Ich glaube ich bin schon zu lange hier

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Re: Ich glaube ich bin schon zu lange hier

Beitragvon Galega » Fr 26. Sep 2008, 18:30

@ alle Brasilienurlauber und Sozialromantiker!!!

Ich verstehe wirklich nicht was hier abgeht.

Da ist ein Forumsmitglied, nämlich Takeo, der wirklich Ahnung davon hat, wie Brasilien funktioniert und der sich die Zeit nimmt und sich Mühe gibt, Euch etwas an seiner Erfahrung teilhaben zu lassen; und was macht ihr?????
Anstatt davon zu profitieren, hackt ihr auf seinem Lebenslauf rum.
Egal wo er studiert hat - wer von Euch hat überhaupt ein Vestibular an einer bras. Uni abgelegt oder hat den leisesten Schimmer davon wie schwierig das ist???
Schön für ihn das er eine Permanência hat. Warum er sich nicht nationalisiert hat, ist doch seine Sache. Mit einem EU Paß kann das Leben nun mal einfacher sein. Oder liegt es vielleicht einfach daran, das er keine Zeit hat ( er arbeitet!!! ) die lange Liste der Dokumente abzuarbeiten, welche die PF für die Nationalisierung verlangt. Ist doch egal!!!

Der Mann hat Ahnung und das ist es was zählen sollte.
Setzt Euch hin und führt Euch zu Gemüte was er zu sagen hat.

Galega
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Re: Ich glaube ich bin schon zu lange hier

Beitragvon pedro_araguaia » Fr 26. Sep 2008, 20:50

Galega hat geschrieben:Der Mann hat Ahnung und das ist es was zählen sollte.
Setzt Euch hin und führt Euch zu Gemüte was er zu sagen hat.

:god :god :god :god :god :god :god :god :god :god

Nun mach mal halblang .. niemand hat die Weisheit mit Löffeln gefressen. Kritik ist immer und überall erlaubt, nur leider kann sie nicht jeder ertragen.

Ich bin jedoch überzeut davon, dass Takeo einerseits Kritik sehr wohl ertragen und andererseits auch sehr wortgewandt für sich selbst sprechen kann.
Never play games with social life .. because life is a better player.
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Re: Ich glaube ich bin schon zu lange hier

Beitragvon Takeo » Fr 26. Sep 2008, 23:57

Ich glaube ich bin schon zu lange hier ...im Forum.

Danke Galega, aber ich glaub' ich geb's bald auf. Es kostet nämlich wirklich oft viel Zeit, zu viel Zeit, den Sozialromantikern und Brasilienträumern das normale Brasilien zu beschreiben... und sie wollen es ja doch nicht aus einem neuen Blickwinkel betrachten, also was hab' ich dann eigentlich davon? Ich kenne Brasilien besser als Deutschland und das sollte mir doch eigentlich reichen, denn man gibt und bekommt oft nichts als Blödgesülz zurück... klar, vorsichtige Worte sind (hier) nicht mein Ding! ...und Diejenigen, die in Brasilien leben und arbeiten sind komischerweise oft meiner Meinung, und können zumindest nachvollziehen was ich sagen will... der Rest schwafelt oft so dummes Zeug, dass man es kaum aushält...

Ich habe einen aussichtslosen Kampf gegen Heuchelei und leere Phrasen angesagt:
"Die ausgenutzen Armen - die skrupellosen Reichen!" ... nur Reiche aus Lateinamerika sind korrupt, die meisten Forumsmitglieder (die monatelangen Urlaub in Brasilien machen können) natürlich nicht!!!
"unbequeme Worte" -> natürlich nur solange sie schön linksgerichtet und 'angepasst liberal' sind, sind sie "unbequem"... ansonsten will keiner was Anderes sehen... (fragt sich nur was hier wirklich "unbequem" ist!)
"Negerkinder" sind "IN" -> deutsche Platte (Penner), Flüchtlinge aus Bosnien, Wirtschaftsflüchtlinge aus Afrika, kurdische Imigranten sind ... "OUT" ... keine Kompromisse: wo kämen wir denn da hin!!!
"das leichte Leben in Brasilien" ... Sonne, Strand und Meer!!! was will man mehr???
"die böse Landwirtschaft"
"Brasilianer sind natürlich nicht ganz so fleissig oder zuverlässig wie wir Europäer" ... die liegen ja (wie wir selber) nur in der Sonne 'rum oder spilen Fussball!
"Jeder Täter ist ja im grunde genommen ein Opfer" ... allerdings nur solange er Brasilianer und nicht etwa ein deutscher Zuhälter, oder etwa ein Türke ist, der seine Frau totgeschlagen hat!!!
"Die Favela - das Ziel aller Träume" -> hasste Nix - bisste Wer -> jetzt gehöre ich ENDLICH dazu!!!

Ich glaube, ich bin schon zu lange hier ...in Brasilien
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Re: Ich glaube ich bin schon zu lange hier

Beitragvon Careca » Sa 27. Sep 2008, 00:57

Westig hat geschrieben:Careca: Na sowas. NA ENDLICH! Nun darf man aber gespannt sein. Und: wo steht das mit der deutschen Elite-Universitaet?

"Spiegel" ist was für die pseudointellektuellen Gutmenschen unter uns.
Also lies mal lieber hier:
http://www.focus.de/wissen/campus/entsc ... 36419.html
damit du auf den neusten Stand kommst.
Abraços
Careca

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MfG Microsoft"
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Re: Ich glaube ich bin schon zu lange hier

Beitragvon Careca » Sa 27. Sep 2008, 01:22

Galega hat geschrieben:Der Mann hat Ahnung und das ist es was zählen sollte.
Setzt Euch hin und führt Euch zu Gemüte was er zu sagen hat.

Galega


Du bist sowas von unkritisch, dass es schon weh tut.

Setz DU dich lieber hin und lese, wie hier takeo herumbolzt und seine von ihm vertretenen Ideale permanent mit den eigenen Füssen tritt. Als ehrenwerter Vertreter der Landwirtschaft versucht er sich auf recht subjektiven Terrain diesen zu objektivieren.

Er selber hat zuvor schon auf sein Uni-Studium in München herumgepocht. Das solltest du gelesen haben, wenn du dir seine Schreibe zu Gemüte geführt hättest. Belege kannst du nach einigem Studium selber finden.

Takeo liegt vollkommen richtig, wenn er darauf hinweist, dass eine Romatisierung dieses riesigen Landes nicht funktioniert und sogar falsch ist. Das stimmt. Somit ist deine Einleitung, Galega, doch nicht mehr als lediglich Eulen nach Athen zu tragen. Oder auf deutsch, Galega, überflüssig wie ein Kropf.

Aber so wie Takeo einmal schreibt "wir Deutsche und Europäer" und dann nach Gutdünken wieder mal schreibt "wir Brasilianer", so einer muss auch Kritik aufmerksamer Leser vertragen müssen. Takeo ist Deutscher und argumentiert und denkt auch nach objektiven Gesichtspunkten wie ein Deutscher (er kritisierte ja bereits mehrfach diese Argumentationslinie). Somit ist das "wir Brasilianer" plumpe rhetorische Augenwischerei gegen seine für sich selbst avisierten Feinde, die es in Wahrheit gar nicht gibt.

Und du solltest dich nicht fordern, Takeos Schreibe sich zu Gemüte zu führen, wenn du dessen Schreibe nicht im mindesten studiert hast. Okay? Lies Takeo gefälligst und komm dann zurück mit deiner Ansicht. Das wäre hilfreicher, als populistisches Gesülze.
Abraços
Careca

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Re: "Ich glaube ich bin schon zu lange hier": wahrscheinlich.

Beitragvon Westig » Sa 27. Sep 2008, 01:34

Mir kommen die Traenen. Wenn Du schon zu lange in Brasilien bist wie Du schreibst, dann geh schnellstens woanders hin. Und halte vielleicht das Forum auf dem Laufenden. Mit Deinem deutschen Pass duerfte das ja wohl ein Leichtes sein.

Und wenn Du schon zu lange hier im Forum gegen all die Bloeden und Unwissenden anschreibst die Dich definitiv nicht verstehen wollen, dann lass es doch bleiben. Schaun wir mal, wieviele hunderte trister Beitraege nach einiger Zeit noch sagen wo ist denn eigentlich der alleswissende Takeo abgeblieben, den wir alle so dringend benoetigen und so vermissen. Der Takeo von der deutschen Elite-Universitaet und der ausschliessliche und einzige Brasilienkenner hier. Auch wenn er das so nicht direkt sagt.

Aber es soll ja auch intelligente Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Forum geben, die es verstehen zwischen Deinen Zeilen zu lesen. Deswegen mein Kommentar zu der glasklaren Meinung von Careca.

(Aehnliches gilt fuer einen anderen Forumspapst der sich hier bezeichnenderweise supergringo nennt, davon schreibt wie er sich auf seine puta setzt, ein Brasilienfrauen-unwuerdiges sexistisches Buch mit einer barbusigen Brasilianerin auf dem Titel, mal abgesehen von in Wahrheit verdammt tristen und seiner Meinung nach sagenhaft tollen Puta-Geschichten - "supergringo!" - hier im Forum propagiert, der gleichzeitg offenbar ein Kinderheim betreibt (!); nun wird man man abzuwarten wissen, was brasilianische Behoerden in Baelde zu all dem zu sagen haben werden wenn sie Kenntnis von so manchen seiner Beitraege erhalten, aber das ist ein anderes Thema. Zum grossen Glueck fuer das Forum bewegt sich Takeo auf einer anderen, intellektuelleren Ebene, die wir oder so manche von uns leider nur so unzureichend verstehen)

Natuerlich hast Du mit einigen Deiner Aussagen Recht, auch wenn sie von Dir an die tausendmal geschrieben wurden. Zum Beispiel in Deinem letzten Beitrag stimmen einige der pointierten Aussagen im Kern. Aber nicht in der Folge.

Nun gibt es auch andere die wohl auch Recht haben, und die ein anderes und sehr begruendetes Brasilienbild haben, und die seit vielen Jahren in Brasilien leben, oder die nach vielen Brasilienjahren sich von Deutschland aus intensiv, wissenschaftlich, institutionell und auch privat mit dem Land genauso wie Du auseinandersetzen, und die jedoch Deine so oft Nasenruempfende Besserwisserei zu tausend Themen Leid sind. Und die wie Du, an Elite-Universitaeten studierten.

Und die die im Gegensatz zu Dir nicht dauernd auch nicht andauernd und besserwissend und leidvoll die Nase ruempfend meckern wenn von brasilianischer Problematik die Rede ist, die Du Sozialromantik nennst. Ganz schoen einfach machst Du es Dir zum Beispiel, beim Hinterfragen am miesen Leben einer auf winzigen Wohnraum eingepferchten fuer 12 oder weit mehr Stunden am Tag inklusive samstags arbeitenden Empregada als Sozialromantik zu klassifizieren. Schon mal entsprechende - brasillanische - ! Untersuchungen ueber das Leben brasilianischer Hausangestellter gelesen? Oder um auf mein erstes Thema einer bescheidenen Auseinandersetzung mit Takeo ueber das Los nordostbrasilianischer Zuckerrohrschneider zurueckzukommen der im ersten Antwort-Beitrag gleich wuchtig vernichtend mich schwer heruntermachte und von meinem Sozialscheiss sprach.

Oder gegen ander angehen die es und gut begruendet fuer einen Skandal halten, wie in Brasilien soziale Graeben wachsen, wie Brasilien an letzter Stelle weltweit in der Einkommensverteilung steht, Sklavenarbeit in der brasilianischen Landwirtschaft nach wie vor besteht (der Abgeordnete -!- Inocencio de Oliveira wurde offiziell im Parlament geruegt, weil er etliche Dutzend Sklavenarbeiter auf einem seiner Landgueter beschaeftigte), wie mit Menschenrechten umgegangen wird, mit 16-Studen-pro-Tag-inklusive-samstags-empregadas umgegangen wird, mit Korruption im Lula-Parlament und -Kabinett und auch in den Kabinetten zuvor, wie es mit dem Recht auf Basisgesundheit steht, und mit dem der zehntausende Untersuchungshaeftlinge, und auch mit der Mentalitaet der meisten brasilianischen Maenner, und und.

Und nun komm mir doch nicht mit Berlin Zentrum oder mit Frankfurt. Oder mit Globke und mit dem Koelner Muellskandal. Koennen wir in einem anderen Forum gern diskutieren. Oder auch ueber die haitianischen Sklavenarbeiter in der Dominikanischen Republik. Oder den Kult mit Affen in Thailand, denen es besser get als Menschen.

Vielleicht setzt Du Dich als Brasilianer der eine deutsche Elite-Universitaet absolvierte, mal nicht maekelnd und "es hat leider keinen Sinn mit Euch Ignoranten und Strandsuchenden zu diskutieren" mal kritisch mit Deinem Land auseinander. Und nicht mit denen, die hier im Forum auch ernsthafte Beitraege abliefern moechten, ohne stets von einem der Moechtegern-Forumspaepste mit mitleidigem, traenenreichen "Ihr alle habt ja keine Ahnung" und ich glaube ich bin schon viel zu lange hier" konfrontiert zu werden?

Also: den grossen Verlust Deines angekuendigten Abgangs aus diesem Forum - und aus Brasilien - werden etliche von uns verschmerzen. Denn wie Du oben schreibst: Du bist in der Tat schon viel zu lange hier.
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Re: Ich glaube ich bin schon zu lange hier

Beitragvon dietmar » Sa 27. Sep 2008, 02:18

Sich mit dem Land kritisch auseinanderzusetzen bedeutet aber nicht, Missstände als allgemeingültig darzustellen. Nur leider wird dies halt oft getan. Wenn Lemi schreibt, dass wenn er eine stehlende Haushaltshilfe anzeigen würde, er sich jede Woche eine neue suchen muss, bedeutet dies für mich, dass jede Haushaltshilfe spätestens nach einer Woche stiehlt. Jede. Alle. Ohne Ausnahme. Und so ist es mit vielen anderen Dingen. Liest man sich durch diverse Foren kommen Aussagen wie, 80 Prozent aller Hausverwalter betrügen, sind kriminell, in Brasilien gibt keine Spielplätze, jede Empregada muss in einer winzigen Kammer schlafen und 16 Stunden schuften, jeder Bierverkäufer handelt nebenbei mit Drogen, es gibt keinen vernüftigen Elektriker, alles Mist, nix funktioniert, alle gehen fremd und rechnen kann auch niemand, geschweige denn Englisch sprechen. Ich habe es vor 2 Jahren geschrieben und ich schreibe es auch heute: Viele schreiben das Land schlecht, vielleicht aus Frust, weil sie nicht hier sind. Warum kann man so wenig von den kleinen Fortschritten lesen, warum werden die unter den Teppich gekehrt? Was ist mit den rund 70 Millionen Brasilianern, die ganz normal ihrer Arbeit nachgehen, ganz normal bezahlt werden und ganz normale Arbeitsbedingungen haben, inkl. Rentenanspruch und Arbeitslosengeld? Ich vertrage es langsam auch nicht mehr, dass die Wahrheit aus 11000 Kilometer Entfernung angezweifelt wird, Einzelfälle oder Minderheiten für Allgemeingültig erklärt werden. Sich mit dem Land kritisch auseinanderzusetzen bedeutet eben auch, das positive zu erkennen und darin die Chancen zu sehen, die Missstände zu beseitigen und sie nicht immer anzuklagen. But only bad news are good news. Draufhauen können alle, da bedarf es keiner Intelligenz um nachzuplappern was die europäischen Medien immer und immer widerkäuen. Oder die hier ansässigen frustrierten Europäer, die gerne die Koffer packen würden. Subjektive Meinungen sind erlaubt, erwünscht und tragen zum besseren Verständnis bei. Aber um die Entwicklung wirklich zu erkennen, muss man eben 1000 Puzzleteile zusammensetzen um das grosse Ganze zu sehen. Nur wer will sich schon so intensiv damit beschäftigen, es könnte ja Arbeit machen und das Bild verändern? Da hängen wir doch lieber 5 riesige Poster (Armut, Umweltzerstörung, Korruption, Kriminalität, Menschenrechte) an die virtuelle Klowand im Internet. Ist einfach - praktisch - gut und verdeckt den Rest vom Ganzen. Man könnte ja sonst erkennen, dass doch nicht alles so ist, wie es angeblich sein soll.
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Re: Ich glaube ich bin schon zu lange hier

Beitragvon Takeo » Sa 27. Sep 2008, 02:56

Careca hat geschrieben:Er selber hat zuvor schon auf sein Uni-Studium in München herumgepocht.

Ich habe es EINMAL erwähnt (im Auswandererkontext und wie man sich am besten auf Brasilien vorbereiten könnte), seit dem pochst DU aber darauf herum und kommst hier ständig mit Deiner Elite-UNI und immer und immer wieder... was ist eigentlich Dein Problem? Und wenn wir schon beim Thema sind: Elite-Uni hin oder her... im Spiegel 2006 ging es darum wo Absolventen von welchen Unis gelandet sind... ich bin in Brasilien und entwickele für den erfolgreichsten Agrarmulti... insofern langweilt mich Dein Focusbericht ziemlich öde an! Studium, Alter!... ...Schnee von gestern!!!


Westig hat geschrieben:Also: den grossen Verlust Deines angekuendigten Abgangs aus diesem Forum - und aus Brasilien - werden etliche von uns verschmerzen. Denn wie Du oben schreibst: Du bist in der Tat schon viel zu lange hier.

Ist ja sehr nett sowas ausgerechnet von so einer Art 'Schreibtischtäter' wie Dir zu lesen! Fast 2000 Berichte aus dem brasilianischen Alltag, von mir, der hier KEIN Urlaub macht, der NICHT darum kämpft ob seines abgelaufenen Touristenvisums noch ein bisschen länger im Land bleiben zu dürfen, der NICHT in der Hängematte 'rumliegt und von einer Morena träumt, der NICHT einhundertausend wunderschöne internationale Berichte ob der brasilianischen Situation studiert, aber jemand quem põem a mão na massa!!! Und ich werde immer noch in Brasilien sein, wenn Du immer noch internationale Berichte von ONGs liest... DIR geb' ich nicht das Recht zu urteilen, wann oder wie ich zu gehen habe!!!


Admin hat geschrieben:Ich vertrage es langsam auch nicht mehr, dass die Wahrheit aus 11000 Kilometer Entfernung angezweifelt wird, Einzelfälle oder Minderheiten für Allgemeingültig erklärt werden.

Ich auch Digger, ich auch!!! Jeder hat Recht, jeder weiss alles, jeder kommt mit irgendeinem tollen Bericht von irgendwelchen recherchierten Journalisten... nur wir, die hier tagtäglich leben und arbeiten werden dann irgendwie als reiche Elite oder so abgetan... weil wir Sachen erwähnen die "unbequem" sind, die mal nicht so gut in die 'linksliberal angepasste' Pressemeinung des fernen Europa passen!!! Brasilien - das Land der Gegensätze!!!
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Re: "Ich glaube ich bin schon zu lange hier": wahrscheinlich.

Beitragvon Takeo » Sa 27. Sep 2008, 03:24

Westig hat geschrieben:Wenn Du schon zu lange in Brasilien bist wie Du schreibst, dann geh schnellstens woanders hin.


Ich höre DAS in Brasilien NIE, aber im Forum immer wieder und in Deutschland hab' ich es auch etliche male gehört... ich HASSE diesen Ausspruch! Da kotzt mir wieder die gesamte deutsche Kleinbürgerlichkeit voll ins Gesicht! Bravo!!!
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Re: Ich glaube ich bin schon zu lange hier

Beitragvon nini » Sa 27. Sep 2008, 10:32

Admin hat geschrieben:Ich vertrage es langsam auch nicht mehr, dass die Wahrheit aus 11000 Kilometer Entfernung ........


-versuch es halt nochmals in ein paar jahren, vielleicht ist dann der groschen gefallen.
es ist halt so, dass es uninteressant ist, ob es nun in paraiba schönes wetter gibt oder nicht. es ist auch kaum von interesse wenn irgendwo sonst in brasilien(oder sonst wo auf der welt) es positives zu vermelden gibt. daran, ist der news-reader, leider leider nicht interessiert.
schauen wir doch mal kurz die nachrichten in den print-medien oder fernsehen/internet an: 95% negative schlagzeilen, 5% positives damit das ganze nicht so schnöde daherkommt. du könntest mal eine genauere auswertung deiner db starten :), ist man sich bewusst, dass die wiklich 'blutigen' threads mit titel in richtung "...tod..."/"...kann nichts dafür..."/"...hilfe habe alles verloren" in kurzer zeit enormen zulaufen erfahren?
ja, es ist wohl so, dass wir als masse sensationsgeil sind und sogar manchmal noch mehr. weiter schlimm ist dies wohl nicht, nur menschlich. aber eben auch ein wenig verständlich wenn man seine perspektive etwas verschiebt. so ist eben eine "horror-news" auch balsam für die seele... man darf sich für einen moment zurück lehnen und sich im stillen sagen: "oh gott, schön, dass nicht mir dieses !&@*$#! passiert ist."

zusammenfassend: dinge die funktionieren geben kaum zur diskussion anlass. höchstens ein paar bemerkungen. dinge die nicht funktionieren, probleme etc. werden gerne auseinander genommen, weil da gibt es konträre meinungen, da gibt es tausende von argumenten, da gibt es echt spannende threads...

@alle
wir wurden zum glück nicht alle über den gleichen kamm gesch...
der eine hat die meinung, der andere eine andere. früher konnten wir uns nicht auf diese geniale art und weise miteinander unterhalten. indiesem sinne ist ein forum für uns alle (noch immer) neuland. vorallem was eben 'diskusions-kultur' anbelangt. zudem hat jeder von uns seine stimmungsschwankungen ;) ist mal gut drauf, ist mal !&@*$#! drauf. das ganze färbt natürlich ab...

ich finde man darf ohne weiteres so schreiben wie einem zumute ist sprich der schnabel gewachsen ist.
man sollte am ende des tages nicht vergessen, dass man teilnehmer nicht persönlich und wiederholt beleidigt, das geht nicht.

es gibt so viele momente wo auf eine fragestellung in einem thread kein konsens gefunden wird. ich möchte dies als abschluss fett hervorheben:
WIR BRAUCHEN NICHT FÜR EINEN KONSENS ZU KÄMPFEN. ES REICHT, DIE FRAGESSTELLUNG WENN NOTWENDIG ZU HINTERFRAGEN/ZU KONKRETISIEREN UND SEINE MEINUNG ZU SCHREIBEN.
mit mehr abstand bringt mehr freiheit, mehr ruhe und wirklich sehr viel bessere resultate.

ich selber musste auch lernen, wie ich mich in äussern muss. ist nämlich gar nicht so einfach. schon bei meinen ersten versuchen bin ich (aufgrund schnippischer bemerkungen von anderen teilnehmer) wie eine rakete gestartet...
(zum glück hat mich die erdanziehung, nachdem der sprit alle war, automatisch auf die erde geholt :))

takeos äusserungen sind mir insofern nicht negativ aufgefallen, manchmal hat er etwas haariges auf den zähnen, aber was solls, ist seine farbe und ok so.ja und supergringo brauchen wir auch (wenigstens ab und zu ;)), manchmal kann man schön ablachen...

ich selber mache schöne fortschritte, eben aufgrund der foren. diskutieren und co. will gelernt sein. in diesem sinne vergesst bitte nicht: wir alle sind so unterschiedlich es nicht sein kann (o.ä.). und dennoch klappt es eingentlich sehr gut :lol: :lol: :lol:

gruss
nini
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