Gibt es eigentlich auch ein Forum "Brasilienhasser" ?

Hier können BrasilienFreunde nach Herzenslust plaudern! Forum ist öffentlich einsehbar, bitte Nutzungsbedingungen beachten!

Re: Gibt es eigentlich auch ein Forum "Brasilienhasser" ?

Beitragvon tinto » Fr 25. Sep 2009, 21:53

Das Problem, das hier eben immer wieder passiert ist einfach zu erklären. Wir sind Deutsche, schreiben auf deutsch - denken auf deutsch und messen Brasilien an unseren eigenen Maßstäben. Dann fällt eben viel auf, was wir anders machen würden. Oder aber wir verklären brasilien zu einem Paradies, dass es nun auch nicht gerade ist. Zwischen den Extremen pendelt es hier hin und her, und die Wahrheit liegt wie so oft irgendwo dazwischen.

Mich erinnert das an ein französisches Ehepaar, das 20 Jahre in Spanien lebte. Wir, die wir ab und zu zum urlauben vorbeikamen und mittlerweile fast der einzige Sozialkontakt für sie waren, fanden Spanien immer toll. Urlaub eben. Sie empfanden Spanien als Höchststrafe, wurden beklaut vom Gärtner, übers Ohr gehauen von der Baufirma, nicht zufrieden mit der Stadtverwaltung. Es waren ihnen zu viele Touristen, der Lärm der Mopedfahrer ging ihnen ebenso auf den nerv, wie der Müllwagen, der jede Nacht um 2 kam. Und ich fragte mich immer, warum die noch in Spanien leben.....
Ist doch überall das gleiche. Türken bei uns sind auch so. Deutsche in brasilien auch. So ist das!
_________________________________
Schöne Grüße,
tinto
Benutzeravatar
tinto
Moderator
 
Beiträge: 3909
Registriert: Fr 7. Jan 2005, 09:37
Wohnort: Rheinland/Münsterland
Bedankt: 137 mal
Danke erhalten: 137 mal in 104 Posts

Folgende User haben sich bei tinto bedankt:
lia+andre, Regina15

Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Re: Gibt es eigentlich auch ein Forum "Brasilienhasser" ?

Beitragvon Takeo » Fr 25. Sep 2009, 23:27

tinto hat geschrieben:Das Problem, das hier eben immer wieder passiert ist einfach zu erklären. Wir sind Deutsche, schreiben auf deutsch - denken auf deutsch und messen Brasilien an unseren eigenen Maßstäben. Dann fällt eben viel auf, was wir anders machen würden. Oder aber wir verklären brasilien zu einem Paradies, dass es nun auch nicht gerade ist. Zwischen den Extremen pendelt es hier hin und her, und die Wahrheit liegt wie so oft irgendwo dazwischen.


So sehe ich das auch. Ich habe mich schon längst vom "Traum" Brasilien losgelöst - allerdings auch vom "Alptraum"... Mittlerweile bin ich fest davon überzeugt, dass Brasilien nur EINE Variante vieler Länder dieser Welt ist, nicht besser, nicht schlechter... ganz normal, und ich versuch' immer die Normalität Brasiliens aufzuzeichen. Wenn manche Hobbybrasilianer Brasilien in den siebten Himmel heben, muss man eingreifen und die Realität aufzeichen, wenn Andere nur den Gegensatz zwischen Arm und Reich sehen, muss man eingreifen, Manche regen sich über alles auf, dann muss man auch eingreifen...

Eigentlich ist es sogar so: an den meisten Ansichten der Europäer kann man eher die "Exotik" der Mitteleuropäer messen, denn manchmal glaube ich, Mitteleuropäer sind eher die globale Ausnahme zum Rest der Welt... Mitteleuropa, Nordamerika vielleicht Australien. Brasilianer sind eher der ganz normale Durchschnitt unserer Welt... ich war noch nie in Asien oder Afrika... aber viele lateinamerikanische Länder unterscheiden sich kaum grossartig von Brasilien, und ich glaube auch dass in vielen Länder Asiens allerhand Eigenheiten zu finden sind die es auch hier gibt: Müllberge, Favelas, Korruption, Bettler, Reichtum... ich weiss nicht was ich aufzählen soll um nicht in Klischees abzurutschen, aber ich glaube Brasilien stellt vielmehr das normale "globale Mittel" dar als Mitteleuropa...

Und noch was: die meisten Brasilianer sind weder sooooo arm (manche Europäer sehen ja schon Favelas wo noch längst keine sind - siehe, was ich weiter oben geschrieben habe!), noch besonders reich... Viele Brasilianer haben importierte Neuwagen in der Garage stehen, sind aber noch lange nicht die reiche Oberschicht... Helicopter gibt's hier auch nicht soo viele, und Grossgrundbesitzer sind nur relativ normal wirtschaftende bäuerliche Unternehmen... Brasilien ist garnicht so dramatisch wie der frisch importierte Europäer es hier auf den ersten Blick findet!
Benutzeravatar
Takeo
 
Beiträge: 3956
Registriert: Mo 27. Jun 2005, 23:00
Bedankt: 236 mal
Danke erhalten: 578 mal in 361 Posts

Re: Gibt es eigentlich auch ein Forum "Brasilienhasser" ?

Beitragvon Pipoca » Fr 25. Sep 2009, 23:55

Eine gute Einsicht. Brasilien ist nichts anderes, als ein unterentwickeltes Industrieland, dass besser als Kolonie leben würde. Aber die Zeit ist vorbei. Nun leben hier Reiche, Korrupte und Diebe an einen Strang. Die Politik macht mit Gesetzen noch alles komplizierter und teurer. Vielleicht haben auch 20 Jahre Diktatur geschadet, da nicht wie in China investiert wurde, nicht Investoren aus dem Ausland gelockt wurden und grosse Infrastruktur-Stadt-Pläne nicht umgesetzt wurden, sondern alles seinem Lauf überlassen wurde. So sind heute touristische Sehenswürdigkeiten wie Rio de Janeiro eher ein Elend. Und dies ist kein Einzelfall.
Aber es ist ein Land für Leute, die besser mit diesem Zustand leben können, als mit der teilweisen Perfektion in Deutschland. Wer hier ein gewissen Egoismus mitbringt, ein wenig Gaunerhaft ist und Freunde machen kann, der wird sich gut durchschlagen können :D
Benutzeravatar
Pipoca
 
Beiträge: 69
Registriert: Do 27. Aug 2009, 15:08
Wohnort: São Paulo
Bedankt: 0 mal
Danke erhalten: 4 mal in 3 Posts

Re: Gibt es eigentlich auch ein Forum "Brasilienhasser" ?

Beitragvon Männlein » Sa 26. Sep 2009, 00:56

Hallo Pipoca

Na endlich . Jetzt sagt endlich mal einer wie man hier gebacken sein muß in Brasilien . Um leben zu können . Mir scheint das haben sich wirklich hier einige so angewöhnt:D :) :mrgreen: :mrgreen:
.
Männlein
 
Beiträge: 1062
Registriert: Do 16. Feb 2006, 16:10
Wohnort: JP Paraiba
Bedankt: 42 mal
Danke erhalten: 86 mal in 68 Posts

Re: Gibt es eigentlich auch ein Forum "Brasilienhasser" ?

Beitragvon ManausTip » Sa 26. Sep 2009, 01:06

Pipoca hat geschrieben:Eine gute Einsicht. Brasilien ist nichts anderes, als ein unterentwickeltes Industrieland, dass besser als Kolonie leben würde. Aber die Zeit ist vorbei. Nun leben hier Reiche, Korrupte und Diebe an einen Strang. Die Politik macht mit Gesetzen noch alles komplizierter und teurer. Vielleicht haben auch 20 Jahre Diktatur geschadet, da nicht wie in China investiert wurde, nicht Investoren aus dem Ausland gelockt wurden und grosse Infrastruktur-Stadt-Pläne nicht umgesetzt wurden, sondern alles seinem Lauf überlassen wurde. So sind heute touristische Sehenswürdigkeiten wie Rio de Janeiro eher ein Elend. Und dies ist kein Einzelfall.
Aber es ist ein Land für Leute, die besser mit diesem Zustand leben können, als mit der teilweisen Perfektion in Deutschland. Wer hier ein gewissen Egoismus mitbringt, ein wenig Gaunerhaft ist und Freunde machen kann, der wird sich gut durchschlagen können :D



Mag wohl zutreffen wo du wohnst das kann ich nicht einschätzen. Wenn du das über den Norden geschrieben hättest würde ich es als absolutten Schrott eines ahnungslosen einstuffen. Weil hier gibt es mit sicherheit auch ehrliche liebevolle Menschen. Mich selbst und auch einige andere Ausländer die hier leben,stufe ich bestimmt nicht als ein wenig Gaunerhaft und egoistisch ein. Schade eigentlich das du nur dein Stadtteil von Brasilien gut kennst.

Gruss Jürgen

http://www.pousada-manaus.de
www.pousada-manaus.de
Touren und Unterkunft in und um Manaus
Benutzeravatar
ManausTip
 
Beiträge: 535
Registriert: Di 19. Aug 2008, 16:54
Wohnort: Manaus
Bedankt: 103 mal
Danke erhalten: 131 mal in 86 Posts

Folgende User haben sich bei ManausTip bedankt:
Bastos, Westig

Re: Gibt es eigentlich auch ein Forum "Brasilienhasser" ?

Beitragvon O_Periquito » Sa 26. Sep 2009, 01:07

hallo jungs
nun habe ich euch ein ellenlanges post schicken wollen, und nix, alles weg. :evil:
habe aber jetzt leider keine zeit um noch mal zu posten, muss jetzt noch stressen gehen.
gruss aus blumenau O_Periquito
We are here to make friends :-)
Benutzeravatar
O_Periquito
 
Beiträge: 550
Registriert: Do 18. Jan 2007, 22:00
Wohnort: Blumenau
Bedankt: 0 mal
Danke erhalten: 108 mal in 74 Posts

Re: Gibt es eigentlich auch ein Forum "Brasilienhasser" ?

Beitragvon Westig » Sa 26. Sep 2009, 03:09

Takeo schreibt: "Grossgrundbesitzer sind nur relativ normal wirtschaftende bäuerliche Unternehmen..." Und: "Brasilien ist garnicht so dramatisch wie der frisch importierte Europäer es hier auf den ersten Blick findet!"

Das ist eine Meinung unter tausend gleichen, und ebenso eine unter tausend anderen. Und es gehört zu der Dialektik zwischen subjektiv gelebter und geliebter Wahrnehmung, und objektiv nachvollziehbarer Tatbestände. Alles relativ. Was für den einen voll dramatisch ist in Brasilien, ist für den anderen gar nicht dramatisch. Wenn für den einen "faule, bettelnde und verkommene Straßenkinder" ausgemerzt gehören, versucht der andere, mit ihnen und ihren Familien sinnvoll zu arbeiten. Wenn für die einen ein Priester sich für verwahrloste Straßenkinder engagiert, ist derselbe für die anderen gleich und automatisch pädophil. So einfach ist das alles.

Wenn in Palmares / Zuckerrohrzone von Pernambuco ein Zuckerrohrschneider sein drittes Kleinkind in dem gleichen Grabloch beerdigt wie im Jahr zuvor das zweite (weil er für ein neues Grab nicht bezahlen kann) und im Jahr davor das erste im gleichen Loch - sete palmos de terra e um caixão - ) , ist das für ihn vielleicht nicht dramatisch. Sofern er überhaupt dabei ist: in der Zuckerrohrzone in Pernambuco werden nach wie vor die meisten Kleinkinder ohne die Gegenwart der Eltern beerdigt, sondern kleine Kinderhände tragen den weißen Kindersarg der Geschwister, und zumindes der Vater weiß in sehr vielen Fällen nicht, dass sein Kind - das dutzendste von vielleicht zwei Dutzend - gestorben ist, und die Mutter geht auch nicht auf den Friedhof. Und ein Priester ist in den seltensten Fällen dabei.

Takeo hat Recht: alles nicht dramatisch.

Kommt stets auf die Sichtweise an.

Und wenn in Recife im Jahr mehr als 4.000 Menschen ermordet werden, ist das für so manche ebenso wenig dramatisch wie in San Salvador, wo - weniger als halb so groß wie Recife - an einem normalen Wochenende im Durchschnitt gut 25 Menschen getötet werden. Alles nicht dramatisch, sondern alles relativ.

Und wenn ein Großgrundbesitz eines brasilianischen Bundes-Abgeordneten, wie in Pernambuco auf einer der viele Farmen des Politikers Inocencio de Oliveira geschehen und amtlich dokumentiert, hunderte von Sklaven über Jahre nur gegen Essen entlohnt wurden und der Farmbesitzer immerhin zum Präsidenten des brasilianischen Parlaments aufstieg und seine Farmen "normal bewirtschaftet" hat, ist das nicht dramatisch, sondern halt normal. Kommt auf die Sichtweise an, denn er wurde ja bekanntlich nicht verurteilt.

Und wenn das Land auf dem Internationalen Korruptionsindex abrutscht, der allerdings nicht aus Brasilien stammt, und von daher gar nicht stimmen kann, wenn hingegen brasilianische Autoren einen sofortigen Paradigmenwechsel in der Politik fordern und brasilianische Presseorgane deutlich schreiben, das Land gehe für Millionen Menschen sozusagen den Bach runter, ist das in der Gesamtschau nicht dramatisch, höchstens im Einzelfall.

Aber der dramatische Einzelfall spielt für den Autoren des obigen Beitrags bekanntlich keine Rolle. Denn der wird eurozentrisch gesehen und entsprechend runtergemacht. Alldieweil das alles nicht dramatisch ist. Sondern ganz normal.

Zur Abrundung der subjektiven alles-normal-Beurteilung und des eigenen objektiven Lerneffekts wegen:
vielleicht einmal einige von der dramatischen Normalität betroffene Familien fragen. Und mit ihnen zusammenleben. Und mit ihnen Programme und Projekte zur Veränderung ihrer absolut dramatischen Lebensbedingungen - subjektiv und objektiv - und unter sehr großem Respekt ihres Selbstwertgefühls aufbauen.

Mit "Brasilienhass" hat das alles nichs zu tun. Sondern vielleicht mit Betroffenheit, Veränderungs-Engagement, Lern-Bereitschaft und - Toleranz, Liebe zu Brasilien, mit Ethik wohl auch.
Benutzeravatar
Westig
 
Beiträge: 802
Registriert: Fr 1. Jun 2007, 01:06
Wohnort: Recife-PE. / Brasilien; San Salvador / El Salvador
Bedankt: 258 mal
Danke erhalten: 297 mal in 169 Posts

Folgende User haben sich bei Westig bedankt:
esteban38, jottt85, lia+andre

Re: Gibt es eigentlich auch ein Forum "Brasilienhasser" ?

Beitragvon Takeo » Sa 26. Sep 2009, 05:16

Mann o Mann westig, ich versuche krampfhaft aufzuzeichenen dass Brasilien ein Land wie viele anderen dieser Erde ist, und dann kommst Du schon wieder mit dieer Mischung aus Klaus Hart, Bildzeitung und Unicef... es gibt auch Leute auf dieser Welt, die bei dem Wort Deutschland auch nur an Hitler, Holocaust oder Mercedes Benz denken... es gibt neben Brasilien aber auch Indien, und Bangladesh, und Afghanistan, Pakistan, Kambodscha, oder Burundi ... Mittelamerika... was weiss ich nicht was alles... aber gut, immer schön verkrampft über Brasilein weiterdiskutieren: Industirestaat, Kolonialstaat, Korruption, Diebe, Politiker... ... Viele Leute leben ber trotzdem ein relativ normales Leben in Brasilien, sind nicht reich, sind nicht arm... muss man denn immer nur den gesamten Weltschmerz über Brasilien auskippen, immer diese Extremdiskussionen, immer diese krampfhafte Polarisierung in soziale Schichten, alle möglichen Richtungen... ich glaube DAS ist wohl Deutsche Art. Laissez faire... bewundert man an der brasilianischen lebensart... Entschuldigt mich bitte, ich habe heute einen ganz normalen Tag in Brasilien verbracht, ich habe weder Bettler verrecken sehen, noch Helicopter herumschwirren gesehen... ich weiss das es das alles gibt... ... aber dass es auch sowas wie ein normalen Alltag gibt scheint bei Euch nicht zu funken...
Benutzeravatar
Takeo
 
Beiträge: 3956
Registriert: Mo 27. Jun 2005, 23:00
Bedankt: 236 mal
Danke erhalten: 578 mal in 361 Posts

Re: Gibt es eigentlich auch ein Forum "Brasilienhasser" ?

Beitragvon Takeo » Sa 26. Sep 2009, 05:52

Westig hat geschrieben: Mit "Brasilienhass" hat das alles nichs zu tun. Sondern vielleicht mit Betroffenheit, Veränderungs-Engagement, Lern-Bereitschaft und - Toleranz, Liebe zu Brasilien, mit Ethik wohl auch.


Entschuldige mich westig, aber diese Worte klingen wirklich schön, um nicht zu sagen süsslich... Betroffenheit... Veränderungs-Engagement... Lern-Bereitschaft... Toleranz... ...aber das sind doch nichts als wieder diese unterschwellig arroganten Ertse Welt Besserwisser-Floskeln, die eher ins spätabendliche Wort-zum-Sonntag der reichen Welt zum Spendenaufruf in die 'geschundene Dritte Welt der Looser', der man im Grunde nichts zutraut, gehören, als zu einem souveränen Brasilien mit einer täglich hart arbeitenden Wirtschaft. Es ist genau DAS, was Brasilianer an uns Gringos so hassen! Warum? Weil sie im eigentlichen Sinne unterstellen, dass Brasilianer zu blöd sind um ihr eigenes Land zu analysieren und zu verändern! Und was machen Brasilianer? Sie analysieren und verändern ihr Land stetig und die ganze Zeit - wer's nicht glaubt kann ja auch mal horário politico im Radio hören! Willst Du was verändern, sei mal in erster Linie "Cidadão Brasiliero", geh' arbeiten, positionier' Dich, frage Dienstleistungen nach, kaufe Güter ein, gib' Geld und nimm' Geld, sei aktiv innerhalb des alltäglichen arbeitenden Wirtschaftsmotors dieses Landes, sei mit dabei, während Brasilien sich nach und nach erneuert... dass es dabei dann mehr Möglichkeiten gibt irgendwelchen Menschen oder Institutionen zu helfen, als durch 'Betroffenheit' oder 'Toleranz', brauch ich ja hoffentlich nicht zu erwähnen; es käme mir auch zu blöd vor, hier alles aufzuzählen wer wem und tagtäglich alles so hilft in diesem Land! Aber Beispiele gibt's weitaus mehr, als der 'betroffene' Europäer im armen Brasilien wahrhaben will!
Benutzeravatar
Takeo
 
Beiträge: 3956
Registriert: Mo 27. Jun 2005, 23:00
Bedankt: 236 mal
Danke erhalten: 578 mal in 361 Posts

Folgende User haben sich bei Takeo bedankt:
supergringo

Re: Gibt es eigentlich auch ein Forum "Brasilienhasser" ?

Beitragvon Takeo » Sa 26. Sep 2009, 06:07

ManausTip hat geschrieben:
Pipoca hat geschrieben:Aber es ist ein Land für Leute, die besser mit diesem Zustand leben können, als mit der teilweisen Perfektion in Deutschland. Wer hier ein gewissen Egoismus mitbringt, ein wenig Gaunerhaft ist und Freunde machen kann, der wird sich gut durchschlagen können :D


Wenn du das über den Norden geschrieben hättest würde ich es als absolutten Schrott eines ahnungslosen einstuffen. Weil hier gibt es mit sicherheit auch ehrliche liebevolle Menschen. Mich selbst und auch einige andere Ausländer die hier leben,stufe ich bestimmt nicht als ein wenig Gaunerhaft und egoistisch ein. Schade eigentlich das du nur dein Stadtteil von Brasilien gut kennst.


Das literarisch Übertragene in dieser Aussage hast Du wohl (wahrscheinlich extra?) überlesen. Natürlich sind Brasilianer nicht alle nur Gauner oder Egoisten... und auch nicht jeder Brasilianer ist nur pure Freude. An anderer Stelle wird d ann wieder gelobt, wie erfinderisch man hier wird um sich durchzuschlagen... durchschlagen zu müssen...
Kennst Du den Ausdruck "mala"? Seht doch nicht alles so tierisch eng, das ist doch schrecklich! Auch bei Euch in Manaus fliegen nicht nur Engel und Feen herum... auch in Manaus gibt's mehr "malas sem alças" als Dir lieb ist... und trotzdem sind die Leute freundlich! Arm UND Reich!
Benutzeravatar
Takeo
 
Beiträge: 3956
Registriert: Mo 27. Jun 2005, 23:00
Bedankt: 236 mal
Danke erhalten: 578 mal in 361 Posts

VorherigeNächste

Zurück zu Plauderecke

 


Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Berechtigungen in diesem Forum

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

fabalista Logo

Persönlicher Bereich

Anmelden

Empfehlung

Wortübersetzer

Deutsch/Portugiesisch - Übersetzer in Kooperation mit Transdept

Neu im IAP PortalNetwork

Please enable / Bitte aktiviere JavaScript!
Veuillez activer / Por favor activa el Javascript![ ? ]