Gesetzestexte betr. Aufnahme der Staatsbuergerschaft

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Beitragvon Manfredo » Mi 22. Feb 2006, 13:17

Ja, genau, stimme Dir zu.
Es kommt auf die Umstände für den einzelnen an, ob die 2. (brasil) Staatsbürgerschaft von Vorteil oder unwichtig oder evtl. sogar von Nachteil ist.
Nachteilig kann jedoch sein, die deutsche zu verlieren, obwohl......Schweizer müsste man/frau sein :)
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Beitragvon Severino » Mi 22. Feb 2006, 14:29

Oi Manfredo
Schweizer müsste man/frau sein

Das ist heute mit den bilateralen Abkommen eigentlich egal, ob man Bürger eines EU-Staates (ohne die ganz neuen) oder Schweizer - (oder sogar beides) ist.
Wenn einen die Bundeswehr im zarten Alter von 18 für untauglich erklärt, dann holen einen bei Umzug halt die Eidgenossen. Immerhin war ich da schon 25 und sah das Ganze etwas lockerer.....
Nachteile habe ich mir auch bei der Scheidung eingehandelt. Hätte ich doch bloss in D geheiratet....
Naja, Hauptsache immer noch Brasilienfreund.

Problemas nao existem nao - o jeito brasileiro
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Beitragvon Manfredo » Mi 22. Feb 2006, 14:47

Ja, hast auch wieder recht und wie ein Lehrer von mir einmal sagte:
"A boa coisa sobre o passado e qu eleacabou"
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Beitragvon Azaleia » Fr 24. Feb 2006, 04:31

Hallo ihr Beiden,

natürlich habt ihr recht. Die Aufgabe der dt. Staatsbürgerschaft hat gravierende Nachteile. Ich hatte auch nie vor die brasilianische gegen die deutsche einzutauschen. Obwohl bei mir alles dafür spricht, dass mich auch in Zukunft Deutschland allerhöchstens 4 Wochen im Jahr haben wird. Aber wer weiss schon was in 15 oder 20 Jahren ist. Vielleicht will Töchterchen ja eines Tages mal dort studieren oder sogar leben und Mama möchte dann auch wieder öfter/länger dort sein :).

Die Tatsache, dass die Möglichkeit besteht beide zu haben finde ich jedenfalls interessant. Wobei mir Manfredo da jetzt wieder einen Vorsichtsdämpfer aufgedrückt hat. In Dt. ändern sich die Gesetze ja auch manchmal. Zwar nicht alle paar Sekunden wie in Brasilien, aber wenn es dann in ferner Zukunft heisst, Sie dürfen jetzt leider Ihren deutschen Pass doch nicht mehr haben...

Und um noch Severinos Frage zu beantworten:
Momentan fallen mir jetzt nur zwei Vorteile ein, die eine brasilianische Staatsbürgerschaft mit sich bringen würde:
1. Du kannst als Ausländer keine Micro- oder Pequena Empresa gründen.
2. Ein Ausländer kann als pessoa fisica keine landwirtschaftlichen Flächen über 50 há (je nach Region) auf seinen Namen haben. Und eine Ltda.-Gründung ist in diesem Falle nur legal, wenn du als Ausländer mit weniger als 50% beteiligt bist. Für den Rest brauchst du Strohmänner.

(@Serverino: Militärdienst: kein Problem; Wahlpflicht: gibt schlimmeres; Passkontrolle: stelle mich immer dort an wo die kürzere Schlange ist da Töchterchen immer dabei ist und einen bras. Pass hat, würde sich auch nicht ändern, da sie bald auch einen deutschen hat; Scheidung: kein Thema; Visa: de facto ein Nachteil)

(@Manfredo: habe leider seit einer Ewigkeit keinen Kontakt mehr zu Neto. Ob er wohl noch lebt :? und wenn ja warum schreibt er keine Stories mehr? Muss ihm mal wieder mailen.)

Gruss
Azaleia
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Beitragvon Manfredo » Fr 24. Feb 2006, 10:06

Moin Azalea,

wenn ich begründete aussichtsreiche wirtschaftliche Perspektiven häte, würde ich das (in Deinem Fall geringe) Risiko einer 2. Staatsbürgerschaft dem Risiko einer "Grauzone" vorziehen. Ich habe selbst etwas ähnliches am laufen, in einem 3. Weltland und wende mich alle 6 Monate schriftlich an die zuständige Behörde, mit der Bitte um Info über etwaige Änderungen.
In Deinem Fall das Konsulat vor Ort und das deutsche Innenministerium. Hier ist es von Vorteil wenn Du eine deutsche Kontaktadresse angeben kannst.
Der Aufwand ist im Verhältniss zum Nutzen minimal. Mein PC und Handy erinnern mich daran. So einfach (außer aus Dummheit) verliert man die deutsche Staatsangehörigkeit nicht. Der arme Kerl in meinem Beispiel, hatte nur das Problem dass er sich keinen Rechtsanwalt leisten konnte. Als ich davon erfuhr, wars schon zu spät zum Helfen.

:D Neto :D wird immer leben :yo :yo . Er hat viel zu tun auf der Pousada, da immer Gäste da sind. Auch aus dem Forum :D . Übrigens ein Traum dort, auch die "Animation" ist vom feinsten. Allerdings "nichts für Pauschatouristen", da abseits des ausgetretenen Touristenmainstreams. Die umliegenden Strände sind genau so wunderbar. Die Kontaktdaten sind in Deinem Postfach, hab aber ein wenig Geduld da es immer wieder mal Telefon - und PC Probleme gibt (aber die habe ich auch).
Dass er nicht mehr postet liegt nicht am Forum, sicher nicht und die Geschichten gehen ihm nie aus, da sich fast täglich etwas ereignet über das es sich lohnt zu schreiben, kann ich bezeugen.
Er hat einfach sehr wenig Zeit.

alles Gute

Manfredo
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Beitragvon Tuxaua » Fr 24. Feb 2006, 14:45

Azaleia hat geschrieben:Momentan fallen mir jetzt nur zwei Vorteile ein, die eine brasilianische Staatsbürgerschaft mit sich bringen würde:
1. Du kannst als Ausländer keine Micro- oder Pequena Empresa gründen.
2. Ein Ausländer kann als pessoa fisica keine landwirtschaftlichen Flächen über 50 há (je nach Region) auf seinen Namen haben. Und eine Ltda.-Gründung ist in diesem Falle nur legal, wenn du als Ausländer mit weniger als 50% beteiligt bist. Für den Rest brauchst du Strohmänner.
Einen Vorteil sehe ich noch.
Für die meisten unter uns dürfte die Erlangung der Perma an einer der beiden Bedingungen hängen: Heirat und/oder Kind mit bzw. von bras. Partner und das Zusammenleben mit diesen Personen.
Wenn diese Vorraussetzung(en) entfallen ist offiziell die Perma futsch.
Für die Lebensplanung Einiger dürfte das schon eine Rolle spielen, insbesondere wenn die Tür in Richtung D zu ist.
Über die in BR möglichen Grauzonen zum Verbleib mit Perma aber ohne Ehepartner/Kind kann sich jeder seine Gedanken machen.
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