brasilblog hat geschrieben:
Auswandern mit keinen finanziellen Rücklagen kann ich wirklich niemand empfehlen. Ich habs gemacht und klickere nun so vor mich hin. Mit dem Traum vom eigenen Häuschen, vielleicht einem Auto, einem Urlaub im Nordosten .... und immer mit den Gedanken, dass hoffentlich niemand ernsthaft krank wird oder nix kaputt geht (PC, Kühlschrank, usw.) ....
Aber dann ist da die Lebensfreude der Menschen. Morgen gehts wieder ans Feiern, keine Ahnung warum (nicht wegen Fussball), gibt keinen Anlass, 10 Leute legen zusammen, es wird ein bissl Fleisch und 2 Kisten Bier gekauft, Partytime. Ist auch egal wo, ob im unverputzen Backsteinbau oder im Hinterhof, es wird improvisiert, gequatscht, getanzt. Keiner nervt, kein Nachbar muckt, es macht Spass. Wer kommt, kommt - wer nicht kommt, kommt nicht. Habe eben davon erfahren.
Ja, Familie fordert Freiheit. Aber gibt viel mehr zurück, wie ich finde. Jungen Weibern hinterhersehen ist ja ganz schön, Appetit holen darf man sich ja schliesslich auch noch, aber gegessen wird daheim. Und ein Kind - ich kann es nicht beschreiben. Es ist wie ein Juwel ... und macht all den Verzicht unvergessen. Es ist für mich mit Abstand das Schönste, was mir in meinem Leben passiert ist. Und dann scheiss ich auf "Heimaturlaub", eigene Karre und zur Not auch noch auf den Kühlschrank.
Oi !
Ziemlich ernüchternd ! Der stinknormale Alltag hüben wie drüben

Die selben Träume hab´ich auch, das Geld reicht immer nur gerade so, keine Zeit für nix und "Spass" mit den Nachbarn haben wir auch. Tja, nur das Wetter ist eben anders.
Gruss
Jacare