Gütertrennung / Ehevertrag in der Schweiz

Alles was man wissen muss, um in Brasilien nicht ins Fettnäpfchen zu treten.....

Re: Gütertrennung / Ehevertrag in der Schweiz

Beitragvon smarterfuchs » Mi 16. Apr 2008, 08:42

moin moin,

meine meinung zu dem thema;

1. auf jeden fall gütertrennung vereinbaren
- letztendlich heiratet sie dich ja aus liebe und nicht wegen einer sozialen absicherung o.ä.
- was deines oder ihres war - soll ja wohl jedem verbleiben, auch bei trennung
- nach einer trennung, was natürlich keiner will (nur die statistiken sprechen selbst bei nationalen paaren dagegen)
sollte jeder für sich selber verantwortlich sein

2. nach möglichkeit kinder vermeiden - die canceln, zumindest hier in deutschland jeden ehevertrag welcher versorgungsansprüche
ausschließt. da rettet dann auch keine gütertrennung mehr. es kann z.b. eine sicherungshypothek auf deine eigentumswohnung oder
dein haus von gerichtswegen angeordnet werden um die unterhaltsansprüche für die nächsten 5 bis x jahre (für sie und das(die) kind(er)
zu sichern) AUCH wenn du deinen zahlungen pünktlich nachkommst.

fazit:
im falle des falles wird sie sich mit trennungs- scheidungserfahrenen brasilianerinnen zusammentun, mit denen alles bis ins detail kommunizieren um dann letztendlich auf staatskosten den besten anwalt zu kontaktieren, ein wenig mit den herrlichen augen klimpern, flirten - und der anwalt wird sich die größte mühe geben ...... dir deinen lebensabend zu versalzen ;-)

neben hypotheken, lohnpfändungen etc. können auch deine rentenansprüche, alles was über den sozialen selbstbehalt hinausgeht, an sie übertragen werden.

solltest du dann auch noch privat krankenversichert sein - können während der trennungsphase noch wunderbare kosten auf dich zukommen:
wenn sie z.b. von dir nicht authorisierte (oder unwissend) schönheitsoperationen durchführen läßt, welche die private anschließend nicht bezahlt.

bei den gedankenspielen solltest gedanklich den schlimmsten fall durchspielen - dann gibt es auch kein böses erwachen (im falle des falles)


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Re: Gütertrennung / Ehevertrag in der Schweiz

Beitragvon ZürichRio » Fr 18. Apr 2008, 10:39

Hallo

Meine Freundin würde gerne dieses Güterrecht bei unserer Hochzeit anwenden wollen. Mit was ist dies hier in der Schweiz vergleichbar und welche vor und nachteile hat dies fuer sie und mir? Kann mir jemand dies übersetzen?

Vielen Dank

Comunhão universal de bens - Todos os bens são de todos, ou seja, o que vocês possuíam antes e depois do casamento, agora é um só patrimônio. Para dar entrada no processo de habilitação do casamento civil com este regime, é necessário que o casal compareça a um Tabelionato de Notas e faça uma Escritura de Pacto Pré-Nupcial.
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Re: Gütertrennung / Ehevertrag in der Schweiz

Beitragvon bem gelado » Fr 18. Apr 2008, 12:22

Oi ZurüchRio.

Comunhão universal de bens


Das ist Gütergemeinschaft. Super wenn Sie die Kohle und du die Schulden hast.

Ich zitiere mal aus einen Formular der bras. Botschaft in Deutschland:

2. COMUNHÃO UNIVERSAL DE BENS (GÜTERGEMEINSCHAFT).
Neste caso, os bens que cada um dos cônjuges possuía antes, bem como aqueles adquiridos durante o casamento, passarão a pertencer aos dois, inclusive
dívidas e obrigações;

In diesem Fall geht das Vermögen, das beide Ehepartner vor der Eheschließung besessen haben, sowie das nach der Hochzeit erworbene samt Schulden und sonstiger Verpflichtungen in das gemeinsame Vermögen der Ehegatten über.


P.S. Kennste Google, hat circa 2 Sekunden gedauert das rauszukriegen...

lembrancas, b.g.
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Re: Gütertrennung / Ehevertrag in der Schweiz

Beitragvon 007 » Fr 18. Apr 2008, 12:25

ZürichRio hat geschrieben:Hallo

Meine Freundin würde gerne dieses Güterrecht bei unserer Hochzeit anwenden wollen
. Mit was ist dies hier in der Schweiz vergleichbar und welche vor und nachteile hat dies fuer sie und mir? Kann mir jemand dies übersetzen?

Vielen Dank

Comunhão universal de bens - Todos os bens são de todos, ou seja, o que vocês possuíam antes e depois do casamento, agora é um só patrimônio. Para dar entrada no processo de habilitação do casamento civil com este regime, é necessário que o casal compareça a um Tabelionato de Notas e faça uma Escritura de Pacto Pré-Nupcial.




Hi

Hat ihn, sprach die Gattin. Das ist ja genau das, was Du nicht willst......

abraço

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Re: Gütertrennung / Ehevertrag in der Schweiz

Beitragvon ZürichRio » Fr 18. Apr 2008, 19:47

Für mich kommt die Gütergemeinschaft nicht in Frage da wir uns erst seit einem Jahr kennen und ich ja nie zu 200% sicher sein kann, dass meine Liebe keine Schulden in Brasilien hat. Wie habt ihr mit euren Frauen gesprochen und die Gütertrennung eingebracht? Wie kann ich Ihr bevor wir zum Notar gehen dies ein wenig erklären? :?:

Meine will auf keinen fall die Gütertrennung. Sie meint, dass was wir in Zukunft zusammen machen sollte auch geteilt werden.

Freue mich auf Eure Argumente. [-o<

Gruss
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Re: Gütertrennung / Ehevertrag in der Schweiz

Beitragvon 007 » Fr 18. Apr 2008, 19:54

ZürichRio hat geschrieben:Für mich kommt die Gütergemeinschaft nicht in Frage da wir uns erst seit einem Jahr kennen und ich ja nie zu 200% sicher sein kann, dass meine Liebe keine Schulden in Brasilien hat. Wie habt ihr mit euren Frauen gesprochen und die Gütertrennung eingebracht? Wie kann ich Ihr bevor wir zum Notar gehen dies ein wenig erklären? :?:

Meine will auf keinen fall die Gütertrennung. Sie meint, dass was wir in Zukunft zusammen machen sollte auch geteilt werden.

Freue mich auf Eure Argumente. [-o<

Gruss



ähmmmm, wie wärs mit einer Heirat mit "separação parcial de bens". Da wird bei einer Scheidung nur geteilt was erarbeitet wurde während der Ehe.

Was wem vor der Heirat gehört hat, bleibt auch auch bei der Scheidung sein Eigentum.


abraço


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Re: Gütertrennung / Ehevertrag in der Schweiz

Beitragvon ZürichRio » Fr 18. Apr 2008, 20:17

in der Schweiz heisst das Errungenschaftsbeteiligung in Deutschland Zugewinngemeinschaft. Jedoch kenne ich hier die details nicht genau....bei Tod und Scheidung. Bei einer Scheidung wird das Eigengut welches mann in die Ehe eingebracht hat wieder zurück am "Eigentümer" gegeben....jedoch alles andere, sprich:
– der Lohn,
– die Entschädigungen wegen Arbeitsunfähigkeit,
– die Leistungen von Personalfürsorgeeinrichtungen (Pensionskassen), von Sozialversicherungen (AHV, IV, Arbeitslosenversicherung, Unfallversicherung, Krankenversicherung etc.) und von Sozialfürsorgeeinrichtungen (private und staatliche Sozialhilfe),
– die Erträge des Eigengutes,
– die Ersatzanschaffungen für die Errungenschaft.

Weiter habe ich dieses gefunden:

Bei Scheidung, Tod oder der Wahl eines anderen Güterstandes behalten beide Eheleute ihr Eigengut und werden gegenseitig an ihren Errungenschaften beteiligt. Für die Berechnung der Beteiligung ziehen die Ehegatten zuerst ihre Schulden von ihrer eigenen Errungenschaft ab. Das Ergebnis heisst Vorschlag. Haben die Ehegatten während der Ehe nichts erspart, ist der Vorschlag null. Sind die Schulden grösser als Ihre Errungenschaft, beträgt Ihr Vorschlag ebenfalls null. Nun werden die Vorschläge von Ehefrau und Ehemann zusammengerechnet. Von dieser Summe wird die eine Hälfte dem einen Ehegatten, die andere dem Anderen gutgeschrieben.

Stirbt ein Ehegatte, wird der Nachlass (Erbschaft) ermittelt. Der Nachlass setzt sich zusammen aus dem Eigengut der verstorbenen Person und der Hälfte des gesamten Vorschlags beider Eheleute. Wie der Nachlass zwischen den Ehegatten und den übrigen Erbinnen und Erben geteilt wird, bestimmt das Erbrecht.

Meine Sorge ist jedoch, dass ich wärend unserer Ehe der alleinige ist der Arbeiten wird und sie vermutlich nach Ihrer Deutschule noch einige Zeit nicht arbeiten können und vermutlich wie halt viele Frauen eher für den Haushalt sorgen wird (natürlich unterschätze ich dies nicht und bin natürlich sehr dankbar!!!).

Jedoch fände ich es nicht sehr fair, falls ich (zur Zeit habe ich wirklich einen guten Lohn) für uns Geld ansammeln könnte und damit ein Haus kaufen würde sie die hälfte erhalten würde. Kennt Ihr da mehr details zu wissen wie es bei Scheidung ist?

gruss
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Re: Gütertrennung / Ehevertrag in der Schweiz

Beitragvon 007 » Fr 18. Apr 2008, 23:24

ZürichRio hat geschrieben:in der Schweiz heisst das Errungenschaftsbeteiligung in Deutschland Zugewinngemeinschaft. Jedoch kenne ich hier die details nicht genau....bei Tod und Scheidung. Bei einer Scheidung wird das Eigengut welches mann in die Ehe eingebracht hat wieder zurück am "Eigentümer" gegeben....jedoch alles andere, sprich:
– der Lohn,
– die Entschädigungen wegen Arbeitsunfähigkeit,
– die Leistungen von Personalfürsorgeeinrichtungen (Pensionskassen), von Sozialversicherungen (AHV, IV, Arbeitslosenversicherung, Unfallversicherung, Krankenversicherung etc.) und von Sozialfürsorgeeinrichtungen (private und staatliche Sozialhilfe),
– die Erträge des Eigengutes,
– die Ersatzanschaffungen für die Errungenschaft.

Weiter habe ich dieses gefunden:

Bei Scheidung, Tod oder der Wahl eines anderen Güterstandes behalten beide Eheleute ihr Eigengut und werden gegenseitig an ihren Errungenschaften beteiligt. Für die Berechnung der Beteiligung ziehen die Ehegatten zuerst ihre Schulden von ihrer eigenen Errungenschaft ab. Das Ergebnis heisst Vorschlag. Haben die Ehegatten während der Ehe nichts erspart, ist der Vorschlag null. Sind die Schulden grösser als Ihre Errungenschaft, beträgt Ihr Vorschlag ebenfalls null. Nun werden die Vorschläge von Ehefrau und Ehemann zusammengerechnet. Von dieser Summe wird die eine Hälfte dem einen Ehegatten, die andere dem Anderen gutgeschrieben.

Stirbt ein Ehegatte, wird der Nachlass (Erbschaft) ermittelt. Der Nachlass setzt sich zusammen aus dem Eigengut der verstorbenen Person und der Hälfte des gesamten Vorschlags beider Eheleute. Wie der Nachlass zwischen den Ehegatten und den übrigen Erbinnen und Erben geteilt wird, bestimmt das Erbrecht.

Meine Sorge ist jedoch, dass ich wärend unserer Ehe der alleinige ist der Arbeiten wird und sie vermutlich nach Ihrer Deutschule noch einige Zeit nicht arbeiten können und vermutlich wie halt viele Frauen eher für den Haushalt sorgen wird (natürlich unterschätze ich dies nicht und bin natürlich sehr dankbar!!!).

Jedoch fände ich es nicht sehr fair, falls ich (zur Zeit habe ich wirklich einen guten Lohn) für uns Geld ansammeln könnte und damit ein Haus kaufen würde sie die hälfte erhalten würde. Kennt Ihr da mehr details zu wissen wie es bei Scheidung ist?

gruss




Weisst Du was ......wenn Du ein Haus kaufen willst, lass es auf den Namen Deines Vaters oder Deiner Mutter eintragen !!!!!

Wenn Du stirbst intressiert es Dich doch nicht was mit Deinem Nachlass geschieht...oder doch ???

Du willst wohl alles doppelt abgesichert haben. Wenn dem so ist, lass die Heirat und bleine Junggeselle.

abraço


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Zuletzt geändert von 007 am Sa 19. Apr 2008, 12:50, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gütertrennung / Ehevertrag in der Schweiz

Beitragvon nini » Sa 19. Apr 2008, 00:03

@ZürichRio
gratis gibts nix :P
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Re: Gütertrennung / Ehevertrag in der Schweiz

Beitragvon bem gelado » Sa 19. Apr 2008, 09:29

und damit ein Haus kaufen würde


Kauf das Haus vor der Heirat, dann ist die Hälfte nicht weg (bei Zugewinngemeinschaft in DE).

Ansonsten wie gesagt:
gratis gibts nix


Ein gute Idee ist es vorher über diese Sachen nachzudenken, aber das Problem hast du immer wenn einer viel hat und die andere wenig bis nichts, was bei den hier vorherrschenden Beziehungen wohl die Regel ist...

Ansonsten such dir einen guten Notar und lass dich beraten was in einen Ehevertrag geht und was nicht. Wenn Sie nicht mit Vertrag heiraten will, dann such dir ne Neue oder trag das Risiko...
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