Gibt es ein "Heiratsvisum" ?

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Gibt es ein "Heiratsvisum" ?

Beitragvon buzios11 » Do 16. Okt 2014, 07:26

Hallo,

meine Freundin ( lebt in Brasilien ) kann mich ja problemlos für 3 Monate besuchen ( Tourivisum). wenn wir vorhaben zu heiraten, braucht es ja etwas mehr Zeit. Meine Frage daher : Kann Sie ein "Heiratsvisum" beantragen und wer weiß wo sie das bekommt ( Sie lebt in Salvador ) ?
Wobei der Vorteil des Tourivisums ja eindeutig der ist, das sie nur meine Einladung, ADAC Krankenversicherung und Ticket braucht , ob das bei einem längeren Visum auch so ist, ist eine andere Frage.

Danke im voraus
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Re: Gibt es ein "Heiratsvisum" ?

Beitragvon Itacare » Do 16. Okt 2014, 08:02

Sollen wir Dich jetzt unterstützen, eine zu Streit und Prügelei neigende Brasilianerin nach Deutschland zu bringen?

Ich tu Dir das nicht an.
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Gibt es ein "Heiratsvisum" ?

Beitragvon pedrinho2405 » Do 16. Okt 2014, 09:55

Itacare hat geschrieben:Sollen wir Dich jetzt unterstützen, eine zu Streit und Prügelei neigende Brasilianerin nach Deutschland zu bringen?

Ich tu Dir das nicht an.



Hallo buzios,

ich kann mich da Itacare nur anschließen. Du hast in einem anderen Beitrag geschrieben, das Deine Freundin sich gerne prügelt und uns streitsüchtig ist.

Ich weiss nicht wieviele Erfahrungen Du mit Brasilien hast, ich kann Dir nur raten, lass die Frau wo Sie ist. Erfahrungsgemäß drehen solche Damen hier in Deutschland noch mehr auf und wenn Du dann was sagst, dann ist die ganz schnell weg. Hier in Deutschland werden die Männer Deiner Freundin zeigen, wie gefragt sie hier ist, alls rassige Frau. Glaub mir die macht Dir hier das Leben zur Hölle. Die kann Dir hier Probleme machen, davon hast Du keine Vorstellung. Ich weiss wenn man verliebt ist und die rosarote Brille auf hat, ist es schwer solche ratschläge anzunehmen, denn dann glaubt man, die perfekte Frau gefunden zu haben.

Nimm die Brille ab, denk an die Momente, die Du hier geschildert hast. Denk an die Momente wo Du selber denkst, man die Alte ist doch net normal. Es gibt so viele anständige Brasilianerinnen, tu Dir so was nicht an, so eine Frau änderst Du nicht, die ändert niemand.

Ich kann Dir nur raten, schalt den Kopf ein und lass sie in Salvador. Du tust dir damit einen Gefallen.

Liebe Grüße
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Re: Gibt es ein "Heiratsvisum" ?

Beitragvon BrasilJaneiro » Do 16. Okt 2014, 14:12

buzios11 hat geschrieben:Hallo,

meine Freundin ( lebt in Brasilien ) kann mich ja problemlos für 3 Monate besuchen ( Tourivisum). wenn wir vorhaben zu heiraten, braucht es ja etwas mehr Zeit. Meine Frage daher : Kann Sie ein "Heiratsvisum" beantragen und wer weiß wo sie das bekommt ( Sie lebt in Salvador ) ?
Wobei der Vorteil des Tourivisums ja eindeutig der ist, das sie nur meine Einladung, ADAC Krankenversicherung und Ticket braucht , ob das bei einem längeren Visum auch so ist, ist eine andere Frage.

Danke im voraus


Das gibt es nicht. Du musst es schaffen, innerhalb der 90 Tagen zu heiraten. Das geht nur, wenn du Single oder geschieden bist. Sonst kannst du das vergessen.
Wie könnt ihr eigentlich in Berlin leben? Immer alle drei Monate das Land wechseln? Wie macht ihr dies mit der Arbeit? Oder hat sich hier ein kleiner neuer Troll eingenistet?
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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Re: Gibt es ein "Heiratsvisum" ?

Beitragvon buzios11 » Do 16. Okt 2014, 15:45

Misssverständnis ? : Meine Freundin prügelt sich doch gar nicht.
Ich lebe in Bayern, nicht in Berlin.
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Re: Gibt es ein "Heiratsvisum" ?

Beitragvon cabof » Do 16. Okt 2014, 17:03

OHNE OFFTOPIC. lasse sie als Touristin einreisen, genieße die 90 Tage mit offenen Augen (offener Hose) - melde sie bei einem VHS Kurs für die deutsche Sprache an und zumindest in Köln klappt die Verlängerung (Behördenauflagen erfährst Du beim Amt, wird sehr teuer!).
Offene Augen heisst: ist sie an DE mit allem drum und dran interessiert oder hockt sie ellenlang in Facebook oder Rede Record..vegriss
es / sie. Vorher unverbindliche Anfrage beim Standesamt welche Papiere sie aus Brasilien benötigt. Viel Glück und berichte mal!
Cabof
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Re: Gibt es ein "Heiratsvisum" ?

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 17. Okt 2014, 12:58

Lassen wir mal die "Familienberatung" beiseite :D
Natürlich gibt es ein Heiratsvisum, bzw. mehr noch, es ist vorgeschrieben. Nur für ein paar Länder kann man auch nach Einreise als Tourist seinen Visa-Status ändern. Brasilien gehört zum Glück seit Entdeckung dieser alten Verbalnote in 2008 (?) dazu. Ich habe Anfang 2008 noch das Pendent (nach einer Heirat in B), das FzF (Familienzusammenführungsvisum) gebraucht. Für ein Heiratsvisum (oder FzF) braucht man bei Beantragung auf dem zuständigen Konsulat den Nachweis über Deutsch-Kenntnisse A1 nach Goethe-Standard.

Heute geht es, wie Cabof geschrieben hat, auch ohne. Es gibt aber 2 potentielle Risiken.
Man muss innerhalb von 90 Tagen die Heirat durchziehen, das ist knapp, geht aber, wenn man alle Dokumente (übersetzt und beglaubigt) beisammenhat und keiner der Partner vorher verheiratet war.
Der Tourist muss bei der Einreise seine ausreichenden Finanziellen Mittel (das sind bei 90 Tage Aufenthalt ca. 6000 Euro irgendwie nachweisen. Dazu darf kein Zweifel an der Rückkehr-Bereitschaft bestehen. Man darf also bei der Einreise nicht sagen, dass man Heiraten will, vor allem nicht in Lisboa, Madrid und anderen Schengen-Ländern. Die Sonderregelung gilt nur für Deutschland. Also am besten über Frankfurt einreisen.

Ist aber nur ein theoretischen Risiko. Mit gutem, sicheren Auftreten sollte das kein Problem sein.

PS: selbst meine Frau hatte letztens in Lisboa bei der Grenzkontrolle mal wieder einen Beamten erwischt, der sie ärgern wollte, obwohl ich dabeistand. Aber ihre AE war wegen mehrjährigem Auslandsaufenthalt abgelaufen und sie ist nach Deutschland um ihre AE neu zu beantragen.

Gruß
Trem Mineiro

Reviersport:
hoffentlich war dieser Beitrag nicht wieder besserwisserisch oder ??????
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Re: Gibt es ein "Heiratsvisum" ?

Beitragvon pedrinho2405 » Fr 17. Okt 2014, 13:24

Trem Mineiro hat geschrieben:
Heute geht es, wie Cabof geschrieben hat, auch ohne. Es gibt aber 2 potentielle Risiken.
Man muss innerhalb von 90 Tagen die Heirat durchziehen, das ist knapp, geht aber, wenn man alle Dokumente (übersetzt und beglaubigt) beisammenhat und keiner der Partner vorher verheiratet war.
Der Tourist muss bei der Einreise seine ausreichenden Finanziellen Mittel (das sind bei 90 Tage Aufenthalt ca. 6000 Euro irgendwie nachweisen. Dazu darf kein Zweifel an der Rückkehr-Bereitschaft bestehen. Man darf also bei der Einreise nicht sagen, dass man Heiraten will, vor allem nicht in Lisboa, Madrid und anderen Schengen-Ländern. Die Sonderregelung gilt nur für Deutschland. Also am besten über Frankfurt einreisen.




Hallo Trem,

normalerweise reicht auch eine persönliche Einladung des Mannes aus, bei dem die Frau dann wohnt. Diese Einladung zeigt die Frau dann bei der Passkontrolle vor und niemand will etwas von Geld der Frau wissen.

In dieser Einladung sollte der Mann aber erklären, das er für Unterkunft und alles aufkommt, was die Frau in Deutschland dann so braucht. Was auch hilfreich wäre, wenn der Mann eine Krankenversicherung (incoming Versicherung) für die Besucherin abschließt, so das die Passkontrolle sehen kann, das auch für Die gesorgt ist. Außerdem sollte in der Einladung ganz klar die Adresse des Einladenden und auch die Telefon.- bzw. Handynummer stehen, denn es kommt ab und an vor das die Bundespolizei die Frau noch genauer befragt und dann den Mann dazu rufen kann

Hat damals bei meiner Exfrau ausgereicht, als ich sie das erste mal nach Deutschland eingeladen habe.

Liebe Grüße
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Re: Gibt es ein "Heiratsvisum" ?

Beitragvon Brazil53 » Fr 17. Okt 2014, 16:56

Die 90 Tagegrenze stellt seit der Änderung des § 81 Abs. 4 AufenthG im Jahr 2005 keine besondere Hürde mehr da.
Wenn noch Entscheidungen der Behörden ausstehen, kann man vor Ablauf der 90 Tagefrist eine Verlängerung beantragen. Wichtig ist VOR Ablauf der 90 Tagefrist!!!
Das ganze nennt sich Fiktionsbescheinigung. Diese ist aber keine eigenständige Aufenthaltsberechtigung. Sollte die Behörde negativ entscheiden, muss man das Land sofort verlassen.
Bei einem positiven Entscheid geht die Fiktionsbescheinigung in eine Aufenthaltsgenehmigung über.

Die Behörden stellen aber eine Fiktionsbescheinigung nicht von selber aus, wenn sie sehen dass sich Entscheidungen verzögern. Da muss man sich schon selber bemühen.
Ausländerbehörde und Standesämter arbeiten nicht zusammen, ich bin selber einmal in diese "Mühle" geraten.
Ich glaube nur Tatsachen, die ich selbst verdreht habe
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Re: Gibt es ein "Heiratsvisum" ?

Beitragvon Colono » Fr 17. Okt 2014, 21:15

Trem Mineiro hat geschrieben:Lassen wir mal die "Familienberatung" beiseite :D
Natürlich gibt es ein Heiratsvisum, bzw. mehr noch, es ist vorgeschrieben. Nur für ein paar Länder kann man auch nach Einreise als Tourist seinen Visa-Status ändern. Brasilien gehört zum Glück seit Entdeckung dieser alten Verbalnote in 2008 (?) dazu. Ich habe Anfang 2008 noch das Pendent (nach einer Heirat in B), das FzF (Familienzusammenführungsvisum) gebraucht. Für ein Heiratsvisum (oder FzF) braucht man bei Beantragung auf dem zuständigen Konsulat den Nachweis über Deutsch-Kenntnisse A1 nach Goethe-Standard.

Heute geht es, wie Cabof geschrieben hat, auch ohne. Es gibt aber 2 potentielle Risiken.
Man muss innerhalb von 90 Tagen die Heirat durchziehen, das ist knapp, geht aber, wenn man alle Dokumente (übersetzt und beglaubigt) beisammenhat und keiner der Partner vorher verheiratet war.
Der Tourist muss bei der Einreise seine ausreichenden Finanziellen Mittel (das sind bei 90 Tage Aufenthalt ca. 6000 Euro irgendwie nachweisen. Dazu darf kein Zweifel an der Rückkehr-Bereitschaft bestehen. Man darf also bei der Einreise nicht sagen, dass man Heiraten will, vor allem nicht in Lisboa, Madrid und anderen Schengen-Ländern. Die Sonderregelung gilt nur für Deutschland. Also am besten über Frankfurt einreisen.

Ist aber nur ein theoretisch ein Risiko.


Das ging schon immer mein bayrischer Freund. :mrgreen:
Auch wer vor 2008 mit dem Touristenvisum heiratete, konnte im Zuge der Hochzeit ganz getrost die Auslaenderbehoerde aussen vorlassen. Das Standesamt interessierte der Aufenthaltsstatus nicht. Selbst wenn die 90 Tage ueberschritten wurden, krauss gesagt illegaler Aufenthalt, musste die ABH die AE erteilen. Das war im alten Auslaendergesetz ganz eindeutig geregelt. Das Hochzeitsvisum dagegen war damals und ist es auch heute noch eine Ermessensfrage des Konsulats zusammen mit der ABH. Ich glaube das sagt alles. Man sollte die entscheidenden Leute immer bei Laune halten. Nationale Visa wie das Heiratsvisum werden grundsätzlich erst mal nur für eine Dauer von drei Monaten erteilt.
Heutzutage ist das nach der Hochzeit schon etwas komplizierter. Die AE wird erst erteilt werden wenn ein Anspruch vorliegt. Man hat ihn in vielen Faellen erst nach bestandenem Deutschtest A1 oder man muss klagen. Wenn die Leute der ABH einen schlechten Tag haben #-o , kommt man manchmal schon in Schwierigkeiten. Man liest da so einiges im Web. Egal wie mans durchzieht, also ruepelhaftes Auftreten vermeiden. Auf korekte Kleidung achten. die Leute leise ansprechen. Besonders in Oberbayern. Rechtlich interessant waere das Ganze wenn Nachwuchs dabei ist, bzw. der Ehepartner kein Deutsch lernen will.
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