Rio de Janeiro - Ein junges Paar hat in Brasilien nach einem Überfall über zweieinhalb Tage lang in einem acht Meter tiefen engen Erdloch überlebt. Wie Medien am Donnerstag berichteten, wurden die jungen Leute am Mittwoch nach 63-stündiger Gefangenschaft rein zufällig von einem „geheimnisvollen“ Wanderer entdeckt und gerettet. Die beiden seien nach einem Überfall Sonntagnacht gezwungen worden, in den dunklen Schacht in einem verlassenen Fabrikgelände der Stadt Mogi das Cruzes im Bundesstaat São Paulo hinabzusteigen, hieß es.
Medien sprachen von einer „wundersamen Rettung“, denn die verlassene Fabrik liege in einem schwer zugänglichen Waldgebiet fernab jeder Zivilisation. Die jungen Leute, die weder zu trinken noch zu essen gehabt hätten, seien eigentlich von den Verbrechern „zum Tode verurteilt“ worden, schrieb die Zeitung „O Globo“.
„Ich habe versucht, die schlechten Gedanken zu verdrängen. Wir kommen hier raus, weil wir es verdienen. Wir sind jung und haben noch unser ganzes Leben vor uns, habe ich immer wieder gedacht“ schilderte der eingesperrte Student Felipe Yoshikazu (1 sein Leiden. Felipe und Freundin Aline (21) waren in ihrem Auto überfallen worden.
Der Held der Geschichte blieb anonym. Ein Wanderer hatte den Angaben zufolge am Mittwochnachmittag die Rufe der entkräfteten Opfer gehört. Der Schutzengel habe das Pärchen beruhigt, die Polizei gerufen und sei verschwunden. „Er sagte uns, dass er nicht verwickelt werden möchte, Gott hat ihn geschickt“, ist sich Felipe sicher. (dpa)
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