierigem und umständlichen Weg den RICHTIGEN Ansprechpartner ermitteln muss! :lol:
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Re: Geldtransfer aus Deutschland nach Brasilien zwecks Immok

Beitragvon baldim » Do 31. Mär 2011, 15:51

Ich glaube schon, dass der Gerente Ahnung hat.
Das Problem war die Zentralbank in São Paulo,
die haben das Geld nicht gleich freigegeben.
Bei kleineren Summen bis etwa 2.000€ war es kein Problem.
Bei 12.000€ hatte es schon mal länger gedauert.
Letztes Jahr z.B. war es eimal genau anders herum.
Ich hatte 2.000€ überwiesen, dann 1 Woche später 12.000€.
Die 12.000€ waren 5 Tage später auf dem Konto und auf die 2.000€
habe ich 14 Tage gewartet.
Trotz Anrufe bei der Zentralbank in São Paulo.
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Re: Geldtransfer aus Deutschland nach Brasilien zwecks Immok

Beitragvon Frankfurter » Do 31. Mär 2011, 17:08

... also so war`s bei unsvor 4 Jahren.

Frau Brasilianerin. Ich Frankfurter :oops:

Nach dem Abschluss des Kaufvertrages und allen Formalien in Brasilien haben wir das Geld duch die Banco do Brasil, Frankfurt/M, auf das angegebene Konto des Verkäufers überweisen lassen. Da hat es, wie immer bei solchen Dingen in der Hauptstelle etwas gedauert. War eine 6 stellige Reais -Summe . Trotzdem alles OK.

Dieser Weg hat den klaren Vorteil, wenn man die Immobile wieder verkauft, man diesen Betrag auch wieder nach Deutschland überweisen kann. ( So wenigstens nach der heutigen Gesetzeslage #-o )

Der Betrag an die BdB in Frankfurt wurde von meinem EUR - Konto überwiesen. Da gab es auch noch Nachfragen. Aber wir sind da schon mehr als 10 Jahre verheiratet gewesen. Und die haben`s uns doch glatt geglaubt dass wir Eheleute waren ( sind ) :shock: -- Ich hatte das Gefühl, die wollten auch noch den Vollzug der Ehe begutachten [-o< . Aber so sin halt die Leut.

Etwas OT: Geldwäsche-- in der Schweiz sind nicht mehr größere Beträge ab 2-5 Tausend EUR in Bar ab zu heben. Nur noch mit Überweisung verfügbar. 1984 Orwell an allen Stellen !!
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Re: Geldtransfer aus Deutschland nach Brasilien zwecks Immok

Beitragvon MESSENGER08 » Do 31. Mär 2011, 20:44

Frankfurter hat geschrieben:... ..., auf das angegebene Konto des Verkäufers überweisen lassen. Da hat es, wie immer bei solchen Dingen in der Hauptstelle etwas gedauert. War eine 6 stellige Reais -Summe . Trotzdem alles OK....


Kann auch sein das es am Empfänger des Geldes lag.
Denn mir wurde mal bei der HSBC erklärt, das wenn man bei der Überweisung und der BC Anmeldung als Verwendungszweck IMMOBILIENKAUF angiebt, zusätzliche Dokumente vorgelegt werden müssen bevor das Geld dem Konto gutgeschrieben wird. So wurde uns genannt das der Kaufvertrag und die Escritura vorzulegen sind. Vielleicht hatte der noch nicht alle fertig!?!?!

:cool:
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Re: Geldtransfer aus Deutschland nach Brasilien zwecks Immok

Beitragvon Garoto2011 » Fr 1. Apr 2011, 09:37

Findet ihr es nicht auch etwas bescheuert, dass man denen nachweisen muss wofür das Geld ist ?

Die Herkunft des Geldes ist doch jedesmal völlig klar: Vom eigenen Konto in D oder CH.
Wenn die dann den Nachweis verlangen woher man das Geld hat finde ich, überschreiten sie ihre Kompetenzen.

Sie unterstellen, dass man illegal an das Geld gekommen ist. Hat ein fremder Staat überhaupt das Recht von mir den Nachweis über mein Einkomen in CH zu verlangen ? Auf welcher Grundlage ?

Und dann noch wie oft hier beschrieben, warum muss ich nachweisen wofür das Geld ist ?
Wenn es mein Geld ist, warum muss ich glaubhaft machen dass es für einen Immobilienkauf ist und dann auch noch Verträge vorweisen ?

Das heisst doch , dass uns das Recht genommen wird, unser Geld auf unser Konto in Brasilien zu überweisen. Nur wenn es einem Zweck dient den die BC gutheisst wird es erlaubt.

Wenn ich sage, die Kohle kommt auf MEIN Konto weil MEIN Geld auf MEIN Konto gehört und ich mache dann damit was ICH will werden die die Überweisung ablehen.

Wie kann denn überhaupt eine Zentralbank mein Geld blockieren weil es nicht einem Zweck dient den sie gutheisst ? Unglaublich.

Hallo, in was für Zeiten leben wir ? Ich finde das geht definitv zu weit.

Gibt es keinen Protest gegen diese Praxis ?
Das ist doch die totale Überwachung, und ihr nehmt das einfach so hin, warum wehrt sich niemand und versucht diesen Monster-Staat in die Schranken zu verweisen ? Warum machen die Menschen heutzutage diese staatliche Überwachung so hingebungsvoll mit ? Die unterstellem einem kriminell zu sein und niemand regt sich darüber auf.

Scheinbar seid ihr alle glücklich wenn ihr euer sauer verdientes Geld in dieses Enbtwicksungsland pumpen dürft.
Dass ihr es dann nur unter noch wesentlich schwierigeren Bedingungen wieder herausbekommt scheint auch erstmal unbedeutend.

Erstaunt mich einfach, was hier alles vom brasilianischen Staat so widerspruchslos akzeptiert wird.

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Re: Geldtransfer aus Deutschland nach Brasilien zwecks Immok

Beitragvon maro » Fr 1. Apr 2011, 13:07

Ich hatte letztes Jahr auch mit dem Gedanken gespielt eine kleine Wohnung in Rio an der Copa zu kaufen.
Habe mich auch bei der Banco d brasil über die Geldtransfermöglichkeiten /Probleme, Gebühren versucht schlau zu machen.
Es ist allerdings beim versuch geblieben da es unmöglich war eine halbwegs Verständliche Antwort zu bekommen.
Ausserdem sind dann ca. 80000€ für ne 33 qm 1 Zimmer Wohnung auch nicht wenig. Ok, Olympische Spiele, WM, sind bestimmt Zugpferde, aber in der Wertsteigerung weiss ich nicht ob da noch viel Luft nach oben ist.
Und zur Vermietung für Touristen sollte man jemanden vor ort haben auf den man sich verlassen kann.
Ansosnsten dürfte es ziemlich schwer sein nachzuprüfen wieviele Tage "wirklich" im Monat vermietet sind. Deshalb habe ich dann letztendlich doch die Finger davon gelassen.
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