Benefizkonzert: Auftritt von Manuel Campos in Kirche – Erlös geht an Heim in Brasilien
MÖRFELDEN-WALLDORF. Manuel Campos, Sozialattacheé an der deutschen Botschaft in Brasilien, sang und spielte in der evangelischen Kirche in Mörfelden Gitarre zugunsten eines Kinderheimes in seiner derzeitigen Wahlheimat. „Wenn man diesen Kindern ein bisschen helfen kann, kann man verhindern, dass sie Kriminelle werden, denn das ist es, was ihnen ansonsten vorgelebt wird“, erklärte Manuel Campos während seines rund einstündigen Solokonzertes.
Campos, der seit November 2003 in Brasilien lebt und im Moment für kurze Zeit in seiner früheren Heimat Mörfelden-Walldorf zu Besuch ist, sah sich dort recht schnell mit der Koexistenz von Reichtum und Armut, Gewalt und Ungerechtigkeit, sowie Diskriminierung konfrontiert. Trotz sozialer Leistungen der Regierung des Präsidenten Lula gegen Hunger, Armut und Korruption, finde der Kampf ums Überleben, um Land, Arbeit, Gerechtigkeit und menschliches Dasein – aber auch um Wissen und Selbstwert, insbesondere unter den Ärmsten der Armen tagtäglich statt. Zwar werde viel gegen Gewalt, Hunger und Sklavenarbeit getan, so Campos weiter, doch würden insbesondere die Kinder am meisten leiden.
Der Erlös des Konzertes in Höhe von rund 1400 Euro wird an das Kinderheim Rita de Cássia an der Grenze des Bundesstaates Brasilia gehen. Dort leben laut Manuel Campos etwa 56 Kinder bis 18 Jahre, die materielle Hilfe wie Kleidung, Betten oder Nahrung dringend benötigen, vielmehr aber noch menschliche Zuneigung, Liebe und tägliche Begleitung.
Manuel Campos dankte während des Konzertes diversen Sponsoren, die für ein anschließendes kleines Buffet im evangelischen Gemeindehaus gesorgt hatten.
Am Ende gab es stehende Ovationen für Manuel Campos, der überwiegend Musik aus Portugal und Brasilien vorgetragen hatte. „Es gibt nichts wichtigeres, als in die Zukunft der Kinder zu investieren“, betonte er.
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