GOL rechnet mit keiner Pufferzeit.
Die Umlaufzeit am Boden beträgt je nach Flug 20-40 Minuten. In diesen Minuten nach dem Aufsetzen und Rollen ans Gate müssen die Passagiere ausgestiegen sein, muss die Maschine ausgeladen, gereinigt, betankt, gecheckt, wieder beladen sein, die neuen Paxe das Boarding beendet haben und die Triebwerke wieder für den nächsten Flug angelaufen sein.
So kalkuliert eine Billigairline und bringt mit nur klitzekleinen Verzögerungen ihren ganzen Tagesulauf durcheinander, darunter leiden auch die anderen Airlines, Slots verschieben sich.
Im Grunde genommen zeigt sich hier aber lediglich die ganze brasilianische Unfähigkeit.
Bei sehr geringem Flugaufkommen und riesigem Luftraum im Vergleich zu Europa oder den USA kriegen die nichts gebacken. Im fünftgrößten Land der Welt
- ist kein einziger Flughafen unter den Top 50 (im Gegensatz zu Mexico, Thailand, Korea oder Indonesien) und
- keine einzige Airline im internationalen Vergleich wirklich beachtlich.
Da dürfte es auch beim Dienst nach Vorschrift zu keiner Verzögerung kommen. Pilotenfehler hin oder her, dass die beiden Flieger im Oktober zusammenstießen ist ein Skandal. Man kann in Brasilien Luftstraßen fast beliebig auseinanderlegen, so führen, dass sich Flieger gar nicht begegnn können. Allein für die Flughöhe hat man ein Spiel von 3000-4000 Meter, für seitliche Abstände von mehr al 10.000 Meter.
Das sind Dimenstionen, die in Deutschland undenkbar sind. Hier sind tagtäglich wenige hundert Meter üblich. Diese Abstände werden hierzulande jetzt nochmals verkürzt. Wir haben den dichtesten Luftraum der Welt. Allein der kleine unbekannte Flughafen von Greven (35.000 Einwohner, auch bekannt als FMO) hat mehr Fluggäste als die meisten brasilianischen Millionenstädte und steht auf Platz 381 der Weltrangliste....
2x Edit betrifft die Ergänzung zu Greven....
