Hauswasserwerk in Brasilien

Tipps zum Erwerb, Verkauf, Vermietung von Häusern, Wohnungen oder Grundstücken in Brasilien (KEINE IMMOBILIEN-ANGEBOTE) sowie Infos zu Bau, Umbau, Ausbau und Renovierung

Re: Hauswasserwerk in Brasilien

Beitragvon Tuxaua » Mi 18. Mär 2009, 13:54

Admin hat geschrieben:der etwa 22 Liter/min um 20 Grad waermer macht und etwa 2,5 kg Gas/h braucht
...
"Prickelduschen" ... wegen der groesseren Durchlaufmenge dann schon 7,5 kW !
Wenn ich das mal grob überschlage:
Gas (R$32 für 13kg): = R$6,15 pro Stunde
Strom (R$0,46 /kWh): = R$3,45 pro Stunde
Gas ist also nicht günstig, oder habe ich da was übersehen?

Admin hat geschrieben:Dann sollte man sich doch lieber eine kleine Solarwasseranlage aufs Dach legen, die mit 200-Liter-Thermobehaelter ab R$ 650 aufwaerts kostet!
Hast du Links zu Herstellern/Anbietern?
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Re: Hauswasserwerk in Brasilien

Beitragvon dimaew » Mi 18. Mär 2009, 14:09

Tuxaua hat geschrieben:...
Admin hat geschrieben:Dann sollte man sich doch lieber eine kleine Solarwasseranlage aufs Dach legen, die mit 200-Liter-Thermobehaelter ab R$ 650 aufwaerts kostet!
Hast du Links zu Herstellern/Anbietern?


Schau mal bei Soletrol oder Transsen, das sind meines Wissens grosse Hersteller. Meine Transsen-Anlage mit 1000-Liter-"Boiler", 8 Placas á 1,2m² und Verrohrung hat mich irgendwas um die 10.000 Reais gekostet (einschliesslich Einbau).
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Re: Hauswasserwerk in Brasilien

Beitragvon Hebinho » Mi 18. Mär 2009, 15:57

Tuxaua hat geschrieben:
Admin hat geschrieben:der etwa 22 Liter/min um 20 Grad waermer macht und etwa 2,5 kg Gas/h braucht
...
"Prickelduschen" ... wegen der groesseren Durchlaufmenge dann schon 7,5 kW !
Wenn ich das mal grob überschlage:
Gas (R$32 für 13kg): = R$6,15 pro Stunde
Strom (R$0,46 /kWh): = R$3,45 pro Stunde
Gas ist also nicht günstig, oder habe ich da was übersehen?

Admin hat geschrieben:Dann sollte man sich doch lieber eine kleine Solarwasseranlage aufs Dach legen, die mit 200-Liter-Thermobehaelter ab R$ 650 aufwaerts kostet!
Hast du Links zu Herstellern/Anbietern?


Nicht vergessen, dass die Gastherme auch wesentlich mehr Wasser pro Minute "durchlauferhitzt", als der Duschkopf (etwas mehr als Faktor 3), damit ist das Gas dann wieder auf das Wasser bezogen, dass ich pro Stunde heiss bekomme, wesentlich billiger!

Nimm mal fuer die Suche http://preco2.buscape.com.br/aquecedor-solar.html

Und bitte auch daran denken, dass in Brasilien aufgrund der geografischen LAge, der Anzahl der Sonnentage pro Jahr (na ja, mit Ausnahme ganz im Sueden vielleicht) es keine Hightec~-Anlage sein muss, die noch mit in Vakuum liegenden Kollektor-Elementen das letzte Prozent der Sonnenenergie rauskitzeln muss.

Der dadurch verursachte Preisanstieg steht in keinem Verhaeltnis zum Energiegewinn. Und fuer den normalen Haushalt reichen 500 Liter, die es schon fuer unter R$ 3000 gibt!
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Re: Hauswasserwerk in Brasilien

Beitragvon Cheesytom » Mi 18. Mär 2009, 20:14

Die Gasgeschichte lohnt sich richtig, wenn es eine Erdgasleitung gibt. Maceió ist dabei, die Stadt zu vernetzen. In einem meiner Apartments gibt es eine Therme. Minimumabnahme R$ 23,00 (10 m3); danach R$ 2,00/m3.
Gruss aus Maceió, Alagoas
Thomas
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Re: Hauswasserwerk in Brasilien

Beitragvon lia+andre » Fr 20. Mär 2009, 08:27

Ich bedanke mich für euere Antworten.
Habe nun noch eine Frage ,das HWW.läuft nur mit 220V und 50 hz hat jemand damit Erfahrung.Meines erachtens hat in diesem Fall die hz Zahl nichts zu sagen weil es keine zeitliche Steuerung ist,wie zb. Waschmaschine oder Brotbackautomat.Diese funktionieren nehmlich,nicht zumindestens nicht bei den Steuerzeiten.
Alles was ich schreibe ist meine private Meinung.
Vegetarisches Essen schmeckt am Besten, wenn man es vor dem Servieren durch ein Steak ersetzt.
até logo
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Re: Hauswasserwerk in Brasilien

Beitragvon Hebinho » Fr 20. Mär 2009, 12:13

lia+andre hat geschrieben:Ich bedanke mich für euere Antworten.
Habe nun noch eine Frage ,das HWW.läuft nur mit 220V und 50 hz hat jemand damit Erfahrung.Meines erachtens hat in diesem Fall die hz Zahl nichts zu sagen weil es keine zeitliche Steuerung ist,wie zb. Waschmaschine oder Brotbackautomat.Diese funktionieren nehmlich,nicht zumindestens nicht bei den Steuerzeiten.


Die Frequenz des Netzstroms hat sehr wohl was zu sagen!
Dazu muss man sich vorstellen koennen, dass in einem Elektromotor, der NICHT mit "Buersten" und einem "Kommutator" arbeitet durch eben diese Netzfrequenz "gedreht" wird (Gute Erklaerung auf http://wapedia.mobi/de/Kondensatormotor).

Hierbei handelt es sich eigentlich immer um Drehstrommotoren, bei denen die "fehlende Phasen" im Betrieb am einphasigen Netz durch einen Kondensator "simuliert" werden.

Weil nun aber 60 Hz eine um 20 % hoehere Frequenz ist als 50 Hz, versucht der Rotor des Motors dem sich "schneller drehenden" Magnetfeld in den Wicklungen "nachzulaufen" und dreht um 20 % schneller. Hinzu kommt, dass sich die fliessenden Stroeme in den Wicklungen und durch den Kondensator (dessen Wert fuer 50 Hz berechnet und ausgelegt wurde !!), sowie vor allem die Kurzschlusstroeme durch den sich drehenden Rotor wesentlich veraendern und der Motor sich staerker erwaermt.

Weil nun aber auch die mechanische Pumpe, die dieser Motor antreibt, bei hoeherer Drehzahl eine hoehere Kraft vom Motor verlangt, muss dieser mehr Arbeit verrichten. Bei Motoren, die im Dauerbetrieb laufen, waere dadurch eine wesentlich kuerzere Lebensdauer die Folge.

Mein Ratschlag: Lasst zumindest den Kondensator des Motors durch einen mit fuer 60 Hz geeigneten Wert austauschen (Anruf beim Hersteller mit Bitte um Angabe eine Werts fuer 60 Hz (der Wert wird in Mikrofarad angegeben)).

Wenn der Motor nicht so verbaut ist, dass er in die Konstruktion des HWW einbezogen ist (soll heissen, er ist nur angeschraubt und ueber eine Riemenscheibe mit der Pumpe verbunden), kann man den Motor auch gegen einen von den Abmessungen und technischen Daten passenden in Brasilien austauschen lassen.

Das Problem der hoeheren Drehzahl wird damit aber nicht geloest, denn das ist mit der Netzfrequenz verknuepft und muesste dann mechanisch durch eine im Umfang 20 % kleinere Riemenscheibe am Motor geloest werden. Dann laeuft die Pumpe wieder "so langsam wie in Deutschland".

Ich weiss, war ein langer Diskurs, aber vielleicht verstehen jetzt auch einige Leute, dass es ein Problem ist, dass nicht allein mit "Zeit- und Taktgebern" verbunden ist.

Motoren, die mit Buersten und Kollektoren arbeiten (so genannte Neben- bzw. Reihenschlussmotoren (http://wapedia.mobi/de/Nebenschlussmotor) ist die Auswirkung durch die hoehere Netzfrequenz weniger zu merken. Diese Motoren stecken in Staubsaugern, Bohrmaschinen etc.

Herbert
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Re: Hauswasserwerk in Brasilien

Beitragvon Cheesytom » Sa 21. Mär 2009, 18:57

Herbert, wollte das schon immer mal fragen:
Gibt es keine Wandlungsmoeglichkeit 60 Hz zu 50 Hz?
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Re: Hauswasserwerk in Brasilien

Beitragvon Hebinho » Sa 21. Mär 2009, 21:10

Cheesytom hat geschrieben:Herbert, wollte das schon immer mal fragen:
Gibt es keine Wandlungsmoeglichkeit 60 Hz zu 50 Hz?


So etwas gabe es frueher mal: da lief auf der einen Seite ein E-Motor mit 60 Hz, der mechanisch mit einem Generator gekoppelt war, dessen Wicklungen so angeordnet waren, dass er bei der Drehzahl von 3600 UpM trotzdem eine Ausgangsspannung mit 50 Hz lieferte. War aber schon damals ein Ladenhueter und verschwand.
Elektronische Frequenzwandlung waere theoretisch moeglich, kostet aber und bringt Verluste (Ausgangsleistung - erforderliche Eingangsleistung = Verlust)
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Re: Hauswasserwerk in Brasilien

Beitragvon Cheesytom » Sa 21. Mär 2009, 23:18

Da ich tatsaechlich erst durch Dich auf den Unterschied zw. den Frequentzen hingewiesen wurde (Brasil-Web), und jede Menge Deutsches Geraet mitgebracht habe :? , koennte ein elektr. Richter sich ja lohnen. Hast Du, oder ein Anderer eine Ahnung, wieviel man dafuer ausgeben muss und wie hoch der Verlust/kw in etwa ist. Bedeutet Verlust, dass z.Bsp. der Bohrhammer nicht mehr die volle Leistung bringt, oder nur ein Anstieg der Stromrechnung?
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Re: Hauswasserwerk in Brasilien

Beitragvon Hebinho » So 22. Mär 2009, 00:09

Cheesytom hat geschrieben:Da ich tatsaechlich erst durch Dich auf den Unterschied zw. den Frequentzen hingewiesen wurde (Brasil-Web), und jede Menge Deutsches Geraet mitgebracht habe :? , koennte ein elektr. Richter sich ja lohnen. Hast Du, oder ein Anderer eine Ahnung, wieviel man dafuer ausgeben muss und wie hoch der Verlust/kw in etwa ist. Bedeutet Verlust, dass z.Bsp. der Bohrhammer nicht mehr die volle Leistung bringt, oder nur ein Anstieg der Stromrechnung?


Ich denke mal, das wird sich von der Anschaffung her nicht lohnen! Uebrigens arbeitet den Bohrhammer mit einem Reihenschlussmotor wie 99,5 % aller Elektrowerkzeuge! Naeheres zum Thema auf der Seite:
http://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzumrichter

Dort kannst du beispielsweise lesen:

"...Frequenzumrichter werden insbesondere an Drehstrommotoren eingesetzt, um deren Anlauf- und Drehzahlverhalten zu verbessern oder zu erweitern. Frequenzumrichter gibt es inzwischen auch für ein- oder zweiphasige Wechselstrommotoren wie z. B. Kondensatormotoren, um auch diese in der Drehzahl zu regeln. Dabei übernimmt der Frequenzumrichter ggf. die Bereitstellung der bislang vom Kondensator erzeugten zweiten Phase.

Es gibt auch eine Frequenzumrichtervariante, die lediglich in die einphasige Zuleitung geschaltet wird und wo dabei am Einphasenmotor mit Kondensator keine Änderungen vorzunehmen sind. Dies ist besonders interessant bei bereits vorhandenen Antrieben wie Pumpen, Lüftern, Tischbohrmaschinen oder Antrieben für Transportbänder...
"

Aber der Einsatzbereich liegt in erster Linie im Industriesektor, Regelbereiche von 0 bis 120 Hz (am Ausgang) sind kein Problem.

Unter http://produto.mercadolivre.com.br/MLB-89395530-inversor-e-conversor-de-frequencia-abb-weg-siemens-danfoss-_JM gibt es einen Anbieter, aber dort bitte in den Fragen an den Verkaeufer nachlesen, was so die einzelnen Modelle kosten (haengt von der Belastung ab!)
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