Hacker-Angriff

Infos zu Internet, Telefon, Handy, TV und Literatur in Brasilien

Beitragvon W124 » Fr 15. Jun 2007, 23:45

Auch im Multimediabereich hat Linux inzwischen viel zu bieten.
So gibt es eine große Auswahl an Mediaplayern, Videobearbeitungssoftware etc.
Man denke an den VDR, wohl eines der besten TV-Applikationen, oder im Bereich 3D, wo Blender trumpfen kann.
abraços
Benutzeravatar
W124
 
Beiträge: 200
Registriert: Di 30. Nov 2004, 20:29
Wohnort: Alemanha - Brasil
Bedankt: 0 mal
Danke erhalten: 0 mal in 0 Post

Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Beitragvon Bernado » Sa 16. Jun 2007, 15:35

Brummelbärchen hat geschrieben:Bernado,

Ich denke auch dass man sich für den Privatgebrauch ein schönes Linuxsystem hinstellen kann und damit glücklich wird. Ausser man ist ein Game- und Multimediafreak, dann wird es ev. ein bisschen schwierig.

Da es mit der neuen Lizenzierungs- und Updatepolitik von MS für Privatleute zunehmend schwieriger wird eine Raubkopie von Windows sicher zu betreiben, werden billigere Alternativen wohl auch noch an Marktanteil zulegen.

BB


Hallo BB,

Du unterschätzt Linux. 2005 setzten laut Webcraft
http://www.tecchannel.de/netzwerk/news/431504/ 70% aller Internetprovider Linux ein.

Inzwischen gibt auf Linux eine ernstzunehmende Konkurrenz für Groupware wie Microsoft Exchange Server, Lotus Domino und Tobit. Es gibt aber zuwenig Leute, die sich mit Materie auskennen.

Es ging eigentlich gerade los, dass Linux eine ernstzunehmende Konkurrenz für Microsofts Kernkompetenz wurde, nämlich den Backoffice Desktop. Was braucht eine Sekretärin mehr als Office, Email, Kalender und Adressbuch?

Microsoft arbeitet inzwischen mit einigen Distrianbieter (Novell Suse & OpenSuse, Linspire, Xandros) zusammen. Die Zeiten Microsoft kontra Linux sind vorbei.

Für Multimedia gibt es ein ganzes Betriebsystem Ubuntu bzw. Ubuntu Studio.
http://www.dell.com/content/topics/segtopic.aspx/ubuntu?c=us&cs=19&l=en&s=dhs

Was Microsoftspolitik mit Updates und sicheres Windows betrifft hat Microsoft ein natürliches Interesse an einem sicherem Netz. Microsoft liefert Sicherheitspatches über die Updatefunktion an Raubkopien aus.
Es wäre geschäftsschädigend wenn es weiterhin hieße, Microsoft Windows ist unsicher.

Was mich zu Linux gebracht war die Anforderung, eine Alternative zu Windows 2000 Server und einer Groupware zu finden. Dabei ging es um die Einsparung jährlicher Lizenzkosten. Da kam ich zu Debian und eGroupware. Mir hat dabei imponiert, dass in Brasilien Behörden und Firmen es umfangreich eingesetzt wird.

Grüsse Bernd
"In Mallorca trifft man mehr Deutsche als in Berlin."
Thomas Gottschalk am 23.6.2007
Benutzeravatar
Bernado
 
Beiträge: 367
Registriert: Fr 3. Nov 2006, 20:49
Wohnort: Frankfurt Mörsfelden
Bedankt: 18 mal
Danke erhalten: 0 mal in 0 Post

Beitragvon Brummelbärchen » Sa 16. Jun 2007, 17:29

@Bernado,

Du hast mich falsch verstanden; ich wollte nicht sagen dass Linux nur für den Privatgebrauch taugt. Im Bereich Server haben sie ja bekanntermassen eine weite Verbreitung. Allgemein wird allerdings erwartet, dass die MS Server auf Kosten von Linux Marktanteile gewinnen werden. Ähnlich wie im Bereich Datenbanken, wo der MS SQL seit der letzten Version im High-End Bereich anfängt, Oracle das Wasser abzugraben.

Auch interessant finde ich den Versuch von MS, mit den kostenlosen Express-Produkten angehende Entwickler auf die eigene Plattform zu bringen. Aus Kostengründen haben Rookies bis anhin ja meist angefangen mit PHP und mySQL zu basteln. Nach meinen ersten Erfahrungen scheint das zu funktionieren, denn wer mal in einer integrierten MS-Visual-Welt entwickelt hat ist ziemlich verwöhnt.

In der 3. Welt und in Schwellenländern wie Brasilien ist es immer noch recht schwierig, .NET-Entwickler zu finden. Witzigerweise verdienen sie rund 20% weniger als Java-Jungs, sind aber 25% Prozent produktiver... Die ökonomische Logik dahinter habe ich noch nicht begriffen, aber mir soll's recht sein :lol:

BB
Benutzeravatar
Brummelbärchen
 
Beiträge: 966
Registriert: Mo 24. Apr 2006, 17:31
Wohnort: Belo Horizonte
Bedankt: 1 mal
Danke erhalten: 3 mal in 2 Posts

Beitragvon W124 » Sa 16. Jun 2007, 20:48

Hallo,
jetzt könnte man Net mit Java vergleichen, aber das hinkt.
Java ist BS-unabhängig.
Zum eigentlichen Tema Software -> es ist doch so, dass die meisten Opensource-Projekte ursprünglich aus der Unix/Linux-Welt kommen und nun nach und nach für Win adaptiert werden: (Beispiele) Gimp, Inkscape, Mplayer etc.

Vor etwa 2-3 Jahren waren die Linux-Desktops tatsächlich noch ein wenig altbacken. Dies hat sich aber inzwischen grundlegend geändert.
Der Vorteil, diese aber je nach Wunsch wieder altbacken zu gestalten ist geblieben. Will sagen, bei Linux habe ich die Freiheit mein Betriebssystem so zu gestalten, wie es mir gefällt, nicht nur im Aussehen, sondern vor allem im Verhalten. Und dies ist bis heute bei Win nicht möglich.

Auch hier will ich ein Beispiel geben:
Möchte man ganz normal mit Betriebssystemmitteln eine ältere Version eines MS-Programms einspielen (aus welchen Gründen auch immer), hat man fast nie die Chance dazu. Habe dies selbst versucht mit dem Mediaplayer unter XP.
Bei Debian kein Problem, man gibt einfach die entsprechende Version im apt-get mit ein.
abraços
Benutzeravatar
W124
 
Beiträge: 200
Registriert: Di 30. Nov 2004, 20:29
Wohnort: Alemanha - Brasil
Bedankt: 0 mal
Danke erhalten: 0 mal in 0 Post

Beitragvon Bernado » So 17. Jun 2007, 10:42

W124 hat geschrieben:Hallo,
jetzt könnte man Net mit Java vergleichen, aber das hinkt.
Java ist BS-unabhängig.


Google mal nach den Begriffen Mono und Net.
Deja Vu. Sun Java und Microsoft Visual Studio Java.
Heute Open Source Mono und Microsoft .net.

Brummelbärchen hat geschrieben:In der 3. Welt und in Schwellenländern wie Brasilien ist es immer noch recht schwierig, .NET-Entwickler zu finden. Witzigerweise verdienen sie rund 20% weniger als Java-Jungs, sind aber 25% Prozent produktiver... Die ökonomische Logik dahinter habe ich noch nicht begriffen, aber mir soll's recht sein


Die Logik ist folgendermaßen, bei Java lässt Du nur einmal programmieren. Das Programm läuft plattformunabhängig. Java-Programme von vor 10 Jahren laufen immer noch. Visual Java gab es auch mal, aber wurde von den Entwickler nicht angenommen.

.Net ist nicht plattformunabhängig, die benutzen Microsoft Forms (Das steigert die Produktivität). Das ist wie Lego. :-D Wird sich aber vielleicht mit dem Patentabkommen von Microsoft und Novell ändern.
http://www.mono-project.com/Main_Page

Grüsse Bernd

Hier mal ein Vergleich Beryl gegen Vista Aero. :-)
http://www.youtube.com/watch?v=xC5uEe5OzNQ
"In Mallorca trifft man mehr Deutsche als in Berlin."
Thomas Gottschalk am 23.6.2007
Benutzeravatar
Bernado
 
Beiträge: 367
Registriert: Fr 3. Nov 2006, 20:49
Wohnort: Frankfurt Mörsfelden
Bedankt: 18 mal
Danke erhalten: 0 mal in 0 Post

Beitragvon Brummelbärchen » So 17. Jun 2007, 21:07

Der einzige Ort an dem ich in meiner Karriere bis jetzt 10jährige Software im Betrieb erlebt habe war bei einer CH-Grossbank. Und da handelte es sich um Mainframe-Geschwüre die kein Mensch mehr richtig verstand.

Ansonsten gibt es nach meiner Erfahrung (18 Jahre IT, ist noch nicht sooo viel) so alle 3-5 Jahre sowieso ein komplettes Reengineering. Gut für uns 8)

BB
Benutzeravatar
Brummelbärchen
 
Beiträge: 966
Registriert: Mo 24. Apr 2006, 17:31
Wohnort: Belo Horizonte
Bedankt: 1 mal
Danke erhalten: 3 mal in 2 Posts

Beitragvon Claudio » Mo 18. Jun 2007, 00:25

gibt es nicht sowas wie einen windows-emulator für linux?
Benutzeravatar
Claudio
 
Beiträge: 1302
Registriert: Fr 4. Nov 2005, 21:06
Wohnort: Vila Velha-ES-Brasil
Bedankt: 32 mal
Danke erhalten: 18 mal in 14 Posts

Beitragvon Zambo » Mo 18. Jun 2007, 07:36

Claudio hat geschrieben:gibt es nicht sowas wie einen windows-emulator für linux?



Ja, namens "wine".
Tatsachen schafft man nicht dadurch aus der Welt, daß man sie ignoriert.
Benutzeravatar
Zambo
 
Beiträge: 593
Registriert: Mo 29. Nov 2004, 08:32
Wohnort: Stuttgart
Bedankt: 0 mal
Danke erhalten: 0 mal in 0 Post

Beitragvon Bernado » Mo 18. Jun 2007, 11:51

Zambo hat geschrieben:
Claudio hat geschrieben:gibt es nicht sowas wie einen windows-emulator für linux?


Ja, namens "wine".


Wine, ein rekursives Akronym für „WINE Is Not an Emulator“ (zu deutsch „Wine ist kein Emulator“), ist eine Windows-kompatible Laufzeitumgebung für Linux- und Unix-Betriebssysteme.

Bei einem Setup hat man aber auch die Icons auf in der Startleiste und/oder auf dem Desktop.

Ansonsten:
http://bochs.sourceforge.net/ Freeware
"In Mallorca trifft man mehr Deutsche als in Berlin."
Thomas Gottschalk am 23.6.2007
Benutzeravatar
Bernado
 
Beiträge: 367
Registriert: Fr 3. Nov 2006, 20:49
Wohnort: Frankfurt Mörsfelden
Bedankt: 18 mal
Danke erhalten: 0 mal in 0 Post

Vorherige

Zurück zu Telekommunikation & Media & Literatur

 



Berechtigungen in diesem Forum

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

Persönlicher Bereich

Anmelden

Empfehlungen

Wortübersetzer

Deutsch/Portugiesisch - Übersetzer in Kooperation mit Transdept

Neu im IAP PortalNetwork

Please enable / Bitte aktiviere JavaScript!
Veuillez activer / Por favor activa el Javascript![ ? ]