Oi, tudo bem,
ja, es war richtig, wir saßen bereits im Flieger und natürlich lassen wir euch gern an unseren Reiseerfahrungen teilhaben.
Zum Thema Flug möchten wir nur anmerken, dass die Hinreise Hamburg-Düsseldorf mit LH und Düsseldorf-Natal mit FlyBrazil reibungslos verlief, der Rückflug allerdings die reinste Katastrophe war.
Das Hotel Esmeralda in Punta Negra ist zu empfehlen, sauber und gepflegt, reichhaltiges Frühstück und sehr freundliches Personal. War aber plötzlich ab Weihnachten voll in italienischer Hand mit entsprechendem südeuropäischen Lärmpegel. Boah......wenn die erst mal anfangen zu keifen....
Wir fanden vor Ort schnell diverse Gesprächspartner, sie kamen aus Deutschland, Holland, Portugal, Spanien, Argentinien, Italien und natürlich Brasilien, zum größten Teil in der Region Natal ansässig.
Um es gleich vorweg zu nehmen: Hinsichtlich möglicher Geschäftsgrundlagen sind wir genauso schlau wie vorher – die Zeit war zu kurz, der Erfahrungsschatz aus den vielen Gesprächen zu widersprüchlich, und der Vergleich der weit auseinanderliegenden Meinungen bzgl. der Chancen z.B. im Tourismus in dieser Region war schon phänomenal. Die Meinungen reichten von „das Touri-Zentrum der Zukunft“ bis „wird das gleiche Schicksal wie Recife und Joa Pessao (richtig geschrieben?) erleiden“.
Wir merkten sehr schnell, dass 3 Wochen einfach zu wenig waren, um uns das gewünschte Bild zu verschaffen. Aber dann half uns der Zufall. In Buzios wurden wir plötzlich mit der Frage konfrontiert, ob wir ein Haus kaufen möchten. Hm....kurze Seitenblicke gewechselt....wieso eigentlich nicht? Schon verfrachtete unserer brasilianischer Freund uns in sein Auto und los ging es, 8 Objekte anschauen.
Und schließlich standen wir da unter einigen Kokospalmen ........ auf einem Grundstück am Meer ....... darauf ein Haus, auf das sich jede Planierraupe freuen würde ....... der Atlantikwind zauste in den Haaren ....... und die salzige Luft, die blitzschnell jedes Metallteil in seine Moleküle zerlegt, reizte behutsam alle Sinne ........ nicht einmal die 20 Kakerlaken in der Kloschüssel konnten diesen erhabenen Moment stören (waaaah....der Kerl ist sooooo unromantisch

).....
Als wir am nächsten Tag den Buchwert des Objektes und dann den Kaufpreis erfuhren, konnten wir nur noch ja sagen. Noch am selben Tag entrichteten wir in der Banco do Brasil die erforderliche Gebühr und wurden einen Tag später im Finanzamt von Natal jeder stolzer Besitzer einer brasilianischen Steuernummer. Ein weiterer Besuch beim Notar brachte den Stein endgültig ins Rollen.
Dann marschierten wir wie selbstverständlich mit unserem Dictionario (wir beherrschen nämlich die Sprache noch nicht

) in die Baumärkte und einige Stunden später hatten wir den Geldbedarf für die Renovierung des Hauses errechnet und Ronald seinen Wortschatz um „janela“ und „porta“ erhöht.
Heiligabend war dann Bescherung....Marion bekam das Grundstück und Ronald die Bruchbude.
Und wie geht es nun weiter? Ganz einfach. Im Sommer renoviert Ronald mit brasilianischen Handwerkern das Haus, damit Marion es sich anschließend bequem machen kann....ist doch nur fair, oder?
Bei der Gelegenheit wird er die deutsch-brasilianische Handelskammer in Rio besuchen, die bereits Kontakt mit uns hat und interessante Dienstleistungen für Unternehmer anbietet. Und so ab ca. November/Dezember werden wir mal für einige Monate in Brasilien auf Probe wohnen und in aller Ruhe die Märkte analysieren und die Weichen stellen. Im Frühjahr 2007 sind wir dann bestimmt eine ganze Menge schlauer.
Abenteuerlich? Gewiß, aber es macht riesig Spaß und wir wollen etwas unternehmen.
Es grüßen herzlichst
Marion und Ronald