Handy nach Brasilien schicken

Fragen zur Gesetzeslage in Brasilien, Einwanderungs-, Einfuhr- und Zollbestimmungen sowie Steuerfragen

Re: Handy nach Brasilien schicken

Beitragvon donesteban » Mi 12. Nov 2008, 12:52

Die bei mir um die Ecke wohnen - ich schätze mal so ein paar Zehntausend - haben viel Kohle und laufen mit modernen, schicken Handys rum.
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Re: Handy nach Brasilien schicken

Beitragvon ptrludwig » Mi 12. Nov 2008, 13:41

donesteban hat geschrieben:Die bei mir um die Ecke wohnen - ich schätze mal so ein paar Zehntausend - haben viel Kohle und laufen mit modernen, schicken Handys rum.

Woher weißt du das die Leute viel Kohle haben und ob die Handys alle bezahlt sind? In Brasilien wird z.B. 90% der Kleidung auf Kredit gekauft. Warum bezahlen die Brasilianer wohl so gerne mit Kreditkarte? Ich sag es dir, weil sie kein Geld haben.
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Re: Handy nach Brasilien schicken

Beitragvon donesteban » Mi 12. Nov 2008, 14:01

Weil ich ein paar kenne. Häuser, Ländereien, Firmen, hohes Einkommen, fette Autos, mehrere Wohnungen, Kinder auf teuren Privatschulen und auf amerikanischen oder englische Unis usw. Warum soll es denn in Brasilien keine Leute geben, die Kohle haben? Verstehe ich nicht, wie du darauf kommst.

Ich schätze, dass der Ausdruck mit den "oberen Zehntausend" auf Recife erstaunlich genau zutrifft. Das ist aber selbstverständlich nur eine grobe Schätzung, wenn ich die Bewohner von Wohnungen ab ca. 500K R$ aufwärts ganz grob schätze. Das Condominio nebenan hat beispielsweise 30 Stockwerke mit je 4 Wohnungen die jeweils über 500K liegen. Und diese Condominios gibt es massenhaft. Dann noch die teureren Villen in den Villengegenden etc. Ich denke, meine Schätzung liegt nicht so ganz daneben.
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Re: Handy nach Brasilien schicken

Beitragvon Ferhat » Mi 12. Nov 2008, 14:10

Dass es zahlungswillige Käufer gibt,davon gehe ich auch aus,
das es gibt es ja sogar im ärmsten Dritte Welt Land.
Frage wäre auch vielmehr, ob die Preise wirklich so variieren,
dass sich der Import lohnt,ansonsten könnte ich die auch hier
auf ebay verhökern.

Gibt es ne große brasilianische Technik Website ähnlich wie Amazon.de?

Beste Grüsse,
Ferhat
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Re: Handy nach Brasilien schicken

Beitragvon ptrludwig » Mi 12. Nov 2008, 15:58

donesteban hat geschrieben:Weil ich ein paar kenne. Häuser, Ländereien, Firmen, hohes Einkommen, fette Autos, mehrere Wohnungen, Kinder auf teuren Privatschulen und auf amerikanischen oder englische Unis usw. Warum soll es denn in Brasilien keine Leute geben, die Kohle haben? Verstehe ich nicht, wie du darauf kommst.

Ich schätze, dass der Ausdruck mit den "oberen Zehntausend" auf Recife erstaunlich genau zutrifft. Das ist aber selbstverständlich nur eine grobe Schätzung, wenn ich die Bewohner von Wohnungen ab ca. 500K R$ aufwärts ganz grob schätze. Das Condominio nebenan hat beispielsweise 30 Stockwerke mit je 4 Wohnungen die jeweils über 500K liegen. Und diese Condominios gibt es massenhaft. Dann noch die teureren Villen in den Villengegenden etc. Ich denke, meine Schätzung liegt nicht so ganz daneben.

Ja, es gibt in Brasilien die obere Zehntausend. Die leben aber abgeschirmt und werden keine Handys von Touristen kaufen.
Du wirst doch nicht bestreiten, daß der normale gut verdienende Brasilianer in der Regel total verschuldet ist und kein Geld zur Verfügung hat. Der Urlaub wird mit Kredit finanziert, wenn bezahlt, wird der nächste gemacht. Das Auto zahlt man 6 Jahre lang ab, wenn es bezahlt ist, kauft man das nächste und auch das teure Handy wird nicht bar bezahlt.
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Re: Handy nach Brasilien schicken

Beitragvon donesteban » Mi 12. Nov 2008, 16:55

Bestreiten? Ja eigentlich schon. Ich kenne ja auch "normale", "mittelprächtig verdienende" Brasilianer und die sind so weit ich weiß nicht verschuldet. Ich lasse mir aber auch nicht von jedem Bekannten seine finanziellen Verhältnisse offen legen.

Mein Schwägerin zum Beispiel ist einfach nur Sekretärin bei einem Beratungsunternehmen. Sie hat ihre Eigentumswohnung abgezahlt. Das Auto kauft sie tatsächlich so alle 6 Jahre neu. Jedoch nicht auf Pump sondern über so ne Art Lotterie. Man zahlt ein paar Jahre ein und bekommt irgendwann mal in der Zeit sein Auto. Wann bestimmt das Los oder so ähnlich. Komisches System aber im Prinzip finanziert sie meistens das Auto vorab. Sie hat es sogar geschafft eine kleine, eiserne Reserve auf dem Konto zu belassen, wenn mal was außergewöhnliches wie Medikamente etc. anfällt. Urlaub macht sie keinen, weil sie dafür kein Geld hat.

Also im Großen und Ganzen ähnlich wie bei vielen deutschen Bekannten, die mit ihrem Gehalt eben gerade so über die Runden kommen.

Ist sie jetzt nicht normal?

Ich kenne noch einige andere, die noch weniger zum Leben haben. Nur so um die 500,00 bis 600,00 R$. Da wird gespart, da ist kein Auto vorhanden, da ist das Haus nahezu unverputzt und zwei/drei Mal im Monat auf ein Konzert oder Pagode muss reichen. Von Schulden habe ich nichts mitbekommen.

Und natürlich kenne ich auch welche die auf Pump leben, hier wie auch in DE.
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Re: Handy nach Brasilien schicken

Beitragvon cabof » Mi 12. Nov 2008, 17:13

ich glaube eher, der größte Teil der Bevölkerung Brasiliens ist überhaupt nicht verschuldet - warum - ?
Die haben gar keine Möglichkeit sich zu verschulden, die "Bonität" fehlt, kein Bankkonto, keine Kredit/Schecks
o.ä. Karten... vielleicht haben sie einen kleinen Schuldsaldo beim Metzger oder Tante Emma-Laden nach dem
Motto "por no prego" und die Klientel die unser Handyverkäufer anspricht ist genau die, die keinen Kredit mehr bekommt und diese glauben dann vom Gringo was abstauben zu können. Was die technische Aufrüstung betrifft, die Reichen oder sagen wir mal "Trendsetter" in Brasilien, die haben diese Ware schon bevor man in DE überhaupt etwas davon weiß. Die kaufen die "Lancamentos" gleich in den USA.
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Re: Handy nach Brasilien schicken

Beitragvon ptrludwig » Mi 12. Nov 2008, 18:09

donesteban hat geschrieben:Bestreiten? Ja eigentlich schon. Ich kenne ja auch "normale", "mittelprächtig verdienende" Brasilianer und die sind so weit ich weiß nicht verschuldet. Ich lasse mir aber auch nicht von jedem Bekannten seine finanziellen Verhältnisse offen legen.

Mein Schwägerin zum Beispiel ist einfach nur Sekretärin bei einem Beratungsunternehmen. Sie hat ihre Eigentumswohnung abgezahlt. Das Auto kauft sie tatsächlich so alle 6 Jahre neu. Jedoch nicht auf Pump sondern über so ne Art Lotterie. Man zahlt ein paar Jahre ein und bekommt irgendwann mal in der Zeit sein Auto. Wann bestimmt das Los oder so ähnlich. Komisches System aber im Prinzip finanziert sie meistens das Auto vorab. Sie hat es sogar geschafft eine kleine, eiserne Reserve auf dem Konto zu belassen, wenn mal was außergewöhnliches wie Medikamente etc. anfällt. Urlaub macht sie keinen, weil sie dafür kein Geld hat.

Also im Großen und Ganzen ähnlich wie bei vielen deutschen Bekannten, die mit ihrem Gehalt eben gerade so über die Runden kommen.

Ist sie jetzt nicht normal?

Ich kenne noch einige andere, die noch weniger zum Leben haben. Nur so um die 500,00 bis 600,00 R$. Da wird gespart, da ist kein Auto vorhanden, da ist das Haus nahezu unverputzt und zwei/drei Mal im Monat auf ein Konzert oder Pagode muss reichen. Von Schulden habe ich nichts mitbekommen.

Und natürlich kenne ich auch welche die auf Pump leben, hier wie auch in DE.

Ich würde vorschlagen, alle die hier Handys verkaufen wollen, sollen sich mit dir in Verbindung setzen, du kannst sie ja dann deinem Bekanntenkreis empfehlen. Ansonsten lohnt es sich nicht auf dein Regenbogengeschreibsel zu antworten.
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Re: Handy nach Brasilien schicken

Beitragvon donesteban » Mi 12. Nov 2008, 22:26

ptrludwig hat geschrieben:...Ansonsten lohnt es sich nicht auf dein Regenbogengeschreibsel zu antworten.
:?: Muss ich das nun verstehen und warum antwortest Du dann doch? Im übrigen habe ich doch niemand empfohlen, Handys in Brasilien zu verticken. Empfehlung bevor Du dich grundlos aufregst: 1. Lesen 2. Verstehen 3. Denken 4. erst dann anständig Antworten.
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Re: Handy nach Brasilien schicken

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 14. Nov 2008, 04:06

Oi Gente, was habt ihr für einen Bekanntenkreis. :oops:
Wenn wir hier mit einem Navi, einer goldenen Swatch, einem I-Pod-touch, einer Mega-Kamera ankommen, bleibt der Kram meist hier. Brasilianer, die wir kennen haben einen Tick für frische Importware. Wie gesagt, derzeit laufen Navis, für die es an jeder Ecke die Brasilianischen Karten gibt. Diesmal habe ich mal mein eigenes TomTom mitgebracht, für das die Karten V8.x noch erheblich besser sind. Der Typ der die Software draufmachte wollte sofort das Gerät haben. Ich habe leider nur so ein teueres mit Firlefanz, sonst hätte er es vor dem Abfkug bekommen. Ein normales TT kostet im Moment in D 135 Euros, die werden beim nächsten mal mitgebracht.
Und alle zahlen Bar bei Übergabe, sonst bekommt's der nächste. Wollen die Bekannten mal nix, dann eben die Studenten an der UFMG. Die haben Geld wie Heu für sowas, Pappi zahlt das ja.

Gruß
Manfred
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