Goodbye Brazil?

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Goodbye Brazil?

Beitragvon BrasilJaneiro » Mi 18. Jun 2014, 14:49

Seit vielen Monaten bereite ich mich wieder für ein Leben in Brasilien vor. Leider sehe ich auch hier im Forum immer mehr Auswanderer zurückkehren. Jetzt auch Jessi von Thommy und Kathrin. Auf der Novavida homepage auch lange keine Änderungen. Was ist los? Brasilien doch nicht besser, wenn es um Ausbildung, Arbeit oder Gesundheit geht. Oder ist es nur Heimweh nach Verwandten und Freunde? Es macht mich ein wenig nachdenklich, ob alle Rückkehrer auch vorher es sich gut geplant und überlegt haben.
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Re: Goodbye Brazil?

Beitragvon paoamerelo » Mi 18. Jun 2014, 16:50

BrasilJaneiro hat geschrieben:Seit vielen Monaten bereite ich mich wieder für ein Leben in Brasilien vor.


na dann wünsche ich dir viel spass mit den Banditen,drogensüchtigen,gesundheitssystem,infrastruktur und und und.
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Re: Goodbye Brazil?

Beitragvon Max Moritz » Mi 18. Jun 2014, 18:54

Kenne viele die nach vielen Jahren hier lebend weg sind,nicht nur deutschsprachige.Die meisten akzeptieren das Preis-Leistungsverhaeltnis nicht mehr.Brasilien hat sich sozilapolitisch nicht geaendert aber Preise wie in der Schweiz nur mit nach wie vor Dritteweltqualitaet.
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Re: Goodbye Brazil?

Beitragvon donpedrobrasil » Mi 18. Jun 2014, 19:16

Blauäugig nach Brasilien geht mal garnicht [-X . Dass es bei Jessi, Kathrin und Tommy nicht auf Dauer ist war abzusehen, der Plan konnte nicht aufgehen. Aber sie sind nicht die Einzigen, die sich in Canavieiras vertan haben. Der Einzige, der da wohl mal begraben wird ist der Pitt Reith. Wir hatten uns das Leben hier auch etwas anders vorgestellt, insbesondere die Bürokratie, die emenzen Preiserhöhungen für Grundnahrungsmittel nerven. Man hat uns eines Besseren belehrt, aber entweder du machst mit oder gehst wieder zur Angela. Da hat man vielleicht ein besseres Gesundheitssystem, aber auch weniger Geld in der Tasche. Aber warum denn? Es gibt so viel andere schöne Plätze, wo man garnicht auswandern muss, z.B. hier :http://www.auswandertips.com/keine-auswanderung-sondern-umzug-in-die-karibik/
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Re: Goodbye Brazil?

Beitragvon BrasilJaneiro » Mi 18. Jun 2014, 20:16

paoamerelo hat geschrieben:
BrasilJaneiro hat geschrieben:Seit vielen Monaten bereite ich mich wieder für ein Leben in Brasilien vor.


na dann wünsche ich dir viel spass mit den Banditen,drogensüchtigen,gesundheitssystem,infrastruktur und und und.


Danke =D> =D> =D> =D> =D> =D> =D> =D> =D> =D>
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Re: Goodbye Brazil?

Beitragvon BrasilJaneiro » Mi 18. Jun 2014, 20:21

donpedrobrasil hat geschrieben:Blauäugig nach Brasilien geht mal garnicht [-X . Dass es bei Jessi, Kathrin und Tommy nicht auf Dauer ist war abzusehen, der Plan konnte nicht aufgehen. Aber sie sind nicht die Einzigen, die sich in Canavieiras vertan haben. Der Einzige, der da wohl mal begraben wird ist der Pitt Reith. Wir hatten uns das Leben hier auch etwas anders vorgestellt, insbesondere die Bürokratie, die emenzen Preiserhöhungen für Grundnahrungsmittel nerven. Man hat uns eines Besseren belehrt, aber entweder du machst mit oder gehst wieder zur Angela. Da hat man vielleicht ein besseres Gesundheitssystem, aber auch weniger Geld in der Tasche. Aber warum denn? Es gibt so viel andere schöne Plätze, wo man garnicht auswandern muss, z.B. hier :http://www.auswandertips.com/keine-auswanderung-sondern-umzug-in-die-karibik/


ich bin mal gespannt, wie Jessi dies in ein bis zwei Jahren sieht. Wird sie Abstand von ihren chaotischen Eltern nehmen oder trotzdem dankbar für das abenteuerliche Leben sein. Das Leben der Eltern war eben nur was für Aussteiger. Jetzt können sie es leben oder erhoffen sie sich auch eine Rückkehr?
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Re: Goodbye Brazil?

Beitragvon cabof » Mi 18. Jun 2014, 20:49

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Re: Goodbye Brazil?

Beitragvon Trem Mineiro » Mi 18. Jun 2014, 22:20

Oi BrasilJaneiro
Ich geh ja auch Ende Juli zurück nach Deutschland, allerdings fall ich da nicht in ein Loch sondern setze das leben, dass ich von 2006 bis 2009 bereits dort mit meiner brasilianischen Frau geführt habe, einfach fort. Nur das wir jetzt in eine schönerer Gegend gehen bei der der Freizeitwert im Vordergrund steht, dann erst die Arbeitsmöglichkeiten für meine Frau (die ich aber zur Not auch so ernähren kann :D )

Als wir 2009 auf Wunsch meiner Firma wieder nach Brasilien gegangen sind sah meine Lebensplanung schon anders auch. Ich dachte daran dass mir meine Firma den Umzug nach Brasilien bezahlt, den ich zum Ende meiner aktiven Arbeistzeit 2011 hätet selber bezahken müssen. Wir hatten nämlich vor, nach Abschluß meines Arbeistlebens die nächsten Jahre in Brasilien zu verleben, jedenfalls so lange, wie ich mich gesund und rüstig fühlen würde,(10-12 Jahre)
Mir hat das Leben (mit meiner deutschen Frau) über 10 Jahre in Brasilien sehr gut gefallen, allerdings mit den Benefits eines Expats und entsprechend hohem Lebensstandardd. Zu den Kosten von 1999-2003 hätte ich da auch so weiterführen können, selbst von der dann natürlich gierigeren Rente+.

Nach dem Tod meiner Frau in Brasilien hab ich natürlich angefangen, mir so langsam Gedanken über das brasilianische Gesundheitssystem zu machen dessen Effizienz und dessen Kosten.

Die letzten 4 Jahre in Brasilien waren natürlich eine wichtige Erfahrung. Anstatt einer positiven Entwicklung, wie sie in den Jahren 1993 bis 2010 trotz der kleinen Delle zu sehen war hat sich wohl die Richtung in eine längere Zeit der Stagnation gedreht.
Parallel dazu haben sich die Mängel am Gesundheitssystem, Schulsystem, Infrastruktur, Sicherheit bzw. Kriminalität immer krasser gezeigt oder man legt halt immer mehr Wert auf solche Attribute. Das ist natürlich die Sicht eines älteren Menschen wie mich, aber auch die Sicht meiner jüngeren Frau.

Uns fällt der Rückzug natürlich leichter, weil ich meine Bindungen in D aufrecht gehalten habe, ich noch in der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung bin, in D meine Rente bekomme. Dazu hab ich inzwischen wieder ein Haus dort. Dazu ist die steuerliche Situation von deutschen Rentnern in D besser als in B.

Ich hab in meiner langen Zeit keine Deutschen kennengelernt, die im Stil eines typischen Auswanderers sich eine Existenz aufgebaut haben (hier im Forum gibt es wohl ein paar wenige Ausnahmen). Hier gibt es höchstens ein paar Aussteiger und ein paar Deutsche, die ihren Frauen zuliebe nach Brasilien gekommen sind und sich hier mehr Recht als schlecht durchschlagen, das schöne Wetter und die schöne Landschaft entschädigt sie vielleicht für die Nachteile, und klar die Liebe. Wem das reicht.......mir nicht.

Für viele wird es das Problem sein, dass sie nicht nach D zurückkönnen, löcheriger Lebenslauf, fehlende Rentenzeiten, keine KV etc. da bleibt so manchem keine andere Wahl, als sich in Brasilien einzurichten.

Viele Grüße
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Re: Goodbye Brazil?

Beitragvon donpedrobrasil » Mi 18. Jun 2014, 22:32




Cabof, hierzu muss man die Hintergründe kennen. (Trennung der Partner, Privatkredite laufen aus etc.) Es steht in Canavieiras (auf der Insel) mittlerweile die ganze Gastronomie zum Verkauf. Welche Gäste kommen da hin? Touris aus DE, aber nur für kurze Zeit. So schön wie es dort ist, als Gastronom oder Hotelier hast Du dort keine Überlebenschance und als Rentner gehste ein.
Ich kann mich noch an die Worte eines Pfälzer Ehepaars bei RTL vor ca.5 Jahren erinnern: "für die nächsten 2 Jahre haben wir noch Reserven, bis dahin muss es gut laufen". Heute steht die Frau mit ihrer Tochter allein in ihrer Bungalowanlge und will/muss auch verkaufen. Das Einzige was gelaufen ist, war ihr Mann, nämlich weg!
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Re: Goodbye Brazil?

Beitragvon Trem Mineiro » Mi 18. Jun 2014, 22:54

Ich kenn ja Canavieiras auch, hab auch mal die Schmelzers in ihrem Restaurant besucht.
Da ja das "Ferienzentrum" auf einer Insel weg vom Dorf liegt und dazu in ein Flußmündung, hab ich den Strand da nie so doll gefunden.
Der Ort ist malerisch, aber nur 2 angepinselte Straßen. Und die Preisschilder an den Bruchbuden, Trümmerhäusern und Ruinen dort schrecken jeden Investor ab.

Dazu liegt Canavieiras verkehrsmäßig sehr ungünstig. Von Süden kommend, Porto Seguro, Santo Andre (dem neuen Paradies für Deutsche)endet die Straße in Belmonte an der fehlende Brücke über den Rio Jequitinhonha, der uns zu einem Umweg von 260km oder mehr gezwungen hat. Einmal auf der anderen Seite sind wir dann direkt nach Ilheus weitergefahren. Von Norden, also Ilheus kommend findet man unterwegs zu viele Resorts, dass man da hängenbleibt.

Canavieiras ist schön, aber halt so schön wie viele andere Orte in Bahia auch, wobei es in Richtung Salvador schöneres gibt. Canavieiras ist in erster Linie gutes Marketing der Deutschen vor Ort, die wohl von einem deutschen Kleingartenverein in Bahia träumen. Sollen so ruhig........

Gruß
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