Geldtransfer nach Brasilien

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Re: Geldtransfer nach Brasilien

Beitragvon dietmar » Di 5. Aug 2008, 20:43

Admin hat geschrieben:Derzeit teste ich die von Paypal angebotene Auszahlung auf Visa-Karte. Aber auch hier fallen ein paar Prozent für den Empfang des Geldes auf dem Paypal-Konto an, zudem 4 Euro oder so für die Auszahlung auf Visa. Die Gebühren bei der BB sind noch nicht bekannt, da meine Testüberweisung (40 Euro) derzeit im Nirvana verschollen ist. Irgendwo hängt das Geld rum und wartet vermutlich auf eine doofe Freigabe. Unterm Strich dürfte es mich aber auch nicht günstiger kommen.


Wollte euch nur ein Update geben. Also die Testauszahlung auf die Visakarte (Ourocard International Banco do Brasil) wurde am 27. Juni 2008 veranlasst und laut der Kreditkartenabrechung, die ich heute erhalten habe, bereits am 30. Juni gutgeschrieben. Mein Paypalkonto wird übrigens in Euro geführt.

Auszahlung beantragt am 27. Juni: 40 Euro
Paypal Widthdrawal - Gebühren: 4 Euro
An Kreditkarte geschickt: 36 Euro

Gutschrift auf Kreditkarte am 30. Juni: 56,69 US-Dollar
errechneter Wechselkurs EUR/USD: 1.57472
Kurs laut Oanda (Interbank): 1.57990
(wo umgerechnet wird, bei Paypal bei Geldausgang oder bei Visa bei Geldeingang lässt sich nicht nachvollziehen)

Gutschrift in Reais: 91.11 R$
Kurs laut Abrechung USD/BRL: 1.6070
Kurs laut Oanda (Interbank): 1.6090

Weitere Kosten seitens Banco do Brasil: keine

Paypal-Gebühren: Die Übertragung zur Kreditkarte kostet - unabhängig des Betrages - generell 4 EUR / 5 USD / 6.50 CHF
Auszahlungen sind möglich ab 10 EUR / 10 USD / 13 CHF

Nachteil: Online via Internetbanking konnte ich den Betrag im gesamten Juli nicht einsehen. Oder ich habe einfach falsch geguckt oder es geht nur über die Hotline. Auch wird der Betrag (sofern Guthaben) nicht automatisch dem Konto gutgeschrieben. Ich habe z.B. die Kreditkarte letzten Monat nicht genutzt und habe nun einen Rechnungsbetrag von -91,11 R$. Ich hatte das vor gut einem Jahr schon einmal (Rückbuchung von Hostingkosten), und habe dieses Geld über einen Sachbearbeiter in meiner Filiale angefordert und es wurde dann ohne Abzug am Folgetag dem Konto gutgeschrieben. Zudem erhöht ein eventuelles Guthaben auf der Karte nicht das Limit.

Logischerweise kann ich jetzt aber theoretisch 91 R$ per Kreditkarte z.B. im Supermarkt zahlen und mir wird nächsten Monat nix vom Konto abgebucht.

Wie ich bereits geschrieben habe, kostet mich das Empfangen von Geld auf dem Paypalkonto stets Gebühren, da das Geld von Firmen in Europa stammt, die keine SWIFT-Überweisungen anbieten oder nur alternativ auf ein deutsches/europäisches Konto auszahlen. Aber wer im Besitz eines deutschen Kontos ist, der kann sich ja Geld auf sein Paypalkonto überweisen (lassen), wobei hier der Empfang des Geldes kostenfrei ist.

Fazit: Somit gäbe es für diesen speziellen Fall eine Möglichkeit, Geld von (s)einem deutschen Konto auf eine (eigene bzw. bei Paypal hinterlegte) brasilianische Visakarte für 4 Euro Gebühren zu transferieren.
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Re: Geldtransfer nach Brasilien

Beitragvon bimbo » Mi 6. Aug 2008, 06:39

Ich schicke oft Geld nach Brasilien.
Das dauert 48 std. Keine Spesen. Guter Kurs.
Wie das geht? Mit einem Cambista!
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Re: Geldtransfer nach Brasilien

Beitragvon minasgerais » Do 7. Aug 2008, 10:22

@admin.

google mal nach paypal, oder wie ich sage prellfall. gib ein paypal chargeback, paypal betrug, paypal ksp.

Da findest viele Seiten, meist Englisch das da jeden Tag weltweit Betrug in einer Höhe stattfindet wo jeder hier im Forum von der Tagesbetrugsumme durch paypal nach Rio ziehen kann und sich nur noch mit Hubschrauber bewegen muss.

paypal ist wie alle unternehmen des Mutterkonzerns mit den 4 Buchstaben reine Abzocke und legalisierter Betrug.
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Re: Geldtransfer nach Brasilien

Beitragvon Elsass » Do 7. Aug 2008, 11:08

oder um es etwas weniger emotional auszudruecken :
Den "service" von PayPal sollte man nur in Betracht ziehen, wenn keine anderen Moeglichkeiten mehr greifen.
Ich benutze PayPal nur zum Einkaufen ausserhalb Europas und nur fuer kleinere Betraege - bis 100$.

Habe selbst auch teilweise schlechte Erfahrungen mit PayPal, z.B. Geld super schnell von meinem Konto abgebucht, Bezahlung 9 Tage spaeter - Begruendung "Security Control" .

PayPal ist eine Bank; d.h. die arbeiten mit dem Geld ihrer Kunden.
Auszahlungsverzoegerungen und Gebuehren-"tricks" sollte man als Kunde von PayPal einkalkulieren.
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Re: Geldtransfer nach Brasilien

Beitragvon dietmar » Do 7. Aug 2008, 13:39

Also ich nutze Paypal eigentlich kontinuierlich seit 3 Jahren und habe noch keine schlechten Erfahrungen gemacht. Affiliate-Partner und Kunden zahlen dorthin, ich bezahle von dort Hostinggebühren, Domainregistrierungen, etc. Waren kaufe ich darüber nicht. Die einzigen Kosten entstehen mir für den Empfang des Geldes. Durch den regelmässigen Ein- und Ausgang bleibt das Konto meist ausgeglichen, so dass eigentlich keine Notwendigkeit besteht, Geld nach Brasilien umzubuchen (von Ausnahmen wie bei der Spendenaktion für Neto mal abgesehen). Ich habe es glaube ich bereits erwähnt, ich verfüge über kein Konto in Europa und arbeite per Paypal, Western Union und SWIFT. Und überall schlagen die Banken zu, da ist Paypal (meiner Meinung nach) nicht besser und schlechter als jede andere.

Für SWIFT auf BdB zahle ich 1%, mind. 20 Dollar. Würde ich jetzt mit Kreditkarte abermals im Ausland bezahlen, zahle ich nochmal 1% Auslandsgebühr. Zudem habe ich beim Empfang das Problem der Freigabe, da das Geld von Firmen kommt. Es dauert zudem mehrere Tage, umfasst einigen organisatorischen Aufwand (Herkunftsnachweis) und wird seitens der RF protokolliert.

Bei PAYPAL zahle ich etwa. 2.5 % für den Empfang, das Geld ist binnen Minuten da und ich kann es sofort verwenden und ebenfalls in Echtzeit bei meinen Partnern bezahlen. Das Geld kommt aus Europa und meine Zahlungen gehen in die USA. Es bleibt also komplett im Ausland. Keine Bank in Brasilien bekommt davon etwas mit. Und ich diese bargeldlosen Transfers über ausnahmslos verifizierte Partner per Mausklick abwickeln. Das ist bei SWIFT und WU natürlich anders.

Im vorliegenden Thread geht es aber um den Geldtransfer nach Brasilien und hier wollte ich nur eine weitere (von vielen) Möglichkeiten aufzeigen, wie es auch funktionieren kann. Es gibt einfachere, günstigere und sogar kostenfreie Lösungen, die natürlich zu bevorzugen sind, sofern die Voraussetzungen gegeben sind.
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Re: Geldtransfer nach Brasilien

Beitragvon minasgerais » So 10. Aug 2008, 07:59

Elsass hat geschrieben:oder um es etwas weniger emotional auszudruecken :
Den "service" von PayPal sollte man nur in Betracht ziehen, wenn keine anderen Moeglichkeiten mehr greifen.
Ich benutze PayPal nur zum Einkaufen ausserhalb Europas und nur fuer kleinere Betraege - bis 100$.

Habe selbst auch teilweise schlechte Erfahrungen mit PayPal, z.B. Geld super schnell von meinem Konto abgebucht, Bezahlung 9 Tage spaeter - Begruendung "Security Control" .

PayPal ist eine Bank; d.h. die arbeiten mit dem Geld ihrer Kunden.
Auszahlungsverzoegerungen und Gebuehren-"tricks" sollte man als Kunde von PayPal einkalkulieren.


Paypal ist KEINE Bank! Die haben nur sich eine Briefkastenadresse in Luxemburg geholt und eine Lizenz bekommen. Defintiv sind die keine Bank. Die sind der größte Betrug der Ebaygruppe.

http://www.nopaypal-neu.eu.tf/
http://screw-paypal.com/home.html
http://www.paypalsucks.com/
http://www.aboutpaypal.org/paypal_sucks

...und weitere hunderttausende von Seiten...

Geld bei Paypal sicher zu haben ist wie als Mister T. behängt in den Favelas rumzulaufen.

Einfach mal lesen.
@admin
Dafür könnte es brauchbar sein, aber lese Du auch mal rein.
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Re: Geldtransfer nach Brasilien

Beitragvon dietmar » Do 2. Okt 2008, 18:25

Eine weitere Variante ist die Auszahlung auf eine ePassport Visa Karte. Klar fallen Gebühren an, aber das Geld bleibt im Endeffekt komplett im Ausland.

Ich habe ein Partnerprogramm, dass ausserhalb Europas nur per Scheck oder diesem System abrechnet. Daher habe ich mir mal so einen Account zugelegt, wo man für zwar happige 35 US$ im Jahr ein Visa-Plastikkarte bekommt oder für 5 US$ im Jahr eine virtuelle Visakarte, die eben nur für Online-Einkäufe verwendet werden kann.

Bezahlen mit der Plastik-Visa überall, Geldabhebungen an den Automaten werden mit 2 U$-Dollar berechnet.

Und natürlich kann man Geld von Paypal dort rüber schiessen kann und dann mit der ausländischen Kreditkarte hier im Supermarkt bezahlen (letzter Test steht noch aus, da Karte noch unterwegs).

Also habe ich mal 50 Euro Test von Paypal auf die Visakarte ausbezahlt (Währung bei Auszahlungen immer lt. Wohnort).
26. September 50 EUR = 129.86 BRL (2.5972 BRL)
Gebühren Paypal = 9 BRL
Transfer zu Visa = 120.86 BRL
Angekommen bei Visa = 120.86 BRL
27. September Umtausch zu US$ = 65.25 US$ (1.8522 BRL)
Aufladegebühr = 5 US$
Effektiver Kurs 50 EUR = 60.25 US$ = 1.205 US$/EUR
Kurs Oanda 26./27.09. = 1.461 US$/EUR

Genau! Es kommen einem die Tränen. Aber immerhin ist es eine Möglichkeit, so in Brasilien an sein Paypalgeld zu kommen, wenn man kein Bankkonto hier besitzt (und auch keines in Europa). Zudem muss man ja nicht den Umweg über Paypal gehen. Das Aufladen des ePassport-Kontos wird mit 5 US$ berechnet. In bestimmten Situationen kann es also recht interessant sein, besonders die virtuelle Visakarte (mit Sicherheitscode). Oder man nutzt die Plastikkarte.

I know, alles mistig im Vergleich zu Postbank-Sparcard und Co. ... aber ohne Wohnsitz und Konto in Deutschland muss man immer nach Alternativen Ausschau halten. Auch wenn die natürlich nicht so dolle sind. Daher nur dieser kleine Hinweis hier.
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Re: Geldtransfer nach Brasilien

Beitragvon donesteban » Do 2. Okt 2008, 22:08

Ja, Admin, es kommen einem die Tränen, aber ohne Wohnsitz in DE. Tja, was soll man machen.

Übrigens. Ich habe mal die Variante mit Advanzia Bank und der DKB-Bank angeleiert. Stand weiter oben oder in einem anderen Thread. DKB Visa habe ich noch nicht benutzt. Die habe ich noch in DE. Konnte man nicht temporär sperren und einfach so verschicken. Die Advanzia Mastercard kam gesperrt. Die habe ich nach Brasilien geschickt und dann, als sie dort war, entsperren lassen. Dauert aber eine Weile, bis man alles hat und die Karte in Brasilien entsperrt ist.

Barabhebung ist mit der Advanzia-Karte absolut gebührenfrei. Meine Frau hat nun einmal vor Ort 1.000,00 Reais abgehoben. Der Kurs war ziemlich nahe am Kurs, der z. B. bei Yahoo veröffentlicht wird. Habe es nicht auf den letzten Cent kontrolliert, mache ich aber demnächst, bei der nächsten Abhebung. Der Kurs schwankt ja innerhalb von Stunden recht signifikant. Heute Nachmittag 2,66, jetzt und 23:00 Uhr 2,77. Mal sehen, wie die heute wechseln.

Pferdefuß bei Advanzia sind die extremen Kreditzinsen. Nahezu 2% pro Monat. Man kann kein Konto füllen, sondern bekommt einmal im Monat eine Rechnung. Zinsen fallen dann seit Abhebung an. Work-Around: Man kann abheben, am nächsten Tag dort anrufen und fragen, wie viel offen ist und dann überweisen. Dann kommt man vielleicht mit 0,2 bis 0,4% weg. Umständlich, aber immer noch eine sehr billige Art, an Geld in Brasilien zu kommen.
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Re: Geldtransfer nach Brasilien

Beitragvon mikelo » Do 2. Okt 2008, 23:19

donesteban hat geschrieben:Ja, Admin, es kommen einem die Tränen, aber ohne Wohnsitz in DE. Tja, was soll man machen.



verstehe das ganze aber nicht richtig. meine eltern leben ja jetzt in deutschland. mein vater hat bei der postbank fuer mich zwecks einer kontoeroeffnung nachgefragt. da ich fuer verschiedene abrechnungen, die ueber deutschland laufen, gerne ein konto eroeffnet haette.
laut auskunft des zustaendigen mitarbeiters sei das ganze kein problem. er brauechte von mir eine photokopie meines passes-und eine einmalige einzahlung von 1ooo euro. ebenso eine vollmacht fuer meinen vater, dass er dieses fuer mich eroeffnen kann. danach wuerde er fuer mich dieses konto eroeffnen und auf wunsch auch das online banking in die wege leiten.
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Re: Geldtransfer nach Brasilien

Beitragvon donesteban » Do 2. Okt 2008, 23:41

Möglich, habe nicht weiter recherchiert. Bei meinen Depot-Konten und Online-Banking musste ich einen deutschen Wohnsitz angeben. Geht eventuell auch ohne den. Mir hat sich die Frage nie gestellt.
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