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 Betreff des Beitrags: Gesundheitssystem Brasiliens: Knochenbrüche seiner Frau wurd
BeitragVerfasst: 27 Feb 2007 09:12 
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Registriert: 30 Nov 2004 08:10
Beiträge: 1917
BRASILIEN / Peter Langeneder erlebt Gesundheitssystem Brasiliens: Knochenbrüche seiner Frau wurden erst nach drei Wochen operiert.

VON ELISABETH SCHREINER

Peter Langeneder aus Mank ist ein richtiger Weltenbummler. Er war schon in den exotischsten Ländern der ganzen Welt. Im März 2005 besuchte er die St. Pöltnerin Sigrid Ludwig, die in dem kleinen brasilianischen Dorf Morro de Sao Paulo eine Frühstückspension gepachtet hat. Dort lernte er auch die lebensfrohe Rezeptionistin Elisangela kennen und lieben. Im Oktober des Vorjahres heiratete der Manker Weltenbummler seine brasilianische Liebe. Vor sechs Wochen wurde die junge Liebe dann auf eine harte Probe gestellt. Elisangela stürzte vom Dach ihres Elternhauses zehn Meter in die Tiefe. Die Folge: Gebrochene Beine, gebrochene Sprunggelenke und mehrfache Brüche des Beckens.

Nur notdürftig versorgt und nicht opereriert
„Im Krankenhaus wurde sie dann einfach so am Gang liegen gelassen“, weiß Sigrid Ludwig, die seit Sommer 2006 wieder in Österreich lebt. Da Elisangela in Brasilien nicht privatversichert ist, wurde sie nur äußerst notdürftig versorgt. Operiert wurde sie nicht. Erst nach Aufenthalten in drei verschiedenen Krankenhäusern bekam sie drei Wochen (!) nach ihrem schweren Unfall einen Operationstermin. Laut den brasilianischen Ärzten ist die Operation gut verlaufen. Durch die schlechte Versorgung sind aber Teile der Haut abgestorben. „Zwei Tage nach der Operation musste sie das Spital schon verlassen, und das obwohl sie bewegungsunfähig ist“, weiß Sigrid Ludwig.

Trotz starker Schmerzen gibt Elisangela nicht auf
Der Manker hat sich ein Zimmer in Salvator in der Nähe des Krankenhauses gemietet. „Es war nicht einfach ein passendes Zimmer zu finden, das leistbar ist. Außerdem wollten viele Vermieter nichts damit zu tun haben“, erzählt Ludwig. Dort pflegt Peter Langeneder seine Frau Elisangela gemeinsam mit zwei Krankenschwestern rund um die Uhr. Er füttert sie, wickelt sie und versorgt ihre Wunden, damit sie keine Infektion bekommt. „Peter ist schon jetzt ziemlich am Ende seiner Kräfte und auch das Geld geht ihm aus“, so Sigrid Ludwig über die schwierige Lage des jungen Ehepaares. Trotz der immensen Schmerzen und der widrigen Umstände gibt sich Elisangela trotzdem nicht auf.

Erst wenn die offenen Wunden abgeheilt sind, kann sie in eine Rehaklinik aufgenommen werden. Wenn das aber nicht bald passiert, wird die lebensfrohe junge Frau vielleicht nie wieder gehen können. „Peter denkt jetzt nur mehr von einem Tag zum nächsten. Aber Elisangela ist eine extreme Kämpferin“, hofft Sigrid Ludwig, dass ihre Freundin aus Brasilien gemeinsam mit ihrem Mann Peter Langeneder auch diese Notlage meistern wird. Denn Liebe überwindet doch alle Hindernisse.




© NÖN-Online 2007



Gruss brasilmen Thomas
http://www.brasilmen.de


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BeitragVerfasst: 27 Feb 2007 09:33 
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Registriert: 07 Feb 2006 15:02
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Es ist schon erstaunlich. Erwartet denn jemand tatsächlich, dass in einem Entwicklungsland europäische Massstäbe bei der Gesundheitsversorgung herrschen?
Das ist doch für Brasilien vollkommen normal. Die Behandlung in den öffentlichen Krankenhäusern ist kostenlos. Nach einer Operation geht es sofort wieder raus und Medikamente muss man selbst zahlen. Die Behandlungen werden in der Reihenfolge der Dringlichkeit ausgeführt. Das weiss in Brasilien jeder. Dass dann selbst mehrfache Knochenbrüche warten müssen ist traurig aber Tatsache.
Was mich aber doch erstaunt ist, dass er zwei Krankenschwestern zahlen kann und auch an eine Rehaklinik denkt und vorher kein Geld für die Behandlung in einer Privatklinik hatte. Das wäre unterm Strich wohl günstiger gewesen und für Elisangela sicher besser.
Da frage ich mich war das Unwissenheit oder eiskalte Berechnung? Eine Pousada-Betreiberin und ein Weltenbummler sollten das ja wohl wissen.



paz e amor
Severino


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BeitragVerfasst: 27 Feb 2007 18:04 
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Registriert: 16 Dez 2004 14:20
Beiträge: 1034
Wohnort: Belo Horizonte - Wiesbaden
Oi Severino
Sei nicht so hart mit dem Autor, da hat sich jemand anhand eines x-beliebigen Falles, den der dann nur oberflächlich recherchiert hat, zu einer Herz-Schmerz Story hinreisesen lassen, um ein wenig Zeilengeld zu verdienen.
Drr Verfasser kennt so ziemlich nichts von Brasilien.
Und die Liebe wird alle Hindernisse überwinden. Tun wir das ganze in die Schublade "Touristische Warnung vor Brasilienreisen"

Elsiangela wird es wenigstens, wenn auch humpelnd überleben, meine Frau hat das brasilianische Gesundheitssystem nicht überlebt.

Gruß

Manfred


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