Immo-Preise

Tipps zum Erwerb, Verkauf, Vermietung von Häusern, Wohnungen oder Grundstücken in Brasilien (KEINE IMMOBILIEN-ANGEBOTE) sowie Infos zu Bau, Umbau, Ausbau und Renovierung

Immo-Preise

Beitragvon tinto » Mi 25. Mär 2009, 23:13

Wie entwickelt sich eigentlich der brasilianische immobilienmarkt in der Krise?

In den USA, Spanien, Frankreich und England fallen die Preise ja ins Bodenlose. Grund: Eine Blase platzt. Exorbitante Steigerungen der Vergangenheit werden bereinigt.

In Deutschland steigen sie, örtlich, weil die Menschen retten ihr Vermögen in bleibende Werte. Anderen Orts, im Ruhrgebiet vor allem, fallen sie, aber moderat, die Kaufkraft sinkt halt.

Und in Brasilien?
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Schöne Grüße,
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Re: Immo-Preise

Beitragvon donesteban » Mi 25. Mär 2009, 23:22

tinto hat geschrieben:In den USA, Spanien, Frankreich und England fallen die Preise ja ins Bodenlose. Grund: Eine Blase platzt. Exorbitante Steigerungen der Vergangenheit werden bereinigt.
Welche Immobilien? Soweit ich informiert bin, gilt das nur für Eigenheime und selbst da nicht für alle Segmente. Bürogebäude etc. in guter Lage verlieren kaum oder sind stabil. Vielleicht bin ich auch out-of-date, so war es aber noch vor 6 Monaten.

In BR steigen die Preise für Wohnhäuser und Grundstücke noch weiter und in guter Lage sogar recht stark.
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Re: Immo-Preise

Beitragvon Cheesytom » Mi 25. Mär 2009, 23:33

Ich hab bei meinen Objekten jahrelang bis zu 25 % jaehrlicher Wertsteigerung beobachtet (verkaufte Nachbarwohnungen, oder -Haeuser). Eine Theorie aufzustellen, ob das so weitergeht bezweifel ich. Ob es eine Baublase gibt, wage ich noch nicht zu beurteilen. Autoblase ja, Immoblase glaube ich aber nicht, weil hier nicht so leichtfertig Kredite vergeben worden sind. Ich denke, streng aus dem Bauch raus, dass es noch ein wenig mit der Wertsteigerung weitergeht, wenn vielleicht auch nicht in dem Masse. Wir reden hier aber nur ueber Erst-, bis max. zweitklassige Lagen, oder. Ein Sítio, oder eine Chacara war schon immer riskant, aber wer kauft sowas zum Spekulieren. Sowas kauft ein Brasilianer zum Vergnuegen und da wird in einer Krise am schnellsten gespart.
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Re: Immo-Preise

Beitragvon Itacare » Mi 25. Mär 2009, 23:59

Jahrzehnte lang galt, Sachwert schlägt Geldwert.

Die Renditen der Sachwerte wurden dann einige Jährchen aufgrund der Gewinne in der Finanzbranche müde belächelt. Die Blase ist geplatzt, die Pressen der Notenbanken angeworfen, jetzt wird man sich vermutlich wieder mehr auf Werte besinnen, die relativ stabil und inflationssicher sind.

Der US-Immobilienmarkt kann hier nicht unbedingt als Vergleich heran gezogen werden, diese Immobilien wurden in einem überreizten Markt bereits wesentlich überteuert in teils hoffnungslosen Lagen meist zu reinen Spekulationszwecken gekauft.

Einzig wichtig ist die Lage. Autos etc. können heutzutage in jedem x-beliebigem Land in x-beliebiger Menge gestanzt werden, Grundstücke in guter Lage sind nicht vermehrbar.

Auch ertragsstarke landwirtschaftliche Ländereien haben Zukunft, aber da kann der Takeo sicher mehr dazu sagen…..
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Re: Immo-Preise

Beitragvon Cheesytom » Do 26. Mär 2009, 00:10

Itacare hat geschrieben:Jahrzehnte lang galt, Sachwert schlägt Geldwert.

Denke das gilt seid Jahrhunderten, besonders in Brasil und genauso noch Heute und viele sehen es genauso wie Du. Der Goldpreis z.Bsp. hatte doch vor Kurzem die 1.000,00 US$ angekratzt.

Itacare hat geschrieben:Die Renditen der Sachwerte wurden dann einige Jährchen aufgrund der Gewinne in der Finanzbranche müde belächelt.

Ich hab mit meinen Immos ca. 13 % Mieteinnahmen gehabt, neben den bescheidenen 25 % Wertsteigerung :) . Dazu waere bei R$ 2,40 zum Euro noch ein riesen Waehrungsgewinn angefallen, wenn ich denn haette spekulieren wollen, oder koennen, aber fuer´s Spekulieren brauch man "Spielgeld" und das hatte ich nie.
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Re: Immo-Preise

Beitragvon Lauros » Do 26. Mär 2009, 00:16

Wenn man alles immer vorher wüsste hätte man vor paar Jahren wo der Euro bei fast 1 zu 4 Real stand ,ohne Ende umgetauscht ,aber damals hatte man bestimmt Angst das die Situation so dramatisch wie in Argentinien oder vielen Asiatischen Ländern wird !
Gruss Lauros
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Re: Immo-Preise

Beitragvon Itacare » Do 26. Mär 2009, 00:22

Alles klar, Cheesytom.

Glückwunsch zu der immensen Wertsteigerung Deiner Immobilien. Kann aber, falls es sich in dieser Gegend um einen überreizten Markt handelt, auch mal einige Jährchen null oder sogar rückläufig sein.

Wichtig ist, dass es langfristig über der Inflationsrate liegt, alles andere ist……Spekulation.

Meiner Frau und mir ging es tatsächlich auch so, dass man uns für unser Grundstück knapp ein Jahr nach Kauf den doppelten Preis bot :mrgreen: - Gewinn: null, der könnte nur bei Verkauf :cry: realisiert werden, und das tun wir nicht.
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Re: Immo-Preise

Beitragvon Cheesytom » Do 26. Mär 2009, 00:25

In der Zeit hab ich gekauft. Das Beste, was ich realisiert habe, war 3,75 (war ja auch 8 Jahre nur einige Monate hier).
Bei meinem Haus hatte ich Pech und Glueck. Hab vor 14 Jahren bei R$ 1,00 = US$ 1,00 fuer R$ 35.000,00 gekauft, weil in einer zukuenftigen Millionenstadt (damals 450.000, heute knapp ueber 1 Mio.), wo es am Strand in 10 Fahrminuten Abstand zu Maceió Ponta Verde, Jatiúca (8 Min.), etc. nur ca. 35 Einfamilienhaeuser mit ca. 300 m2 gab. Hab spaeter noch ca. 30.000,00 reingesteckt, incl. Moeblierung und heute soll es zw. R$ 220.000,00 und 300.000,00 wert sein. Aber ich kann ja nix realisieren. Meine Immos sind meine Rente und das Haus bringt mir Netto ca. R$ 950,00/Monat.
Da haste Recht Itacare. Deshalb hab ich vor Kurzem gegen meine Interessen, bzw. Einnahmen gesprochen und demjenigen, der von mir einige Objekte verwalten laest und den Forennutzern im BW abgeraten, im Moment zu kaufen :( .
Abwarten heist die Devise.
Edit:
Ich kann´s brauchen. Meine Scheidung war dermassen teuer und hat 8 Jahre Planung so durcheinandergebracht, dass ich versuche mich seid 3 Jahren hochzurappeln. Eigenes Fahrzeug z.Bsp. is fuer die naechsten mindestens 3 Jahre nich, aber erstaunlicherweise vermisse ich es kaum. Hier ist das Paradies (gibt´s ja eigentlich nich :) ) und ich gewoehne mich an ein einfaches, aber gutes Leben.
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Re: Immo-Preise

Beitragvon Itacare » Do 26. Mär 2009, 00:33

Cheesytom hat geschrieben: Da haste Recht Itacare. Deshalb hab ich vor Kurzem gegen meine Interessen, bzw. Einnahmen gesprochen und demjenigen, der von mir einige Objekte verwalten laest und den Forennutzern im BW abgeraten, im Moment zu kaufen :( .
Abwarten heist die Devise....


So kurzfristige Prognosen wage ich nicht. Der richtige Betrachtungszeitraum für Immoilien ist für mich ca. 15 Jahre.....da geht nix schief.
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Re: Immo-Preise

Beitragvon Cheesytom » Do 26. Mär 2009, 00:50

Wahrscheinlich hast Du recht. Vielleicht liest er es ja und kauft jetzt noch nach. Dann klappt es eher mit einer Karre und sonstigen Wohlstandsguetern, die man ja eigentlich nicht alle braucht.
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