Goodbye Deutschland - Goodbye Brasil

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Goodbye Deutschland - Goodbye Brasil

Beitragvon GatoBahia » Mi 16. Sep 2015, 19:58

Brazil53 hat geschrieben:Hallo Sefant, die Hütte war nur von einem anderen Deutschen gemietet.

Ich habe einmal hochgerechnet, wieviel persönliches und gesponsertes Geld dort eingesetzt wurde. Er sagt, sie haben 70.000 Euro verpulvert.
Das wären ja ungerechnet 700 Euro jeden Monat. Davon wird der deutsche Verpächter der Cabanha und andere "Freunde und Spezialisten" das meiste bekommen haben.


Zahl ich hier in DE jeden Monat an Miete, bin ich denn mit dem Klammersack gepudert :!:

Ist Olinda wirklich so hübsch? Und wie ist denn so drumherum wenn man länger da lebt :?:

Gato, THX :cool:
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Re: Goodbye Deutschland - Goodbye Brasil

Beitragvon Brazil53 » Mi 16. Sep 2015, 20:33

Hallo Gato, es ist dort zum aushalten. Olinda liegt ja etwas abseits von Recife.
Aber da wäre zagaroma etwas mehr auf dem neuesten Stand...

Der Stadtstrand ist nicht so besonders. Die Festivitäten sind spitze.
Wenn du etwas nach außerhalb gehst, findet man auch viele schöne ruhige Ecken in den Bergen (Hügeln :mrgreen: )
Ich finde das Umfeld von Rio schöner... ist natürlich auch immer von der Frau abhängig...

olinda 1.jpg


olinda 2.jpg


olinda 9.jpg


olinda 4.jpg


Und wenn man eine große arme, hungrige und auch durstige Familie hat, dann kann schnell eine gähnende leere im Geldbeutel herrschen.

olinda 6.jpg
Ich glaube nur Tatsachen, die ich selbst verdreht habe
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Re: Goodbye Deutschland - Goodbye Brasil

Beitragvon Brazil53 » Mi 16. Sep 2015, 20:39

Dann hänge ich mal ein paar Bilder aus den guten rosaroten Zeiten dran. :mrgreen:

In meiner Hütte... mit Untermieter

olinda 3.jpg


Meine....

olinda 5.jpg


und einer der vielen Schwestern...

olinda 7.jpg


Prinzessin hat Geburtstag

olinda 8.jpg


Und die Bar,
olinda 10.jpg
als Baustelle



olinda 8.jpg
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Re: Goodbye Deutschland - Goodbye Brasil

Beitragvon BrasilJaneiro » Mi 16. Sep 2015, 20:47

Ich finde, dass sie mit 75.000 €uro noch untertrieben haben. Typisch für insolvente Personen, die ihre Finanzen nicht mehr überblicken. Anfangs hatten sie von einem gekauften Grundstück am Strand gesprochen, die erste und zweite Cabana. Alleine über diese drei Objekte wurde insgesamt von 60.000 €uro damals gesprochen. Dann müssen sie den Container rechnen, den Flug ihreres damaligen Freundes und Mithelfer, ihre eigenen Flüge die durch die ungewollte Ausreise zweimal zu Buche steht, die Schulden bei Freunden, den Verdienst- bzw Gewinnverlust durch die Aufgabe ihres erfolgreichen Restaurants in Kirchheim und etc etc etc
Sie werden vielleicht noch zwei bis drei Jahre durch Deutschland tingeln können, bis sie schließlich vergessen werden und für potentielle Arbeitgeber uninteressant werden. Vielleicht auch schon früher, da ich vermute, dass Kathrin ein Alkoholproblem hat. Zukunft sehe ich für dieses Paar nur in der Selbstständigkeit. Er kann gut kochen und hat sicher durch Brasilien viel Neues dazugelernt. Damit haben sie sich ihren Gästekreis erweitert.
Traurig war auch wieder zu sehen, dass die in den ersten Folgen großkotzigen Deutschen nicht mehr zu sehen waren und sie ihren Freundeskreis hauptsächlich in Brasilianer hatten. Daran sah ich auch schon von Anfang an das Scheitern. Alles Dummschwätzer, wo keiner einen Landsmann helfen will und natürlich auch kann, sondern nur an die Knete der "Einwanderer" heran will. Wenn Geld alle, dann ist die Freundschaft schnell beendet.
Schade, dass ich nie Zeit gefunden hatte und mir Canavieiras zu abseits lag, um beide kennenzulernen. Ich hätte sie anders und besser beraten. Trotz allem finde ich beide spitze, sehr ehrlich und mit einer guten und gesunden Einstellung. "Wir haben das Leben verlernt" ist für mich die beste Aussage und Filmszene dieses Jahrhunderts. Ich drücke beide meine Daumen und wünsche beiden alles Gute für ihre Zukunft, dass sie wirtschaftlich vernünftig dastehen und nicht das Schicksal von Millionen Deutschen in Hartz IV teilen müssen und mit gerade mal unter 50 schon nicht mehr vermittelbar sind.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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Re: Goodbye Deutschland - Goodbye Brasil

Beitragvon GatoBahia » Mi 16. Sep 2015, 21:18

Brazil53 hat geschrieben:Hallo Gato, es ist dort zum aushalten. Olinda liegt ja etwas abseits von Recife.
Aber da wäre zagaroma etwas mehr auf dem neuesten Stand...

Der Stadtstrand ist nicht so besonders. Die Festivitäten sind spitze.
Wenn du etwas nach außerhalb gehst, findet man auch viele schöne ruhige Ecken in den Bergen (Hügeln :mrgreen: )
Ich finde das Umfeld von Rio schöner... ist natürlich auch immer von der Frau abhängig...

Und wenn man eine große arme, hungrige und auch durstige Familie hat, dann kann schnell eine gähnende leere im Geldbeutel herrschen.


Nett, danke schön. Aber ich denke das der Kater von der kleinen afrikanischen Stadt mit dem Fahrstuhl mittendrin nicht mehr los kommt. Wir haben ja hier doch alles vor der Tür was wir brauchen :roll:

Gato :mrgreen:
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Re: Goodbye Deutschland - Goodbye Brasil

Beitragvon Cheesytom » Do 17. Sep 2015, 02:40

Nicht nur nett. Nett klingt eigentlich eher beleidigend :mrgreen: .

Hübsch is sie, bzw. que gata linda...
Gruss aus Maceió, Alagoas
Thomas
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Re: Goodbye Deutschland - Goodbye Brasil

Beitragvon zagaroma » Do 17. Sep 2015, 04:32

Ich wünsche ihnen auch alles Gute. Man muss allerdings schon ziemlich unbedarft sein, um eine Strandbar in Brasilien in den Sand zu setzen. Wenn man im dritten Jahr immer noch Geld verliert, muss man die Bremse ziehen, Standort ändern, umdenken, was weiss ich. Einfach weitermachen bis alle Kohle weg ist kann es jedenfalls nicht sein.

Hier in meiner Umgebung arbeiten einige Deutsche und da höre ich keine Klagen. Mein kleines Geschäft ernährt mich auch ziemlich gut. Aber wie auch immer, ich habe die Vermutung, dass VOX sich gerne solche gescheiterten Beispiele sucht für richtig wohliges Schadenfreude-Fernsehen.

Wir wohnen gerne in Olinda/Recife. Schöne Stadt, bietet alles was man möchte (fast). Hier mehr Bilder zum Anschauen:
https://www.google.com.br/search?q=olinda&es_sm=93&source=lnms&tbm=isch&sa=X&ved=0CAcQ_AUoAWoVChMI_qDEjIv9xwIVx4eQCh3OvAiz&biw=1085&bih=479#imgrc=_
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Re: Goodbye Deutschland - Goodbye Brasil

Beitragvon Ralfou » Do 17. Sep 2015, 11:30

Eine Riesengefahr ist halt, zu viel an Sommer, Sonne, Strand, Caipi und Bikini zu denken, und zu wenig an Businessplan, Prognoserechnung und Arbeit, Arbeit, Arbeit. Geschenkt wird einem nichts und nirgendwo auf der Welt. Außer vielleicht in manchen Golfstaaten und früher auch auf Nauro (http://www.spiegel.de/einestages/pazifikinsel-nauru-a-947212.html). Aber auch da muss man erst mal Fuß fassen und als Einheimischer gelten.

Ich hatte das auch gesehen, da ich vor 8 Jahren deren Ankunft in Canavieiras mitverfolgt hatte. Mir waren und sind sie sehr sympathisch, mir tat das jetzt echt leid, aber das scheinen mir echte Stehaufmännchen zu sein, die machen schon irgendwie weiter, und finden dabei auch bestimmt wieder genußvolle Momente. Man darf ja eins nicht vergessen: Verjubelte 75.000 Euro hin oder her, am Ende des Lebens zählt nur noch, was man draus gemacht, wie man jeden Tag genossen, genutzt, auch mal verplempert oder beweint hat. Wir sind die Summe unserer Erfahrungen, unserer Entscheidungen und unserer Erinnerungen, nicht die Summe unseres Geldes und des Prozentsatzes unserer Rendite. Die beiden schienen mir jetzt nicht so reuevoll und bedauernd. Nach vorne schauen und sich an dem laben, was man schönes erlebt hat. Und so scheinen die beiden mir auch gestrickt zu sein. Und: "Ich habe es ja gleich gesagt" ist leicht gesagt, vor allem dann, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, und nützen tut es auch keinem. Einfach viel Glück von meiner Seite!
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Re: Goodbye Deutschland - Goodbye Brasil

Beitragvon Trem Mineiro » Do 17. Sep 2015, 11:51

Ich hatte die Leute ja in ihrem 1. oder 2. Jahr in Canavieiras (wirklich verkehrstechnisch am Ende der Welt)besucht und mit ihnen gesprochen. Das sie gescheitert sind, ist wohl leider unbestritten.
Die Details aus ihrem Leben, vor allem die blödsinnigen Details, die die Regie von VOX denen aufgedrückt hat um grade diesen Schadenfreude-Effekt, sind halt Teil des Formats und nicht unbedingt Teil des normalen leben der Familie. Das sollte man immer im Hinterkopf haben, wenn man sein Urteil über die drei fällt.

Gruß
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Re: Goodbye Deutschland - Goodbye Brasil

Beitragvon sefant » Do 17. Sep 2015, 16:38

zagaroma hat geschrieben:Ich wünsche ihnen auch alles Gute. Man muss allerdings schon ziemlich unbedarft sein, um eine Strandbar in Brasilien in den Sand zu setzen. Wenn man im dritten Jahr immer noch Geld verliert, muss man die Bremse ziehen, Standort ändern, umdenken, was weiss ich. Einfach weitermachen bis alle Kohle weg ist kann es jedenfalls nicht sein.


genau das ist das Ding, was er ja jetzt auch zurückblickend selber sagt. Aber wenn du halt da volle 3-4 Saisons mitbekommen hast und du deine Kassenbücher siehst und es auch keine Anzeichen von Besserung (Straßenausbau, Planungen von großen resorts etc) gibt, dann muß man sofort erkennen daß der Ort tot ist und seine Konsequenzen ziehen.

Und genau das wurde hier in der Ferndiagnose ja bereits zu Anfang gesagt.

Zu den 75k kommt ja auch noch viel mehr. 8 Jahre keine Beiträge in die Kassen, keine Rücklagen geschaffen etc.
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