Heisswasser umsonst mit Pet-Flaschen?

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Heisswasser umsonst mit Pet-Flaschen?

Beitragvon ESMERALDAS » Mo 23. Mär 2009, 01:36

Mit dem Bau eines Aquecedor (wie vom Admin angeregt: http://josealcinoalano.vilabol.uol.com.br/manual.htm) mit PET Flaschen habe ich bereits begonnen (zumindest was das Leeren der Flaschen und Tüten angeht). Kommt es aber hierbei nicht auch zu Problemen bei der Lebensdauer der PET Flaschen durch UV-Strahlung?

Zitat aus http://brasil-web.de/forum/26692-dachab ... nstig.html

"Ich habe auf meinem Sitio gegen Jahresende aufgeraeumt (der Vorbesitzer hat alles an Muell einfach den Hang runtergeworfen) und da waren PET-Flaschen dabei, die schon sproede wie hauchduennes Glas waren und nicht aelter als aus 2006 (weil da erst das Haus dort gebaut wurde)."

Kann man das Ganze also vergessen? Oder klappt es doch?
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Re: Heisswasser umsonst mit Pet-Flaschen?

Beitragvon Hebinho » Mo 23. Mär 2009, 02:28

Waren aber alles "bunte" (eingefaerbte) PET-Flaschen.
Mein Tipp: schreib doch mal dem "Erfinder" eine E-Mail und frage nach. Ich kann mir vorstellen, dass die Flaschen, die auf dem Erdreich liegen, auch von der Seite des Erdreichs gewissen Saeureeinfluessen unterliegen.
Eine aehnliche Bauanleitung gibt es auch bei der SEMA (Secretaria de estado do meio ambiente e recursos hídricos) in Curitíba (PR).
Wenn nach 10-12 Jahren die Weichmacher durch den UV-Anteil des Sonnenlichts verschwunden sind, kann der Rest zerlegt und neu beflascht werden (wenn dann noch nicht in der Zwischenzeit ein Pfandsystem eingefuehrt wurde.
Besser ist dann schon das mit PVC-Deckenverkleidungsplatten konzipierte System: http://www.sociedadedosol.org.br/comofazer_manuais.htm, ist dann aber auch etwas teurer.
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Re: Heisswasser umsonst mit Pet-Flaschen?

Beitragvon san_julian » So 26. Apr 2009, 11:52

Hallo

interessant, was hier alles so geschrieben wird, mit Pet-Flaschen wird das Wasser heiss.

Soweit ich das ganze verstehe ... funktioniert das doch soooo.

Man verwendet Kupferrohre wegen der Wärmeleitfähigkeit, über den Kupferrohren werden Kupferplatten gelötet, diese sollten direkt um das Kupferrohr gebogen werden, d.h. bündig ohne Luft dazwischen, die Kupferleitungen werden mit einem speziellen Material beschichtet, wobei schwarze Farbe sicherlich auch funktioniert, nur diese muss hitzefest sein ( Ofenrohrfarbe ). Dann muss man das ganze noch in einen Blechkasten verpacken und man hat einen Kollektor. ( ob die Plastikleitungen so richtig heiß werden ...).

Auch könnte man es als geschlossenes System bauen mit Ausdehnungsgefäss und Wärmetauscher in einem zentralen Wasserbehälter.
siehe

http://images.google.de/imgres?imgurl=h ... X%26um%3D1

damit kann man dann auch eine kleine Heizung ( in den Bergen, süden Brasilien ) anschliessen.

Einfach mal googln..
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Re: Heisswasser umsonst mit Pet-Flaschen?

Beitragvon Hebinho » So 26. Apr 2009, 13:39

san_julian hat geschrieben:Hallo

interessant, was hier alles so geschrieben wird, mit Pet-Flaschen wird das Wasser heiss.

Soweit ich das ganze verstehe ... funktioniert das doch soooo.

Man verwendet Kupferrohre wegen der Wärmeleitfähigkeit, über den Kupferrohren werden Kupferplatten gelötet, diese sollten direkt um das Kupferrohr gebogen werden, d.h. bündig ohne Luft dazwischen, die Kupferleitungen werden mit einem speziellen Material beschichtet, wobei schwarze Farbe sicherlich auch funktioniert, nur diese muss hitzefest sein ( Ofenrohrfarbe ). Dann muss man das ganze noch in einen Blechkasten verpacken und man hat einen Kollektor. ( ob die Plastikleitungen so richtig heiß werden ...).
Bitte eines nicht vergessen: Das System mit den PET-Flaschen - die nichts anderes darstellen, als einen Schutz der mattschwarz gestrichenen PVC-Rohre vor Auskuehlung durch Wind - mit den mattschwarz gestrichenen plattgedrueckten Tetrapaks der Milchpackungen (die zusaetzlich Waerme aufnehmen und damit die Luft innerhalb der PET-Flasche noch aufheizen) ist ausgelegt fuer einen Betrieb in geographischen Breiten von ca. 27° Sued bis eben 5° Nord. Hier spielt der "geringe Wirkungsgrad" durch nicht so 100%ige Isolierung usw. keine allzugrosse Rolle.
In Deutschland waere eine solche Anlage bei der dortigen geographischen Nordlage um die 50° wohl kaum mit sinnvollen Ergebnissen zu betreiben. Da muss man dann schon mit allen Tricks noch das Letzte aus den einfallenden Waermemengen herauskitzeln (es gibt ja auch die teuren Kollektoren in luftleer gepumpten und versiegelten Glasroehren, um keinen Waermeverlust ueber darin befindliche Luft zu bekommen)!
Ebenso in den suedlich von 27° Sued liegenden Teilen Brasiliens, wo es auch strenge Winter geben kann. Hier im Sueden Bahias kommt das Wasser im Sommer mit der Konstruktion im "Universalbehaelter" (Caixa de agua, die wie beschrieben im "geschichteten Betrieb" laeuft - heisses Wasser oben, kaltes Wasser unten) auf ueber 70 Grad. KEINE Isolierung der Vor- und Ruecklaufleitungen. Weil bei dieser Temperatur das braune PVC der Wasserrohre (vor allem bei "Noname-Herstellern) schon anfaengt weich zu werden, kann man ein paar Reais mehr ausgeben und von Tigre die weissen Heisswasser-PVC-Rohre nehmen (und natuerlich mattschwarz streichen!).
Die schwarze Farbe - mattschwarz, damit nicht IR-Strahlung durch Spiegelung verloren geht - muss gar nicht so hitzefest sein, denn selbst wenn das Wasser in den Rohren zu kochen beginnt, sind wir auf Meereshoehe erst bei 100 °C!
Wenn allerdings ein geschlossenes System verwendet wird - das mit einem Waermetauscher im Warmwasserspeicher die Waerme abgibt- und anstelle von Wasser wegen der im Winter bestehenden Gefriergefahr beispielsweise Glysantin verwendet wird, kann die Temperatur theoretisch auf etwa 130 °C ansteigen (da wuerden dann aber auch die guten Heisswasser-PVC-Rohre matschig werden). Allerdings ist eine Ofenrohrfarbe in keinem Fall erforderlich.
san_julian hat geschrieben:Auch könnte man es als geschlossenes System bauen mit Ausdehnungsgefäss und Wärmetauscher in einem zentralen Wasserbehälter.
siehe

http://images.google.de/imgres?imgurl=h ... X%26um%3D1

damit kann man dann auch eine kleine Heizung ( in den Bergen, süden Brasilien ) anschliessen.

Einfach mal googln..

Ich hatte mich mal mit den Leuten der Sociedade do Sol in Verbindung gesetzt und die empfehlen beispielsweise fuer den Sueden Brasiliens die Verwendung ihrer aus PVC-Verkleidungsplatten hergestellten Kollektoren, die mit Isopor-Platten (Styropor-Platten) von 1 Zoll Staerke hinterlegt werden und in Holzkaesten mit Glasscheibenabdeckung eingebaut werden. Vor- und Ruecklaufleitungen in Schaumstoff isolieren (bekommt man im Sueden Brasiliens fuer Heizungs- und Heisswasserleitungen in den Baumaerkten), einen solchen Waermetauscherspeicher zu verwenden und die Anlage mit einer Mischung aus 2/3 Wasser und 1/3 Autogefrierschutz zu fuellen. Das Ausgleichsgefaess muss nicht unbedingt ein teueres gekauftes sein, man kann das auch mit einem Stueck verschlossenem PVC-Abflussrohr, in dem sich ein mit etwas Luft gefuellter Motorradschlauch befindet, selbst konstruieren.
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