Häuslebau in Brasil

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Re: Häuslebau in Brasil

Beitragvon Barro7777 » Di 4. Okt 2011, 16:15

@ 008

Genau deshalb habe ich das Bad ja auch so groß gebaut, aber die Liebste möchte aber die Abtrennung. Habe mit dem Glaser schon gesprochen und der baut mir im Hauptbad eine Glasabtrennung 125 cm x 200 cm und im Gästebad 100 x 200 cm. Also keine komplette Schiebetüren-Einheit über die gesamte Breite der Bäder. Wird so um die 1500 R$ für beide kosten. Anbei noch ein paar Fotos vom Außenbereich.
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Re: Häuslebau in Brasil

Beitragvon frankieb66 » Di 4. Okt 2011, 16:26

Barro7777 hat geschrieben:@ 008

Genau deshalb habe ich das Bad ja auch so groß gebaut, aber die Liebste möchte aber die Abtrennung. Habe mit dem Glaser schon gesprochen und der baut mir im Hauptbad eine Glasabtrennung 125 cm x 200 cm und im Gästebad 100 x 200 cm. Also keine komplette Schiebetüren-Einheit über die gesamte Breite der Bäder. Wird so um die 1500 R$ für beide kosten. Anbei noch ein paar Fotos vom Außenbereich.

=D> schöne Fotos!

Frage: Regnet es bei euch nie? Nichtmal tropische Gewitter? Der ganze Außenbereich ist ja komplett zubetoniert ... wo soll denn das Wasser abfliessen?
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Re: Häuslebau in Brasil

Beitragvon Barro7777 » Do 6. Okt 2011, 13:48

@ frankieb66

das ganze Grundstück wird später mit Natursteinplatten gefliest. Auch die Außenmauern und die Mauern des Hauses werden in einer Höhe von 80 cm gefliest.Vor das Haus kommt links vom großen Tor an die Außenmauer ein Pool und ein Grillplatz. Das Grundstück wurde mit Gefälle betoniert und hat zur Straßen-Mauer hin drei Abflüsse im Boden, die das Wasser dann auf die Straße leiten. Sollte irgendwann einmal die Straße geflastert werden, dann werden die Abflussrohre automatisch vom Municipal an ein Abwassersystem angeschlossen.Mein Grundstück liegt einen Meter höher wie die Straße. Zur Frage ob es hier regnet ? Ich lebe hier im trockensten Gebiet von Brasilien. Normalerweise regent es hier 7 oder 8 Monate gar nicht. Ich habe chronisches Bronchialasthma und diese trockene Hitze ( hier ist es nicht schwül wie an den Küsten ) ist für mich optimal. Ich habe hier keinerlei Beschwerden.
Grüße Michael
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Re: Häuslebau in Brasil

Beitragvon sachleon » Mi 26. Okt 2011, 23:30

Na,

Glückwunsch! Lese hier ab und an mal mit. Ist doch sehr ordentlich geworden. :cool: Ich habe selbst einiges an Bauerfahrung mit mehr als einem Dutzend Projekten seit 1979 in Deutschland, und seit 1985 im Nordosten (Ceara) Brasiliens. :mrgreen: :mrgreen:

Zum Häuslebau und der MATERIALAUSWAHL !!! ist immer die Klimazone in der das Haus stehen wird maßgebend, und die ist in BR ja breitgefächert. Und in den Tropen auch die Wandausrichtungen zur Sonne.

Hierzu gibt es auch sehr gute, bebilderte Bücher , z.T. auch mit Hilfsmaterialien zum Sonneneinfallswinkel an den verschiedenen Breitengraden zu verschiedenen Jahreszeiten, oder Schattenwinkelmesser. :idea: :idea:

( z.B. TROPENBAU - Building in the Tropics - , von Georg Lippsmeier )

Oder aus England gibt´s einiges zu "Kolonialbauten", Und damals wurde nicht alles falsch gemacht, sondern auf Beschattung, und Luftzirkulation durch Raumtiefe und "offener, gemeint ist luftdurchlässiger " Dacheindeckung geachtet.

Und dazu sieht man mittlerweile, zumindest im tropischen Brasilien, unendlich viele Bausünden im, sage ich mal "Einfamilienhausbau" die nur durch die hier in einigen Beiträgen schon angesprochene oft kurze "Laufzeit" wieder gutzumachen sind. :shock: :shock:
Damit meine ich das Einbauen einer Betondecke im eingeschossigen Haus, nur weil´s chic ist.(Spreche da auch aus eigener Erfahrung, weil ich´s trotz Mund fusselig reden, beim Haus meiner Schwiegereltern nicht verhindern konnte, das schlagende Argument meiner Schwiegermutter war dann der zusätzliche Schutz vor Einbrechern, ha...ha.) Decke war nachträglich drin, und fertig war das Miefkabuff .
Mit diesem Unsinn erstickt man die oft nicht allzugroßen Räume und überall stehen dann diese lausigen Ventilatoren, auf Vollgas brummend, rum, oder wenn man sich´s leisten kann, mehr oder weniger klappernde Klimaquirle ! Hm.. und die KW Stunde ist auch nicht mehr das was sie vor 25 Jahren in BR war, zumindest preislich ! [-X [-X

Zur luftdurchlässigen Dacheindeckung eignet sich die in Brasilien früher fast ausschließlich verwendete Mönch/Nonne Ziegel hervorragend, wurde auch schon im Altertum von den Römern und was weiß ich noch wem, verwendet.
Einzige mir bekannten Nachteile sind eine gweisse windempfindlichkeit (durch einen Klecks Mörtel wesentlich verringerbar), und halt den manchmal spürbaren feinen Sprühregen, der dadurch entsteht dass der Regentropfen auf die Nonne fällt, zerstäubt und nach oben durch den Längsspalt unter den Mönch sprüht, und so die feinen Tröpfchen den Weg nach unten ins Zimmer findet. Dazu ist mir noch nicht viel eingefallen, hat mich aber auch, außer anfangs nachts im Schlafzimmer, noch nicht sonderlich gestört. Im Schlafzimmer wurde das Problemchen mit einem luftigen Stoffbaldachin überm Bett gelöst.

Und zum Wandbaumaterial, da schüttelt,s mich bei den "stranggepressten Tondingern mit 8 Löchern." Man nimmt damit den allgegenwärtigen Cupim den Nesterbau ab, und läd sich die Fiecher geradezu als Untermieter in ALLE Haus und Zwischenwände !!!!

Lieber ist mir da der klassische leichtgebrannte " Tijolo branco ", den man auch " verschwenderisch " als 20er, manche sind auch 25cm, Wand vermauern kann. Aber das ist in den Augen vieler "moderner" Brasilaner aber eben kein moderner Baustoff, sondern kommt für sie gleich nach lehmverschmierten Zweigflechtwänden (Casa de Taipa). - Sowas hatten wir übrigens vor noch nicht allzulanger Zeit bei Fachwerkhäusern. -
Nur gibt´s halt beim Tijolo branco ein wesentlich besseres Raumklima, ähnlich dem immer noch modernen Porenbetonstein (landläufig Gasbetonstein) unserer Breiten.
Und in der Küche muß die Zuckerdose nicht immer gleich im Kühlschrank verschwinden, und wenn sie mal über Nacht auf der Granitplatte des Küchentischs, der natürlich frei mitten im Raun steht, bleibt, ist am nächsten Morgen noch genug für den Kaffee da, ohne über Nacht in den Hausmauern verschwunden zu sein. -- Dort ist nämlich kein Hohlraum für die lieben Cupim und ähnliches --

Und so gäb´s dann viel zu erzählen........, aber uns hat ja niemand gezwungen, man ist ja gerne AUCH in Brasilen :cool:


Grüße!

Leo
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Re: Häuslebau in Brasil

Beitragvon Barro7777 » Do 27. Okt 2011, 06:27

@ sachleon,

habe das ganze Haus mit den 8 Loch Tijolos gebaut,aber habe anstatt 9000 Ziegeln, 14000 verbaut, da ich bei den Außenmauern die Tijolos nicht hochkant vermauert habe, sondern liegend. Habe daher auch keine Probleme mit irgendwelchen Tierchen.Auch merkt man das am Raumklima, aber insbesondere die abgehängten Decken und der darüber stattfindende Luftaustausch trägt wesentlich zum guten Raumklima bei.
Grüße Michael

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Re: Häuslebau in Brasil

Beitragvon 008 » Do 27. Okt 2011, 12:05

hallo sachleon,
und wie löst du das problem mit dem staub und flugsand bei der luftdurchlässigen dachbebauung?du weisst ja wie der wind hier in ceará von aug.-dez pfeift!das knirscht dann beim essen immer so.....
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Re: Häuslebau in Brasil

Beitragvon sachleon » Do 27. Okt 2011, 18:12

@ 008

Tja, das hängt auch an der Wahl des Grundstücks, ich schrieb ja das ich mir viel Mist anschauen mußte, ich habe das Problem nicht so sehr, bei mir in Fagundes, Nähe der Churascaria Casa Carneiro gibt´s noch reichlich hohe Bäume, und die wirken wie ein großer Staubfilter. Ich mußte einmal wegen des mir wichtigen Microklimas ein unbebautes, verwildertes Nachbargrundstück von rund einem Hektar kaufen, um zu verhindern dass dort irgend ein Idiot aus ca, 80 - 100 jährigen Bäumen weiter unberechtigterweise Holzkohle brannte! :twisted: :twisted: :twisted: Ich habe ansich immer ein angenehmes Lüftchen, nur am frühen Abend wird es etwas "lau".
Und 1x täglich fegen muß eh sein, und im Haus haben ALLE barfuß zu laufen, zumindest wenn ich da bin bleiben auch -Passaporte Brasileiro -(Havaianas) draußen. Und wenn ich auch nach längerer Abwesenheit mal überraschend komme, ist ALLES immer pico bello ! :D :D Und das macht mein Schwiegervater großteils alleine, der ist als Sertanejo glücklichst nicht mehr in Fortaleza sein zu müssen, und .( Geht mir übrigens nicht anders )
Und meine Frau hat von Anfan an klipp und klar festgelegt wer von der Verwandtschaft am WE unangemeldert aufschlagen darf und wer nicht, bzw. wer ausnahmsweise mal übernachten kann! Und da gehörte beispielsweise eine ihre Omas nicht dazu. :cool: :cool:

Und mit dem Dreck unter und den weißen Ausblühungen aus den Mönch/Nonne Ziegeln gibt´s nen einfachen Trick. Die jeweils zimmerzugewandte Seite mit glänzendem Lack streichen. Ich mag den Ziegelfarbton, deshalb nahm ich Vernis (Sparlack) farblos. Jedoch VORSICHT beim ersten Anstrich blos nicht unverdünnt auftragen, mindestens 1 : 1 oder mehr verdünnen, damit das Zeugs einzieht und sich richtig mit dem Ziegel verbindet und bevor die Grundierung durchgetrocknert ist ein 2. Auftrag mit wenig Verdünnung. Damit war die Oberflche schön glatt. Streicht man beim 1.Mal unverdünnt, gibts "Blätterteig". :roll:
Daran haftet kaum mehr Dreck, und Insekten mögen´s auch kaum für den "Häuslebau". Und beim Abfegen alle 3-4 Monate geht´s auch ruck zuck. :D

Grüße!

Leo.
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Re: Häuslebau in Brasil

Beitragvon Elsass » Fr 28. Okt 2011, 10:19

Wer seine Ziegel noch nach Jahren schoen rot bzw. weiss haben will und gleichzeitig den Moosbewuchs und die nachfolgende Insektenzucht auf dem Dach verhindern will, kommt nicht darum herum, die Ziegel zu lackieren.
Ich habe die weissen Dach-Ziegel in eine Silikonloesung getaucht. Ist mir so vom Ziegelverkaeufer empfohlen worden. War relativ teuer. Es soll auch billigere Mittel geben. Wenn man nicht taucht sondern pinselt, spart man auch noch; ist aber aufwendiger.
Auf jeden Fall den poroesen Dach-Ziegel von aussen versiegeln. Ist irgendwie logisch. Von innen ist das nicht unbedingt noetig. Beim Tauchen werden sowieso beide Seiten versiegelt. Ist vielleicht doch die beste Loesung.
Zusaetzlich habe ich dann noch im Schlafbereich einen PVC-forro direkt unterm Dach (an den ripoes) angebracht.
Damit ist dieser Bereich gegen Rieseln jeder Art gesichert. Zwischen dem PVC und den Ziegeln ist noch ca. 20cm Zwischenraum fuer die Luftzirkulation.
Im Rest des Apartments gibts einen freien Blick auf den Dachstuhl und die weissen Ziegel.
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