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Halo Todos,
ein Freund ist vor einiger Zeit befördert worden und muss nun, weil er mehr verdient, logischerweise auch mehr Steuern zahlen. Jetzt ist er auf die Idee gekommen, dem mittels Änderung seiner Steuerklasse entgegenzuwirken. Heisst, Steuerklasse von 1 runter auf 3, mittels Eheschein.
Anscheinend hat er sich schon in türkischen, marrokanischen und osteuropäischen Gemeinden umgehört, dort ist ihm wohl sogar noch Geld für eine Heirat angeboten worden.
Jetzt kommt er aber zu mir weil er Angst hat dass die o.g. Nationalitäten sich von der Heirat eine Aufenthaltsgenehmigung versprechen (da wird er wohl recht haben, hein?), sie also nach Deutschland kommen und er im schlimmsten Fall die Frau bei sich aufnehmen muss. Oder, falls er das nicht tut, diese zum Sozialamt marschiert und er dem Sozialamt die Leistungen wiederum erstatten muss. Er meint nun, eine India (analfabeta) aus dem Amazonas wär genau das richtige für ihn. Hinfliegen, 1500 € auf den Tisch legen, Heiratsurkunde mitnehmen, hier vorlegen und fertig. Ob ich denn jemanden kennen würde?
Jetzt kenne ich zwar einige Indias, aber keine analfabetas. Ausserdem würden diese Frauen einem solchen Handel auch nicht zustimmen. Jedenfalls will ich das glauben und deshalb werde ich auch gleich gar nicht anfragen.
Hab ihm gesagt, er soll einfach nach Recife fliegen und 2 Wochen lang die GPs abklappern, da findet sich bestimmt eine. Wär ja soweit schon mal ´ne Lösung. Ob eine GP mit Aufenthaltserlaubnis in Deutschland nicht ganz schnell auf ein Ticket in einen deutschen Puff sparen würde und nach 6 Monaten bei ihm zuhaus vor der Tür stände ? Also, ich konnte auch nicht mehr sagen als nur hmmhmmmhmmmm......
Umgekehrt, falls hier jemand eine ehrliche Frau kennt, der 1500 € weiterhelfen würden und die den Deal rational begreifen würde (jaja, Widerspruch in sich, brasileira und rational, aber analfabeta muss ja nicht blöd bedeuten), z.B. eine alleinerziehende Mutter der das Geld weiterhelfen könnte, wenigstens mal für den Moment ? Wär doch besser als GP, oder?
Das gesuchte Profil ist also das einer Frau, die für absehbare Zeit nicht Willens oder in der Lage wäre, nach Deutschland zu kommen um ihrem Mann Probleme bereiten zu können. Die einzige, die ich kenne und die diesem Profil entspricht wäre die 60+jährige Tia da Garaffa da Beira Mar Fortaleza.
Aber, eine brasileira remota idade tanto faz formal verheiratet mit einem 34-jährigen deutschen? Wenn er jetzt doch noch die Liebe seines Lebens findet, aber die Tia nicht mehr findet um sich scheiden zu lassen? Oder wenn die Tante auch nochmal will? Oder nach Deutschland kommt? Ist da separacao de bems eine Lösung? Welches Recht gilt dann überhaupt, deutsches oder brasilianisches?
Sowieso und grundsätzlich: Wäre das jetzt völlig unmoralisch? Oder nur die Globalisierung der Moral und des Steuerrechts?
Ihr seht schon, mir fehlt jeglicher Lösungsansatz und die Fragestellung als solche überfordert mein Weltbild. Ich hab ja sonst immer eine (vor)gebildete Meinung zu allem und dachte, wenn mich mal einer nach Brasilien fragt sag ich nur: na dann frag mal nur, Kleiner.
Aber solch eine blöde Frage hab ich mir nie vorgestellt, war überhaupt nicht darauf vorbereitet und wäre dankbar für jeden Input.
Handfeste Lösungsansätze sind ebenso willkommen wie moralische Ansichten als Filter vor der Informationsweitergabe.
CH
Der Horizont mancher Menschen ist ein Kreis mit dem Radius null, und das nennen sie dann ihren Standpunkt. (Albert Einstein)
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