Hauskauf mit Leibrente

Tipps zum Erwerb, Verkauf, Vermietung von Häusern, Wohnungen oder Grundstücken in Brasilien (KEINE IMMOBILIEN-ANGEBOTE) sowie Infos zu Bau, Umbau, Ausbau und Renovierung

Hauskauf mit Leibrente

Beitragvon Olá » Di 14. Aug 2007, 18:09

Hallo Insider,

wer kann mir einige Ratschläge hinsichtlich des folgenden Vorhabens geben ?

Ich habe noch einige Jährchen hier in Alemanha bis zur Rente zu arbeiten und kann nun ein Anwesen in Brasilien auf Leibrentenbasis von einem Deutschen erwerben. Mein Frau geht dann rüber und wird das Haus mit der Familie bewirtschaften und ein kleines Restaurant eröffnen.
Hat jemand schon mal von so eine Leibrentensache in Brasilien gehört oder Erfahrung damit gemacht ? Wir wollen den Vertrag hier in Deutschland machen und meine Frau als Besitzerin beim Cartorio eintragen lassen ( Ich weiß, wenn sie mich verläßt, ist alles weg, aber das Risiko gehe ich ein, vielleicht gibt es ja da noch ein Hintertürchen, was ich mir aufhalten kann hinsichtlich des Vertrages).
Wäre es vielleicht besser den Leibrentenvertrag nach brasil. Recht aufzusetzen ?
Wie sieht das mit der IPTU aus ?

Wäre dankbar für jeden Vorschlag, den ich beachten sollte.

Abracos

Olá
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Re: Hauskauf mit Leibrente

Beitragvon Severino » Mi 15. Aug 2007, 10:43

Olá hat geschrieben:Hallo Insider,
wer kann mir einige Ratschläge hinsichtlich des folgenden Vorhabens geben ?
Ich habe noch einige Jährchen hier in Alemanha bis zur Rente zu arbeiten und kann nun ein Anwesen in Brasilien auf Leibrentenbasis von einem Deutschen erwerben. Mein Frau geht dann rüber und wird das Haus mit der Familie bewirtschaften und ein kleines Restaurant eröffnen.
Hat jemand schon mal von so eine Leibrentensache in Brasilien gehört oder Erfahrung damit gemacht ? Wir wollen den Vertrag hier in Deutschland machen und meine Frau als Besitzerin beim Cartorio eintragen lassen ( Ich weiß, wenn sie mich verläßt, ist alles weg, aber das Risiko gehe ich ein, vielleicht gibt es ja da noch ein Hintertürchen, was ich mir aufhalten kann hinsichtlich des Vertrages).
Wäre es vielleicht besser den Leibrentenvertrag nach brasil. Recht aufzusetzen ?
Wie sieht das mit der IPTU aus ?
Wäre dankbar für jeden Vorschlag, den ich beachten sollte.
Abracos
Olá

Oi Olá,
willkommen im Forum.Ich bin nicht ganz sicher, ob ich das mit "Leibrentenbasis" richtig verstanden habe? Du willst das also mit Deiner Rente finanzieren?
In Brasilien werden viel Häuser finanziert. Häufig von der caixa Economica. Ist aber eine seht teure Angelegenheit, da die Zinsen in Brasilien sehr hoch sind.
Wenn die Immobilie in Brasilien auf Deine Frau registriert wird, dann wird im Vertrag auch der Zivilstand eingetragen. Sollte es also zur Scheidung kommen muss nicht zwangsläufig alles verloren sein.
Wenn Du auf dem cartório warst und dann auf der Gemeinde, dann schicken sie Dir die IPTU-Rechnung ins Haus. Die Höhe hängt von der Stadt und dem Wert ab. Vermutlich so 500-2000 R$ pro Jahr....
paz e amor
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Beitragvon Olá » Mi 15. Aug 2007, 14:21

nein, ich finanziere das Haus nicht mit meiner Rente, sondern zahle nach Zustandekommen des Kauf-Vetrages eine monatliche Rente an den Verkäufer. Die Rente läuft solange bis der Verkäufer stirbt. Das kann bei einer langen Lebensdauer des Verkäufers vielleicht etwas teurer werden, ist aber immer noch billiger als eine Finanzierung.

Ein Haus würde ich nie über eine brasil. Bank finanzieren. Das ist der reine Wucher.

Das der Zivilstand beim Cartorio mit eingetragen wird ist ok. Wenn ich das richtig verstehe, dann wäre eine Gütertrennung nicht von Vorteil, oder ?

Zur IPTU : Wird die IPTU aus dem gegenwärtigen Wert des Objektes berechnet oder zählt die Wertangabe im Kaufvertrag ?
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Beitragvon Severino » Mi 15. Aug 2007, 14:39

Olá hat geschrieben:nein, ich finanziere das Haus nicht mit meiner Rente, sondern zahle nach Zustandekommen des Kauf-Vetrages eine monatliche Rente an den Verkäufer. Die Rente läuft solange bis der Verkäufer stirbt. Das kann bei einer langen Lebensdauer des Verkäufers vielleicht etwas teurer werden, ist aber immer noch billiger als eine Finanzierung.

Ein Haus würde ich nie über eine brasil. Bank finanzieren. Das ist der reine Wucher.

Das der Zivilstand beim Cartorio mit eingetragen wird ist ok. Wenn ich das richtig verstehe, dann wäre eine Gütertrennung nicht von Vorteil, oder ?

Zur IPTU : Wird die IPTU aus dem gegenwärtigen Wert des Objektes berechnet oder zählt die Wertangabe im Kaufvertrag ?


Aha, das ist also eine Leibrente. Habe ich noch nie gesehen.
Naja, die durchschnittliche Lebenserwartung für Männer in Brasilien liegt so um die 65 Jahre. Da könnte das schon interessant sein...

Ein finanziertes Haus wird meist auf 10 bis 20 Jahre finanziert. Dabei kann man Zinssätze von etwa 15% pro Jahr einrechnen. Ein lukratives Geschäft für den Geldgeber.

Auch bei einer Gütertrennung gelten für das Haus besondere Regeln im Falle einer Scheidung (in Brasilien). Es wird wie eine Art Vorsorge/Versicherung betrachtet. Hat das keiner nötig, wird es meist geteilt, oder so geregelt, wie die Regelung der bens ist. Allerdings könnte eine Scheidung auch Auswirkungen auf Dein Aufenthaltsrecht haben (oder gehst Du mit Rentnervisa?)...

Die Prefeitura kennt den Preis aus dem Vertrag, führt Vergleichslisten und geht bei ortsunüblichen Preisen notfalls auch selbst hin zum Abschätzen. Ob man da Einspracherechte hat, weiss ich aber nicht.
paz e amor
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Beitragvon Olá » Mi 15. Aug 2007, 14:53

Oi Severino,

erst mal obrigado für die Ratschläge.

Der Verkäufer ist Deutscher und lebt auch hier. Schätze mal das der noch ein paar Tage älter wird, als ein Brasilianer.

Werde vmtl. später, falls sich nicht irgend etwas anderes ergibt, wo ich die nächsten Jahre in Brasilien von leben kann, mit Rentenvisa auswandern.
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Beitragvon tadinho » Mi 15. Aug 2007, 17:37

....die vertragsgestaltung würde mich mal interessieren wie das funktionieren soll.....meines wissens ...ich lasse mich gerne belehren...haben in deutschland abgeschlossende verträge keine rechtswirksamkeit in brasilien bezogen auf einen immobilien kauf/verkauf...wie soll das mit der rgi funktionieren....wenn der verkäufer bestätigt das er den vollen kaufpreis erhalten hat kann man die immobilie registrieren lassen....wird er aber sicherlich nicht machen da dies die einzigste sicherheit ist die er hat wenn er die monatliche rente nicht erhält....was geschied falls sie die beiden ehepartner sich scheiden lassen wollen und die immobilie aufgeteilt werden soll....wird sehr schwierig...da die rgi nicht auf den aktuellen namen läuft.....usw.usw
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Beitragvon Toni » Mi 15. Aug 2007, 17:50

Also, ich bin kein Immobilienfuchs, habe aber nie davon gehört, dass ein Verkauf in Brasilien über Leibrente abgewickelt wurde.

Glaube auch, die Brasilianer hätten NIEEEEEEEEE genug Vertrauen in den Käufer, denn in 80% aller Fälle würde dieser wohl spätestens nach 1 Jahr die Zahlung einstellen.

Ich vermute mal, dass ihr das wie folgt abwickeln müsstet;
- Vertrag in D'land mit der Leibrente (der Verkäufer würde das wohl notariell abgesegnet haben wollen)

anschliessend:

- Verkauf über brasilianischen Cartorio, wo wahrscheinlich ein "fiktiver" Verkaufpreis eingesetzt wird - aber halt als Verkauf, und nicht Leibrente.

Das müsste klappen können, bin auch der Meinung, dass Ihr Grundsteuern spart (halt weniger zahlt) da die IPTU (Grundsteuer) auf dieser Basis ermittelt wird.

Sollte der (deutsche) Vertrag irgendwie nicht gültig sein bei Verkauf in Brasilien.... na ja, dann hat eher der Verkäufer ja das Risiko, bzw. die evtl.Probleme am Hals, wenn das Haus dann schon auf Euch überschrieben ist.
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Beitragvon Olá » Mi 15. Aug 2007, 18:00

Der Toni kommt der Sache schon näher. Klar ist einer der Gesichtspunkte die Steuerersparnis. So hatten wir uns das vorgestellt. Falls es denn so klappt.
Wir wollten als Sicherheit einen brasil. Verwandten des Verkäufers mit einem Vorkaufsrecht in den Kaufvertrag aufnehmen, falls die Immobilie durch eine Scheidung aufgeteilt oder veräußert werden sollte.

Wie Toni schon sagt, dass ganze ist wirklich eine Vertrauenssache, wird öfters bei Verwandten hier in deutschland durchgeführt. Unter Brasilianern könnte ich mir das auch nicht vorstellen. Grins.
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Beitragvon Brummelbärchen » Mi 15. Aug 2007, 18:47

Olá, warum schreibst Du alles in grosser Schrift?
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Beitragvon 007 » Mi 15. Aug 2007, 20:29

Einen Kaufvertrag mit Leibrente wird nie im Leben von einem Cartorio hier in Braslien akzeptiert.
Da müsst ihr schon pro Forma einen Vertrag "Promessa de Compra e Venda" in Brasilen abschliessen und dann eine "Escritura" im einem Cartorio ausstellen lassen und zulezt die Liegenschaft im dem zuständigen "Cartorio de Registro" eintragen lassen.

Den Leibrenenvertrag würde ich in Deutschland ausstellen (mit
Anwalt).


abraço



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