Haus in Toledo (abgetrennt vom Rasentrimmer)

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Haus in Toledo (abgetrennt vom Rasentrimmer)

Beitragvon BeHarry » Di 10. Feb 2009, 12:17

Danke erstmal an admin.
Ist eine gute Idee, da einen anderen Thread draus zu machen.

Dein Link ist nun verdammt gross, 11 Seiten, ich werde mir das erst später alles durchlesen.
ist auch schon von 2007, aber auf Seite 1 schreibst Du
Admin hat geschrieben:Oder wo ist die 1000 R$ - Fraktion? Manchmal glaube ich, ich bin der Einzige, oder der Einzige der es zugibt.

290.00 Miete
30.00 Wasser
100.00 Strom
100.00 Internet
15.00 Gas
250.00 Lebensmittel
200.00 Sonstiges

Und damit gebe ich für drei Personen doppelt soviel aus, wie der Rest der Verwandschaft! Bin ich jetzt Unterschicht? Kiddies haben an unserem Hügel "Favela Vila Paulista" auf die Strasse gepinselt ... vielleicht eine erste Warnung, in den Club der Reichen aufzusteigen ....

das sind also gerade mal 985 Realos !!!
OK, die Miete ist wohl hochgegangen. wohl ein paar andere Sachen auch, aber dann mögen das vielleicht so 1100-1200 Realos an Monatlichen Ausgaben sein.

Das halte ich für wenig !

Ich verdiene (nur als Beispiel) so rund 3000 Euros. Habe aber viele Freunde, die so 4-5000 verdienen. Ein paar, die so mit 2200 oder 2500 euros nach Hause gehen.

Wenn man ins Ausland geht, will man ja normalerweise zumindest ungefähr gleich verdienen. Verschlechtern will sich ja niemand. Expats bekommen normalerweise 50-100% Aufschlag.

OK, Du arbeitest nicht für eine ExpatFirma (stimmt das, was mibi sagt?), aber verschlechtern wolltest Du Dich doch sicherlich auch nicht.

Da müsstest Du Dir doch so ein 60000+etwas Häuschen doch in einem Jahr zusammensparen können.

Oder mal anders herum (wenn man halt einen "Happy Sunshine Abschlag' in Kauf genommen hat) - dann wäre es doch eine prima Idee, so den Sommer über (ja im Winter finde ich es zeitweise auch grausam) in Europa ein paar Mäuse beiseite zu legen.
Mein Bruder (z.B.) hat eine Baufirma, da kommen immer die Polen und Ungarn im Sommer.
Die malochen 5-6 Monate, danach haben die aber 8-10000 Euros bar auf der Hand !
Gespart, meine ich, nicht als Bruttoverdienst.

Das wäre doch schon das halbe Haus (so 10000 Euros rechne ich mal als 30000 Realos).

He, das würde ich sofort machen. 1 Jahr durchmalocht = Grundstück gekauft.
2 Jahr durchmalocht = Haus gebaut, und noch ein paar Monate "easy life" gemacht, Capis getrunken, und so.

Hey, wenn man das so 10 Jahre lang durchzieht, dann hast Du aber eine Null-Arbeit Leben !
5 Häuser, kassierst Deine Miete, und machst Dir ein nettes Leben. Trinkst Deine Caipi auf der Terrasse, lässt Dich von Deinen Miezen verwöhnen, und alles ist gut....
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Re: Erfahrungswerte: Aparador de Grama (Kantenschneider)

Beitragvon Männlein » Di 10. Feb 2009, 13:06

Teckpac hat geschrieben:
BeHarry hat geschrieben:
@Techno - was meinst Du mit Rollschicht?

.

Hi BeHarry,
Rollschicht= Ausschachtung ca. 50-60cm tiefer als die Bodenplatte (Fundament) ca.50cm breit (logischer Weise bei Häusern ohne Keller), Verlegung von Drainagerohr, Bedeckung mit Fliess, Auffüllung mit Rollkies oder grobem Schotter.Hält die Hauswand schön trocken!! Keine Staunässe wie bei der hier in Brasilien üblichen Bauweise= kein Moos und kein Schimmel.


Hallo Bub

Ist ja eine ganz neue Betrachtungsweise im brasilianischen Häuserbau . Isolation der Wände gegen aufsteigende Nässe .Wo bitte schön findest du das denn hier in Brasilien . Ja und wie schutzt du die Innenwände die stehen auch auf dem darunter liegendem Fundament und ziehen Wasser . Mal überlegt wie du die Trocken legen willst . Wenn du eine Immo kaufst . Ne ne gegen nasse Wände hilft nur eines abreißen und neu Bauen .Ein richtiges Betonfundament als Abschluß oben U Steine die mit Sperrbeton gefüllt sind Ganz flächige Bodenplatte . Nicht wie hier üblich die Bodenplatte oder besser der Boden wird reingemurkst wenn die Wände schön gemauert sind .Und die erste ( unterste )Reihe Tijolos mit Asphaltmanta abdecken . Nur dann hast du Ruhe gegen aufsteigende Nässe in den Wänden . Hatte noch vergessen das unter die Betondecke eine Lage Granitkiesel / ( Britta !6/9 ) ca 10 cm gehört . Aber das ist eine Art zu bauen die hier verschrien ist weil man das erstens nicht so macht und zweitens nicht so macht und drittens nicht so macht . Und wenn es dann keine Argumente mehr gegen solch eine Bauweise gibt Xtens das ist zu teuer . Der Brasilianer liebt doch seine nassen Wände an denen der Barroputz wegen Nässe runter fällt . Sonst kann man doch nicht mehr mit Massa Corrida rumschmieren Und hätte nicht jedes Jahr seine Reforma.

Bis denne und neulich
Männlein
.
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Re: Erfahrungswerte: Aparador de Grama (Kantenschneider)

Beitragvon Teckpac » Di 10. Feb 2009, 13:34

Männlein hat geschrieben:
Teckpac hat geschrieben:
BeHarry hat geschrieben:
@Techno - was meinst Du mit Rollschicht?

.

Hi BeHarry,
Rollschicht= Ausschachtung ca. 50-60cm tiefer als die Bodenplatte (Fundament) ca.50cm breit (logischer Weise bei Häusern ohne Keller), Verlegung von Drainagerohr, Bedeckung mit Fliess, Auffüllung mit Rollkies oder grobem Schotter.Hält die Hauswand schön trocken!! Keine Staunässe wie bei der hier in Brasilien üblichen Bauweise= kein Moos und kein Schimmel.


Hallo Bub

Ist ja eine ganz neue Betrachtungsweise im brasilianischen Häuserbau . Isolation der Wände gegen aufsteigende Nässe .Wo bitte schön findest du das denn hier in Brasilien . ... . Der Brasilianer liebt doch seine nassen Wände an denen der Barroputz wegen Nässe runter fällt . Sonst kann man doch nicht mehr mit Massa Corrida rumschmieren Und hätte nicht jedes Jahr seine Reforma.

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Hallo Onkel! :wink: Ok, die 100% Lösung ist mein Vorschlag nicht! Aber wenn man es so macht, wie ich es dargestellt habe, ist man schon mal auf der "trockenen" Seite. Und wenn man Die Drainage rundum das Haus zieht, hat das Wasser schon Probleme die vorhandene Bodenplatte zu nässen, oder? Klar bei einem gestampften Barro-Fundament sieht es schon etwas anders aus! Aber meinereiner hat das mit dem grosselterlichem Fachwerkhäuschen in D schon gemacht, und siehe da es funktionierte! Klar ist es das Beste von Grund auf die europäische Bauweise anzuwenden. Aber bei kleinem Geldbeutel würde ich es so machen, wie beschrieben. Wenn man dann noch die Drainage in einem versenktem Reservoir enden lässt, hat man (nach Gegend) auch noch Wasser in der Trockenzeit um mittels Handpumpe z.B den Garten zu bewässern. Bis dann es grüsst der Bub :D
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Re: Haus in Toledo (abgetrennt vom Rasentrimmer)

Beitragvon Severino » Di 10. Feb 2009, 13:48

Tja, andere Länder, andere Sitten. Unverputzte Wände gibt es in meiner Nachbarschaft auch. Und unverputzte Wände haben weniger Schimmel als verputzte. Das liegt daran, dass die schneller wieder trocknen können. Wenn erstmal verputzt ist, sollte man möglichst schnell auch das Thema infiltração angehen - also im unteren Bereich die schwarze Farbe und dann darüber z.B. Textura mit der Rolle aufgetragen. Nur Farbe sieht am Ende der Regenzeit auch wieder traurig aus. Aber ein schmuckes Häuschen - das ist den Brasilianern nicht ganz so wichtig, wie den Deutschen....
Und ein deutsches Fundament in Brasilien bauen, das ist, wie Männlein schrieb: Das macht man so nicht, das macht man so nicht, das macht man so nicht und das ist viel zu teuer....
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Re: Haus in Toledo (abgetrennt vom Rasentrimmer)

Beitragvon dietmar » Di 10. Feb 2009, 14:20

BeHarry hat geschrieben:Wenn man ins Ausland geht, will man ja normalerweise zumindest ungefähr gleich verdienen. Verschlechtern will sich ja niemand. Expats bekommen normalerweise 50-100% Aufschlag.

OK, Du arbeitest nicht für eine ExpatFirma (stimmt das, was mibi sagt?), aber verschlechtern wolltest Du Dich doch sicherlich auch nicht.


Als ich 2001 nach Südamerika kam, war mir klar, dass ich keinesfalls weiterhin 120.000 DM Zieleinkommen jährlich haben werde und mir auch niemanden einen nagelneuen Volvo V40 als Dienstwagen zur unbegrenzten privaten Nutzung zur Verfügung stellt.

Vielmehr hatte ich so rund 4000 U$ in der Tasche und ab ging die Post! :D

BeHarry hat geschrieben:He, das würde ich sofort machen. 1 Jahr durchmalocht = Grundstück gekauft.
2 Jahr durchmalocht = Haus gebaut, und noch ein paar Monate "easy life" gemacht, Capis getrunken, und so.

Hey, wenn man das so 10 Jahre lang durchzieht, dann hast Du aber eine Null-Arbeit Leben !
5 Häuser, kassierst Deine Miete, und machst Dir ein nettes Leben. Trinkst Deine Caipi auf der Terrasse, lässt Dich von Deinen Miezen verwöhnen, und alles ist gut....


Jedem das seine. Ich stehe nicht so auf materielle Werte, brauche kein Häuschen zum glücklich sein und vor allem will ich nicht aufgrund eines Jobs von der Familie getrennt sein. Ich arbeite daheim, kann mir mein bescheidenes Leben vollständig alleine einteilen. Und habe meine liebsten immer um mich herum. Einzige Verpflichtung ist derzeit, um 6.45 Uhr aufzustehen um unsere Kleine in die Vorschule zu bringen. Das ist wirklich eine "unbequeme Zeit".

Ja, ich schätze die Ausgaben so auf 1.500 R$. Aber ich habe dabei eine wesentlich höhere Lebensqualität wie früher, als ich in Deutschland umgerechnet 15.000 R$ verdient und ausgegeben habe.

Zum Hauskauf. Selbst wenn ich das Geld hätte, ich würde es wohl nicht machen. Ich bin gerne flexibel. Ich will mich nicht über Handwerker oder Mieter ärgern, ich will sofort die Koffer packen können und an einen anderen Ort ziehen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Ich habe nicht geplant, den Rest meines Lebens in Toledo zu verbringen. Brasilien ist gross. Ich habe da eben eine andere Einstellung.

Ich mach mir eben keinen Stress. Wer mich kennt, weiss das auch. Was ich heute nicht mache, mache ich eben morgen.
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Re: Haus in Toledo (abgetrennt vom Rasentrimmer)

Beitragvon Severino » Di 10. Feb 2009, 14:42

Admin hat geschrieben:
BeHarry hat geschrieben:Wenn man ins Ausland geht, will man ja normalerweise zumindest ungefähr gleich verdienen. Verschlechtern will sich ja niemand. Expats bekommen normalerweise 50-100% Aufschlag.

OK, Du arbeitest nicht für eine ExpatFirma (stimmt das, was mibi sagt?), aber verschlechtern wolltest Du Dich doch sicherlich auch nicht.


Als ich 2001 nach Südamerika kam, war mir klar, dass ich keinesfalls weiterhin 120.000 DM Zieleinkommen jährlich haben werde und mir auch niemanden einen nagelneuen Volvo V40 als Dienstwagen zur unbegrenzten privaten Nutzung zur Verfügung stellt.

Vielmehr hatte ich so rund 4000 U$ in der Tasche und ab ging die Post! :D

BeHarry hat geschrieben:He, das würde ich sofort machen. 1 Jahr durchmalocht = Grundstück gekauft.
2 Jahr durchmalocht = Haus gebaut, und noch ein paar Monate "easy life" gemacht, Capis getrunken, und so.

Hey, wenn man das so 10 Jahre lang durchzieht, dann hast Du aber eine Null-Arbeit Leben !
5 Häuser, kassierst Deine Miete, und machst Dir ein nettes Leben. Trinkst Deine Caipi auf der Terrasse, lässt Dich von Deinen Miezen verwöhnen, und alles ist gut....


Jedem das seine. Ich stehe nicht so auf materielle Werte, brauche kein Häuschen zum glücklich sein und vor allem will ich nicht aufgrund eines Jobs von der Familie getrennt sein. Ich arbeite daheim, kann mir mein bescheidenes Leben vollständig alleine einteilen. Und habe meine liebsten immer um mich herum. Einzige Verpflichtung ist derzeit, um 6.45 Uhr aufzustehen um unsere Kleine in die Vorschule zu bringen. Das ist wirklich eine "unbequeme Zeit".

Ja, ich schätze die Ausgaben so auf 1.500 R$. Aber ich habe dabei eine wesentlich höhere Lebensqualität wie früher, als ich in Deutschland umgerechnet 15.000 R$ verdient und ausgegeben habe.

Zum Hauskauf. Selbst wenn ich das Geld hätte, ich würde es wohl nicht machen. Ich bin gerne flexibel. Ich will mich nicht über Handwerker oder Mieter ärgern, ich will sofort die Koffer packen können und an einen anderen Ort ziehen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Ich habe nicht geplant, den Rest meines Lebens in Toledo zu verbringen. Brasilien ist gross. Ich habe da eben eine andere Einstellung.

Ich mach mir eben keinen Stress. Wer mich kennt, weiss das auch. Was ich heute nicht mache, mache ich eben morgen.

Das ist bei mir genauso. Materielles ist mir nicht so wichtig. Verpflichtungen habe ich gar keine. Auch kein Handy. Früher hatte ich vier davon und war 24 Stunden erreichbar. Klar habe ich da auch massig Kohle verdient und kräftig Steuern abgedrückt. Aber für mich ist das Leben wichtiger, als das arbeiten. Obwohl ich auch hier arbeite. Muss ich auch. Aber so wie es mir passt und nicht so, wie die anderen das von mir wollen.
Übrigens beginnt mein Tag auch gegen 06:30. Der Jüngste hat nun morgens Schule und muss um 07:15 dort sein. Abends geht "mein" Alltag auch bis 22:00, denn dann hole ich meine Frau von der Schule ab. Dazwischen lebe ich. Mach Mal ne Übersetzung, male ein Tor an, verkaufe Holzkohle und baue an den Immobilien. Aber alles ohne Stress. In den letzten Monaten haben wir zusätzlich noch ein paar R$ mit Haus- und Kinderbetreuung verdient. Das ist alles eine Frage der Organisation und Disziplin. Denn bei 11 Kindern im eigenen Haus, vier weiteren im zweiten und noch ein Haus, das wir im Auftrag vermieten - geht das nicht ohne. Und ob ihr es glaubt oder nicht: 4 oder 11 Kinder ist eigentlich kein grosser Unterschied. Ausser bei der Grösse der Kochtöpfe...
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Re: Haus in Toledo (abgetrennt vom Rasentrimmer)

Beitragvon Teckpac » Di 10. Feb 2009, 15:13

Hi Severino, erstmal "HUT AB" für dein Verantwortungsbewusstsein...15 Kinder zu hüten ist ja wie ein Sack Flöhe!! Verzeih mir die Frage, sind das alles deine? Habt Ihr kein Fernsehen? :mrgreen: Im weiteren kann ich mich Euch nur anschliessen, in D haben wir uns den !&@*$#! aufgerissen um die Kohle auf's Konto zu bunkern und um Sie wieder unter die Leute zu bringen. Hier lasse ich es auch etwas relaxter angehen, habe noch mein Säckel in D auf der Bank liegen, falls es doch mal eng werden sollte. Meine Frau geht arbeiten, Sie verdient recht gut in ihrem Job, theoretisch könnte ich mich den Tag über auf die faule Haut legen, ist aber nicht so mein Ding. Also mach ich in Comida caseira für 2 benachbarte Firmen und das reicht mir! Das einzige was ich mir noch erfüllen werde ist ein kleines Restaurant im Nordosten, deshalb halte ich es mit dem Admin, Haus mieten um jederzeit die Reise antreten zu können. Irgendwann, wenn ich dann am Ziel meiner Reise bin, werde ich mich auch häuslich niederlassen und die Hängematte in Beschlag nehmen, vielleicht ein Kochbuch schreiben, mal sehen was wird! In diesem Sinne........
Bin ich jetzt doch vom Thema abgekommen, hoffe es wird mir verziehen! :mrgreen:
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Re: Haus in Toledo (abgetrennt vom Rasentrimmer)

Beitragvon BrasilJaneiro » Di 10. Feb 2009, 15:31

Admin hat geschrieben:
BeHarry hat geschrieben:Wenn man ins Ausland geht, will man ja normalerweise zumindest ungefähr gleich verdienen. Verschlechtern will sich ja niemand. Expats bekommen normalerweise 50-100% Aufschlag.

OK, Du arbeitest nicht für eine ExpatFirma (stimmt das, was mibi sagt?), aber verschlechtern wolltest Du Dich doch sicherlich auch nicht.


Als ich 2001 nach Südamerika kam, war mir klar, dass ich keinesfalls weiterhin 120.000 DM Zieleinkommen jährlich haben werde und mir auch niemanden einen nagelneuen Volvo V40 als Dienstwagen zur unbegrenzten privaten Nutzung zur Verfügung stellt.

Vielmehr hatte ich so rund 4000 U$ in der Tasche und ab ging die Post! :D

BeHarry hat geschrieben:He, das würde ich sofort machen. 1 Jahr durchmalocht = Grundstück gekauft.
2 Jahr durchmalocht = Haus gebaut, und noch ein paar Monate "easy life" gemacht, Capis getrunken, und so.

Hey, wenn man das so 10 Jahre lang durchzieht, dann hast Du aber eine Null-Arbeit Leben !
5 Häuser, kassierst Deine Miete, und machst Dir ein nettes Leben. Trinkst Deine Caipi auf der Terrasse, lässt Dich von Deinen Miezen verwöhnen, und alles ist gut....


Jedem das seine. Ich stehe nicht so auf materielle Werte, brauche kein Häuschen zum glücklich sein und vor allem will ich nicht aufgrund eines Jobs von der Familie getrennt sein. Ich arbeite daheim, kann mir mein bescheidenes Leben vollständig alleine einteilen. Und habe meine liebsten immer um mich herum. Einzige Verpflichtung ist derzeit, um 6.45 Uhr aufzustehen um unsere Kleine in die Vorschule zu bringen. Das ist wirklich eine "unbequeme Zeit".

Ja, ich schätze die Ausgaben so auf 1.500 R$. Aber ich habe dabei eine wesentlich höhere Lebensqualität wie früher, als ich in Deutschland umgerechnet 15.000 R$ verdient und ausgegeben habe.

Zum Hauskauf. Selbst wenn ich das Geld hätte, ich würde es wohl nicht machen. Ich bin gerne flexibel. Ich will mich nicht über Handwerker oder Mieter ärgern, ich will sofort die Koffer packen können und an einen anderen Ort ziehen, wenn sich die Gelegenheit bietet. Ich habe nicht geplant, den Rest meines Lebens in Toledo zu verbringen. Brasilien ist gross. Ich habe da eben eine andere Einstellung.

Ich mach mir eben keinen Stress. Wer mich kennt, weiss das auch. Was ich heute nicht mache, mache ich eben morgen.


Dem kann ich in allen Punkten zustimmen. Geld hindert nur einem daran, sich in Brasilien zu integrieren und wohl zu fuehlen. Fuer mich sind 1000 R$ heute auch keine Euro mehr, sondern Reais. Dieses umrechnen, das ueberlegen was alles billiger oder teurer als in Deutschland ist, das habe schon aufgegeben. Hier musst du davon ausgehen, dass du 1000 oder 2000 Reais verdienst und danach leben. Auch wenn du mehr zur Verfuegung hast. Was Lebensqualitaet ist, bestimmt jeder fuer sich. Die einfache Lebensweise ist oftmals die bessere. Auf alle Faelle moechte ich hier in Brasilien mir nicht ein primitives buergerliches Leben wie in Deutschland einrichten und darauf achten muessen, dass der Baum gerade waechst, der Rasen gemaeht ist und der Nachbar auch ordentlich ist und weniger hat als ich. Eigentum hoert sich immer gut an, aber hier in Brasilien ist doch das Problem, wenn du es verkaufen willst oder musst, dann bekommst du nicht das was es wert ist. 69000 R$ hoeren sich wenig an, aber fuer 69000 baut mir mein Nachbar, ein Pedreiro zwei Haeuser. Die Frage ist nur wo. Und wenn es einem egal ist, wo er wohnt, dann kann er immer billiger bauen als kaufen. Es ist alles relativ zu sehen.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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Re: Haus in Toledo (abgetrennt vom Rasentrimmer)

Beitragvon Männlein » Di 10. Feb 2009, 16:15

Teckpac hat geschrieben:Hi Severino, erstmal "HUT AB" für dein Verantwortungsbewusstsein...15 Kinder zu hüten ist ja wie ein Sack Flöhe!! Verzeih mir die Frage, sind das alles deine? Habt Ihr kein Fernsehen? :mrgreen: Im weiteren kann ich mich Euch nur anschliessen, in D haben wir uns den !&@*$#! aufgerissen um die Kohle auf's Konto zu bunkern und um Sie wieder unter die Leute zu bringen. Hier lasse ich es auch etwas relaxter angehen, habe noch mein Säckel in D auf der Bank liegen, falls es doch mal eng werden sollte. Meine Frau geht arbeiten, Sie verdient recht gut in ihrem Job, theoretisch könnte ich mich den Tag über auf die faule Haut legen, ist aber nicht so mein Ding. Also mach ich in Comida caseira für 2 benachbarte Firmen und das reicht mir! Das einzige was ich mir noch erfüllen werde ist ein kleines Restaurant im Nordosten, deshalb halte ich es mit dem Admin, Haus mieten um jederzeit die Reise antreten zu können. Irgendwann, wenn ich dann am Ziel meiner Reise bin, werde ich mich auch häuslich niederlassen und die Hängematte in Beschlag nehmen, vielleicht ein Kochbuch schreiben, mal sehen was wird! In diesem Sinne........
Bin ich jetzt doch vom Thema abgekommen, hoffe es wird mir verziehen! :mrgreen:


Hallo

Habe die Woche eine Diskussion im Fernsehen bei der Deutschen Welle geschaut . ES ging um Einkommen im Alter ,Rentenansprüche Lebensstandart im Ruhestand Einkommen bei Mini Job und Hartz 4 etc . So nun frage ich mich wirklich manchmal sind das alles Idioten die sich da Gedanken machen . Wenn das doch alles so einfach ist wenn man mit so wenig auskommt im Leben.

Bis denne und neulich
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Re: Haus in Toledo (abgetrennt vom Rasentrimmer)

Beitragvon Severino » Di 10. Feb 2009, 16:29

Männlein hat geschrieben:...Es ging um Einkommen im Alter, Rentenansprüche Lebensstandart im Ruhestand Einkommen bei Mini Job und Hartz 4 etc . So nun frage ich mich wirklich manchmal sind das alles Idioten die sich da Gedanken machen . Wenn das doch alles so einfach ist wenn man mit so wenig auskommt im Leben....

Nein, das sind keine Idioten. Aber ich lebe nunmal in einem Land, wo es das nicht gibt, wo ich mir das - wie viele andere Millionen Einwohner - nunmal nicht leisten kann. Bzw. nicht will, denn ich könnte ja in DE oder CH arbeiten und das Geld verdienen.
Meine Altersvorsorge werden vermietete Immobilien sein, bzw. wenn mir das dann zu stressig ist mit den blöden Mietern, dann verkaufe ich die Hütten und lebe von Zinseinnahmen aus Fundus oder Tesouro Nacional.
Angeschissen bin ich bei einer ernsten Krankheit oder Invalidität. Und meine Rentenansprüche aus Deutschland bzw. der Schweiz dürften sich auf etwa 15 Euro bzw. 250 CHF belaufen - monatlich. Trotzdem erreiche ich mit dem Geld, das früher die Pensionskasse für mich "vermehrt" hat hier in etwa das Zehnfache. Und ich bin bei Leibe kein Finanzexperte.
Aber wer Sicherheit will, für den ist Brasilien das falsche Land. Und wer weiss schon, wo die Sozialstaaten wie DE oder CH in 25 Jahren sind? Rentenalter 75? Krankenkassenabzüge 85%? Steuerbelastung?
Da lass ichs mir hier lieber einige Jahre gut gehen und an meinem letzten Tag kann ich dann sagen: "Es war schön. Ich habe gearbeitet und danach habe ich gelebt".
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