Brüssel. AP/baz. Flugreisende müssen sich vorerst nicht auf neue Maximalgrössen für Handgepäck einstellen. Die EU-Kommission beschloss am Freitag, die Einführung der schon länger angekündigten Vorschriften auf Mai 2008 zu verschieben. Das sei nach Beratungen mit den EU-Staaten, den Fluggesellschaften und Flughäfen entschieden worden, sagte Kommissionssprecher Michele Cercone in Brüssel.
EU-Kommission will Flughäfen mehr Zeit für Umrüstung der Sicherheitssystem geben
Die Flughäfen bräuchten mehr Zeit, um ihre Sicherheitssysteme auf die neue Obergrenze von 56 mal 45 mal 25 Zentimeter umzustellen. «Die Screening-Maschinen werden an diese Grösse angepasst», sagte Cercone.
Ursprünglich sollte die Vorschrift bereits im Mai in Kraft treten, die EU-Kommission hatte aber vor einigen Wochen den kommenden November als neuen Termin vorgeschlagen.
Ziel der Grössenbegrenzung ist es, bei der Sicherheitsüberprüfung am Flughafen verbotene Artikel im Handgepäck leichter auffinden zu können. Die neuen Masse gelten der Kommission zufolge seit langer Zeit als Sicherheitsstandard des Internationalen Luftverkehrsverbands (IATA). Schon seit November 2006 sind verschärfte Vorschriften in Kraft. Seitdem dürfen Flüssigkeiten nur noch in geringen Mengen im Handgepäck mitgeführt werden.
Die Europäische Zivilluftfahrtkonferenz (ECAC) soll in den kommenden zwölf Monaten die Vorteile für die Sicherheit bewerten, die eine Begrenzung der Handgepäcksgrösse mit sich bringt. Auf Grundlage dieses Berichts und der Informationen aus den Mitgliedstaaten und von Interessenverbänden sollten dann weitere Beschlüsse gefasst werden.
http://www.baz.ch/news/index.cfm?Ob...0A5B49792175244